Mondbogendirektion
Die Mondbogendirektion ist eine Prognosemethode, bei der alle Planeten und Achsen pro Lebensjahr um die Strecke verschoben (dirigiert) werden, die der Mond pro Tag nach der Geburt zurückgelegt hat. Um diese zu ermitteln, berechnet man die Strecke, die der Mond in dem fraglichen Zeitraum tatsächlich zurückgelegt hat, der wahre Mondbogen. Durch die moderne Computerberechnung kann dieser problemlos berechnet werden.
Die Mondbogendirektion hat wahrscheinlich keine älteren historischen Wurzeln. Die Astrologin Bernadette Brady z.B. führt die Mondbogendirektion in ihrem 1992 erstmalig erschienenen Werk The Eagle and the Lark: A Textbook of Predictive Astrology[1] an, ansonsten wurde diese Direktionsart auch von Peter Fraiss im Astrologie-Programm Sarastro berücksichtigt.
Deutung
Vor allem folgende Punkte werden bei der Deutung berücksichtigt:
- Wenn ein dirigierter Planet oder eine dirigierte Achse einen Aspekt zu einem Faktor des Radixhoroskops bildet, so ist dies eine Auslösung, das heißt der betreffende Faktor erfährt eine Aktivierung. Der Orbis ist relativ gering anzusetzen, nicht größer als ein Grad, sodass Zeiträume von maximal einigen Wochen erfasst sind.
- Wenn ein dirigierter Planet oder eine dirigierte Achse das Tierkreiszeichen oder das Radixhaus wechselt, beginnt ein neuer Abschnitt.
- Achsen: Bei der Arbeit mit dirigierten Achsen ist eine minutengenaue Geburtszeit erforderlich, weil sich sonst zu große Ungenauigkeiten in der Prognose ergeben.
Hat die Sonnenbogendirektion einen Bezug zur Sonne und zu den mehr äusseren Ereignissen und Erlebnissen, bildet die Mondbogendirektion in Verbindung zum Mond tendeziell eher seelische, innere Entwicklungen, Wahrnehmungen, Erlebnisse und Ereignisse ab.
- Siehe auch die Methode der Tertiärdirektion von Edmund Herbert Troinski.
Quellen und Anmerkungen
- ↑ Buch inzwischen deutschsprachig unter dem Titel Lehrbuch der astrologischen Prognose (Chiron-Verlag, Tübingen 2010) erschienen