Sophia Centre
Das Sophia Centre ist eines der ersten universitären Zentren zum Studium der Astrologie in der westlichen Welt.[2]
Es wurde 2002 an der Bath Spa University[3] ins Leben gerufen.
Der Schwerpunkt des Fernstudiengangs MA in Cultural Astronomy and Astrology liegt, neben einer umfassenden Ausbildung in den Grundlagen der westlichen Astrologie, auf den Fächern Kulturelle Astronomie, Geschichte der Astrologie und seit 2010 auch der Archäoastronomie.
Geschichte, Hintergrund und aktueller Stand
Im Jahr 2004 wurde Michael York, der Leiter des Zentrums, zum weltweit ersten Professor für kulturelle Astronomie und Astrologie ernannt.[4] 2008 wechselte das Centre nach Lampeter. Das Zentrum ist Teil der Abteilung für Archäologie, Geschichte und Anthropologie an der umbenannten University of Wales Trinity Saint David.[5]
Derzeitiger Direktor des Sophia Centre ist Nicholas Campion. Die Lehrtätigkeit des Zentrums im Rahmen des ‚MA in Cultural Astronomy and Astrology‘ beruht auf einer umfassenden Betrachtung der Astronomie und Astrologie als Rahmen für die Kultur, sowie auf der Untersuchung, wie der Kosmos einen Bezugspunkt für menschliches Handeln darstellt.[6]
Das Zentrum begann 2010 mit Unterricht in Archäoastronomie und veranstaltet jährlich eine Konferenz, zu denen ausführliche Mitschnitte veröffentlicht wurden.[7] (siehe unten).
Die Ausbildungen gehören zu den Geisteswissenschaften und umfassen die Bereiche Geschichte, Anthropologie, Philosophie und Archäologie. Sie untersuchen die Rolle kosmologischer und astronomischer Überzeugungen in der menschlichen Kultur, einschließlich der Theorie und Praxis von Mythen, Magie, Wahrsagerei, Religion, Spiritualität, Architektur, Politik und Kunst. Sie untersuchen auch die Philosophie und Praxis in der Geschichte der Astrologie. Die Themen reichen von prähistorischen Denkmälern über die Kunst der Renaissance bis hin zur ethischen Fragen der Weltraumbesiedlung.
Dr. Jenn Zahrt ist Co-Direktorin des Verlags und Ehrenforschungsstipendiatin des Sophia Centre.[8]
Veröffentlichungen
Die ‚Sophia Centre Press‘ gibt[9] seit 1997 die halbjährlich erscheinende Zeitschrift ‚Culture and Cosmos‘ heraus (mit gelegentlichen speziellen Doppelausgaben). In den letzten zwei Jahrzehnten publizierte die Zeitschrift eine Vielzahl an akademischen Arbeiten zu den Glaubensvorstellungen und Praktiken des Menschen in seiner Beziehung zum Himmel.
Seit 2017 ist Culture and Cosmos frei zugänglich und online verfügbar.
Bände mit den Konferenzberichten:
- Campion, Nicholas, Patrick Curry und Michael York (Hrg.): Astrology and the Academy, papers from the inaugural conference of the Sophia Centre, Bath Spa University College, 13.–14. Juni 2003, Bristol, Cinnabar Books 2004. ISBN 1-898485-07-0
- Campion, Nicholas und Patrick Curry (Hrg.), Sky and Psyche: The Relationship between Cosmos and Consciousness, Edinburgh, Floris Books 2006. ISBN 0-86315-566-9
- Campion, Nicholas (Hrg.), Cosmologies: Proceedings of the seventh Sophia Centre Conference, Lampeter: Sophia Centre Press, 2010. ISBN 978-1-907767-00-5
- Culture and Cosmos: a journal of the history of astrology and cultural astronomy. Erstausgabe Bristol 1997, ISSN 1368-6534
Siehe auch
Weblinks
- Sophia Centre Press (Offizielle Webseite)
- Culture and Cosmos[10] (Zeitschrift)
- Episode 388 eines Webinars von Chris Brennan mit Jenn Zahrt über Vettius Valens (2023)]
- Indische Regierung beschließt: Astrologie wird Studienfach an Universitäten (Pressemitteilung 2001)
- Wikipedia: Archäoastronomie
- Arche Nebra – Die Himmelsscheibe erleben (Die Himmelsscheibe von Nebra – Astronomische Untersuchungen; archaeologie-online.de)
Quellen und Anmerkungen
- ↑ Archäoastronomischer Artefakt. Fundort vermutlich Süddeutschland. Siehe auch Wikipedia: Kalenderfunktionen am Berliner Goldhut
- ↑ Kurz vorher (1991-93) wurde von Maggie Nalbandian in Seattle (Washington/ USA) das amerikanische Kepler College gegründet. In Indien wurde Astrologie ab Herbst 2001 als Studienfach an den staatlichen Universitäten eingeführt.
- ↑ Die Bath Spa University ist eine Außenstelle der britischen University of Wales.
- ↑ Culture and Cosmos Vol. 7 no 2, Autumn/Winter 2003, p.1.
- ↑ Culture and Cosmos Vol. 13 no 1, Spring/Summer 2009, p.1.
- ↑ Campion, N. ‘Teaching Cultural Astronomy: On the Development and Evolution of the Syllabus at Bath Spa University and the University of Wales, Lampeter’. In African Cultural Astronomy: Current Archaoeastronomy and Ethnoastronomy. Research in Africa, ed. Jarita Holbrook, Rodney Medupe and Johnson Urama, (Amsterdam: Springer Verlag, Astrophysics and Space Science Proceedings), 2008, pp.109-119, ISBN 978-1-4020-6638-2 Add to Citavi project by ISBN.
- ↑ Campion, Nicholas, and J. McKim Malville, ‘MA Education in Archaeoastronomy at the University of Wales Trinity Saint David’. In Clive Ruggles (ed.), Archaeoastronomy and Ethnoastronomy: Building Bridges Between Cultures, Proceedings of International Astronomy Union. Symposium 278, (the 9th "Oxford" International Symposium on Archaeoastronomy), Lima/ Peru, 4–14 January 2011, Cambridge: Cambridge University Press, pp. 357-363.
- ↑ Sie ist auch Direktorin des CAELi-Instituts und des Revelore Verlags.
- ↑ In Zusammenarbeit mit dem ‚Institute of Education and Humanities‘
- ↑ Culture and Cosmos is a peer-reviewed academic journal in the history of astrology and cultural astronomy published by the Sophia Centre Press, Institute of Education and Humanities, at the University of Wales Trinity Saint David