Cinemaskop -
Leinwandsternstunden des Monats
März 2014
Widder
Durchtränkt von Adrenalin und Testosteron bringt „300: Rise of an Empire“ eine archaische Kriegsmaschinerie und das Schlachtengetümmel zwischen antiken Griechen und Persern auf die Leinwand und bietet wie schon der Vorgänger „300“ eindringlich bebildertes archetypisches Kriegertum, glänzend fotografierte stählerne Muskeln und blutige Kämpfe um Zorn und Herrschaft, Sieg und Eroberung.
Stier
Jonathas Welt ist ein abgeschiedenes Dorf im ländlichen Amazonasgebiet, wo der Junge mit seiner Familie ein traditionelles und friedliches Leben im Einklang mit der Natur lebt und die fremde Welt außerhalb bedeutungslos oder gar bedrohlich erscheint. Bei einem Ausflug mit seinem großen Bruder und einer amerikanischen Touristin verläuft sich Jonathas „Im dunklen Grün“, dem sie umgebenden gewaltigen Regenwald, der in seiner gleichmütigen Präsenz zunehmend beängstigender für den Jungen wird…
Zwillinge
Unter dem wortreichen Titel des amüsanten Schelmenromans und Bestsellers „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ kommt auch dessen ebenso spaßige Verfilmung auf die Leinwand und erzählt die unglaubliche Geschichte von Allan, dem schwedischen Sprengstoffexperten, dessen Leben eine abstruser Trip durch die Weltgeschichte ist und der vor seinem hundertsten Geburtstag aus dem Altersheim flüchtet, um ein weiteres irrwitziges Gaunerstück hinzulegen…
Krebs
Voller kindlich-naiver Emotionalität aber auch mit Zwillinge-Motiven wie der Liebe zu Büchern und deren Diebstahl verknüpft, bietet „Die Bücherdiebin“ eine in der Nazizeit angesiedelte rührselige und märchenhaft anmutende Geschichte vom Lebensweg eines Mädchens, das inmitten des Bösen seine Familie verliert. Bei Pflegeeltern, die im Keller einen Juden verstecken mit dem sie sich anfreundet, entdeckt sie die Liebe zur Literatur und erfährt deren Kraft spendende Wirkung auf das Gemüt…
Löwe
Fast schon eine „personality show“ ist der Dokumentarfilm „Beltracchi – Die Kunst der Fälschung“ geworden, der vom berühmt-berüchtigten Kunstfälscher Wolfgang Beltracchi und seiner Arbeitsweise berichtet. Der nunmehr inhaftierte Maler, der mehrere Jahre die internationale Kunstszene mit vermeintlich verschollenen Werken großer Künstler überraschte und damit Millionen machte, erzählt hier vorwiegend selbst seine Geschichte und findet sich dabei ziemlich großartig, was den Film durchaus unterhaltsam macht.
Jungfrau
„Saving Mr. Banks“ ist die auf tatsächlichen Ereignissen beruhende, hindernisreiche Geschichte der Verfilmung eines Kinderbuchs, das von einer perfekten Gouvernante handelt. Als die kritisch -nüchterne und pingelige Autorin von „Mary Poppins“, P.L. Travers, auf Walt Disney und dessen Hollywoodmaschinerie trifft, sieht sie nicht nur unzählige Entgleisungen in deren Herangehensweise an ihr Buch und ihre Figuren, sie findet sich auch mit einer Art Fantasie konfrontiert, die ihr mehr als unpassend erscheint.
Waage
Leichte Unterhaltung mit etwas psychologisierendem Tiefgang bietet die gefällige Komödie „Alles inklusive“, die am sonnigen Strand von Torremolinos spielt. Ex-Hippie Ingrid, die hier 30 Jahre zuvor eine unglücklich endende Liebesgeschichte erlebte, erholt sich jetzt in einem all-inclusive-Hotel von ihrer Hüftoperation und begegnet – natürlich – ihrer Vergangenheit in Gestalt des Transvestiten Tina. Unterschiedliche Lebensentwürfe haben auch ihre Beziehung zu ihrer Tochter problematisch gemacht und nun ist es Zeit aufzuräumen…
Skorpion
Zerstörerischer Hass, unterdrückte zornige Raserei und das Bedürfnis der Welt alle erlittenen Qualen heimzuzahlen können Motive für einen so genannten Amoklauf sein, wie ihn der Protagonist von „Der Tropfen – Ein Roadmovie“ plant. Rainer pflegt seine demente Mutter, die ihn als Teufel bezeichnet, lebt in aussichtsloser Armut als Pizzabote und Sozialhilfeempfänger, wird von seinem Chef wie auch von der Dorfjugend herumgeschubst – und bringt all seine tiefe Frustration in den Bau einer Bombe ein…
Schütze
Nicht nur äußerlich mutet „The Grand Budapest Hotel“ wie eine überdimensionierte Zuckerbäckertorte an: knallbunt und über und über zuckersüß dekoriert locken allerlei verschiedene, köstlich erscheinende (Ge-)Schichten zu Entdeckungsreisen, die immer mehr ergötzliche Hochgenüsse zu offenbaren scheinen. Und doch stellt sich irgendwann ein Gefühl des Übermaßes und der Übersättigung ein. Die Vielzahl und Atemlosigkeit der ineinander verschachtelten Geschichten macht zweifellos Spaß und vermittelt wohl auch Substanzielles – wenn man es denn nur aus all der bunten Buttercreme noch herausschmecken könnte…
Steinbock
„Lone Survivor“ ist die Verfilmung der wahren Geschichte einer – gescheiterten – US-amerikanischen militärischen Operation in Afghanistan, bei der eine Gruppe Navy Seals einen hochrangigen Taliban-Offizier aus dem Verkehr ziehen sollte. Der hochkarätig besetzte Film bemüht sich dabei um eine möglichst realistische Darstellung des Vorgehens von Spezialeinheiten in feindlichen Gebieten und spart auch Fragen der Moral nicht aus.
Wassermann
Frei sein bedeutet für die Protagonistin des ungewöhnlichen deutschen Gangsterfilms „Banklady“ in erster Linie Geld, um aus dem in Lohnarbeit oder drohender langweiliger Ehe eingesperrten Leben der reglementierenden kleinbürgerlichen 60er Jahre-Welt ausbrechen zu können. „Capri“ und die Vision von einem freien Leben sind die Motive, die hier zu Regelbruch und Rebellion führen und aus einer „normalen Frau“ Deutschlands erste Bankräuberin machen. Angesichts des präfeministischen Frauenbilds jener Zeit ist der temporeiche Film auch eine Art Emanzipationsgeschichte.
Fische
In „Her“ finden wir eine ruhige, pastellfarbene Zukunftsvision, die von Einsamkeit, Sehnsucht und der Entstehung von Verbundenheit und Liebe erzählt. Die Liebesgeschichte zwischen dem melancholisch-sensiblen Theodore und einer künstlichen Intelligenz, einem so genannten „operating system“ namens Samantha überschreitet ebenso selbstverständlich Grenzen wie Samantha die Grenzen des Körperlich-Räumlichen transzendiert. Die zarte Inszenierung körperloser Zärtlichkeit und der feinfühlige Diskurs um das Wesen der Liebe lassen uns die bekannte Frage nach der Realität des Virtuellen mit den seelenvoll-sehnsüchtigen Augen Theodores betrachten…
Vesna Ivkovic
Vesna Ivkovic studierte Literatur- und Sprachwissenschaften, Soziologie,
Philosophie, Geschichte und beschäftigte sich intensiv mit Psychologie,
Mythologie sowie verschiedenen Glaubens- und Weisheitssystemen.
Parallel dazu erforschte sie die Erkenntniswege des Körpers mittels
der Kampfkunst des Kung Fu, Tanz, Yoga, Qi Gong und verschiedenen
anderen Methoden der Körperarbeit und Bewegungskunst.
1993 entdeckte sie die Astrologie als Erkenntnisinstrument und absolvierte
2004 am Astrologie-Zentrum Berlin bei Markus Jehle und Petra Niehaus
die Meisterklasse.
Mehr über die Autorin des Cinemaskopes finden Sie
auf ihrer eigenen Website www.astrosemiotics.de
Cinemaskop, von Vesna Ivkovic
Das Cinemaskop ist ein Überblick über aktuelle Kinofilme und deren zentrale Thematik aus astrosemiotischer Sicht, (d.h. den Film als Zeichensystem betrachtend und ins astrologische Zeichensystem übersetzend).
Ein gelungener Film hat nicht nur eine Story, ein bestimmtes Thema, er hat auch eine spezielle Atmosphäre, vermittelt ein bestimmtes Gefühl und zieht uns in seine ganz eigene Welt – dieses Grundthema, das sich aus Figuren, Story, Setting und allerlei anderen Komponenten speist, findet seine Entsprechung in einem oder mehreren astrologischen Zeichenprinzipien. Sehr vereinfacht heißt das: ein rasanter Actionkracher konfrontiert uns mit Widder-Energie, ein Horrorfilm dagegen mit skorpionischen Abgründen und Ängsten, etc. Wir kommen aus dem Kino und finden uns – wenn es dem Film gelungen ist, uns zu erreichen – beschäftigt mit und erfüllt von eben diesen Energiequalitäten.
Planetpositioner
6-Maj-2026, 08:17 UT/GMT
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| Sol | 15 | 49'34" | 16n35 | ||
| Måne | 6 | 30'51" | 27s37 | ||
| Merkur | 6 | 21'38" | 12n29 | ||
| Venus | 14 | 44'52" | 23n41 | ||
| Mars | 20 | 27'33" | 7n12 | ||
| Jupiter | 19 | 41'15" | 22n23 | ||
| Saturn | 9 | 44'22" | 1n51 | ||
| Uranus | 0 | 34'29" | 20n07 | ||
| Neptun | 3 | 25'25" | 0n09 | ||
| Pluto | 5 | 30'34" | 22s50 | ||
| Sand Månek. | 6 | 2' 0"r | 9s18 | ||
| Chiron | 27 | 48'40" | 11n00 | ||
| Forklaring af symbolerne | |||||
| Øjeblikshoroskop | |||||

