Wilhelm Mrsic

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Wilhelm Mrsic
Wilhelm Mrsic: Geburtshoroskop

Der deutsche Astrologe Dr. Wilhelm Mrsic (nach dem Zweiten Weltkrieg manchmal Schreibung "Mrsich") wurde am 26. Oktober 1896 um 11:00 Uhr in München geboren[1].

Biographie

Mrsic[2] nahm als Offizier am Ersten Weltkrieg teil und studierte anschließend Zoologie. Er war viele Jahre Assistent, später Privatdozent an der Universität Zagreb. Sein zweiter Wohnsitz war München, wo er in Schwabing ein Haus besaß, das im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1950 wieder aufgebaut wurde.

Astrologie

Schon früh war Mrsic Mitglied des "Münchner Forschungskreises", und arbeitete mit Otto Pöllner und Alfred Max Grimm zusammen. Unter seiner Leitung fanden die Deutschen Astrologenkongresse von 1924 bis 1929 jeweils in Berlin, Wien, Hamburg, Magdeburg, Kassel und Nürnberg statt. Er war als Leiter der Astrologischen Zentralstelle der Vorgänger von Hubert Korsch. In den 1920er und 1930er Jahren schrieb er in den Astrologie-Zeitschriften "Die Astrologie" und Zenit, unter anderem zum damals neu entdeckten Planeten Pluto. Dabei stellte er als Symbol für Pluto vor: "... ein in einem Halbkreis eingeschlossener Kreis."[3]

Er war ein entschiedener Vertreter des Determinismus:
Wohl selten wird man finden, daß ein freier und unabhängiger Forscher auf dem Gebiete der Astrologie nicht Fatalist wäre, wenigstens was das materielle Schicksal anlangt. Wie wäre es auch anders möglich! Welches Horoskop wir auch immer betrachten, mit erbarmungsloser Gewißheit offenbart es uns immer wieder das unabänderliche Sein."[4]. Dennoch fasste er die Astrologie nicht als Erfahrungswissenschaft auf, sondern sah in ihr eine ganzheitliche "Kunst der Deutung"[5], wie dies heutzutage vor allem in der psychologischen Astrologie vertreten wird. Später wandte er sich immer mehr esoterischen Gebieten zu, nach dem Zweiten Weltkrieg trat er als Astrologe nicht mehr in Erscheinung.

Werke (Auswahl Astrologie und Theosophie)

  • Astrologie als Weltanschauung und die Widerlegung ihrer Gegner. Vortrag gehalten auf dem III. Astrologenkongreß.. 46 Seiten. Leipzig, Theosophisches Verlagshaus 1925
    Reihe: Veröffentlichungen über Wissenschaft und Weltanschauung der Astrologie, Bd. I.
  • Die Himmelsleiter - Der geheime Aufstieg zur Chymischen Hochzeit. 358 Seiten. Gelnhausen Lebensweiser-Verlag 1961; Schwab Verlag Argenbühl 1984 ISBN 3796400655
  • Mächte. Vierzehn Gleichnisse vom Sinn und Widersinn der Welt. 190 Seiten. Delphin-Verlag München 1931

Artikel

  • Fatum und Willensfreiheit, in: „Astrologische Blätter", 7. Jhg., Heft 1, April 1925
  • Der neue Planet und die Geschichte der Planetenentdeckung. In: Zenit - Zentralblatt für Astrologische Forschung. 1. Jahrgang, Juni 1930, Heft 6, Düsseldorf, S. 180
  • Die Natur der Häuser. In: Zenit - Zentralblatt für Astrologische Forschung. 2. Jahrgang, Dezember 1930, Heft 12, Düsseldorf, S. 415
  • Sonnenflecken und Planeten. In: "Die Astrologie" Jahrgang XIII, 1931/ 32
  • Symbol für den Planeten Pluto. in: Zenit - Zentralblatt für astrologische Forschung, 2. Jahrgang, Mai 1931, Heft 5, S. 10, 202
  • Fragehoroskop, Stundenhoroskop und die Lehre von der Wahl. In: Die Astrologie, Jahrgang XIV 1932/ 33
  • Die Astrologie. Astrologischer Auskunftsbogen 131, Mai 1962. Baumgartner-Verlag Warpke-Billerbeck
  • Eineiige Zwillinge. AKB 132, Juni 1962
  • Die Zeitlosigkeit. AKB 134, August 1962
  • Anwendungsgebiete der Astrologie. AKB 148, Oktober 1963

Quellen

  1. Quelle Geburtsdatum: Archiv Heinz Specht, via Datenbank des DAV. Der Astrologische Auskunftsbogen 132, Juni 1962, gibt die Zeit von 11:32 Uhr an.
  2. Biographische und einige fachliche Informationen aus: „Astrologische Monatshefte" 1/ 2, 1957, Fachzeitschrift für theoretische und angewandte Astrologie; anlässlich seines 60. Geburtstages.
  3. Der neue Planet und die Geschichte der Planetenentdeckung, 1930.
  4. Mrsic, Wilhelm: Fatum und Willensfreiheit, S. 8
  5. Hans Taeger: 150 German Astrologers