Parallele: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Astrodienst Astrowiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 12: Zeile 12:


Wie hoch und  wichtig damalige Astrologen die Parallelen einschätzten, verdeutlicht folgende Stellungnahme eines Astrologie-Lehrbruches aus dem Jahre 1922, das internationale Anerkennung genoß:
Wie hoch und  wichtig damalige Astrologen die Parallelen einschätzten, verdeutlicht folgende Stellungnahme eines Astrologie-Lehrbruches aus dem Jahre 1922, das internationale Anerkennung genoß:
''"Es ist ebenso notwendig die Parallele, im Radix-Horoskop, und bei Progression zu verfolgen, als auch die andern Aspekte. Durch ungenügende Kenntnis des richtige Grades des M.C. und Asz. ist man oft gezwungen, die [[Mundanaspekt#Mundane_Parallele|mundane Parallele]] zu vernachlässigen, wenn wir nun noch ausserdem die zodiakalen Parallele (Anmerk.: gemeint ist der Deklinationsaspekt]] verwahrlosen, dann leiste wir halbe Arbeit. Wenn man also von den sogenannten verkürzten-Ephemeriden Gebrauch macht, in denen die Deklinationen nicht angegangen sind, so muss man für korrekte Arbeit,  die Deklinationen der Planeten und der Häuser-Spitzen in Raphaels Ephemeride von dem Jahre, in dem man geboren ist, aufsuchen."''<ref name="lib">'''C. Aq. Libra''': ''Astrologie - ihre Technik und Ethik'', Amersfoort (Holland)1922, S. 164</ref>
''"Es ist ebenso notwendig die Parallele, im Radix-Horoskop, und bei Progression zu verfolgen, als auch die andern Aspekte. Durch ungenügende Kenntnis des richtige Grades des M.C. und Asz. ist man oft gezwungen, die [[Mundanaspekt#Mundane_Parallele|mundane Parallele]] zu vernachlässigen, wenn wir nun noch ausserdem die zodiakalen Parallele (Anmerk.: gemeint ist der Deklinationsaspekt) verwahrlosen, dann leiste wir halbe Arbeit. Wenn man also von den sogenannten verkürzten-Ephemeriden Gebrauch macht, in denen die Deklinationen nicht angegangen sind, so muss man für korrekte Arbeit,  die Deklinationen der Planeten und der Häuser-Spitzen in Raphaels Ephemeride von dem Jahre, in dem man geboren ist, aufsuchen."''<ref name="lib">'''C. Aq. Libra''': ''Astrologie - ihre Technik und Ethik'', Amersfoort (Holland)1922, S. 164</ref>
Besonders in Deutschland und auch in den USA sind Ephemeriden ohne Deklinationsangaben in Mode gekommen, weshalb die Berücksichtigung  der Deklinatonsaspekte ebenfalls zunehmend aus dem Gebrauch kamen, obwohl sie Bestandteil der "Klassik" waren. Deshalb bemühte sich [[Ebertin, Reinhold|Reinhold Ebertin]] eine Zeitlang in Deutschland eine Deklinations-Ephemeride herauszubringen. Die englische Raphael-Ephemeride ist heute immer noch die vollständigste Ephemeride, die erhältlich ist.
Besonders in Deutschland und auch in den USA sind Ephemeriden ohne Deklinationsangaben in Mode gekommen, weshalb die Berücksichtigung  der Deklinatonsaspekte ebenfalls zunehmend aus dem Gebrauch kamen, obwohl sie Bestandteil der "Klassik" waren. Deshalb bemühte sich [[Ebertin, Reinhold|Reinhold Ebertin]] eine Zeitlang in Deutschland eine Deklinations-Ephemeride herauszubringen. Die englische Raphael-Ephemeride ist heute immer noch die vollständigste Ephemeride, die erhältlich ist.


Die Berechnung der namensähnlichen sogenannten ''mundanen Parallele'' folgt einem anderen Prinzip und ist unter [[Mundanaspekt]] beschrieben.  
Die Berechnung der namensähnlichen sogenannten ''mundanen Parallele'' folgt einem anderen Prinzip und ist unter [[Mundanaspekt]] beschrieben.
 


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==
<references />
<references />
[[en:Parallel]]
[[en:Parallel]]

Version vom 12. Januar 2010, 21:55 Uhr

Als Parallele wird meist die Deklinationsparallele - bezeichnet.

Deklinationsparallele

oder auch Deklinationsaspekt, Parallelschein, Parallelaspekt oder einfach Parallele genannt, ist einer der Hauptaspekte der traditionellen, bzw. klassischen Asrologie und bezieht sich auf die Deklinationwerte zweier Planeten. Die Deklination definiert sich aus dem senkrechten Winkelabstand eines Planeten vom Himmelsäquator, und zwar sowohl in nördlicher als auch in südlicher Richtung. Claudius Ptolemäus erklärte das Prinzip der Deklinatiosprallele bereits im Tetrabiblos,[1] bezog es jedoch nicht auf die Deklinationen einzelner Planeten, sondern nur auf die Deklinationen der Sonnenbahn im Laufe der Jahreszeichen, die zu den Betrachtungen der Antiszien führte. Der Orbis beträgt nicht mehr als 1° bis maximal 1,3°. Die symbolische Schreibweise ist entweder mit ||, // oder auch in älteren Literatur mit P. angegeben. Die Gegenparallele (1 Planet südlich des Himmelsäquators, der andere nördlich) wird so geschrieben, bzw. symbolisiert: #

Geschichte

Die Berücksichtigung der Deklinationsaspekte der einzelnen Planeten ist ab dem 15. Jahrhundert nachgewiesen. Wilhelm Knappich::"Äquatoraspekte wurden erst von Regiomontanus und Maginus eingeführt und sind Winkelabstände zweier Planeten, gemessen in Rektaszension und Deklination. In der modernen Astrologie sind von diesen Äquatoraspekten nur die sogenannten Deklinationsparallelen noch im Gebrauch, das sind gleich weite Abstände zweier Planeten von der Äquatorebene, bei gleichnamiger oder ungleichnamiger Deklination".[2]

"..; in der alten Tradition als stark wirkend angesehen, in der neuen Astrologie aber meist vernachlässigt. Der Parallelaspekt ist von den Antiszien zu unterscheiden."[3]

Bedeutung

Eine Bedeutung gleich der zodiakalen Konjunktion wird dem Deklinationsaspekt besonders in der englischen Astrologie beigemessen sowie von bedeutenden Astrologen: Alan Leo, Max Heindel, Frank Glahn, Karl Brandler-Pracht, Johannes Vehlow, Erich Carl Kühr, Reinhold Ebertin, Oscar Schmitz, C.Aq. Libra und vielen anderen.[4]

Wie hoch und wichtig damalige Astrologen die Parallelen einschätzten, verdeutlicht folgende Stellungnahme eines Astrologie-Lehrbruches aus dem Jahre 1922, das internationale Anerkennung genoß: "Es ist ebenso notwendig die Parallele, im Radix-Horoskop, und bei Progression zu verfolgen, als auch die andern Aspekte. Durch ungenügende Kenntnis des richtige Grades des M.C. und Asz. ist man oft gezwungen, die mundane Parallele zu vernachlässigen, wenn wir nun noch ausserdem die zodiakalen Parallele (Anmerk.: gemeint ist der Deklinationsaspekt) verwahrlosen, dann leiste wir halbe Arbeit. Wenn man also von den sogenannten verkürzten-Ephemeriden Gebrauch macht, in denen die Deklinationen nicht angegangen sind, so muss man für korrekte Arbeit, die Deklinationen der Planeten und der Häuser-Spitzen in Raphaels Ephemeride von dem Jahre, in dem man geboren ist, aufsuchen."[5] Besonders in Deutschland und auch in den USA sind Ephemeriden ohne Deklinationsangaben in Mode gekommen, weshalb die Berücksichtigung der Deklinatonsaspekte ebenfalls zunehmend aus dem Gebrauch kamen, obwohl sie Bestandteil der "Klassik" waren. Deshalb bemühte sich Reinhold Ebertin eine Zeitlang in Deutschland eine Deklinations-Ephemeride herauszubringen. Die englische Raphael-Ephemeride ist heute immer noch die vollständigste Ephemeride, die erhältlich ist.

Die Berechnung der namensähnlichen sogenannten mundanen Parallele folgt einem anderen Prinzip und ist unter Mundanaspekt beschrieben.

Einzelnachweise

  1. Ptolemaeus, Tetrabiblos, Chiron 1995,S. 52
  2. Knappich, Wilhem, Der Mensch im Horoskop. Verlag Moritz Stadler, Villach, 1951, S. 75
  3. Becker, Lexikon der Astrologie, 1988, S.214
  4. Ebertin, Reinhold, Deklinationsprallelen im Geburtsbild, Ebertin-Verlag, Freiburg im Breisgau, 1976, S. 13-18
  5. C. Aq. Libra: Astrologie - ihre Technik und Ethik, Amersfoort (Holland)1922, S. 164