Mondphase

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Halbmond[1]
Mondphasen-Reihenbilder

Als Mondphasen bezeichnet man die wechselnden Lichtgestalten des Mondes.

Astronomie

Die Erscheinungsformen des Mondes, wie sie von der Erde aus wahrgenommen werden, ergeben sich aufgrund der Konstellation (des Verhältnisses) zwischen Mond und Sonne.

Vor dem ersten und nach dem letzten Viertel erscheint der Erdtrabant als Mondsichel.

Ein Umlauf des Mondes um die Erde, bis der Mond wieder die gleiche Stellung zur Sonne einnimmt, dauert etwa 29,5 Tage (29 Tage, 12 Stunden und 43 Minuten) und wird synodischer Monat genannt. Er beträgt damit knapp einen Monat (tatsächlich sind sowohl der Begriff als auch die Länge eines Monats von der synodischen Umlaufzeit des Mondes abgeleitet).

Die Mondphasen pragten schon frühgeschichtlich die zyklische Erfahrung des Menschen mit der Zeit und gaben den Anstoß, diese Erfahrungen zu zählen und zu systematisieren (Kalender).

Die Mondphasen
Der Mond in seiner letzten Phase[2]

Mythologie

Die Mondgöttin wurde bei den Griechen auch als »dreigesichtige Selene« oder Hekate angerufen, da man die drei Mondphasen als ihre unterschiedlichen Gesichter ansah (zunehmend, Vollmond und abnehmend; der Neumond galt nicht als Gesicht).

Astronomie der Phases Lunae[3]

Astrologie

Reinhard Müller: "Wir können folgenden Phasen-Verlauf des Mond-Zyklus kennzeichnen:

  • Neumond: Neue Visionen sind im Aufkommen und im Beginn.
  • Halbmond (zunehmend): Eine Entscheidung zur Aktivität in die neue Richtung steht an.
  • Vollmond: Klarer Blick und Analyse der bisherigen Erfahrungen. Betrachtung und Bewusst-Werden der Dinge.
  • Halbmond (abnehmend): Es wird jetzt bewusst, dass eine neue Richtung vorbereitet und durchdacht werden muß. Erste innere Weichenstellung.

Im Mond-Zyklus treten Sonne (Bewustsein) und Mond (unbewusste Reaktionen, Gefühlsleben, Emotionen) in Beziehung zueinander.

Ihr Verhältnis “zeigt an, wie wir mit uns selbst zurechtkommen”, genauer: wie wir Diskrepanzen zwischen unseren gefühlsmäßigen Wünschen und Bedürfnissen und der erlebten Realität in Kongruenz bringen mit unseren zentralen Anliegen und Zielen im Hinblick auf persönliche Entfaltung, Entwicklung und Wachstum.

“Die Wechselbeziehung des Sonne- und Mond-Prinzips stellt ein Grundmuster unseres persönlichen Verhaltens dar; sie zeigt das Bild, das wir von uns selbst haben, und ob wir uns mit unserer Identität wohl fühlen."[4]

Die wichtigsten Mondphasen sind der Neumond (Sonne Konjunktion Mond), der zunehmende Halbmond, der Vollmond (Sonne Opposition Mond) und der abnehmende Halbmond. Bei den Halbmonden (Sonne Quadrat Mond) wird in der Deutung normalerweise nicht zwischen zu- und abnehmend unterschieden.

Weiter ausdifferenziert - in 27 oder 28 Stationen - wird der Mondzyklus bei den Mondhäusern.

Weblinks

Slooten & Slooten

Literatur

  • Jakob van Slooten & Erik van Slooten: Die Mondphase der Geburt - Eine astro-psychologische Charakterkunde, Chiron Verlag, Tübingen, 125 Seiten, 2011 (2. Auflage 2022), ISBN 978-3-89997-204-7, EAN 9783899972047[5]

Quellen und Anmerkungen

  1. Astronomisches Symbol; zunehmender Halbmond
  2. Arabische Darstellung
  3. Mondphasen-Darstellung der Frühen Neuzeit
  4. Reinhard Müller, Der Lebenslauf im Horoskop – Teil 4 (Paracelsus-Magazin 1/1999)
  5. Erik van Slooten hat von seinem Vater die Vorlagen zu diesem Buch übernommen, überarbeitet und aktualisiert. Die zahlreichen Beispiele bekannter Persönlichkeiten aus der Lebenszeit des Vaters hat er vervollständigt und Beispiele von bekannten Persönlichkeiten/Politikern aus der neueren Zeit hinzugegfügt.