Aus der Praxis
von Ursula Liechti
Beispiel 2: Ein Pferd, das für die Dressurarbeit alles mitbringt

Eine ambitionierte Dressur-Reiterin gelangte mit der Bitte einer Analyse an mich, weil sie ein neues Pferd in Aussicht hatte. Sie wollte bei mir überprüfen lassen, ob das Pferd sich auch für ihre Zielvorstellungen eignet.
Elemente
Das Geburtsbild dieses Pferdes wird von allen vier Elementen
gleichermassen schön betont. Die sehr schöne Kombination
von Feuer und Luft verleiht ihr die Freude an sportlicher Aktivität.
Mit den Elementen Wasser und Erde verfügt sie aber auch über
die für ein Sport-Pferd notwendige Sensibilität und
Stabilität. Diese herrliche Ausgewogenheit der Elemente stellt
ein überdurchschnittlich hohes Potential des Pferdes dar,
stellt aber auch an die Reiterschaft entsprechend hohe Anforderungen.
Diesem Pferd wird man gerecht, indem man das Leistungspotential
erkennt, anerkennt und behutsam, jedoch zielgerichtet fördert.
Des Reiters Ehrgeiz darf nicht in den Vordergrund treten, sondern
hat in einer differenzierten Art und Weise zu erscheinen.
Diesem Pferd wurde aber auch ein gewisser Eigenwille und der damit verbundenen
Stolz geschenkt. Diese Stute nimmt nicht alles widerspruchslos hin. So vergewissert
sie sich immer wieder aufs Neue, ob dieses oder jenes auch wirklich ihre Pflicht
sei. Mit zunehmender Sicherheit wächst das Selbstvertrauen, so dass sie
ihre Aufgaben akzeptieren kann und mitmachen will. Mit diesem Wissen wird uns
klar, dass der Beziehungsarbeit etwas mehr Zeit gewidmet werden sollte. Durch
die Betonung des Elementes Wasser wird angezeigt, dass nicht nur eine hohe
Empfindsamkeit vorhanden ist, sondern auch das Bedürfnis nach seelischer
Geborgenheit besteht. Um Leistung erbringen zu können, will sie das Engagement
ihrer Reiterin spüren. Fordert die Reiterin unbeteiligt, würde dies
das Pferd mit passivem Widerstand quittieren. Werden wir uns bewusst, dass
dieses Pferd ein hohes Energie-Potential zur Verfügung hat. Das Zusammenspiel
der beiden Elemente Feuer und Wasser ist als Schwungrad zu verstehen; Es dauert
seine Zeit bis es angelaufen ist und die volle Konstanz aufgebaut hat. Ist
es aber soweit, ist ein Bremsen der Energie nicht mehr so schnell möglich.
Dabei braucht es seitens der Reiterin sehr viel Feingefühl, um diese Energie
kanalisieren zu können. So gesehen ist dieses Pferd für einen Reit-Anfänger
nicht geeignet.
Wesenskern/Grundkomponente
Mit der Sonne im Zeichen der Zwillinge bringt diese Stute die
ideale Leichtigkeit und Leichtfüssigkeit mit. Dazu gehört
das schwebende Element. Bereits diese erste Komponente lässt
den Gedanken an ein Dressurpferd aufkommen.
Diesen Gedankenweg
können wir weiter verfolgen, denn in bezug auf die Formbarkeit
liegt so einiges drin, ebenso ist der Sinn zur Detailarbeit gegeben.
Deutlich wird, dass mit diesem Pferd hochgesteckte Ziele erreicht
werden können, jedoch ist dem Aufbau Zeit zu lassen. Ganz
sicher ist diese Stute kein Pferd für den schnellen Erfolg.
Werden die Grundanforderungen, nämlich die Beziehungsarbeit
und der langsame, jedoch zielgerichtete Aufbau berücksichtigt,
ist der Erfolg mit diesem Pferd garantiert. Die Stute ist so geartet,
dass sie ihre Sache ganz einfach gut machen will. Macht sie ihre
Sache gut, bekommt sie Anerkennung, was ihr sehr wichtig ist.
Absolut löwemässig geniesst sie es, im Zentrum zu stehen.
Leistungsbereitschaft
Ihr enormes Energiepotential und der Wille zu Leistung mit dem Menschen verschmelzen
zu einer ausserordentlichen Leistungsfähigkeit. Dieser Part stellt an
die Reiterin hohe Anforderungen, indem sie ihr entsprechende Leistungsmöglichkeiten
zu bieten hat. Die Stute geht mit sehr viel Eifer an die Aufgaben heran. Immer
wieder hat sich die Reiterin zurückzunehmen, um nicht im eigenen Eifer,
das Pferd zu schnell an die Grenzen des Möglichen zu bringen. Denn dabei
würde die Selbstsicherheit leiden. So gesehen stellt es eine grosse Arbeit
dar, dieses Pferd zu einer Sicherheit und einer Stabilität zu führen;
es kann nicht auf die Schnelle geschehen. Es gilt nur der Weg: Ein langsamer,
jedoch stetiger und konsequenter Aufbau. Dann wird die Stute auch aus dem Vollen
schöpfen können und besten Boden unter den Hufen haben, ohne dabei
ihre Leichtigkeit zu verlieren. Im Gegenteil!
Lernfähigkeit
Mit Merkur im Zeichen des Krebses sind bei dieser Stute Denken und Fühlen keine getrennten Bereiche. Wenn sie sich für etwas interessiert, dann tut sie dies im wörtlichen Sinn mit Kopf und Seele; sie ist voll dabei. Halbheiten kennt sie nicht. Diese Stute lernt in einer angenehmen und freundlichen Atmosphäre am besten. In einer für sie sicheren Umgebung kann sie sich auch gut konzentrieren. Besteht eine gewisse Unruhe, ist sie ablenkbar und nur schlecht aufnahmefähig. Das Pferd kann unter solchen Umständen das Gelernte auch nicht mehr integrieren. Wie mir die Reiterin bestätigte, lernte die Stute am vorteilhaftesten, wenn sie das Pferd alleine in der Halle ritt und sie sich zudem ganz auf das Pferd konzentrieren konnte; emotional wie geistig. Neue Lektionen auf Aussenplätzen waren eher problematisch, da die Stute durch irgendwelche Geräusche oder Geschehen abgelenkt wurde. Wenn sie jedoch das Gelernte verinnerlicht hatte, fühlte sie sich auch in einer unruhigen Atmosphäre sicher und erlebte überhaupt keine Beeinträchtigung.
Beziehungsfähigkeit
Mit Venus im Zeichen des Krebses hat sie das Bedürfnis nach grosser Nähe zu ihrem Menschen. Gefühlsmässige Sicherheit und Geborgenheit sind für die Stute bedeutende Komponenten für eine stabile Partnerschaft zum Menschen. Da die Stute aber um ihre Verletzlichkeit "weiss", kann sie bei unbekannteren Menschen eine gewisse Unnahbarkeit zeigen und wird einen persönlichen Freiraum beanspruchen wollen, den sie auch gewahrt haben will. Nähert man sich ihr in ihrer Zeit, kann die Stute mit der Zeit ihre Abgrenzung aufheben und sich tief und vertrauensvoll in die Beziehung einlassen. Wird der Anspruch auf ihren persönlichen Freiraum nicht beachtet, zeigt sie unberechenbare Reaktionen. Diese sind für den Menschen nicht mehr sehr angenehm, da sie in Reibereien ausarten. Einmal mehr wird uns bewusst, dass es wirklich notwendig ist, dass sich der Mensch zurückzunehmen versteht, sich nicht persönlich provozieret fühlt und dennoch voll präsent bleibt. Dies verdeutlicht uns auch der Löwe-Mond im Geburtsbild der Stute. Sie fordert Korrektheit.
Fazit
Die Stute, ein leistungsstarkes, sehr sensibles Pferd, das durch Leichtigkeit, Schwung und Formbarkeit besticht und es versteht, den Menschen mit ihrer Eleganz und Attraktivität in den Bann zu ziehen. Eine Stute, die wirkt und es versteht, sich zu präsentieren. Die Reiterin, eine ausgewiesene Dressur-Reiterin, hat es verstanden, das talentierte Dressur-Pferd mit viel Liebe und Konsequenz aufzubauen und zu fördern, so dass sich beide über die inneren und äusseren Ergebnisse freuen können. Denn aus nachfolgenden Gründen war es für die Reiterin nicht immer nur einfach.

Die Geburtsbilder von Reiterin und Pferd im Vergleich
Das Geburtsbild der Reiterin weist vor allem eine Luft- und
Feuer-Betonung auf. Die Geburtsbild-Eigentümerin ist auch
eine lebhafte und kontaktfreudige Frau.
Sie ist äusserst
aktiv, kann recht energisch auftreten und ist mitunter fast ein
wenig ruhelos. Dies umso mehr, als das Element Erde untervertreten
ist. Diese Wesens-Seite wurde ihr bewusst und jedes mal, wenn
sie zu den Pferden geht, schaltet sie zuerst einen Gang herunter
und begibt sich in die Ruhe. Dies war nicht nur dem Stall-Klima
förderlich, sondern beeinflusste natürlich auch den
Umgang mit der Stute positiv. Da das Element Wasser, betont ist,
konnte sie durch ihre Ruhe die Umgebung noch feinfühliger
wahrnehmen, was auch für sie eine neue Erfahrung bedeutete.
Sie bemerkte auch, dass sie durch die Ruhe mehr Zeit zur Verfügung
hatte und ihre Sportlichkeit deswegen nicht verloren ging. Somit
fand sie zu einer neuen Ausgeglichenheit.
Gute Leistung zu erzielen und Erfolg auszuweisen, waren ihr ein Bedürfnis.
Dies soll auch so bleiben, daran ist nichts Verkehrtes. Nur das Wie machte
manchmal Sorgen, da sie die Sache zu verbissen anging. Mit der Stute musste
sie lernen innerlich loszulassen, das heisst, dieser Anspannung bewusst zu
werden und sich zu entspannen. Eine mentale Aufgabe, die es zu lösen galt.
Die Stute half ihr dies zu entwickeln; ganz einfach weil es nicht anders ging.
Seitdem die Reiterin erkannt hat, dass sie der Stute ab und zu das Zentrum
auch zu überlassen hatte, konnte sie auch mehr geschehen lassen und fand
sich in einem Zustand des Vertrauens wieder. Sie hatte gelernt, nicht alles über
den Willen zu lösen und hatte damit eine neue Handlungsweise gefunden,
die ihr erst noch Sicherheit vermittelte.
Die beiden geben also wirklich ein strahlend harmonisches ab und das verkrampfte
Bild gehört der Vergangenheit an.
Fortsetzung folgt
© Ursula Liechti / Astrodienst AG 2004
Planètes actuelles
26-avr-2026, 22:06 TU/GMT
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| Soleil | 6 | 40'49" | 13n45 | ||
| Lune | 11 | 25' 1" | 6n57 | ||
| Mercure | 18 | 36' 7" | 5n10 | ||
| Vénus | 3 | 20'37" | 21n32 | ||
| Mars | 13 | 14'33" | 4n23 | ||
| Jupiter | 18 | 21'48" | 22n34 | ||
| Saturne | 8 | 40'53" | 1n27 | ||
| Uranus | 0 | 2'54" | 20n00 | ||
| Neptune | 3 | 7'40" | 0n02 | ||
| Pluton | 5 | 29'16" | 22s48 | ||
| Noeud Vrai | 7 | 21'51"r | 8s48 | ||
| Chiron | 27 | 15'24" | 10n49 | ||
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