Aus der Praxis: Beziehungshilfe
von Ursula Liechti
Die Stute Courage wusste es zu richten
In dieser Geschichte haben wir es mit einer Hauptdarstellerin zu tun, und zwar mit einer Traber-Stute. Ihr Name ist Courage und sie hat es geschafft, zwei Herzen zu bewegen.
Courage ist eine äusserst talentierte Traber-Stute, die
sehr erfolgreich sein kann. Sie ist hoch sensibel, sehr sportlich
und besitzt einen ausgezeichneten Ehrgeiz. Courage kann kämpfen
wie fast keine andere und hat es am liebsten, wenn sie weiss,
dass sie die anderen hinter sich gelassen hat. Wir können
also von einer "ambitiösen Sportlerin" ausgehen,
die vor allem an den anspruchsvollen Rennen Freude hat. Für
sie gibt es von Anfang bis zum Ende keine Durchhänger, sie
will gewinnen. Durch ihre hohe Empfindsamkeit spürt sie ganz
genau, was sich tut.
Pferd mit Persönlichkeit
Ein tolles Sportpferd, das seinen Fahrer dann zu begeistern versteht,
wenn dieser den Mut hat, ihr viel Raum zu geben und sie laufen
zu lassen. Trotzdem
hat er mental gut bei ihr zu bleiben – sie darf nicht alleine gelassen
werden. Mein Kunde (nennen wir ihn Karl) Besitzer und Fahrer in einem, nickt
und meint "jawohl, ganz wichtig". Also fahre ich mit meinen Ausführungen
fort: Zu berücksichtigen gilt es bei Courage, dass sie nicht nur im Renngeschehen
gerne die Nummer Einst ist, sondern sie möchte es auch bei ihrem Menschen
sein. Karl runzelt die Stirne und meint "was bedeutet das"? Also,
Courage ist ein Pferd, das sich angenommen wissen möchte, sie braucht
einen Menschen, bei dem sie das Gefühl hat: Ich bin die Nummer Eins. Courage
möchte zu ihrem Menschen eine grosse gefühlsmässige Nähe
spüren können; zu einem Menschen, der nur Augen für sie hat.
Courage braucht das, damit sie auf ihre Leistung kommt. Courage ist kein Pferd,
das einfach der lieben Leistung willen laufen kann. "Aha, meint der Kunde,
das ist das Problem". Jetzt schaute ich ihn fragend an.
Ich wusste bis jetzt ich noch nicht um was es ging. Kunde Karl
wollte von mir einfach dieses Pferd beschrieben haben. Courage
ist nicht das einzige, aber
ganz bestimmt das beste Pferd im Stall. Nur lief es Courage in letzter Zeit
leider nicht so gut. Was war geschehen?
Der Mann und seine Partnerin Verena
hatten sich getrennt, was ja vorkommen kann. Dies war aber in diesem Falle
nicht ganz ideal, weil es genau die Frau war, die diesem Pferd den hohen
Stellenwert zukommen liess. Das Pferd bedeutete dieser Frau alles und umgekehrt
auch. War Verena bei den Rennvorbereitungen mit dabei, lief alles problemlos.
Sie musste gar nicht viel tun; elementar war ihre Anwesenheit. Als sie dann – aufgrund
der Trennung – nicht mehr mit auf den Rennplatz kam, kam ein Mädchen
mit, das jeweils im Stall mithalf. Sie mochte die Stute auch sehr gerne,
jedoch war die Verbindung nicht die selbe. Die Stute liess sozusagen die
Ohren auf Halbmast hängen und zeigte fürs Rennen keine Begeisterung.
Karl bemühte sich sehr um die Stute, schliesslich mochte er sie ja auch.
Aber leider konnte er Courage nicht die Nähe, die Gefühle und die
Anerkennung vermitteln, die für diese Traber-Stute fast alles bedeutete.
Vom Stolz etwas abrücken und innerlich nachgeben
Karl kam die Idee, Verena mal zu fragen, ob sie vielleicht des Pferdes wegen
wieder mit an ein Rennen kam. Äusserlich kostete es ihn zwar eine Riesen-Überwindung,
doch innerlich war er sogar sehr froh, dass sich Courage ein wenig quer stellte.
Es gab ihm Möglichkeiten, die er vielleicht sonst gar nicht gehabt hätte.
Aber es passte ihm schon nicht so richtig, das er derjenige war, der fragen
musste. Dass diese Stute sich ausgerechnet "so" verhalten muss.
Die Möglichkeit nachzugeben
Verena selbst war eigentlich auch froh, dass Karl sie das fragte – wie
er mir dann später mitteilte. Damit war die Gelegenheit gekommen, ihn
wieder an die Rennen zu begleiten und Karls Nähe zu geniessen. Verena
tat sich auch überhaupt nicht schwer damit, wieder mit von der Partie
zu sein. Gesagt, getan, Verena war wieder dabei und Courage befand sich wieder
in bekannter Rennmanier. Na ja, manchmal lohnt es sich, selber ein wenig nachzugeben,
so dass sich alles wieder an seinen Platz stellt.
© Ursula Liechti / Astrodienst AG 2004
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