Yod-Figur

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Das Yod im Horoskop.

Synonyme: Finger Gottes, Projektionsfigur (Huber-Schule)

Eine Aspektfigur, bei der ein Planet Quinkunxe (150 Grad) zu zwei weiteren Planeten bildet, die wiederum im Sextil (sechzig Grad) zueinander stehen. Im Brennpunkt befindet sich derjenige Planet, auf den die beiden Quinkunxe zulaufen (Spitze des Dreiecks).

Deutung

Bei Quinkunx-Aspekten gilt es grundsätzlich, die Unversöhnlichkeit und Spannung zwischen den beteiligten Faktoren auszuhalten bzw. durch eine analysierende Herangehensweise zu bewältigen. Man fühlt sich dabei gern zu einer Entscheidung zugunsten einer Seite gedrängt. Das Sextil fördert jedoch einen sich gegenseitig befruchtenden Ausgleich der Energien und Kräfte.

Eine Yod-Figur verstärkt erstmal den vorhandenen "Spannungsreichtum" der beiden Quinkunx-Themen. Der Planet an der Spitze der Figur ist einer enormen, zumindest unterschwelligen Zerreißprobe ausgesetzt. Er zeigt andererseits aber auch die Lösung, und eine verborgene Begabung, Berufung des Horoskopeigners an.
Ihm "wird die ,Lebensaufgabe' zugeschrieben, er stellt den ,Finger Gottes' dar ... Als in der Halbsumme der Sextil-Planeten stehend ... stellt dieser Planet den Mittler dar, welcher die dynamische kreative Energie und die günstige Gelegenheit nutzen kann, die durch das Sextil gegeben ist, um eine neue Seinsweise hervorzubringen ..."[1]
Arnold Buchenrieder von der Huber-Schule zur sog. Projektionsfigur: "Das Sextil (= Substanz ) trägt bestimmte Erfahrungen, der gegenüberliegende Pol ist jedoch ein weit davon entferntes Ziel. Die Unsicherheit und Sehnsucht, diesen Zielpunkt zu erreichen und die offene, neutrale Haltung dazu, zieht oft die Hilfe anderer Menschen an (Projektionsneigung ). Wenn es aber um Projekte geht, die allen dienen, zeigt es ein enormes Durchhaltevermögen."[2]

Literatur

Das einzige existierende Buch zu dem Thema.

Quellen

  1. Tracy Marks: Schwierige Aspekte, Berlin 1997, Seite 319.
  2. Die Aspektfiguren nach der Huber-Schule (Buchenrieder auf tarot.de, März 2009)