Die Seele berücksichtigen
von Ursula Liechti
Eine
Westernreiterin hatte sich in ein junges Quarterhorse "verschaut".
Für sie war es das Pferd ihrer Träume. Die gefühlsbetonte
Frau spürte, dass es sich bei dem Pferd „David“ um
etwas ganz Besonderes handelte.
Doch das Pferd schien unverkäuflich – der
Züchter wollte das damals zweijährige Pferd nicht hergeben:
Zu vielversprechend hiess es, David war für die Disziplin „Reining“ vorgesehen.
Reining wird ausschliesslich im Galopp geritten und verlangt viel
seitens des Pferdes. Der Schwierigkeitsgrad beim Reining erhöht
sich mit zunehmender Geschwindigkeit, wobei die korrekte Form
vorgeht. Betrachten wir Davids Geburtsbild, tritt sein Reining-Talent
deutlich zutage, stehen doch Kraft, Geschwindigkeit und Wendigkeit
in einer idealen Verbindung.
Es klappt
Die Frau konnte das Pferd nicht vergessen und hat bei jedem Besuch ihr Interesse an David erneut kundgetan. Und tatsächlich erhielt sie eines Tages einen Anruf, David sei zu verkaufen. Der Züchter meinte, er habe derzeit zu viele Pferde, mit denen er arbeiten müsse, da habe er sich überlegt, David ihr zu überlassen. Die Frau fühlte sich wie im siebten Himmel und holte das Pferd zu sich in den Stall. Sie merkte aber schnell einmal, dass David nicht mehr so viel Interesse an der Arbeit zeigte. Er benahm sich unter dem Sattel relativ teilnahmslos. Was war geschehen? Die Frau bat mich um eine Besprechung.
Was das Geburtsbild aufdeckt
Aufgrund des Geburtsbildes konnte ich ihr folgende Beschreibung von David geben: Ein hoch sensibler Hengst, der seine Arbeit sehr ernst nimmt, über ein hohes Leistungsvermögen verfügt, sehr kooperativ sein kann, jedoch nur dann, wenn er das emotionale Engagement seines Reiters spürt. Bei diesem Pferd kann man ganz schnell die hohe Empfindsamkeit übersehen, weil so viel Bewegungstalent und Leistungsvermögen vorhanden ist. Ausdrucksstark, sehr beweglich und harmonisch in den Bewegungen - Herz was begehrst du mehr. Wenn jedoch dieses Pferd spürt, dass sich sein Reiter nicht für ihn interessiert, sondern ausschliesslich seine Leistungsseite sieht, haben wir es ganz schnell mit einem "leeren" Pferd zu tun. Ein Pferd, bei dem das Feuer ausgegangen ist.
David ist wohl sehr sportlich, doch nützt alles nichts, wenn
die Gefühle nicht stimmen. Stimmen diese nämlich nicht,
passt nichts mehr und es kann auch keine Konstanz erarbeitet
werden. Erfährt dieses Pferd aber emotionalen Halt, findet
darin Sicherheit und merkt, dass sein Wert geschätzt wird,
dann ist der Weg zum Siegerpodest frei. Dadurch, dass die Reiterin
ebenfalls hoch gefühlsbetont ist und sehr viel Sinn und
Verständnis für das Naturhafte mitbringt, wird bereits
eine ganz wichtige Komponente abgedeckt. Diese Grundübereinstimmung
wäre also gegeben. Dadurch, dass die Reiterin nicht nur
sehr sensibel wahrnehmen kann, sondern genau so auch absichtsvoll
denken und es auf den Punkt bringen kann, dürfte sich David
bei ihr auch wohl fühlen können.
Du darfst auf die Weide
Die Reiterin hat sich vorerst mal entschieden, dem Pferd einfach
die Weide zu gönnen, damit David wieder zu sich finden
kann. Sie schaute ihm sehr oft zu und spürte die Verbindung
zu David stärker werden. Er seinerseits begann, "seine
neue Frau" anders anzuschauen und der Reiterin kam es so
vor, als würde er "wachsen". In der äusseren
Grösse hat sich wohl nichts verändert, aber innerlich.
Die Reiterin merkte auch schnell, dass sie mit diesem Pferd
nicht gleich wie mit den anderen verfahren kann, sie musste
umdenken. Ihr wurde immer klarer, was sie damals mit "dieses
Pferd ist etwas Besonderes" gemeint hatte. Durch David
hat diese Frau gelernt "anders" zu sehen.
Das Blatt beginnt sich zu wenden
Die Reiterin begann nun, David wieder zu reiten und sein Ausdruck und seine Sicherheit nahmen stetig zu. David fühlte sich sehr wohl, er musste nicht mehr, sondern durfte. Das war dem Feuer natürlich sehr recht und er begann ein wenig das Zepter nach seinem Lustprinzip zu übernehmen – Ich will, oder ich will nicht. Die Reiterin kam wieder zur Besprechung: Ja und jetzt, hat er schon die Reife? Sie wollte ja nichts vertun. Ja, die Zeit war reif, dass David wieder in die Pflicht genommen werden konnte. Das bedurfte einer äusserst fein abgestimmten Vorgehensweise. Denn, David sollte klar spüren, dass er neben seinen Rechten auch gewisse Pflichten zu übernehmen hatte. Die Beziehung war nun bereits so gefestigt, dass er sich von seiner Reiterin ohne grossen Widerspruch führen liess. Dies war nur möglich, weil er sich sicher war, dass seine Reiterin emotional absolut bei ihm blieb, ihm sehr viel zutraute und vor allem seiner Seele genügend Raum liess, weil sie keinen Druck machte. David wusste aber ganz deutlich, was von ihm gefordert wurde und war nun auch wieder bereit, sich in für seine Aufgabe einzusetzen und sich auf die unterschiedlichen Situationen einzulassen. Kürzlich erhielt ich einen Anruf: Wir haben in einer Jungpferde-Prüfung gesiegt – Mond im Löwen lässt grüssen...
© Ursula Liechti / Astrodienst AG 2004
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2-mai-2026, 11:09 TU/GMT
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