Symbol
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Alchemistische Symbole[1]
Der Begiff stammt vom griechischen symbolon (Zeichen, Kennzeichen). Der etymologische Ursprung liegt bei sym-ballein (zusammenwerfen) - was darauf hinweist, dass darin eine ganze Reihe von Bedeutungsebenen integriert sind. Ein Symbol ist kein eindeutig bestimmbarer technischer Begriff, sondern stets mehrdeutig, kann vieles zugleich meinen, betrifft nicht nur eine Verständnisebene.
Nach Carl Gustav Jung erwächst ein Symbol aus dem Unbewusssten (als dessen wichtigster Funktion), und verbindet dieses mit dem Bewussten, bringt also Irrationales und Rationales zusammen.[2]
Beispiel
So steht etwa das Symbol
für
- den astronomischen (physischen) Planeten Venus
- den astrologischen Planeten Venus
- die griechische Göttin Aphrodite und ihre römische Entsprechung Venus
- 'weiblich' in der Biologie
- 'weiblich' in Stammbäumen
- Toilettenmarkierung; in Fitnesscentern sind die für Frauen bestimmten Geräte mit diesem Symbol gekennzeichnet, usw.
Siehe auch
Weblinks
Die Elementenkürzel Feuer, Wasser, Luft, Erde
- Symbol symbolonline.de (Symbollexikon; Lutz Müller)
- Im Symbol werden verschiedene, oft polare Aspekte einer Sache miteinander verbunden und ineinander »verwickelt«. Es weist über sich selbst hinaus auf einen übergreifenden Sinn, ein übergeordnetes Ziel und setzt etwas in uns in Bewegung.
- Sie sind vieldeutig und vielschichtig.
- Häufig entstehen Symbole aus bildhaften, visuellen Ausdrucksformen (»Sinn-Bild«). Es kann aber praktisch jede andere wahrnehmbare Gestalt (z.B. eine Tonfolge, ein Wort, eine Geste, ein Geruch, eine Berührung) zum Symbol werden oder symbolische Wirkung entfalten.
- Symbole verwenden Analogien
- Eine der häufigsten Schwierigkeiten im Umgang mit dem Symbolischen ist, das Symbol mit dem Konkreten zu verwechseln, indem es für so real gehalten wird wie ein äußerer Sachverhalt, also sein Symbolcharakter nicht durchschaut wird. Symbolwirkungen haben oft eine so starke Überzeugungskraft, dass es zunächst gar nicht möglich ist, das Symbol vom Symbolisierten zu unterscheiden. Man glaubt, die Dinge seien tatsächlich und objektiv so, wie man sie symbolisch erlebt. Man hält das Symbol wie selbstverständlich für die konkrete Realität und ist nicht in der Lage zu erkennen, dass es sich dabei um eine geistige Konstruktion, eine bildhafte Vorstellung handelt, die sich über den eigentlichen, letztlich unbekannten Sachverhalt legt. Die Unterscheidung zwischen dem mehr symbolischen und dem mehr konkreten Aspekt einer Sache ist häufig nur nach langer, manchmal auch schmerzhafter Erfahrung möglich.
- Am eindrücklichsten zeigt sich das vielleicht in der Liebe: Die Überzeugung, dass die oder der Geliebte tatsächlich jene so heiß ersehnte Symbol- und Traumgestalt ist, die den Himmel auf Erden verspricht, ist anfänglich oft so unüberwindlich, dass alles bessere Wissen und alle Erfahrung sie nicht relativieren können. Es ist dann unmöglich zu sehen und zu verstehen, dass der andere Mensch seine faszinierende Wirkung deshalb in diesem Ausmaß auf uns ausüben kann, weil er etwas symbolisiert, was einer tiefen Sehnsucht von uns entspricht. Dass der geliebte Mensch auch ein Symbol des inneren Sehnsuchtsbildes von einer ideal passenden Frau oder einem ideal passenden Mann ist, die es in der äußeren Realität sehr wahrscheinlich gar nicht gibt, dies lässt sich oft nur – wenn überhaupt – nach langen Verwirrungen, Konflikten und Enttäuschungen herausfinden. Manchmal erstarren dann Beziehungen im gegenseitigen Vorwurf, der oder die andere habe dem anfangs verheißenen Ideal nicht entsprochen.
- Schweizerische Gesellschaft für Symbolforschung (verschiedene Symbole, Symbolgebiete, Themen und Kolloquien)
- Worldwide symbols gallery (Symbolikon; kommerziell)
- Freimaurerisches Online-Lexikon