Applikativer Aspekt: Unterschied zwischen den Versionen
(Ebertin, illu) |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
[[Bild:Regel-aspekt-Ebertin.jpg|thumb|Graphische Darstellung der Ebertinschen Wirkungsregel]] | [[Bild:Regel-aspekt-Ebertin.jpg|thumb|Graphische Darstellung der Ebertinschen Wirkungsregel]] | ||
*'''Synonym: ''Mutual Applikation'''''<ref>[[Otto Pöllner]]: ''Mundanastrologie''. Theosophisches Verlagshaus, Leipzig 1920</ref> | *'''Synonym: ''Mutual Applikation'''''<ref>[[Otto Pöllner]]: ''Mundanastrologie''. Theosophisches Verlagshaus, Leipzig 1920</ref> | ||
Ein '''applikativer Aspekt''', engl.: Mutual Application<ref>James R. Lewis: ''The Astrology Book, The encyclopedia of heavenly influences.'' Visible Ink Press, 2003 S. 478</ref>, ist ein astrologischer [[Aspekt]], der sich erst noch bildet, auch '''Applikation''' (wörtlich: Hinführung) genannt. Das heißt, der schnellere der beiden an einem Aspekt beteiligten [[Planet]]en nähert sich der Stelle, an welcher der Aspekt exakt wird. | Ein '''applikativer Aspekt''', engl.: Mutual Application (''mutual: gegenseitig'')<ref>James R. Lewis: ''The Astrology Book, The encyclopedia of heavenly influences.'' Visible Ink Press, 2003 S. 478</ref>, ist ein astrologischer [[Aspekt]], der sich erst noch bildet, auch '''Applikation''' (''wörtlich: Hinführung'') genannt. Das heißt, der schnellere der beiden an einem Aspekt beteiligten [[Planet]]en nähert sich der Stelle, an welcher der Aspekt exakt wird. | ||
Die Bildung des genauen Aspektes in der Applikation kann auch durch die [[retrograd]]e Bewegung eines Planeten erfolgen. | Die Bildung des genauen Aspektes in der Applikation kann auch durch die [[retrograd]]e Bewegung eines Planeten erfolgen. | ||
Version vom 29. März 2013, 14:47 Uhr
- Synonym: Mutual Applikation[1]
Ein applikativer Aspekt, engl.: Mutual Application (mutual: gegenseitig)[2], ist ein astrologischer Aspekt, der sich erst noch bildet, auch Applikation (wörtlich: Hinführung) genannt. Das heißt, der schnellere der beiden an einem Aspekt beteiligten Planeten nähert sich der Stelle, an welcher der Aspekt exakt wird.
Die Bildung des genauen Aspektes in der Applikation kann auch durch die retrograde Bewegung eines Planeten erfolgen.
Das Gegenteil ist ein separativer Aspekt, also ein Aspekt, der bereits stattgefunden hat; die beiden Planeten trennen sich dann wieder voneinander. Der applikative Aspekt gilt als stärker, denn hier bündeln sich die Kräfte, der Höhepunkt steht noch bevor.
Daher gilt bei Transiten - und natürlich auch bei Methoden wie Direktionen und Progressionen - ein größerer Orbis, wenn sich der Transitplanet in der Phase der Applikation befindet. Der Transit ist schon einige Grade bevor es zu einem exakten Aspekt kommt spürbar, wohingegen die Wirkung schnell nachlässt, wenn der Transitplanet den 0°-Orbis überschritten hat. Der genaue Wirkungsverlauf wurde von Reinhold Ebertin mit seiner Wirkungsregel präzisiert.
Quellen und Anmerkungen
- ↑ Otto Pöllner: Mundanastrologie. Theosophisches Verlagshaus, Leipzig 1920
- ↑ James R. Lewis: The Astrology Book, The encyclopedia of heavenly influences. Visible Ink Press, 2003 S. 478