Multiple Direktionen
Die Multiplen Direktionen - vereinfacht "Multis" genannt - sind ein von Stephan A. Lehrieder entwickeltes Direktionsverfahren.
Sie orientieren sich, abgesehen von den Radixpositionen, an keinen weiteren tatsächlichen astronomischen Bewegungen, sondern sind Symbolische Direktionen. Dies hat zur Folge, dass alle fünf Direktionen für das gesamte Leben allein aus der Radix und deren Positionsangaben rechnerisch ableitbar sind, ohne dass Ephemeriden bzw. weitere Gestirnstände benötigt werden.
Methodik
Als Verfahren gibt Lehrieder an: Multipliziert man die Radixpositionen der Planeten, usw. mit dem Ereignisalter und addiert dieses Produkt auf die Planeten, Aszendent, Medium coeli und weitere sensitive Punkte, so ergibt sich ein neues deutbares Planetenbild, das dirigierte sog. multiple Horoskop. Dieses ist ähnlich wie ein Solar vor allem in Bezug zum Radix zu deuten.
Basierend auf Lehrieders Grund-Theorem - die zwei alternativen Startpunkte (Nullpunkte) für die Positionsangaben eines Planeten auf der Ekliptik sind entweder 0° Widder oder 0° seines (aktuellen) Tierkreiszeichens - ergeben sich zwei gleichwertige Notations-Methoden, nämlich der 360°-Modus (von 0° bis 360°) und der 30°-Modus (zwischen 0° und maximal 30°). Beide möglichen Nullpunkte signalisieren einen exakten Beginn, nämlich den astrologischen Jahresanfang (Widderpunkt), bzw. einen sofortigen Wechsel der Sonnenwirkung und analog auch der Färbung des jeweiligen Planeten. Beide Gradzahlangaben eignen sich daher als individuelles Maß für den jährlichen Fortschritt des jeweiligen Horoskoppunktes.
Dieser jährliche Fortschritt wird als Jahresbogen bzw. kontinuierlicher Direktionsbogen (meist entgegen dem Uhrzeigersinn, also direkt, seltener auch konvers) auf einen der beiden Nullpunkte oder auf den Radixstand des betreffenden Planeten bzw. Punktes addiert. Er kann auch für jeden beliebigen Zeitpunkt zwischen den Jahren bzw. Geburtstagen berechnet werden. Varianten für bis zu fünf oder auch mehr möglichen Methoden der Multis ergeben sich wie folgt:[1][2][3]
Multi 1
Addition des Fortschrittbogens, der sich aus dem 30°-Modus ergibt, auf den Radixstand des Planeten. Anders ausgedrückt: Jeder Planet wird mit der Anzahl der in seinem Tierkreiszeichen zum Zeitpunkt der Geburt zurückgelegten Grade pro Jahr vorgeschoben (z.B. 18 Grad bei einer Venus von 18° Skorpion). Startpunkt ist für jeden Planeten die Radixposition.
Multi 2
Addition des Fortschrittbogens, der sich aus dem 360°-Modus ergibt, auf den Radixstand des Planeten. D.h. jeder Planet wird mit der Anzahl der ab 0° Widder zurückgelegten Grade pro Jahr vorgeschoben (Beispiel: der Radix-Mars auf 12° Jungfrau ergibt einen Direktionsbogen des Mars von 162° pro Jahr). Somit ist Multi 2 bei statischer= ausschließlicher Betrachtung der ganzzahligen, also jährlichen Ergebnisse rechnerisch und grafisch identisch mit den (ganzzahligen) Harmonics.[4][5] Mit Multi 2 werden sekundengenaue Geburtszeitkorrekturen möglich.
Multi 3
Addition des Fortschrittsbogens (wohl nur von Multi 1, von Multi 2 allenfalls experimentell zu versuchen) ausschließlich auf einen thematisch ausgewählten Signifikator als Startpunkt (ausgewählter Planet oder Sensitivpunkt einschließlich AC, MC, Häuserspitze oder einer der Nullpunkte eines thematisch interessierenden Tierkreiszeichens). Startgrad ist also hier für jeden Planeten nicht die Radixposition, sondern er kann je nach Untersuchungsthema und -interesse frei definiert werden. Zumindest bei Multi 3 bezieht Lehrieder auch die Transneptuner der Hamburger Schule mit ein, insbesondere Vulkanus als Ausgangs- und Wirkpunkt für Explosionen und Vulkanausbrüche.
Multi 0 (Null)
Addition des Fortschrittsbogens (nur von Multi 1, also im 30°-Modus entnommen), nach zwei Methoden in Multi Null Ost und Multi Null West unterteilt. Diese Zweiteilung ergibt sich aus der Zuordnung der Herrschaft (und Nebenherrschaft, "Zweitherrscher") der Planeten über die Tierkreiszeichen[7] Hinzu kommen die mit bloßem Auge unsichtbaren "neuen" Planeten ebenfalls als Herrscher und Nebenherrscher: Uranus (Wassermann bzw. Steinbock), Neptun (Fische bzw. Schütze) und Pluto (Skorpion bzw. Widder). Zusätzlich ordnet Lehrieder als Empfehlung der Jungfrau nicht nur den Nebenherrscher Merkur, sondern zusätzlich auch Chiron, und der Waage die Isis noch als Nebenherrscher der Venus zu. Sowie Pluto zusätzlich als Nebenherrscher des Mars im Skorpion.
Dadurch ergeben sich grundsätzlich zwei Unterteilungen bzw. Ausprägungen für Multi Null: entweder die östliche oder die westliche Zuordnung (siehe Grafik rechts).
- Multi 0 Ost: Jeder Planet wird mit der Anzahl der in seinem Tierkreiszeichen zum Geburtszeitpunkt zurückgelegten Grade pro Jahr kontinuierlich vorgeschoben (z.B. 18 Grad pro Jahr bei einer Radix-Venus von 18° Skorpion). Der Startgrad ist hier für jeden Planeten 0° desjenigen Tierkreiszeichens, welches er als Hauptherrscher dominiert (z.B. Startgrad 0° Stier bei der Venus). Für die Planeten, die zwei Tierkreiszeichen beherrschen, wird hierbei also das östliche Herrscherzeichen (Wassermann bis Krebs bzw. Zwillinge) benutzt. "Östliche" Zuteilungen dieser Startpunkte sind somit die Nullpunkte für: Saturn = Wassermann, Jupiter = Fische, Mars = Widder, Venus = Stier, Merkur = Zwillinge.
- Multi 0 West: Der Direktionsbogen ist identisch mit dam von Multi 0 Ost, der Startgrad liegt jedoch bei demjenigen Planeten, der zwei Tierkreiszeichen beherrscht, bei 0° des westlichen dominierten Zeichens (Löwe bzw. Jungfrau bis Steinbock). "Westliche" Zuteilungen der Startpunkte sind also die Nullpunkte für: Merkur = Jungfrau, Venus = Waage, Mars = Skorpion, Jupiter = Schütze und Saturn = Steinbock.
Besonderheiten
Lehrieder weist darauf hin, dass sich bei der Arbeit mit den MD spezielle Halbsummen als wirkungsvoll erwiesen, die er "Schwalben" bzw. "Kringel" nennt. Diese entstehen, wenn sich (im 30°-Modus) die Gradwerte von zwei Planeten oder anderen Faktoren zu genau 30° ergänzen - wenn etwa der eine Planet auf ca. 11 Grad, der andere auf ca. 19 Grad steht. Die Winkelhalbierende trifft dann auf den Beginn (0°) oder das ebenfalls stark wirkende "Herz" (15°), die Mitte eines Tierkreizeichens. Dort wird als fiktive "Mitte" der Halbsumme der beiden Faktoren der (alte oder auch neue) Herrscher des Zeichens eingesetzt, von dem dieses Zeichen durch die Schwalbe "aktiviert" wird.
Die Orben sind bei den Multis nach Lehrieder generell sehr eng zu nehmen. Er arbeitet mit den Kategorien "minutengenau" (0´- 2´), "exakt" (3´- 7´) und "genau" (bis 12´).
Computerprogramme
Das Meridian Sonderheft "Astrologie & Computer" von 2005 stellt auf den Seiten 46-48 alle damals vertretenen Astrologie-Programme dar. Demnach verfügen zumindest folgende Softwares über die Funktion der Multiplen Direktionen nach Lehrieder: :Astrolab, Astroplus (alle fünf Varianten), Astrosys, Horcom 7P (alle Varianten), Sterndaten (nur Multi 1), SolaNova-Astro-Pro, Vision. Hermes für Windows (Win-Hermes) berechnet ebenfalls alle fünf Multi-Methoden.[8]
Beispiele
Vorbemerkung: Zur Veranschaulichung der Startpunkte, etc. dienen die folgenden Grafiken mit jeweils derselben Radix (einer Geburt von 1944).[9] Die Planeten und Tierkreiszeichen sind bei dieser Horoskopdarstellung gemäß ihrer Erst-Herrschaft in den Farben Rot, Gelb, Grün und Blau (Feuer, Erde, Luft und Wasser) dargestellt.[10] Dadurch wird auch der Unterschied zwischen den Startpunkten bei Multi Null für Merkur, Venus und Mars farblich deutlicher, z.B. Merkur grün bei Multi Null Ost bei 0° Zwillinge (ebenfalls grün) startend, Venus gelb startet bei 0° Stier (ebenfalls gelb) und Mars rot startet bei 0° Widder (rot). Bei Multi Null West dagegen unterscheiden sich die Farben der Planeten Merkur bis Mars von der Tierkreizeichen-Farbe.
Multi 1
Geburt 1944, Radixstände innen, außen Multi 1 für den 1. Geburtstag 1945: Während realiter der Mond viel schneller als alle anderen ist, läuft der Radix-Mond von einem halben Grad Schütze im Beispiel eben alle weiteren Jahre nur jeweils dieses halbe Grad weiter, Dagegen etwa die Radixsonne von 28° jedes weitere Jahr um 28 Grad: sie kommt nach einem Jahr also auf 26° Fische zu stehen.
Es entstehen nur Direktionsbögen pro Jahr von 0° bis maximal 30°. Natürlich berechnet das Multi-Programm nicht nur all-jährliche Stände, sondern auch jeden beliebigen Zeitpunkt dazwischen.
Multi 2
Gleiche Geburt 1944 innen und Multi 2 - Positionen nach einem Jahr (1945) außen. Die Planetenstände rechnen hier im 360°-Modus, d.h. ihr Radixbogen von 0° Widder. Dadurch ergeben sich nach exakt einem Jahr die gleichen Ergebnisse wie bei dem 2. Harmonic[11]. Die Radix- und damit auch die jährlichen Direktionsbögen liegen zwischen 0° und maximal 360°: Radix-Uranus = 65° läuft pro Jahr weitere 65°, steht also zum 1. Geburtstag auf 2 x 65° = 130° = 10° Löwe[12]. Entsprechend Radix-Mond 0,5° Schütze = 240,5°; nach einem Jahr um 240,5° weiter fortgeschritten (= 2 x 240,5°) auf 481° - 360° = 121° bzw. 1° Löwe. Radixsonne 28° Wassermann = 328° im 360°-Modus (hier letzter und damit schnellster Multi-2-Planet) läuft in einem Jahr weitere 328 Grad: 328° + 328° = 656°; minus 360° = 296° im 360°-Modus =(ab Widderpunkt) = 26° Steinbock.
Multi 3
Wieder Geburt 1944 und Multi 3 nach einem Jahr: die Radixbögen im 30°-Modus werden auf 0° Widder aufaddiert. Sie befinden sich daher geordnet methodisch zwangsläufig im ersten Jahr alle im Widder und können erst frühestens nach Ablauf von zwölf Jahren den gesamten Tierkreis bzw. diesen zum zweitenmal durchlaufen. Daher wird in den beiden folgenden Grafiken das Multi-3-Horoskop der Beispiel-Radix für den zweiten und den zwanzigsten Geburtstag (1946 und 1964) gezeigt.[13]
Wieder das Radix innen und die nach zwei Jahren fortgeschrittenen Multi-3-Stände außen. Nach zwei Jahren sind die Planetenstände ab 0° Widder bereits über die beiden ersten Tierkreizeichen verteilt.
Nach zwanzig Jahren haben sich die Radixplaneten um das Zwanzigfache (im 30°-Modus) vom Ausgangspunkt 0° Widder weiterbewegt. So hat sich der ca. nur 0,5° "langsame" Mond = 20 x 0,5° = 10° vom Widderpunkt entfernt, die ca. 7° "schnellen" Merkur und Pluto sind 7° bzw. 7 1/7° x 20 = 140° bzw. 143° von 0° Widder weg. Der schnellste Planet Sonne mit 28° (Wassermann) oder die noch etwas "schnellere" Lilith mit fast exakt 30° (Löwe) ist fast zweimal durch den Tierkreis gelaufen: 20 x ca. 27 3/4° bzw. 28° = 560° - 360° = 195° = 15° Waage (Sonne) bzw. 599° - 360° = 239° = 29° Skorpion (Lilith).
Multi Null
Vorbemerkung: Auf die in der Grafik traditionelle Zeichenherrscher: links Ost-, rechts West-Hälfte skizzierte Struktur der Herrscher-Zuordnung der Planeten bezieht sich Lehrieder bei den Startpunkten von Multi Null (Ost und West). Er betrachtet "oben" = 0° Wassermann quasi als MC = Kulminationspunkt = Süd(punkt) und "unten" = 0° Löwe quasi als IC = Nadir = Nord(punkt). In Ermangelung einer besseren Kurzdefinition behilft er sich damit, in Relation zum "Süd- und Nordpunkt" die linke Hälfte von Wassermann bis Krebs als "Ost-Hälfte" und die rechte Seite von Löwe bis Steinbock als "West-Hälfte" zu bezeichnen. Bei Multi Null Ost ist Startpunkt für Merkur bis Saturn deren Domizil in der Osthälfte, bei Multi Null West das jeweilige Domizil der Westhälfte. Für Uranus, Neptun und Pluto ist bei Multi Null (Ost wie West) immer Startpunkt 0° Wassermann, Fische bzw. Skorpion.
Multi Null Ost
Sonne 28° (Wassermann) als Herr von Löwe legt im ersten Jahr also ab 0° Löwe 28° zurück. Mond 0,5° (Schütze) als Herr von Krebs 0,5°, kommt also auf 0,5° Krebs. Merkur 7° (Wassermann) als Herr von Zwillinge legt 7° zurück, ergibt 7° Zwillinge. Usw. für Venus bis Saturn (letzterer Herr im Wassermann) im behrrschten Zeichen der Osthälfte = Wassermann bis Krebs.[14] und natürlich immer Sonne ab 0° Löwe und Mond ab 0° Krebs.
Multi Null West
Sonne und Mond wie bei Multi Null Ost; jedoch Merkur bis Jupiter im beherrschten Zeichen der Westhälfte (Löwe bis Steinbock); Saturn im Steinbock.
Konkretes Fall-Beispiel
Multis sind ähnlich wie Transite (Entsprechung analog dem schnelllaufenden Multi 2) oder Sonnenbögen, Primäre (analog zum langsamlaufenden Multi 1), usw. zu interpretieren. Untersuchung von Multi 1 und Multi 2 mit der oben verwendeten Radix: der Geborene nahm überraschend am 4.11.1968 als einziger deutscher Einzel- und Mannschaftskämpfer an den Ersten Karate-Weltmeisterschaften teil.
Multi 1
Sport = 5. Haus, dort Mond Radix Trigon Merkur M1 (Reise) Trigon MC (mit öffentlichem Auftritt) Sextil Venus Radix + DC + Sonne M1: erfolgreich vor Kampf-Gegnern und Zuschauern. Radix-Mond im 5. Haus löst durch Mond M1 im Sport-Haus gegenüber, den Radix-Mars im 11. Haus, Zwillinge aus: Kampfes-Freunde und -Freude. Dabei zeigt Mars-Radix als Mitte der Radix-Halbsumme (HS) Uranus / Saturn ("Schwalbe" = "Kringel") auch die Sportart an: HS Uranus Radix / Saturn Radix = Mars Radix Opposition Mond M1: Mars-Kraft wird nach Höchst-Beschleunigung (Uranus) kontrolliert und gestoppt (Saturn, Karate). Uranus-Radix Trigon Uranus M1 (Konjunktion Neptun-Radix) Trigon Pluto M1 im 7. Haus bildet ein Trigon (= Erfolg). Aber auch die Anspannung wird deutlich durch ein "großes" Kreuz: Kämpfer in der Öffentlichkeit (Mars M1 im 10. Haus), unterliegt aber besseren Gegnern (Quadrat zu Sonne M1 am DC M1), welche den Erfolg einschränken bzw. hemmen (Sonne M1 Quadrat Saturn M1).
Multi 2
Auch bei Multi 2 wird die Sport-Achse des Eigners, sein Radix-Mond in Opposition zu Anfang Zwillinge in 11 (Haus der Sportsfreunde) ausgelöst. Denn Mond M1 (+ Mars M1) bildet die Mitte der Halbsumme Mond-Radix / Saturn M1 im 5. (Sport-)Haus. Die Auslandsreise wird hier wieder durch Merkur M1 an Spitze Neun angezeigt, die "Anstrengung" durch das Quadrat zu den "Sports-Freundes-Kämpfen" = Konjunktion Mond M1 + Mars M1 an der "Flügelspitze" der "Schwalbe" Uranus Radix / Saturn-Radix = Mars-Radix. Ebenso hier ein "Karma-Quadrat" (Großes Kreuz) von AC-Radix bzw. AC M1 (im "öffentlichen" 10. Haus) zu Venus-Radix am DC.
Bewertung
Lehrieder fand die Wirksamkeit der Multiplen Direktionen in zwanzigjähriger Forschungsarbeit hauptsächlich an Lotto-Studien, also empirisch bzw. induktiv. Aus seiner Sicht sind die Multiplen Direktionen – vor allem Multi 1 und Multi 2 – eine folgerichtige Weiterentwicklung der wichtigsten astrologischen Axiome und Postulate.[15]
Aus neutraler, erkenntnistheoretischer Perspektive muss allerdings die geringe theoretische Sparsamkeit der Methode kritisiert werden. Denn je mehr Techniken ein Astrologe heranzieht, desto mehr "Treffer" wird er landen.
Weblinks
- Multiple Direktionen (Homepage Odendahl; Fallbeispiele)
Literatur
- Stephan Lehrieder: Astro pur - Multiple Direktionen: Nachweis der Zusammenhänge von Sternenkonstellationen und Lebensereignissen. 275 Seiten. Verlag Irmgard Lehrieder, Fürth 1998 ISBN 978-3000027796
- Lehrieder stellt die multiplen Direktionen, in ihrer Anwendung auf die Individual-, Mundan-, wie auch Zahlenastrologie in allen verschiedenen Varianten, hier ausführlich dar. Beschreibt u.a. 27 markante Ereignisse wie Mondlandung, Attentate, Börsencrash, Tschernobyl und Harrisburg zusammen mit zeitgeistbestimmenden Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, wie Kennedy, Hitler, Lenin, Stalin, Presley und van Gogh. Zudem einen Nachvollzug ausgespielter Lottozahlen.
- Stephan Lehrieder, Christoph Odendahl: Lotto-Rückblicke, BonAstro, Selbstverlag, 5. Auflage | 135 Seiten, ISBN 978-3-00-002778-9
- Sämtliche Wochenend-Ziehungen ab dem 9. Oktober 1955 fehlerfrei aufgelistet und nach numerischen Auffälligkeiten ausgewertet, davon über 25 Jahre mit minutengenau erfasster Ziehungszeit der ersten Gewinnzahl, im Besonderen für astrologische Zahlenstudien. Im Anhang erweitert durch die 22 Erstziehungs-Radices
- Christoph Odendahl: Stephan A. Lehrieders Multiple Direktionen, Meridian (Zeitschrift) Heft 1/ 2008
Quellen und Anmerkungen
- ↑ Vgl. Benutzerhandbuch zu Hermes 3.0, Copyright Claudia von Schierstedt, München 1994, S. 114
- ↑ Vgl. Christoph Odendahl in: Meridian 1/ 2008, S. 14 ff
- ↑ Die fünf Varianten der Multiplen Direktionen (Odendahl)
- ↑ Eine dynamische, zeitlich kontinuierliche Betrachtung wie bei Lehrieders Multi 2 mit nichtganzzahligen, also gebrochenen Harmonics als Prognosemethode wurde bereits von Martin Freeman vorgeschlagen. Dieser übersah jedoch, dass das 1. Harmonic identisch mit dem Radix ist, was bei der Prognose einen Fehler von einem Jahr ergibt. Multi 2 zum ersten Geburtstag entspricht nämlich dem zweiten Harmonic. S.Martin Freeman, Astrologische Prognosemethoden - Edition Astrodata, 1982, S. 118 ff, 145 f
- ↑ Werner Popp in Meridian 5/ 1993, S. 37 f
- ↑ Osten = Wassermann bis Krebs, Westen = Löwe bis Steinbock
- ↑ Wobei die "alten" Astrologen die mit bloßem Auge sichtbaren sieben Planeten (mit Ausnahme von Sonne und Mond) je zwei Tierkreiszeichen als Herrscher bzw. Nebenherrscher zuteilten
- ↑ Das Hermes-Team (wie auch einige andere Programm-Autoren) setzten sich seinerzeit ausführlich mit Lehrieder und Popp, aufgrund der Erstveröffentlichung von Lehrieders Multi-Methoden durch Werner Popp in Meridian 5/ 1993, S. 34-38: Harmonics statisch und dynamisch – Stephan Lehrieders Multiple Direktionen, in Verbindung, um alle Möglichkeiten zu erfassen. Das Programm lässt auch zu, frei zu wählende Faktoren als Ausgangspunkt bzw. zu untersuchende Promissoren zu definieren. Win-Hermes wird jedoch ab 2006 nicht weiter gepflegt.
- ↑ Diese eignet sich besonders gut, weil hier zufällig die "östlichen" Zeichen Lehrieders fast mit der oberen Horoskophälfte identisch sind und die "westlichen" Zeichen mit der unteren Horoskophälfte des Radix.
- ↑ Was der Reihenfolge im Farbspektrum bzw. Regenbogen entspricht. Farben der Ur-Buddhas = Adi-Buddhas, so auch von Hans Taeger bei seiner Methode der Mandala-Energie-Analyse (MEA) angenommen.
- ↑ Das erste Harmonic ist ja identisch mit der Radix
- ↑ D.h. entweder Multiplikation mit 2 ab 0° Widder oder 65° Jahresfortschritt auf-addiert als Bogen auf den Radixstand
- ↑ Natürlich lässt sich auch hier wie bei allen Multis jeder beliebige Zeitpunkt, also jedes Datum einstellen. Und statt des Widderpunktes kann jeder beliebige zur Fragestellung interessierende Promissor als Ausgangspunkt für derartige aufaddierte Multi-3-Direktionsbögen gewählt werden
- ↑ Egal ob Multi Null Ost oder West: Uranus gilt immer als Herrscher im Wassermann, Neptun in Fische, Pluto in Skorpion.
- ↑ Astrologische Axiome und Postulate:
- 1. „Alles liegt bereits im Grundhoroskop und „ent-wickelt“ sich daraus – nichts kann geschehen, was nicht bereits dort angelegt ist.“ Die weitere zeitliche Entwicklung ist unmittelbar den Werten/ Grad-Zahlen der Radix zu entnehmen.
- Die Rechenmethode entspricht bei Multi 2 der Berechnung der ganzzahligen und dezimalzahligen Harmonics. (Startpunkte sind bei Multi 1 die 0-Grade der Tierkreiszeichen, bei Multi 2 der Nullgrad Widder.)
- 2. Die Multis zeigen einerseits Analogien zu symbolischen Direktionen, leiten jedoch den Direktionsschlüssel direkt aus dem Grundhoroskop ab. Auch zeigen die Multis als Multi 2 Analogien zu Solaren bzw. ganzzahligen Harmonics.
- 3. Die Multis gehen über die Harmonics hinaus, passen jedoch zu deren ganzjährigen „Sprüngen“, soweit man die Harmonics wie Freeman auch als Prognose-Methode nutzt.
- 4. Die Deutung der Multis folgt in Analogie zu Transiten (Multi 2) oder Solaren/ Harmonics (ganzzahlige Multis 2) sowie zu Primärdirektionen, Grad- bzw. Bogendirektionen (Multi 1) oder den Mischungen aus diesen und anderen Methoden, je nach „Geschwindigkeit“.
- 5. Die Multis schließen eine Lücke, die der Erfahrung Rechnung trägt, dass nicht jeder Mensch Auslöse-Ereignisse in Abständen zu verzeichnen hat, die astronomischen Planetenzyklen entsprechen.
- 6. Die Multi-2-Methode ermöglicht eine Zeit-Sekunden-genaue Geburtszeitkorrektur mit nur 10-20 erforderlichen Lebensereignissen.
- 7. Außerdem ermöglicht die Multi-2-Methode eine entwicklungspsychologische Deutung der frühen Kinderjahre, was den ganzzahligen Harmonics entspricht. (Siehe auch Hamburger Hefte Nr. 171, Juli 2010, S. 13 - 18)