Wissenschaft

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Gauquelins Mars-Effekt.[1]

"Die Lehre von den Gestirneinflüssen ist noch keine Wissenschaft, aber die Hoffnung auf eine Wissenschaft".
(William James, 1842-1910)[2]

"Die moderne Astrologie nähert sich mehr und mehr der Psychologie und klopft bereits vernehmlich an die Pforten der Universitäten."
(Carl Gustav Jung, 1875-1961)

"Astrologie - die Algebra des Lebens".
(Dane Rudhyar, 1895-1985)[3]

Astrologie und Wissenschaft

Meyers Taschenlexikon definiert Wissenschaft als den "Inbegriff des durch Forschung, Lehre und überlieferte Literatur gebildeten, geordneten und begründeten, für gesichert erachteten Wissens einer Zeit". In wissenschaftstheoretischer Perspektive handelt es sich bei der Astrologie in ihrer tradierten Überlieferung bis ins 17. Jh. am ehesten um eine Lehre im vorwissenschaftlichen, protowissenschaftlichen Stadium.

Die heute inhaltlich strenge Trennung von Astronomie/astronomia und Astrologie/astrologia gab es bis in die Spätantike hinein in keiner Weise.[4]
Beide Begriffe konnten jeweils die Deutung des angeblichen Effektes der Himmelskörper auf die sogenannte sublunare Sphäre, mithin die Erde, meinen, oder die Himmelsbeobachtung zum Zweck der Erfassung wie Erforschung der Himmelskörperbewegungen. Entsprechend fanden die astrologischen Aspekte der Sternkunde bei antiken Astronomen wie Ptolemäus oder Hipparch Interesse und Anerkennung.

Seit den Universitätsgründungen im hochmittelalterlichen lateinischen Europa hatte sich auch dort, wie zuvor schon in der Antike und Spätantike, mit dem Aristotelismus die Annahme verbreitet, die astrologischen Prognosen seien das Ergebnis eines physikalischen, 'natürlichen' Einflusses der Himmelskörper auf irdischen Verhältnisse. Vielfach bis zum Ende des 17. Jh. blieb diese Kosmologiesicht, vor allem in Zusammenhang mit der 'natürlichen' Astrologie, bestehen. Astrologie wurde entsprechend, immer verbunden mit der Astronomie im Quadrivium der vorbereitend an den Universitäten gelehrten Sieben Freie Künste, vielfach als eine Wissenschaft, wenn auch als durchaus umstrittene, betrachtet. [5]

Auf Basis dieser Grundannahme verwendeten Astrologen seit der Spätantike mathematische Modelle, um Regelmäßigkeiten in beobachtbaren Naturphänomenen aufzuweisen. Da der Zeitpunkt eine entscheidende Rolle spielte, wurden schon früh detaillierte Tabellen angelegt, um den Eintritt bestimmter Ereignisse zu prognostizieren. Zur Bestimmung der Position und Umlaufbahn von Planeten waren z. T. komplexe Berechnungen mit Hilfe der Geometrie und Trigonometrie notwendig. Daher handelte es sich bei diesen Praktiken nicht um Aberglaube, sondern um eine Frühform der Wissenschaft.[6] Die Suche nach Regelmäßigkeiten in Naturerscheinungen und deren umfassende Beschreibung in rationaler Form ist ein typisch wissenschaftliches Programm.[7]

Erst mit der Aufklärung im 18. Jh. verbreitete sich zunächst in den gelehrten und gebildeten Schichten Europas die heute bekannte Differenzierung der Stern- bzw. Himmelskunde in die Bereiche Astrologie und Astronomie und wurde verbindlich anerkannt.[8]
Ein eher esoterisches Verständnis, bereits aus dem Übergang zwischen Antike und Spätantike überliefert, in der Renaissance vermehrt und vor allem ab dem 20. Jh. in der Astrologie wirksam, wird in der hermetischen Tabula Smaragdina formuliert: „Wie oben, so unten.“[9]. Diese Weltsicht war und ist im weiteren Sinne wohl eher religiöser Natur.[9]

Vielen Wissenschaftlern zufolge ist die Astrologie nicht beweisbar und deshalb substanzlos, manche halten sie sogar für schädlich.[10] Insbesondere Astronomen setzen sich vehement gegen sie zur Wehr.[11] Doch bahnbrechende Wissenschaftler wie Tycho Brahe oder Johannes Kepler praktizierten sie nicht nur, sondern verteidigten sie auch gegen Kritiker. Heute gibt es jedoch kaum einen Naturwissenschaftler und nur wenige Geisteswissenschaftler, die sich offen zur Astrologie bekennen. Aktuell wird heute unter Astrologie meist nur die Geburtshoroskopie verstanden.

Die Geschwister Astronomie und Astrologie

In der langwierigen Entwicklung der Babylonischen Astrologie ist erkennbar, dass die Entstehung der Astronomie/Astrologie - der vermutlich ersten Wissenschaft menschlicher Geschichte – auch im Kontext der Divination erfolgte. Ulla Koch-Westenholz bemerkt in ihrem Buch Mesopotamian Astrology (1995): Die Babylonier selbst seien davon ausgegangen, dass Divination der Menschheit vor langer Zeit durch die Götter offenbart worden wäre. Aber sie hat mit der modernen Naturwissenschaft einige wesentliche Merkmale gemein: sie ist objektiv und wertfrei, sie funktioniert nach bekannten Regeln, ihre Daten werden als universell gültig betrachtet, und sie können in geschriebenen Tabellenwerken nachgeschlagen werden.[12]

Die heute inhaltlich strenge Trennung von Astronomie/astronomia und Astrologie/astrologia gab es bis in die Spätantike hinein nicht. [13]
Beide Begriffe konnten jeweils die Deutung des angeblichen Effektes der Himmelskörper auf die so genannte sublunare Sphäre, mithin die Erde, meinen, oder die Himmelsbeobachtung zum Zweck der Erfassung wie Erforschung der Himmelskörperbewegungen. Entsprechend fanden die astrologischen Aspekte der Sternkunde bei antiken Astronomen wie Ptolemäus oder Hipparch Interesse und Anerkennung. Erst mit der europäischen Aufklärung im 18. Jh. verbreitete sich zunächst in den gelehrten und gebildeten Schichten Europas die heute bekannte Differenzierung der Stern- bzw. Himmelskunde in die Bereiche Astrologie und Astronomie und wurde verbindlich anerkannt.[14]

In den 1960er Jahren forschte in der Wissenschaftsgeschichte die Engländerin Frances Yates (Warburg Institute, London). Sie stieß auf einen erheblichen Einfluss des esoterischen Denkens (von Hermetizismus, Mystik, Magie und Okkultem) auf die maßgeblichen geistigen Strömungen der Renaissance und der Frühen Neuzeit - vom Neoplatonismus Marsilio Ficinos bis hin zu den Rosenkreuzern.[15] Die so genannte epistemologische Wendezeit im Wissenschaftsverständnis ab dem 17. Jh. hin zur Entwicklung empirischer Wissenschaften im 19. Jh. war anfangs noch von kaum ausgeprägter Trennung zwischen Theologie und Philosophie, Alchemie/Okkultismus und Naturwissenschaften geprägt. Daher erstaunt es nicht, dass sich im Nachlass Isaac Newtons zahlreiche theologische und alchemistische Aufzeichnungen finden. [16]. In seiner historischen Dissertation über den Passauer Kalender (s.u.) schreibt Markus Mueller auf Seite 152: "In der Astrologie manifestiert sich die Sehnsucht nach geregelten Strukturen, Ordnung und Orientierung. Exakt dieselbe Funktion übernehmen die Naturwissenschaften in der Neuzeit, deren profanisiertes Weltbild auf den astrologisch geprägten Kosmosvorstellungen des Mittelalters fußt."

Gauquelins Ergebnisse in Ertel, 2011.

Wissenschaftliche Arbeiten über die Astrologie

Bei den wissenschaftlichen Publikationen, welche sich mit dem Thema Astrologie beschäftigen, finden sich einige, die sich der Frage nach der Wissenschaftlichkeit der Astrologie widmen. Der überwiegende Teil wissenschaftlicher Publikationen untersucht aber mit wissenschaftlichen Methoden Aspekte oder Themen aus der langen und komplexen Astrologiegeschichte, oder aus dem vielfältigen Komplex der Astrologie. Altphilologen wie Latinisten und Gräzisten, Orientalisten und Ägyptologen, Mathematikhistoriker und Historiker, Astronomen und Astronomiehistoriker bzw. Archäoastronomen, Mediävisten und Kulturwissenschaftler, Religionswissenschaftler wie Psychologen sind darunter. Astrologen selber reagieren unterschiedlich auf wissenschaftliche Kritik an 'Wissenschaftlichkeit' der Astrologie. Einige versuchten und versuchen, die Vorbehalte aufzubrechen und mit offiziell anerkannten "wissenschaftlichen" Mitteln nachzuweisen, dass die Astrologie durchaus eine solide Grundlage hat. Manche hofften sogar auf einen neuen Lehrstuhl an einer Universität. Ihre Methoden beruhen vor allem auf Statistik; damit wollen sie die Richtigkeit der Astrologie beweisen.
Daneben gibt es noch im Bereich der Psychologie wissenschaftliche Arbeiten zur Astrologie. Die wichtigsten Vertreter, die sich in Deutschland um eine Rehabilitierung der Astrologie an den Universitäten bemüh(t)en, sind bzw. waren Suitbert Ertel, Theodor Landscheidt und Peter Niehenke.

Die nachfolgende Liste zeigt einen geringen Teil der vielen wissenschaftlichen Veröffentlichungen, die sich mit Teilbereichen der (westlichen) Astrologie, der Astrologiegeschichte und -Rezeption beschäftigen. Die meisten erschienen in wissenschaftlichen Zeitschriften oder Sammelwerken.

Autor Titel Institution Art der Arbeit Datum/
Veröffentlichung
Franz Boll Studien über Claudius Ptolemäus: Ein Betrag zur Geschichte der griechischen Philosophie und Astrologie Universität München Dissertation 1894, Leipzig (193 S.)[17]
Franz Boll Sphaera: neue griechische Texte und Untersuchungen zur Geschichte der Sternbilder Professor für Altphilologie, Universität Würzburg & Heidelberg Wissenschaftliche Arbeit 1903, Leipzig (583 S.)[18]
Robert Vian Ein Mondwahrsagebuch Universität Heidelberg Doktorarbeit 1910 (1908), Halle
Frederick Henry Cramer Astrology in Roman Law and Politics Associate Professor für Geschichte, Mount Holyoke College (USA) Wissenschaftliche Publikation 1954, Philadelphia (291 S.)[19]
Horst Meyer-Dressler Beitrag zur wissenschaftlichen Untersuchung der medizinischen Behauptungen der Astrologie Freie Universität Berlin Doktorarbeit Medizin 1954
Otto Neugebauer Greek Horoscopes Professor für Mathematikgeschichte, Brown University (Providence/USA) Wissenschaftliches Grundlagenwerk 1959, Philadelphia (232 S.)[20]
Manfred Ullmann Die Natur- und Geheimwissenschaften im Islam. Handbuch der Orientalistik. Erste Abteilung: Der Nahe und der Mittlere Osten. Ergänzungsband VI, 2. Abschnitt Professor für Arabistik, Universität Tübingen Wissenschaftliche Publikation, Kapitel über Arabische Astrologie 1972, Leiden (NL)[21]
Peter Niehenke Validitätsüberprüfung grundlegender astrologischer Konzepte. Entwicklung eines Forschungsfragebogens. Universität Freiburg Diplomarbeit Psychologie 1980
Angelika Geiger Wallensteins Astrologie. Eine kritische Überprüfung der Überlieferung nach dem gegenwärtigen Quellenstand. Universität Bonn Diss. phil. 1982[22]
Wolfgang Hübner Die Eigenschaften der Tierkreiszeichen in der Antike Professor em. für Altphilologie, Universität Münster Habilitationsschrift 1982, Wiesbaden (646 S.)[23]
Wolf-Dieter Müller-Jahnke Astrologisch-magische Theorie und Praxis in der Heilkunde in der frühen Neuzeit Honorarprofessor Pharmaziegeschichte Universität Heidelberg, Habilitation in Pharmarziegeschichte Universität Marburg Wissenschaftliche Arbeit 1985, Wiesbaden (328 S.)[24]
Peter Niehenke Kritische Astrologie. Zur erkenntnistheoretischen und empirisch-psychologischen Prüfung ihres Anspruchs. Universität Bielefeld Dissertation[25]; über 3000 Personen[26][27] 1985, Aurum Verlag, Freiburg[28]
Wolfgang Hübner Die Begriffe 'Astrologie' und 'Astronomie' in der Antike: Wortgeschichte und Wissenschaftssystematik; mit einer Hypothese zum Terminus 'Quadrivium' Professor em. für Altphilologie, Universität Münster Wissenschaftliche Abhandlung 1990, Wiesbaden und Stuttgart (82 S.)[29]
Ute Reichel Astrologie, Sortilegium, Traumdeutung: Formen von Weissagung im Mittelalter Universität Bochum Dissertation 1991, Bochum (354 S. )[30]
Patrice Guinard Astrologie: Le Manifeste[31] Paris, Sorbonne Geisteswissenschaftliche (historisch-soziologisch-erkenntnistheoretische) Dissertation 1993[32]
Edward Grant Planets, Stars, and Orbs: the Medieval Cosmos Professor für Mittelalterliche und Wissenschaftsgeschichte, Indiana University Bloomington Wissenschaftliche Veröffentlichung 1994, Cambridge (842 S.)[33]
Ulla Koch-Westenholz Mesopotamian Astrology. An Introduction to Babylonian and Assyrian Celestial Divination Assyrologin (Dr.), Universität Kopenhagen Wissenschaftliche Publikation 1995, Kopenhagen (223 S.)[34]
Gunter Sachs Die Akte Astrologie. Wissenschaftlicher Nachweis eines Zusammenhangs zwischen den Sternzeichen und dem menschlichen Verhalten. Universität München u.a. Statistische Untersuchung von zwanzig Millionen Daten 1995[35]
Suitbert Ertel, Kenneth Irving The Tenacious Mars Effect Georg-August-Universität Göttingen Zahlreiche statistische Untersuchungen 1996[36]
Eugenio Garin Astrologie in der Renaissance Professor für Philosophiegeschichte, Universität Florenz Druckfassung einer Vorlesungsreihe 1997, Frankfurt/M (190 S.)[37]
David Pingree From astral omens to astrology: From Babylon to Bikaner Professor für Orientalistik, Mathematik- und Wissenschaftsgeschichte, Brown University (USA) Wissenschaftliche Publikation 1997, Roma (125 S.)[38]
Francesca Rochberg Babylonian Horoscopes Professorin für Assyrologie, Universität Berkley, Ca/USA Wissenschaftliche Publikation zu den babylonischen Keilschrift-Täfelchen mit den astrologischen Geburtskonstellationen 1998, Philadelphia, USA (164 S.)[39]
Hermann Hunger Astral Sciences in Mesopotamia (Handbuch der Orientalistik, Abt. 1: Der Nahe und Mittlere Osten; 44) Professor für Assyrologie, Universität Wien Wissenschaftliche Publikation 1999, Leiden (321 S.)[40]
Dieter Blume Regenten des Himmels. Astrologische Bilder im Mittelalter und Renaissance Professor mittelalterliche Kunstgeschichte, Universität Jena Wissenschaftliche Publikation 2000, Berlin (272 S.)[41]
Siegfried Schiemenz PGM = Planetenstellungen und der Geist des Menschen – Der reale Hintergrund der Astrologie Lehrbeauftragter und akademischer Direktor Statistische Untersuchung heliozentrischer Konstellationen
2003, Wien (148 Seiten,) BoD Norderstedt, 2003[42]
Ulrike Voltmer Lebenslauf und astrologische Konstellationen: Eine empirische Studie zur Prüfung behaupteter Zusammenhänge. Universität des Saarlandes Diplomarbeit Psychologie; statistische Untersuchung von Langsamläufer-Transiten[43] 2003,
Sandhausen (240 Seiten)[44]
Claudia Brosseder Im Bann der Sterne: Caspar Peucer, Philipp Melanchthon und andere Wittenberger Astrologen Universität München Dissertation 2004, Berlin (430 S.)[45]
Katrin Frommhold Bedeutung und Berechnung der Empfängnis in der Astrologie der Antike Universität Münster Dissertation 2004, Münster (296 S.)[46]
Günther Oestmann Heinrich Rantzau und die Astrologie Professor für Wissenschaftsgeschichte, Technische Universität Berlin Habilitationsschrift 2004, Braunschweig (318 S.)[47]
Francesca Rochberg Heavenly Writing: divination, horoscopy and astronomy in mesopotamian writing s.o. Wissenschaftliche Publikation zur mesopotamischen Astronomie/Astrologie 2004, New York (331 S.)[48]
Susanne Denningmann Die astrologische Lehre der Doryphorie. Eine soziomorphe Metapher in der antiken Planetenastrologie Universität Münster Dissertation 2005, Leipzig (561 S.)[49]
Doris Vyvadil Die Aussagekraft astrologischer Konstellationen in Bezug auf kognitive Fähigkeiten. Universität Wien Diplomarbeit 2005, Wien (279 Seiten)
Gerd Mentgen Astrologie und Öffentlichkeit im Mittelalter Universität Trier Habilitationsschrift 2005, Stuttgart (358 S.)[50]
Markus Mueller Beherrschte Zeit. Lebensorientierung und Zukunftsgestaltung durch Kalenderprognostk zwischen Antike und Neuzeit. Universität Göttingen Dissertation 2006[51] (244 Seiten)[52]
Helmut Groschwitz Mondzeiten. Zur Genese und Praxis moderner Mondkalender Universität Regenburg Dissertation (Fach Volkskunde) 2008, Münster (356 S.)[53]
Rüdiger Plantiko (Roland Meier) Lassen sich Künstlerplaneten statistisch nachweisen? Zeitschrift für Anomalistik Statistische Nachrechnung 2009 (2007)
Siegfried Schiemenz Und es steht doch in den Sternen! – Eine wissenschaftliche Untersuchung s.o. Heliozentrische Untersuchung 2011, Norderstedt[54]
Harald Hoffmann Statistische Untersuchungen astrologischer Einflussfaktoren auf Paartrennungen und Berufswahl ehemals Professor für Konstruktion u. Programmierung, Fachhochschule Koblenz Geozentrische Aspekte in: Stiehle & Voltmer, 2011
Stefan M. Maul Die Wahrsagekunst im Alten Orient Professor für Assyrologie Uni Heidelberg Wissenschaftliches Sachbuch, u.a. zur Omen-Astrologie 2013, München (423 S.)[55]
Harald Hoffmann Astrologie der Paarbeziehungen - Neue Erkenntnisse zu Scheidungen, Trennungen und zu Trennungswahrscheinlichkeiten s.o. Statistische Untersuchungen Aspekte 2013, Norderstedt (280 S.) [56][57]
Team Gunter Sachs "Mein astrologisches Vermächtnis": Paar-Kompatibilitäten, Berufsqualifikationen, Astromedizinisches, Ereignisdaten, u.a.[58] Wissenschaftler und Statistiker Statistische Untersuchungen an mehreren Millionen Daten 2014; München[59]
Stephan Heilen 'Hadriani genitura' - die astrologischen Fragmente des Antigonos von Nikaia. Universität Münster Überarbeitete Fassung der Habilitationsschrift 2015, Berlin (1450 Seiten)[60]
Andreas Lerch Scientia astrologieae. Der Diskurs über die Wissenschaftlichkeit der Astrologie und die lateinischen Lehrbücher 1470 - 1610 Universität Köln Leicht veränderte Druckfassung der Dissertation 2015, Leipzig (321 S.)[61]
Christoph Mende Aspekte der Ethik in der Astrologischen Beratung, Möglichkeiten und Grenzen des Unbegrenzten.[62] Universität Klagenfurt, Fakultät Kulturwissenschaften Dissertation: Interviews mit fünf österreichischen Astrologen 2016; Bruck an der Mur
Gustav-Adolf Schoener Astrologie in der Europäischen Religionsgeschichte. Kontinuität und Diskontinuität.[63] Universität Hannover Religionswissenschaftliche Untersuchung; Habilitation 2016; Frankfurt (257 S.)[64]

Mit der Entwicklung der Quantenphysik bieten sich, so der Religionswissenschaftler Kocku von Stuckrad, aufregende Perspektiven in Richtung eines möglichen physikalischen Hintergrundes des für die moderne Astrologie bzw. Psychologische Astrologie so bedeutsamen Synchronizitäts-Prinzip der Jungschen Psychologie. Zumindest auf subatomarer Ebene sind gleichzeitige, identische 'Ereignisse' an getrennten 'Orten' möglich, die akausal über eine Art globales Muster verbunden sind, womit zusätzlich auch eine Nähe zum esoterischen bzw. esoterisch-astrologischen Prinzip 'Wie oben, so unten' hergestellt werden kann.[65]

Es gibt aber auch Astrologen, die eine ganz andere Richtung vertreten: Sie legen gar keinen Wert auf eine Etablierung der Astrologie als wie auch immer geartete Wissenschaft. So beispielsweise der Astrologe Ernst Ott: "Horoskopdeutung ist keine exakte Wissenschaft. Sie ist Kunst, Symbolsprache, kreative Methode. Astrologie beschreibt niemals, was ist und was sich ereignet, sondern vielmehr die innere Bedeutung der Ereignisse."

Natur- vs. Geisteswissenschaft

Die Astrologie ist ein etwas eigenartiges Zwischenwesen aus Natur- und Geisteswissenschaft. Einerseits basiert sie auf exakt berechenbaren und damit zeitlich genau vorhersagbaren, naturwissenschaftlich-astronomischen Gegebenheiten als Grundlage ihrer Deutung (sog. "Objektives") - andererseits leitet sie daraus begründete, plausible, aber "subjektive" Ereignisse und Phänomene geisteswissenschaftlich ab. Dieses "Subjektive" kann sie allerdings nicht durch "objektive" Methoden wie exakt wiederhol- und vorhersagbare Messungen und Experimente dingfest machen. So sind bisher viele Versuche, die Aussagen der Astrologie mit den Werkzeugen der Naturwissenschaft (statistisch) zu beweisen (z.B. Niehenke, 1987), gescheitert.[66] Erfolgreich waren bisher fast nur die Untersuchungen von Michel Gauquelin (zum "Mars-Effekt", etc., s.o. Abb.) und die Testreihen Maria Thuns (s.u.) - die beide allerdings mit der heute praktizierten Astrologie nur sehr bedingt zu tun haben.

Die Bereiche, worauf sich einerseits die Natur- und andererseits die Geisteswissenschaften beziehen, sind unterschiedlich: Naturwissenschaftliche Methoden erstrecken sich auf die äußere, materielle Realität, soweit sie mess- und berechenbar ist. Ihre Grundlage ist die Kausalität, die Vorgänge quasi mechanisch und durch die Materie an sich begründet, die aber nicht in der Lage ist, Fragen nach dem Sinn zu beantworten. Die Geisteswissenschaften dagegen beschäftigen sich mit dem Sein, mit dem Bewusstsein, dem Denken, dem Geist, mit Fragen von Sinn und Bedeutung, sowie mit der Psyche des Menschen. Die von ihnen erforschten Gegenstände sind der Naturwissenschaft nicht zugänglich, enthalten jedoch unsere menschliche, erlebte Wirklichkeit, die ihrerseits stark von der jeweiligen Kultur und Gesellschaft abhängig bzw. geprägt ist.

Die Effekte einer Horoskopaufstellung statistisch zu überprüfen dürfte schwierig sein.

Die Astrologie befindet sich dabei, wie der Mensch, womöglich unter anderem an der Schnittstelle von materiell sichtbarer Welt und immaterieller, vielleicht 'geistiger' Welt. An einer ähnlichen Schnittstelle befindet sich außerdem die moderne Quantenphysik, die an die Grenzen der herkömmlichen Beweisbarkeit durch Messung und exakte Berechnung stößt und mit Statistik nur mehr Wahrscheinlichkeiten vorhersagen kann[67]. An dieser Schnittstelle geht es weniger um Kausalität als vielmehr um Synchronizität.

Christoph Schubert-Weller[68] sieht die Astrologie dagegen eindeutig als eine Geisteswissenschaft, in der nur Einzelfalluntersuchungen sinnvoll bzw. zieldienlich sind, um - hermeneutisch - jeweils das Ganze zu verstehen bzw. - phänomenologisch - das Wesentliche herauszuschälen, und sich nicht immer in den widersprüchlichen naturwissenschaftlichen Details aufzureiben und zu verlieren. Volker Schendel plädiert ebenfalls für die Astrologie als eine Geisteswissenschaft.[69]

Astrologie/Astronomie in ihrer Rolle als über lange Zeit wichtiger Bestandteil menschlicher Kultur und Gesellschaft wie Kosmologien ist inzwischen Gegenstand historischer und kulturwissenschaftlicher Forschung und Lehre geworden. In diesem Kontext wird Cultural Astronomy and Astrology an der University of Wales gelehrt.

Weblinks

Literatur

  • Lynn Thorndike: The True Place of Astrology in the History of Science. in: Isis 46/ 3, 1955.
  • Wolfgang Krohn: Abrakadabra. Die dunkle Abstammung der modernen Wissenschaft. In: Kursbuch 86, Berlin 1986, S. 65-81.
  • Hans Jürgen Eysenck: Astrologie - Wissenschaft oder Aberglaube? (mit David Nias) 334 Seiten. dtv 1984; 1988; Paul List Verlag, München 1987 ISBN 3471774173
  • Claude Weiss: Astrologie - eine Wissenschaft von Raum und Zeit, 197 Seiten. Edition Astrodata, Wettswil 1987 ISBN 3907029038
  • Gerald Eberlein (Hrg.): Schulwissenschaft - Parawissenschaft - Pseudowissenschaft. Edition Universitas, Stuttgart 1991
  • Richard Vetter: Astrologie und Wissenschaft, in: Meridian, Freiburg 1992/ 93
  • Reinhardt Stiehle & Ulrike Voltmer (Hrg.): Astrologie und Wissenschaft. Chiron Verlag, Tübingen 2011 ISBN 978-3899971934
  • Christoph Schubert-Weller:Philosophische Fragen der Astrologie, (Hrg.) Volker Schendel, Books on Demand 2011, 240 Seiten ISBN 978-3842341326
  • Florian Freistetter: Warum Astrologie nicht funktionieren kann. In: Ernst Seidl (Hrg.): Der Himmel. Wunschbild und Weltverständnis. Tübingen 2011, ISBN 978-3-9812736-2-5, S. 239–246.

Quellen und Anmerkungen

Versuchsanordnung einer Radieschen-Aussaat Maria Thuns
  1. Mit den charakteristischen Spitzen in den sog. Gauquelin-Sektoren: kurz nach dem Aufgang von Planeten und kurz nach ihrer Kulmination, d.h. vor allem im 9. und 12. Haus.
  2. Zitiert in: Rudolf Tomaschek: Kosmische Kraftfelder und astrale Einflüsse. Ebertin-Verlag Aalen 1959, Seite 19
  3. in: Die Astrologie der Persönlichkeit, 1970, S. 39
  4. Wolfgang Hübner: Die Begriffe 'Astrologie' und 'Astronomie' in der Antike: Wortgeschichte und Wissenschaftssystematik; mit einer Hypothese zum Terminus 'Quadrivium' . Franz Steiner Verlag, Wiesbaden und Stuttgart 1990. S. 10 -  13.
  5. Barbara Mahlmann-Bauer, Die Bulle 'contra astrologiam iudiciariam' von Sextus V., in: Klaus Bergdolt, Walter Ludwig (Hrsg.), Zukunftsvoraussagen in der Renaissance. Harrasowitz Verlag, Wiesbaden 2005. S. 167f.
  6. Mark Graubard – Astrology and Alchemy: Two Fossile Sciences, New York: Philosophical Library, 1953, Rezension (PDF), auch Lawrence E. Jerome argumentierte, dass historisch gesehen die Astrologie am besten als Protowissenschaft beschrieben werden könne: Die beobachtungsbasierte Methode habe zu der Astronomie als Wissenschaft geführt und allgemein eine nicht zu überschätzende Rolle in historischen und kulturellen Entwicklung gespielt. Dennoch ständen ihre Axiome tief in der Tradition von Mythologie und Aberglaube und sei daher nicht für moderne Wissenschaft anschlussfähig. Lawrence E. Jerome, Astrology and Modern Science: A Critical Analysis, Leonardo, Bd. 6, 1973, S. 121–130.
  7. Lynnn Thorndike: The True Place of Astrology in the History of Science, in: Isis, Bd. 46, Nr. 3, September 1955, S. 273–278
  8. Stephan Heilen: 'Hadriani genitura' - die astrologischen Fragmente des Antigonos von Nikaia. Walter de Gruyter, Berlin 2015. S. 15 f.
  9. 9,0 9,1 Annelies van Gijsen: Astrology I: Introduction. In: Dictionary of Gnosis and Western Esotericism, Hrsg. Wouter J. Hanegraaff, Leiden 2006, S. 109 f.
  10. Wikipedia: Astrology and science
  11. Siehe exemplarisch den Scienceblog von Florian Freistetter.
  12. Ulla Koch-Westenholz: Mesopotamian astrology. Museum Tusculanum Press, Copenhagen 1995. S. 13.
  13. Wolfgang Hübner: Die Begriffe 'Astrologie' und 'Astronomie' in der Antike: Wortgeschichte und Wissenschaftssystematik; mit einer Hypothese zum Terminus 'Quadrivium' . Franz Steiner Verlag, Wiesbaden und Stuttgart 1990. S. 10 -  13.
  14. Stephan Heilen: 'Hadriani genitura' - die astrologischen Fragmente des Antigonos von Nikaia. Walter de Gruyter, Berlin 2015. S. 15 f.
  15. Englisches Wikipedia: Frances Yates
  16. Florian Freistetter: Newton - Wie ein Arschloch das Universum neu erfand. Carl Hanser Verlag, München 2017. S. 137f.
  17. Franz Boll: Studien über Claudius Ptolemaeus : Ein Beitrag zur Geschichte der griechischen Philosophie und Astrologie. Bes. Abdruck aus dem 21. Suppl. Bande der Jahrbücher für class. Philologie. Teubner Verlag, Leipzig 1894.
  18. Franz Boll: Sphaera: neue griechische Texte und Untersuchungen zur Geschichte der Sternbilder. B.G. Teubner, Leipzig 1903.
  19. Fredrick Henry Cramer: Astrology in Roman Law and Politics. American Philosophical Society, Philadelphia 1954.
  20. Otto Neugebauer; Henry-Bartlett van Hoesen: Greek Horoscopes. American Philosophical Society, Philadelphia 1959.
  21. Manfred Ullmann: Die Natur- und Geheimwissenschaften im Islam. Handbuch der Orientalistik. Erste Abteilung: Der Nahe und der Mittlere Osten. Ergänzungsband VI, 2. Abschnitt. Brill Verlag, Leiden 1972.
  22. Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz (543 S.), 1983
  23. Wolfgang Hübner: Die Eigenschaften der Tierkreiszeichen in der Antike. Sudhoffs Archiv, Beiheft 22. Franz Steiner Verlag,Wiesbaden 1982.
  24. Wolf-Dieter Müller-Jahnke: Astrologisch-magische Theorie und Praxis in der Heilkunde in der frühen Neuzeit. (Sudhoffs Archiv, Beiheft 25) Franz Steiner Verlag, Stuttgart 1985.
  25. Die bisher einzige deutschsprachige Promotion über die Astrologie.
  26. "Um zu überprüfen, ob astrologische Weissagungen über den Charakter eines Menschen mit dessen Selbstbeurtellung nach einem psychologisch konstruierten (425 Fragen enthaltenden) Fragebogen übereinstimmten."
  27. Niehenke äußert darin die Überzeugung (S. 101): "Das "experimentum crucis", mit dessen Hilfe die Astrologie bewiesen oder widerlegt werden könnte, gibt es nicht!"
  28. ISBN 359108252X
  29. Wolfgang Hübner: Die Begriffe 'Astrologie' und 'Astronomie' in der Antike: Wortgeschichte und Wissenschaftssystematik; mit einer Hypothese zum Terminus 'Quadrivium' . Franz Steiner Verlag, Wiesbaden und Stuttgart 1990.
  30. Ute Reichel: Astrologie, Sortilegium, Traumdeutung: Formen von Weissagung im Mittelalter. Brockmeyer, Bochum 1991.
  31. Fassung 2001
  32. Teil I der erweiterten englischen Version 1996-99
  33. Edward Grant: Planets, Stars, and Orbs: the Medieval Cosmos. Cambridge University Press, Cambridge 1994.
  34. Ulla Koch-Westenholz: Mesopotamian Astrology. An Introduction to Babylonian and Assyrian Celestial Divination. Museum Tusculanum Press, Copenhagen 1995.
  35. Goldmann, München 1997; 1998; 1999 ISBN 3442307465
  36. Untersucht Gauquelins Ergebnisse näher. Publikation: London, Urania Trust, 1996. ca. 180 Seiten; ISBN 1 871 989 15 9. Inhalt siehe www.planetos.info.
  37. Eugenio Garin: Astrologie in der Renaissance. Campus Verlag, Frankfurt/M 1997.
  38. David Pingree: From astral omens to astrology: From Babylon to Bikaner. Istituto italiano per l'Africa et l'Oriente, Roma 1997
  39. Francesca Rochberg: Babylonian Horoscopes. American Philosophical Society, Philadelphia 1998. S. 45, S. 51ff.
  40. Hermann Hunger, David Pingree: Astral Sciences in Mesopotamia (Handbuch der Orientalistik, Abt. 1: Der Nahe und Mittlere Osten; 44). Brill, Leiden 1999.
  41. Dieter Blume: Regenten des Himmels. Astrologische Bilder im Mittelalter und Renaissance. Akademie Verlag, Berlin 2000
  42. ISBN 3-8330-0432-0; Englisch, 2005: ISBN 3-8334-4335-9
  43. Dabei kamen einige hochsignifikante Ergebnisse heraus. Es zeigte sich, dass insbesondere Uranus-Transite überzufällig häufig mit den berichteten einschneidenden Veränderungen im Lebenslauf korrelierten.
  44. ISBN 978-3937361000; Download als PDF
  45. Claudia Brosseder: Im Bann der Sterne: Caspar Peucer, Philipp Melanchthon und andere Wittenberger Astrologen. Akademie Verlag, Berlin 2004.
  46. Katrin Frommhold: Bedeutung und Berechnung der Empfängnis in der Astrologie der Antike. Aschendorff Verlag, Münster 2004
  47. Günther Oestmann: Heinrich Rantzau und die Astrologie. Braunschweigisches Landesmuseum, Braunschweig 2004.
  48. Francesca Rochberg: Heavenly Writing. Cambridge University Press, New York 2004. teilweise online (Google Books)
  49. Susanne Denningmann: Die astrologische Lehre der Doryphorie. Eine soziomorphe Metapher in der antiken Planetenastrologie. K.G. Saur Verlag, München 2005
  50. Gerd Mentgen: Astrologie und Öffentlichkeit im Mittelalter. Anton Hiersemann, Stuttgart 2005.
  51. Als Buch: Kassel, 2009 ISBN 978-3-89958-296-3
  52. Als PDF online
  53. Helmut Groschwitz: Mondzeiten. Zur Genese und Praxis moderner Mondkalender. Waxmann Verlag, Münster 2008.
  54. Druckausgabe
  55. Stefan M. Maul: Die Wahrsagekunst im Alten Orient. C. H. Beck, München 2013.
  56. BoD, ISBN 978-3-7322-8869-4 als gedrucktes Buch
  57. Siehe auch Näheres.
  58. Details siehe hier
  59. Mein astrologisches Vermächtnis – Das Geheimnis von Liebe, Glück und Tod, Scorpio Verlag 2014
  60. Stephan Heilen: 'Hadriani genitura' - die astrologischen Fragmente des Antigonos von Nikaia. Walter de Gruyter, Berlin 2015.
  61. Andreas Lerch: Scientia astrologiae. Der Diskurs über die Wissenschaftlichkeit der Astrologie und die lateinischen Lehrbücher 1470 - 1610. Akademische Verlagsanstalt, Leipzig 2015.
  62. PDF online 354 Seiten
  63. Rezension von Helen Fritsch
  64. Verlag Lang, Peter (Tübinger Beiträge zur Religionswissenschaft), ISBN-10: 3631674910 ISBN-13: 978-3631674918 Leseprobe
  65. Kocku von Stuckrad: Geschichte der Astrologie: Von den Anfängen bis zur Gegenwart. C. H. Beck München 2003; 2007. S. 341ff.
  66. Siehe beispielsweise Wunder & Schardtmüller, 2002: Moduliert der Mond die perioperative Blutungsgefahr und andere Komplikationsrisiken im Umfeld von chirurgischen Eingriffen?]
  67. Allerdings sehr hohe oder höchste Wahrscheinlichkeiten
  68. Kasuistik in der Astrologie, in: Stiehle & Voltmer, S. 72ff.
  69. Kasuistik in der Astrologie, in: Stiehle & Voltmer, S. 34ff