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Loop! Astrologie-Zeitung

Zeichen, Wunder & vier "Blutmonde"

"Und ich will Wunderzeichen geben am Himmel und auf Erden: Blut, Feuer und Rauchdampf; die Sonne soll in Finsternis und der Mond in Blut verwandelt werden..." (Joel 3, 3-4).

Diese astrologische Zeit ist nichts für abergläubische Geister - voller Zeichen, Wunder und Omen, die sich gut übertreiben lassen. Uranus und Pluto laufen ja in diesem Zyklus insgesamt sieben Mal ins Quadrat (vier Treffen haben wir schon hinter uns). Nun gilt ausgerechnet die 7 manchen als Sonderzahl, weil sie auch für die alten "Planeten" steht, sprich, astrologischen Faktoren, also die klassischen 7 Wanderer oder "Wandelsterne".

Wenn am 21. April die Spannung zwischen Herrn der Revolte und Herrscher der Transformation zum 5. Mal auftritt, hat eine Woche zuvor bereits ein weiteres Phänomen begonnen: Die ungewöhnliche "Tetrade" von 4 "Blut-Monden". Was geschieht ab diesem Zeitpunkt astronomisch? Der Waage-Mond leuchtet mit der Premiere dieser speziellen Folge von vier totalen Finsternissen vom 15. April an (bei Venus-Neptun in den Fischen - siehe oben links), nämlich in Serie bis zur letzten, besonderen Eklipse am  28. September 2015 gespenstisch rot.

Sonne, Erde und Mond stehen auf einer Linie. Bei Vollmond fällt nun einerseits der Kernschatten der Erde über Frau Luna und schafft die Verdunklung, andererseits dringt wegen der Brechung der Sonnenstrahlen durch die Erd-Atmosphäre ein Rest von langwelligem Licht aus dem rötlichen Spektrum bis zu ihm durch. Der Mond "blutet".

Astrologisch weist dieses Phänomen zunächst wertfrei auf nichts anderes hin als auf die Bedeutsamkeit des lunaren Empfindens, was einer Aufrüttelung des gesamten emotionalen Haushalts entspricht. Aber solche Erscheinungen wurden immer schon als Vorzeichen gedeutet. Besonders der jüdische Glaube bringt Tetraden (hier NASA-Erklärung) immer wieder in Zusammenhang mit einem besonderen Schicksal des Volkes Israel.

Speziell 2014/15, weil die Eklipsen diesmal ausnahmslos auf hohe jüdische Feiertage fallen (Pessach und Sukkot, das Laubhütten-Fest). Astronomisch sind Tetraden zwar im neuen Jahrhundert gar nicht so selten - 8 solcher Serien wird es insgesamt bis 2100 geben = 32 dieser Mond-Finsternisse insgesamt, und damit 64 mal spezielle Sonnen- und Mond-Stände, Zahl der Hexagramme des I-Ging. Ein weiterer Anlass für ominöse Mutmaßungen. Denn in den 300 Jahren zwischen 1600 und 1900 beispielsweise fand überhaupt keine Tetrade statt. Astrologisch lohnt sich nicht nur darum, abseits vom Märchen der "bösen Omen", ein genauerer Blick auf diese Erscheinungen. Auch weil sie die letzten Durchläufe des Uranus-Pluto begleiten, den Aspekt, der in diesem Frühjahr auf einen Höhepunkt zusteuert. Wenn der aktivierende Mars von Waage-Seite aus den Zodiak mit Jupiter-Uranus-Pluto kardinal angespannt "zuschließt". Wobei das kämpferische Bewusstsein der Merkur-Uranus-Konjunktion im Widder (Herrscher des Greenwich-AC und -MC) einen Schlüssel darstellt. Tatsächlich hat der kleine blaue Planet momentan damit das Ticket für beträchtliche Unruhe. Die vermutlich, nach dem Einstieg in die Tetrade, eher Tendenzen zur Aufschauklung zeigt, statt sich zu mildern.

Der Trend zur umfassenden Anspannung und Konflikt gilt damit weltweit. Wobei israelische Publikationen (z.B. ISRAEL AKTUELL) bereits die Frage aufwerfen, ob die bevorstehende Tetrade nicht doch vielleicht auf eine bald erfüllte Prophezeiung von der Niederschlagung der "Feinde des Volks" hinweist oder den "Bau des 3. jüdischen Tempels" ankündigt. Hier ist kulturell-biblisch immer gut mutmaßen. Was astrologisch auffällt: Die Eklipse (links für Greenwich, verwendete Zeit im Pop-Up zum Bild) beleuchtet tatsächlich die AC-DC-Achse des modernen Israel direkt und eng (RADIX Astro-Databank).

Die Stier-Sonne der Nation ist von T-Saturn gegenüber angespannt belegt der vom Skorpion aus auch Radix-Löwe-Mars auf Spitze 11 behindert. Für Jerusalem steht Jupiter vor dem Krebs-AC, der den Landes-Neptun jedoch scharf verspannt. Zumindest passende Zufälle, die astrologisch allerdings nicht etwa ungetrübte Freude beim Entwickeln weiterer nationaler Perspektive ahnen lassen - sondern eher politische Verwicklungen. In der Zeit der früheren Tetrade von 67/68, die zuletzt auf jüdische Hochfeste fiel, kam es zum Sechs-Tages-Krieg - allerdings stand das "erfolgreichere" MC der Eklipse für Jerusalem damals in den Zwillingen und löste direkt dessen Herrn Merkur im Radix Israels aus. Davor, 1949, wies der Beginn der Tetrade für denselben Ort mit einer AC-DC-Dopplung über dem Israel-Natal auf eine zunehmende Identitäts-Findung und Stärke des noch ganz jungen Staates hin. Kurz: Diese Erst-Finternisse, die den Vierer-Zyklus anführten, wirkten damals insgesamt positiver, schon im Ausblick auf nationale Veränderungen.

Interessant ist diesmal die Erst-Erklipse im April ebenfalls für die internationale Entwicklungen, wenn man auf die Tendenzen der unterschiedlichen Stände für die Konflikt-Herde weltweit schaut: Ein erster Blick zeigt hier für Kiew eine Sonne in 10, sehr nah Spitze 11, nach wie vor im Übergang in die Unabhängigkeit. Aber stets umkämpft, mit dem Südknoten bereits im Feld selbst, der vergangener Autonomie nachjagt. Moskau kommt dagegen mit dem Widder-Cluster eindeutig in 10 daher.

Es bleibt dort das Thema der Maßstäblichkeit und Bestimmung, bei einem Mond als Herr des späten Krebs-AC. Er will und schiebt und drängt in den Löwen zur Individual-Königs-Stellung, ist aber noch nicht angekommen. Mars in 4 signalisiert dazu Unruhen. Berlin dagegen weist für die Premieren-Eklipse eine sehr intensive Konfusion auf, mit Venus-Neptun in 10. Dazu fällt sie Finsternis für die bundesdeutsche Hauptstadt ausgerechnet auf Angela Merkels MC-IC-Achse (samt Neptun) und ins Quadrat zu ihrer Bruch-Konstellation Sonne-Uranus, was nun doch starke Probleme beim "Regieren" spiegelt. Die Einbindung legt deutlich Verwirrungen, Ränke, Fehl-Einschätzungen, unklare Vorgänge und insgesamt eine Schwächung von Positionen sowie wechselnde Bündnisse nah. Das Berlin-MC der Finsternis befindet sich außerdem nah beim Konkurs-Punkt ganz vorn in den Fischen und oppositionär zur Venus Merkels. Wahrlich keine unkomplizerte Zeit für die Kanzlerin.

Faszinierend ist besonders die Einbindung der USA in den Tetraden-Zyklus, da in Nord-Amerika die Start-Eklipse voll sichtbar sein wird und die drei anderen in großen Teilen der Staaten. Von daher könnte die Serie dort auch direkter in der Wirkung spürbar sein. Durch Pluto-Uranus ist die Landes-Sonne (RADIX Astro-Databank) bei 13.19° Krebs ohnehin momentan deutlich ins Zeit-Fenster der Veränderungen eingeklinkt. Für Washington steht der AC der Start-Finsternis dazu grad-genau auf Barack Obamas AC und fordert mehr denn je ausgleichende Fähigkeiten. Wassermann steht ja nicht nur für die Rebellion, sondern als Folge auch für nötigen Ausgleich von Gegensätzen. Während der Vollmond selbst die Merkur-Pluto-Opposition der Nation im Krebs-Steinbock mit ihren Fixierungen und emotionaler Programmatik bei Themen hoch-herrschaftlich nationaler Identität anstößt und stark angespannt schwingen lässt.   

Dass der Tetraden-Zyklus bald der siebenfachen Serie von Uranus-Pluto-Quadraten seit Juni 2012 eine besondere Nachdrücklichkeit verleiht, wird auch klar, wenn man die in ihrem Gesamt-Komplex liegende, totale Sonnenfinsternis (links Radix für Greenwich) vom Frühjahr 2015 betrachtet. Genau drei Tage davor findet das letzte Quadrat statt und die direkten Umwälzungen des chronischen Mundan-Transits sind mit diesem Schlusspunkt vorerst abgeschlossen. Diese Eklipse auf den letzten Graden der Fische gibt nun einen Ausblick in die Folge-Zeit - mit ihren nötigen Ordnungs-Prozessen auf einer Grundlage schwankender Wahrnehmung (Merkur-Neptun in 10) und einem Setting im 11. Haus der nötigen Umbrüche und noch nicht stofflich erschienener Veränderungen nach einem schwierigen Übergang.

Denn hier findet sich Stier-Venus noch als halb versunkene, gerade erst aus dem Dunkel der Verdrängung aufsteigende Herrin 12. Außerdem befindet sich Waage eingeschlossen in Haus 5. Neue Maßstäbe sind noch nicht umsetzbar, tauchen gerade erst auf. Die Kraft der Wandlung nach den Revolten, Aggressionen und ausgemachten Feind-Bildern von Uranus-Pluto steht der Welt damit noch nicht wirklich zur Verfügung. Bis das passiert, sind die verlangten Umwälzungen noch vorwiegend mental (immer wieder Merkur als Taktgeber und Achsen-Herr) - danach wird es erdiger und Dinge kommen langsam in die Sichtbarkeit.

Die letzte der Tetraden-Mond-Finsternisse mit einem viel deutlicherem Umsetzungs-Charkter folgt dementsprechend auch erst im September des Jahres 2015 und markiert damit bereits den erfolgten Übergang zu neuen Themen. Hier fällt der Jungfrau-AC für Greenwich auf, an dem Mars druckvoll und nutzbringend realisieren kann, sowie Stier-MC mit Venus, die sich in Löwe in 12 jedoch immer noch schwer tut, Substanz zu schaffen. Aber der realistischere Zugang ist bereits durch das Achsen-Kreuz zu erahnen. Besonders bedeutsam, dass nun, da das Quadrat-Mantra beendet ist, auch Saturn endlich seine Rezeption zu Pluto aufgelöst hat und sich jetzt bereits auf 0° Schütze befindet.

Hier steht er als erster "echter" Langsam-Läufer seit Pluto im Schützen nun zwar auch noch unter dem Eindruck der damals beginnenden Blase von unendlich aufgepumpten Visionen der menschlichen Halb-Götter. Er besiegelt aber, als letzter "Schneider", der alles Überstehende an Projekten, Plänen, Kolonialisierungen aus dem Schützen einfach kappt, dennoch das Schicksal der übertriebenen Trends, die seither der Wirklichkeit schlicht nicht standhielten. Obwohl sie das Dasein doch so massiv prägten.

Einbindung in den Zyklus Pluto-Uranus 

Jupiter in Jungfrau belegt dabei, dass eine stabilere Halbwert-Zeit und wirklichkeits-verträglichere Mischungen zwischen Wunschträumen, Selbst-Überhebung und energetischen Strukturen ab jetzt angestrebt werden müssen. Wo Plutos Wechsel in den Steinbock nicht zum Ausgleich seiner Pump-Funktion im Vor-Zeichen reichte, obwohl er im Steinbock versteinerte Konzepte auftischte (als Gegenmodell zu den 99 Luftballons des Laufs durch Schütze), arbeitet nun das Saturnische Organisations-Prinzip hart und im Langzeit-Modus an einer Anpassung aller Superlative an eine Welt, die trotzdem letztlich immer nur eine Nummer kleiner wirken kann, als Mensch sich das in seinem Wahn, über den Dingen zu stehen, so gern vorstellt. Insofern bildet die nun anstehende Tetrade von vier aufeinander folgenden, totalen Mond-Finsternissen auch einen sinnvollen, astrologischen Stufen-Weg in stabilisierende Prozesse. Aber sie liefern tatsächlich auch eine Warnung: Der Weg ins Gleichgewicht zwischen Ich-Du-Interessen (deren Spannung die erste Eklipse symbolisiert) kann steinig und brisant sein. 

Tetraden - lunare Eklipsen zwischen 2001 und 2100

  • 1. Tetrade: 2003 - 2004
  • 2. Tetrade: 2014 - 2015
  • 3. Tetrade: 2032 - 2033
  • 4. Tetrade: 2043 - 2044
  • 5. Tetrade: 2050 - 2051
  • 6. Tetrade: 2061 - 2062
  • 7. Tetrade: 2072 - 2073
  • 8. Tetrade: 2090 - 2091

(Angaben NASA - Catalog of Lunar Eclipses)

Eine weltpolitische Schwelle deutet sich für den April und Mai an. Damit der Blut-Mond nicht etwa doch noch zum blutigen Mond wird, den man zwar intuitiv fürchten kann, aber keineswegs als beschlossene Sache annehmen darf, bietet sich das Motto an: Besser dem roten Faden der Balance folgen, statt die roten Linien von Vernunft, Anstand und Würde des Gegenübers zu überschreiten. Wer sich jetzt weiter im Machtkampf mit dem Ego überhebt (ob das nun Menschen oder Ländern gehört, spielt keine Rolle), hat schlechte Karten und tritt eventuell in diesem schwierigen zeitlichen Klima dann tatsächlich Konflikte los, die in einer kaum kontrollierbaren Energie-Spirale enden können. Die ungeschlachte Kraft des Vorwärts-Strebens im Widder benötigt immer Mäßigung und weise Wahl. Oder, wie Richard Wilhelm über das 1. Hexagramm des I-Ging, "Das Schöpferische", sagt, das den Yang-Aspekt einer Widder-Sonne aus der Premieren-Eklipse gut ausdrückt, gerade in Opposition zu einem Waage-Mond in der Klammer seiner eher gedachten, denn empfundenen Ideen von der Welt als geistiger Arena:

Auf das menschliche Gebiet übertragen ergibt sich hieraus, wie der große Mann durch seine ordnende Tätigkeit der Welt Frieden und Sicherheit bringt: »Indem er sich mit seinem Haupt erhebt über die Menge der Wesen, kommen alle Lande zusammen in Ruhe.« (PROJEKT GUTENBERG)

Sprich: Raus aus den übertriebenen Identifikationen des Venus-Mars-Prinzips. Das schafft ansonsten durch Luft, die Feuer anfacht, leicht verbrannte Finger. Ein konstruktiveres Stichwort für Widder-Waage ist und bleibt: Außen-Mass. Damit fährt es sich während der Tetrade wohl letzten Endes am besten. National und individuell. Wie sich nun die einzelnen Finsternisse in individuellen Radix-Horoskopen auswirken können, werden wir Stück für Stück anlässlich der einzelnen astronomischen Ereignisse betrachten. 

Tages-Daten aller vier Eklipsen der Tetrade: 15.4.2014, 8.10.2014, 4.4.2015 und 28. September 2015. Die mittleren Zeiten der Radix-Bilder für die Eklipsen sind mit Astroplus errechnet.

Bilder (bearbeitet): Peter Gaylard from Australia (Blood Moon 28th Aug 2007) [CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)] + Orlando Ferguson [Public domain], via Wikimedia Commons

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Original-Artikel von www.astrologie-zeitung.de
Autorin: Susanne Riedel Plenio

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