Applikativer Aspekt
Ein applikativer Aspekt (engl.: Mutual Application[1] ist ein astrologischer Aspekt, der sich erst noch bildet, auch Applikation (wörtlich: Zuführung) genannt. Das heißt, der schnellere der beiden an einem Aspekt beteiligten Planeten nähert sich der Stelle, an welcher der Aspekt genau wird. Das Gegenteil ist ein separativer Aspekt, also ein Aspekt, der bereits stattgefunden hat. Die beiden Planeten trennen sich wieder voneinander. Der applikative Aspekt gilt als stärker, denn hier bündeln sich die Kräfte, der Höhepunkt steht noch bevor.
Daher gilt bei Transiten - und natürlich auch bei Methoden wie Direktionen und Progressionen - ein größerer Orbis, wenn sich der Transitplanet in der Phase der Applikation befindet. Der Transit ist bei genauer Beobachtung schon einige Grade bevor es zu einem exakten Aspekt kommt spürbar, wohingegen die Wirkung schnell nachlässt, wenn der Transitplanet den genauen Aspekt überschritten hat.
Einzelnachweis
- ↑ James R. Lewis, The Astrology Book, The encyclopedia of heavenly influences, Visible Ink Press, 2003 S. 478