Cinemaskop -
Leinwandsternstunden des Monats

Juli 2014

Widder

the Raid 2Im Sequel „The Raid 2“ wird der junge Polizist Rama direkt nach einer im ersten Teil der Reihe, „The Raid“, erfolgten mörderischen (und sehr actionreichen) Razzia gegen Drogenbanden zu einem gefährlichen Einsatz genötigt: Er soll in Jakartas Unterwelt eingeschleust werden, um die Hintergründe von Korruption und Drogenhandel aufzudecken. Auch dieser Einsatz gerät zum Überlebenskampf, der mittels abwechslungsreicher Techniken unterschiedlichster Kampfkünste und brutaler Prügelszenen zu einem sehenswerten Action-Spektakel wird.

Stier

Lügen bis der Arzt kommtDas Thema der Komödie „Die große Versuchung – Lügen bis der Arzt kommt“ ist Verführung. Oder vielmehr die Frage, wie man einen Arzt dazu verführt, sich in einem ausgesprochen idyllisch gelegenen, aber recht abgewirtschafteten kleinen Küstenort in Neufundland niederzulassen. Arbeitslos und verarmt erhoffen sich die Einwohner eine Besserung ihrer materiellen Lage vom Bau einer Fabrik, der aber einen ortsansässigen Arzt voraussetzt. Also umwirbt die Dorfbevölkerung mit allen Mitteln den eigentlich nur kurzzeitig gestrandeten Schönheitschirurgen Lewis, um ihm den beschaulichen Ort schmackhaft zu machen...

Zwillinge

The Unknown KnownWissen, Nicht-Wissen, Unwissen – wie wir mit Informationen umgehen, zeigen wir auch über unseren Umgang mit Sprache und Interpretationen dessen, was „Wahrheit“ genannt wird. „The Unknown Known“ ist ein Interview-Film mit dem ehemaligen US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld. Anhand unzähliger während seiner langen politischen Karriere verfassten Memos, Ausschnitten aus Pressekonferenzen und ähnlichem Material kommt manche Widersprüchlichkeit und unangenehme Frage auf, die der gewiefte Politiker mit verblüffender rhetorischer Geschicklichkeit und eloquenter Trickserei zu umgehen versucht.

Krebs

Der wundersame KatzenfischSchon das Filmplakat von „Der wundersame Katzenfisch“ erinnert an „Little Miss Sunshine“ und tatsächlich geht es auch im aktuellen mexikanischen Familiendrama auf sowohl berührende wie lakonische Weise um die Dysfunktionalitäten einer Familie und die persönlichen Schwierigkeiten und Gefühle der beteiligten Menschen. Auf den emotionalen Drahtseilakt zwischen Fürsorge und Geborgenheit einerseits und erstickender Nähe andererseits lässt sich auch die einsame junge Claudia allmählich ein, als sie die todkranke Martha und ihre vier Kinder kennen lernt und immer mehr in deren Leben integriert wird...

Löwe

Jersey BoysBühnenlegenden sind ein beliebtes Löwe-Thema. In „Jersey Boys“ hat sich nun Clint Eastwood der (bereits als Musical erfolgreichen) Geschichte vier junger Männer aus New Jersey angenommen, die als „The Four Seasons“ ihren Weg aus der italo-amerikanischen Gemeinschaft New Jerseys ins Rampenlicht großer Bühnen gemacht haben und zu bleibendem Weltruhm gekommen sind. In vier Kapiteln erzählt jeweils eins der Band-Mitglieder aus seiner subjektiven Perspektive von den dramatischen wie den glamourösen Höhen und Tiefen ihres Aufstiegs.

Jungfrau

The Purge: AnarchyEinen „echten“ Jungfraufilm hatte der Juli nicht zu bieten. Die Grundidee von „The Purge: Anarchy“ weist allerdings Jungfrau-Qualität auf – in Verbindung mit Skorpionischem (z.B. als Jungfrau-Pluto, wie er sich in der Generation des Regisseurs und einiger Produzenten findet): Hier „reinigt“ sich eine Gesellschaft dadurch, dass sie an einem festgelegten Tag im Jahr jedes Verbrechen gestattet. Pragmatisch und kontrolliert wird das vorhandene Gewaltpotential somit kanalisiert und tatsächlich wird damit für den Rest des Jahres eine erstaunlich niedrige Zahl an Gewaltdelikten erreicht. Der Film um diese Idee herum ist allerdings vor allem actionreiches Überlebenskampf-Kino mit allerlei skorpionischen Bedrohungs- und Angstszenarien – menschlichen Abgründen ist mit pragmatischer Vernunft schlecht beizukommen.

Waage

Viel Lärm um nichtsShakespeares Komödie „Viel Lärm um nichts“ gehört mit ihren amourösen Verwicklungen und Missverständnissen, den geschickten Intrigen und Kuppeleien, sowie den anspielungsreichen und klugen Wortgefechten zu den klassischen Waage-Stoffen. Auch in der neuen Verfilmung von Joss Whedon, die der Geschichte ein modernes Gesicht gibt, dabei jedoch den Originaltext beibehält, liegt der Schwerpunkt auf den verschiedenen Liebeskonzepten, die in den unterschiedlichen Wünschen und Vorstellungen der Protagonisten verhandelt werden.

Skorpion

The King of PigsDass auch ein Animationsfilm auf brutale Weise verstörend sein kann, zeigt der koreanische Film „The King of Pigs“, der von der alptraumhaften Hölle einer von maßloser Gewalt und Grausamkeit geprägten Schulzeit erzählt. Nachdem sie 15 Jahre keinen Kontakt mehr hatten, treffen sich zwei ehemalige Schulfreunde wieder und während sie die Erinnerung an ihre Leiden als Mobbing-Opfer wieder wachrufen, wird immer klarer, wie aufgestauter Zorn sich in völlige Inhumanität verwandelt und aus traumatisierten Jugendlichen traumatisierende Erwachsene machen kann.

Schütze

WüstentänzerWüstentänzer – Afshins verbotener Traum von Freiheit“ erzählt die wahre Geschichte des Tänzers Afshin Ghaffarian, der in einem Land, in dem Tanzen seit 35 Jahren verboten ist, eine Tanzkompanie gründet und mit dieser nach heimlichen Proben eine ebenfalls heimliche Aufführung in der Wüste inszeniert. Die freiheitliche Botschaft von künstlerischer Entfaltung wird mit reichlich politischem Pathos in den Mittelpunkt gerückt und den Übergriffen des repressiven iranischen Staates gegenübergestellt. So ergibt sich vor allem ein filmisches Plädoyer für Weltoffenheit, Toleranz und die Bedeutung (nicht nur) künstlerischer Freiheit.

Steinbock

Feuerwerk am helllichten TageTrotz des Helligkeit versprechenden deutschen Titels ist der chinesische Film „Feuerwerk am helllichten Tage“ (im Original „Black Coal, Thin Ice“) voll finsteren sozialen Realismus’. In einer kargen Kohleregion, in der Geröllhalden und Fördertürme die Landschaft beherrschen, ermittelt ein desillusionierter, einsamer Ex-Polizist auf eigene Faust in einem Fall, der jenem ähnelt, an dem vor einigen Jahren sein Leben entgleiste. Schmuddeliges Winterwetter, Schweigsamkeit und Schwermut im kargen Milieu einfacher Arbeiter dominieren die Atmosphäre dieses Neo-Noir-Thrillers, der bei der diesjährigen Berlinale den Goldenen Bären gewann.

Wassermann

Qissa – Der Geist ist ein einsamer WandererVor dem Hintergrund einer von massiver Geschlechter-Ungleichheit geprägten Gesellschaft erzählt die deutsch-indische Koproduktion „Qissa – Der Geist ist ein einsamer Wanderer“ die mit einigen Krebs-Elementen angereicherte außergewöhnliche Geschichte um ein typisches Wassermann-Thema: die Frage nach der Genese von sozialem Geschlecht im Unterschied zum biologischen. Ein Vater erhofft sich nach drei „nutzlosen“ Töchtern so sehr einen Sohn, dass er die Anatomie seines Neugeborenen ignoriert und als Familienpatriarch das Geschlecht des Kindes als männlich festlegt und es entsprechend aufwachsen lässt…

Fische

Die Karte meiner TräumeIn leuchtend fantasievollen und von magischem Realismus gefärbten 3D-Bildern, präsentiert „Die Karte meiner Träume“ die märchenhaft versponnene Geschichte eines zehnjährigen Wunderkinds aus dem ländlichen Montana, der nach dem Tod seines Zwillingsbruders eine Art Perpetuum Mobile erfindet. Seine Erfindung bringt ihm einen Preis ein und so läuft er von zuhause fort und begibt sich als blinder Passagier eines Güterzugs auf eine an kuriosen bzw. niedlichen Begebenheiten reiche Reise nach Washington D.C., um im Smithsonian Institute eine Rede zu halten…

Vesna Ivkovic

Vesna IvkovicVesna Ivkovic studierte Literatur- und Sprachwissenschaften, Soziologie, Philosophie, Geschichte und beschäftigte sich intensiv mit Psychologie, Mythologie sowie verschiedenen Glaubens- und Weisheitssystemen. Parallel dazu erforschte sie die Erkenntniswege des Körpers mittels der Kampfkunst des Kung Fu, Tanz, Yoga, Qi Gong und verschiedenen anderen Methoden der Körperarbeit und Bewegungskunst. 1993 entdeckte sie die Astrologie als Erkenntnisinstrument und absolvierte 2004 am Astrologie-Zentrum Berlin bei Markus Jehle und Petra Niehaus die Meisterklasse.
Mehr über die Autorin des Cinemaskopes finden Sie auf ihrer eigenen Website www.astrosemiotics.de

Cinemaskop, von Vesna Ivkovic

Das Cinemaskop ist ein Überblick über aktuelle Kinofilme und deren zentrale Thematik aus astrosemiotischer Sicht, (d.h. den Film als Zeichensystem betrachtend und ins astrologische Zeichensystem übersetzend).

Ein gelungener Film hat nicht nur eine Story, ein bestimmtes Thema, er hat auch eine spezielle Atmosphäre, vermittelt ein bestimmtes Gefühl und zieht uns in seine ganz eigene Welt – dieses Grundthema, das sich aus Figuren, Story, Setting und allerlei anderen Komponenten speist, findet seine Entsprechung in einem oder mehreren astrologischen Zeichenprinzipien. Sehr vereinfacht heißt das: ein rasanter Actionkracher konfrontiert uns mit Widder-Energie, ein Horrorfilm dagegen mit skorpionischen Abgründen und Ängsten, etc. Wir kommen aus dem Kino und finden uns – wenn es dem Film gelungen ist, uns zu erreichen – beschäftigt mit und erfüllt von eben diesen Energiequalitäten.

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Aktuelle Planetenstände
23-Sep-2014, 10:26 Weltzeit
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Venus21Jungfrau59' 1"
Mars6Schütze26'22"
Jupiter14Löwe34'28"
Saturn19Skorpion48' 1"
Uranus15Widder5'24"r
Neptun5Fische31'47"r
Pluto10Steinbock59'46"
Mondkn.(w)19Waage15'43"r
Chiron14Fische41' 7"r
Erklärungen der Symbole
Horoskop des Moments
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