Häuserdekanat
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Die drei Häuserdrittel.[1]
Häuserdekanat oder Häuserdrittel nennt man eine Einteilung der Häuser eines Horoskops, vergleichbar den Dekanaten der Tierkreiszeichen.
Diese Unterteilung der Häuser wurde von Frank Glahn entwickelt.[2]
Als Begründung, Häuserdekanate zu verwenden, beruft Glahn sich darauf, dass die astrologischen Häuser Spiegelungen der kosmischen Tierkreiszeichen sind.
Die Dekanate sind nach ihm so zu deuten:
- 1. Dekanat: Einfluss des Hauses an sich
- 2. Dekanat: Stofflichkeit der Bedeutung des Hauses
- 3. Dekanat: geistige Seite (= “Kraft“ des Hauses)
Glahn beschreibt, dass besonders der Einfluss der dort befindlichen Planeten Uranus, Saturn und Mars ungünstig auf die gegenüberliegenden Hausabschnitte wirkt, Venus und Jupiter dagegen günstig.[3]
Folgende Deutungen leitet Glahn aus seiner allgemeinen Definition ab:
| Haus | Dekanat | Bedeutung |
|---|---|---|
| 1 | 1 | Das Individuelle der Persönlichkeit. Enge Verbindungen im ersten Lebensdrittel. |
| 2 | Verbindungen im zweiten Lebensdrittel. Seelische Bindungen, Liebe. | |
| 3 | Ausnutzung der wirtschaftlichen Verhältnisse. Auswirkung des praktischen Verstandes. | |
| 2 | 1 | Besitz aus Vererbung und Herkommen. Ausgangspunkt des eigenen Vermögens. Aussichten für den eigenen Besitz. |
| 2 | Erwerb durch Berufsarbeit im mittleren Leben und durch materielle Arbeit. Erbschaften, Mitgift. Die stoffliche Grundlage des Erwerbes. | |
| 3 | Erwerb durch geistige Kraft und Arbeit. Reisen. Erwerb im Alter. | |
| 3 | 1 | Geschwister, Umgebung. Veranlagung durch den Verstand und Reisen im ersten Lebensdrittel. |
| 2 | Beruf durch Reisen, Schrift und Sprache. Literatur. Mittleres Lebensalter. | |
| 3 | Geistige Steigerung. Feindliche Einflusse der Denkweise auf Haus, Heim und Grundbesitz. Alter. | |
| 4 | 1 | Eltern. Lebensende. Verbindung mit dem Jenseits durch Inspiration und Ideen. |
| 2 | Landwirtschaft, Bergbau, Eisenbahn, Haus, Familie. | |
| 3 | Liebschaften ohne Eheschluss. Jugendliebe. Nachteile für die Kinder. Geistiges Leben im Alter. | |
| 5 | 1 | Geliebte mit Geschlechtsverkehr, Ehepartner. Kinder. Bei Frauen: Geburten. |
| 2 | Kunstausübung, Kunstneigung. Vergnügen. Spekulation. Sport, Spiel. | |
| 3 | Liebhabereien und Kunststudien. Heilwesen. Nachteile für die Gesundheit. | |
| 6 | 1 | Krankheiten. Heilwesen. Ärztlicher Beruf. |
| 2 | Anstellungsverhältnisse, Arbeitsplatz, Mitarbeiter. Untergebene. Angestellte. | |
| 3 | Freie Berufe. Ärzte, Juristen, Gelehrte. Feindliche Einflüsse auf die Ehe. | |
| 7 | 1 | Ehepartner, Liebesehe. |
| 2 | Ehepartner in mittlerem Alter. Zweiter Eheschluss. Prozesse. Mittleres Lebensdrittel. | |
| 3 | Dritter Ehepartner. Teilhaber. Prozesse. Auftreten in der Öffentlichkeit. Alter. | |
| 8 | 1 | Vermögen des Ehe- und Geschäftspartners. |
| 2 | Todesangelegenheiten, Sterbefälle. Erbschaften. Bestattungsberufe. | |
| 3 | Okkultismus, Dämonismus, schwarze Magie. Verborgenes. Geheime Gesellschaften. | |
| 9 | 1 | Prophetie. Weiße Magie. Religion. Philosophie. Ausland. |
| 2 | Studien. Geistige Berufe. Wissenschaft. Verlagswesen. Reisen ins Ausland im mittleren Lebensalter. | |
| 3 | Geistiges Leben im höheren Sinne, Mystik. Feindliche Einflüsse auf den Beruf durch geistige Einstellung. Alter. | |
| 10 | 1 | Eltern, deren Einfluss auf Beruf und soziale Position. Eigene Erfolge im Leben. Höhepunkte des Strebens und Ansehens. |
| 2 | Berufliche Anstrengungen und deren Erfolg. Die berufliche Leistungsart und Veranlagung. Mittlere Lebenszeit. | |
| 3 | Erste Berufstätigkeit von einiger Bedeutung. Kräfte und Anlagen für die Berufsart. | |
| 11 | 1 | Neigung zu Freundschaften. Protektion. Beeinflussung durch Freunde. |
| 2 | Gesellschaften nebst Zugehörigkeit. Wirken im Verband. Engere seelische Bindungen, oft in Liebe übergehend. Hoffnungen und Anstrengungen. Tätigkeit in der Umwelt. | |
| 3 | Geistige Freunde. Freunde im Alter. | |
| 12 | 1 | Beamtungen. Berufe in Anstalten. Veranlagung zu Kopfberufen und deren Ausbildung. |
| 2 | Beschränkung der persönlichen Freiheit. In Anstalten. Strafprozesse. Pension. | |
| 3 | Geistige Hemmungen auf die Person. Nachteilige Einflüsse und Bindungen. |
Glahns Buch[4]
Literatur
- Frank Glahn: Die begriffene Astrologie. Allgemeinverständliches, vollständiges Handbuch der Geburtsastrologie ohne Rechenarbeit nach Tabellen. 231 Seiten + Anhang. Memmingen, Uranus-Verlag, 1933
Quellen und Anmerkungen
- ↑ im Gründungshoroskop des Astro-Wiki (siehe Hauptseite)
- ↑ Die nachfolgenden Ausführungen sind seinem Buch „Die begriffene Astrologie“ entnommen. Seite 106, 112 ff.
- ↑ Hier ist interessant zu sehen, dass Glahn augenscheinlich Uranus zu den Übeltätern zählt.
- ↑ Titelbild mit chirologischen Planetenzuordnungen