Cinemaskop -
Leinwandsternstunden des Monats

Juni 2014

Widder

Brick MansionsBeeindruckende Kampfszenen und Verfolgungsjagden mit einem Parkour-Meister sorgen für Adrenalin-getränkte Action in „Brick Mansions“, einem dystopischen Thriller um Drogenbanden und korrupte Politiker. Weil die Polizei der Banden-Kriminalität im Viertel nicht Herr werden kann, ist eine ganze Detroiter Siedlung abgesperrt. Doch dann müssen ein Undercover-Cop und ein Ex-Sträfling genau dort nach einer entführten jungen Frau suchen…

Stier

Einmal Hans mit scharfer SoßeEinmal Hans mit scharfer Soße“ ist eine Art deutschtürkischer Heimat-Komödie, die etwas an „Kohlhiesels Töchter“ erinnert und sich um die Wahrung traditioneller Werte dreht: Eine junge Türkin wird schwanger und muss schnellstens unter die Haube. Damit aber traditionellen Vorstellungen genüge getan wird, muss zuvor ihre ältere Schwester heiraten. Diese allerdings hat ganz spezielle Ansprüche an ihren Zukünftigen: ein Deutscher soll es unbedingt sein, südländisches Feuer muss er aber auch mitbringen. Die Suche nach dieser Rarität führt durch allerlei Klischees und volkstümlich amüsante Culture-Clash-Situationen.

Zwillinge

Love & EngineeringDer Dokumentarfilm „Love & Engineering“ wirft die Frage auf, ob Flirt, Liebe und Beziehung nicht ebenso wie Computerprogramme auf dem Aussenden der technisch richtigen Signale beruhen. Jedenfalls lautet so die These eines Programmierers, der zwei Jahre lang vier junge Männer darin coacht, sich in das „System Frau“ „einzuhacken“. Da ist dann beispielsweise im passenden Soziolekt der Computer-Nerds die Rede davon, wie sich beim Flirt souverän die „Firewall“ der anvisierten Frau umgehen lässt. Doch auch nach zwei Jahren dieses Coachings tricksen die weiterhin unfreiwilligen Singles vor allem herum und haben weder ihre Programmierfehler noch das System wirklich verstanden…

Krebs

BoyhoodSieht man von den ungewöhnlichen Drehbedingungen ab – der Film wurde über 12 Jahre lang mit denselben Schauspielern gedreht, denen man somit also auch beim Älterwerden zusehen kann – erzählt „Boyhood“ eine einfache Geschichte vom Aufwachsen und Erwachsenwerden eines Jungen von seinem sechsten bis zu seinem 18. Lebensjahr. Aus dessen subjektiver Perspektive werden ruhig und mit Einfühlungsvermögen die großen und kleinen Dramen ganz gewöhnlichen (Familien-)Lebens nachempfunden und bieten intime, berührende Einblicke in die emotionalen Entwicklungen der Beteiligten.

Löwe

Peaches Does HerselfKonzertfilm und Pop-Oper in einem, inszeniert „Peaches Does Herself“ eine kreativ überhöhte Entwicklungsgeschichte des künstlerischen Schaffens der Pop-Ikone Peaches, die sich hier in ein Gesamtkunstwerk verwandelt. Auf ungewöhnliche und glamouröse Weise werden Denkanstöße, musikalische wie erotische Erkundungen und Inspirationen bildhaft auf die Bühne gebracht und machen vor allem eines: Spaß. So lassen sich auch Wassermann-Elemente wie die intellektuellen Exkurse zum Spiel mit der Umkehr von Geschlechterklischees, Queer Theory und Foucault als Grundlage von Selbstermächtigung und Selbstverwirklichung in einer äußerst unterhaltsamen Show feiern und begeistern das Publikum.

Jungfrau

Finding Vivian MaierVivian Maier führte ein unauffälliges und bescheidenes Leben als Kindermädchen mit eigentümlichen Gewohnheiten wie dem zwanghaften Sammeln von alten Zeitungen. Vor sieben Jahren stieß dann ein Lokalhistoriker bei Recherchen zur Geschichte der Stadt Chicago auf die Negative ihrer kunstvollen Fotos, die das Leben auf den Straßen in den 50er und 60er Jahren mit einer besonders präzisen Beobachtungsgabe und Liebe zum Detail dokumentieren. Mit „Finding Vivian Maier“ ist nun ein Dokumentarfilm entstanden über diese scheue Fotografin mit großem künstlerischem Talent, die ihr Leben lang niemals eines ihrer perfekten Bilder veröffentlicht hat...

Waage

Cuban FuryEine leichte romantische Komödie, in der auch noch getanzt wird bietet „Cuban Fury“: ein dicklicher, wenig selbstbewusster und jeder Konfrontation aus dem Weg gehender Angestellter verguckt sich in seine hübsche neue Vorgesetzte, sieht für sich jedoch keine Chance ihr näher zu kommen. Doch dann entdeckt er, dass sie Salsa liebt. Als Jugendlicher war Bruce ein begnadeter Salsa-Tänzer, bis er nach Hänseleien und Prügeln aufhörte zu tanzen, jetzt aber entschließt er sich sein großes Salsa-Talent zu reaktivieren. Dass es dabei einige Hindernisse zu überwinden gilt, versteht sich, ebenso, dass das Paar am Ende Salsa tanzend zueinander findet...

Skorpion

VioletteViolette“ ist ein biografischer Film über Violette Leduc, eine Schriftstellerin und Freundin Simone de Beauvoirs, die im Frankreich der 50er Jahre mit ihren Büchern gleich eine ganze Reihe von Tabus brach: Nicht nur schrieb sie über ihre selbst empfundene Hässlichkeit und ihr Gefühl der Ausgestoßenheit, das sich auch im Romantitel „Die Bastardin“ ausdrückt. Noch skandalöser waren ihre tabulosen und mutigen Worte über ihr erotisches Begehren und ihre sexuellen Erfahrungen, über ihre Abtreibung und ihre Liebe zu Frauen… Und die Intensität ihrer Gefühle, die Heftigkeit ihrer emotionalen Reaktionen machten sie zu einem Fremdkörper in den (vor allem Waage- und Wassermann-artigen) intellektuellen Kreisen der künstlerischen Avantgarde.

Schütze

AngéliqueIn den 50er Jahren erschien in Frankreich mit den Romanen um die mutige und eigenwillige „Angélique“ auch eine beliebte historische Buchreihe deren erste Teile nun eine aufwendige Neuverfilmung erfahren haben: Der historische Abenteuerfilm erzählt vor der opulenten Kulisse des französischen Absolutismus unter Louis XIV von einer jungen Frau, die gegen ihren Willen mit einem deutlich älteren Mann verheiratet wird, den sie nach anfänglicher Ablehnung jedoch seiner Großherzigkeit, Klugheit und Weltoffenheit wegen zu lieben lernt. Als ihm aufgrund einer böswilligen Intrige als Ketzer der Scheiterhaufen droht, kämpft Angélique nicht nur um ihre große Liebe, sondern auch um Wahrheit und Ehre…

Steinbock

No Turning BackEin Mann fährt allein in einem Auto durch die Nacht und telefoniert – das ist die minimalistische Handlung, die wir in „No Turning Back“ zu sehen bekommen: Der disziplinierte und zuverlässige Bauleiter und Familienvater lässt trotz einer aktuell gewichtigen Aufgabe seine Arbeit liegen und löst eine Ehekrise aus, um kompromisslos und konsequent Verantwortung zu übernehmen für einen zurückliegenden Fehltritt. Kontrolliert und besonnen stellt er sich telefonisch allen damit verbundenen Schwierigkeiten und bemüht sich um Schadensbegrenzung…

Wassermann

Maman und ichParodie, Verfremdung durch die direkte Ansprache des Publikums, sowie viel Selbstironie und skurriler Humor sind die Wassermann-Elemente mittels derer „Maman und ich“ die Geschichte eines Jungen erzählt, der aus jeder Rolle fällt: Guillaumes starke Bindung an die Mutter, die nach zwei Söhnen gern ein Mädchen haben wollte, führt dazu, dass er lieber ein Mädchen sein möchte und sich entsprechend verhält. Nach allerlei Schwierigkeiten, Missverständnissen und vielen Jahren kommt es dann jedoch zu einem späten und für alle überraschenden Coming out… Mit manchmal krudem Witz führt der Film nebenbei Geschlechterklischees vor und spielt mit deren Wirkung.

Fische

*Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ erzählt die berührende Liebesgeschichte der beiden an Krebs erkrankten Teenager Hazel und Gus ganz ohne großes Melodrama. Hier geht es um Größeres als eine kitschige Teenager-Romanze mit Hindernissen – die Frage nach dem Umgang mit Schwäche, Schmerzen und Machtlosigkeit in einer Lebensphase, die gewöhnlich für das Gegenteil steht, steht im Mittelpunkt und an die Stelle des Leidens inmitten von Krankheit und Tod tritt eine ansteckende und erstaunlich freie und selbstverständliche Hingabe an das Leben...

Vesna Ivkovic

Vesna IvkovicVesna Ivkovic studierte Literatur- und Sprachwissenschaften, Soziologie, Philosophie, Geschichte und beschäftigte sich intensiv mit Psychologie, Mythologie sowie verschiedenen Glaubens- und Weisheitssystemen. Parallel dazu erforschte sie die Erkenntniswege des Körpers mittels der Kampfkunst des Kung Fu, Tanz, Yoga, Qi Gong und verschiedenen anderen Methoden der Körperarbeit und Bewegungskunst. 1993 entdeckte sie die Astrologie als Erkenntnisinstrument und absolvierte 2004 am Astrologie-Zentrum Berlin bei Markus Jehle und Petra Niehaus die Meisterklasse.
Mehr über die Autorin des Cinemaskopes finden Sie auf ihrer eigenen Website www.astrosemiotics.de

Cinemaskop, von Vesna Ivkovic

Das Cinemaskop ist ein Überblick über aktuelle Kinofilme und deren zentrale Thematik aus astrosemiotischer Sicht, (d.h. den Film als Zeichensystem betrachtend und ins astrologische Zeichensystem übersetzend).

Ein gelungener Film hat nicht nur eine Story, ein bestimmtes Thema, er hat auch eine spezielle Atmosphäre, vermittelt ein bestimmtes Gefühl und zieht uns in seine ganz eigene Welt – dieses Grundthema, das sich aus Figuren, Story, Setting und allerlei anderen Komponenten speist, findet seine Entsprechung in einem oder mehreren astrologischen Zeichenprinzipien. Sehr vereinfacht heißt das: ein rasanter Actionkracher konfrontiert uns mit Widder-Energie, ein Horrorfilm dagegen mit skorpionischen Abgründen und Ängsten, etc. Wir kommen aus dem Kino und finden uns – wenn es dem Film gelungen ist, uns zu erreichen – beschäftigt mit und erfüllt von eben diesen Energiequalitäten.

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Aktuelle Planetenstände
1-Sep-2014, 23:30 Weltzeit
Sonne9Jungfrau26'51"
Mond3Schütze25'18"
Merkur29Jungfrau36'43"
Venus25Löwe23'17"
Mars22Skorpion11'55"
Jupiter10Löwe21'49"
Saturn18Skorpion6'42"
Uranus15Widder50'23"r
Neptun6Fische5'33"r
Pluto11Steinbock6'17"r
Mondkn.(w)19Waage57'16"
Chiron15Fische40'46"r
Erklärungen der Symbole
Horoskop des Moments
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