
Dr. Beat Richner mit seinem Cello
Seit vielen Jahren unterstützt Astrodienst das
Kantha Bopha Kinderspital von Dr. Beat Richner in Kambodscha.
Jedes Jahr spenden wir eine namhafte Summe für dieses aussergewöhnliche
und wichtige Engagement, welches den schwächsten und schutzlosesten
der kambodschanischen Gesellschaft, den Kindern und Müttern,
zugute kommt. Dr. Beat Richner, Kinderarzt, Gründer und Leiter der
Kinderspitäler, ist in der Schweiz auch bekannt unter dem Spitznamen "Beatocello".
Dies, weil er regelmässig Wohltätigkeitskonzerte
als Cellist gibt, deren Erlös wiederum seinen
Kinderspitälern zugute kommt.
IM Jahr 2008 war der Verwaltungsrats-Präsident der Astrodienst AG, Dr. Peter Isler,
in Kambodscha. Seine Reise nach Angkor hat ihn auch zu Beat Richner geführt. Hier seine Impressionen:
Reise nach Angkor

Mutter und Kind auf dem Boot.
"Meine Frau und ich besuchen die Tempel der versunkenen Stadt Angkor
in Kambodscha. Auf der Fahrt zu den Kunstschätzen kommen wir am
Jayavarmann VII - Spital von Beat Richner vorbei. Sollen wir den Kontakt
suchen, schauen was mit den jährlichen Spenden der Astrodienst
AG passiert? Der weltbekannte Kinderarzt, der schon abertausenden von
Kindern in Kambodscha das Leben gerettet hat, hat doch besseres zu
tun, als mit uns einen Kaffee zu trinken...
Am nächsten Tag beschliessen wir, nicht nach Angkor, sondern an den
See Tonle Sap zu fahren, um ein Fischerdorf zu besuchen. So rattern wir
mit unserer Motor-Rikscha nach Süden. Im Fischerdorf angekommen,
kommt eine Frau mit einem Neugeborenem auf uns zu, bedeutet mit Zeichensprache,
dass sie Geld braucht, um Medikamente für das Kleine zu kaufen,
das offenbar an einer Augenkrankheit leidet. Das mit dem Geld verteilen
ist immer so eine Sache, man weiss nie, wo das Geld schlussendlich landet.

Auf dem Weg zum Spital
Wir entschliessen uns spontan, die Frau mit dem Kind in unsere Motor-Rikscha
einzuladen. Sie nimmt noch eine Bekannte mit und wir fahren schnurstracks
zurück, ins Kinderspital von Beat Richner. Es hat schon viele andere
wartende Mütter oder Väter mit kleinen Kindern. Wir lassen
die Frau da und versprechen, sie in drei Stunden zu holen und zurück
zu bringen. Alles klappt bestens. Das Kleine wurde fachkundig versorgt.
Die Mutter erhielt frische Tücher und Medikamente. Alles war unentgeltlich. Ich bringe die
Frau mit der Rikscha zurück auf ihr Boot. Hoffentlich geht es dem
Kleinen gut.

Das "Wartezimmer" des Kinderspitals. Die Wartenden ziehen
Nummern, nach welchen sie drankommen.

Das Baby auf der Heimfahrt.
Besuch in Kantha
Bopha

Dr. Beat Richner (links) zusammen mit Peter Isler.
Bei unserem Besuch im Spital frage ich nach Beat Richner, ob man ihn
treffen könne. Es wurde mir gesagt, ich könne einen Termin
für Samstag, nach seinem öffentlichen Auftritt mit seinem
Cello abmachen. Ich reserviere einen Termin und tatsächlich -
nach dem Konzert taucht Beat Richner auf und wir tauschen uns aus.
Es interessiert ihn, dass die Astrodienst AG eine führende Firma
im Astrobereich ist. Er freut sich, dass wir sein Werk unterstützen,
und lädt uns spontan zur Eröffnungsfeier des Spitals Kantha Bopha V in
Phnom Penh ein, an welcher auch der König und der Ministerpräsident
Hun Sun, der die eigentliche Macht im Land hat, teilnehmen. Wir stellen
unsere Reise um, dass wir an diesem Empfang teilnehmen können.

Offizieller Empfang des Königs: links Ministerpräsident Hun Sen, rechts Beat Richner.

Beat Richner hält seine Rede. Der König hört zu.

Der König auf der VIP Tribüne.

Beat Richner begrüsst Leute
Fünf Spitäler

Die Leute in grün sind das Operationspersonal
Die fünf Spitäler und die AIDS Maternité in Kambodscha
werden mit einem Budget von 24 Mio $ betrieben. Die medizinische Versorgung
ist gratis. Es arbeiten über 2000 Angestellte in den Spitälern.
Die einzigen Ausländer sind Beat Richner und ein Franzose, der
das Labor leitet. Der Rest besteht aus kambodschanischen Ärzten
und Pflegepersonal, die vor Ort ausgebildet wurden. Jedes Jahr werden
ca. 75'000 Kinder hospitalisiert. Etwa 800'000 Kinder werden ambulant
behandelt. 400'000 Kinder werden geimpft, 16'000 chirurgische Operationen
werden durchgeführt,
12'000 Geburten werden begleitet, damit sich die Kinder bei der Mutter
nicht mit Aids oder Tuberkulose anstecken. Täglich erhalten 3'000
Familien Anleitung zur Gesundheitspflege.
Die 24 Mio $ Betriebsmittel werden aufgebracht wie folgt: 2 Mio $
zahlt die Kambodschanische Regierung, 2,5 Mio $ die Schweizer Regierung.
Der Rest wird durch private Spenden aufgebracht.
Wir freuen uns, mit unserer regelmässigen Spende dieses wichtige
Projekt unterstützen zu dürfen. Frieden wächst auf dieser
Welt, in dem die Not gelindert wird. Wir helfen gerne dabei und wünschen
Dr. Beat Richner weiterhin alles Gute bei seinem unermüdlichen Einsatz
für bessere Lebensbedingungen."
Dr. Peter Isler, 10.12.2008