Beziehungshoroskop

für Rita Wilson, geboren am 26. Oktober 1956
und Tom Hanks, geboren am 9. Juli 1956
Text von Liz Greene, Copyright © Astrodienst AG 2016
ETPG 6212.502-26, 27.10.16
INHALTSVERZEICHNIS

I. Einleitung

Die Alchemie der Beziehung

II. Was Sie zueinanderführt

Ein erster Blick * Die ganze Welt ist eine Bühne

Gefühle und Leidenschaften * Des Widerspenstigen Zähmung * Ein Herz und eine Seele * Geschmacksunterschiede

Die mentale Ebene * Ein Fest ohne Ende * Keine ruhige Minute * Motor mit Turbolader * Auf der Achterbahn

Konflikte und Herausforderungen * Gefühle in der Sackgasse * Starke Befestigungen * Verletzliche Gefühle

III. Der Charakter Ihrer Beziehung

Die Beziehung als unabhängiges Wesen * Eine Beziehung mit Visionen * Der Verstand kennt keine Grenzen * Es gibt nie etwas gratis

Die Beziehung und Sie selbst * Ihre emotionale Reaktion * Verdrängtes erforschen * Liebe tut weh * Jemand zum Anlehnen * Sichere vier Wände * Wandlungsprozesse * Ein trüber Spiegel * Ende des Versteckspiels

Die Beziehung und Ihr Partner * Die emotionale Reaktion * Sich wie zu Hause fühlen * Eine Lektion in Selbstgenügsamkeit * Aufflammende Leidenschaft * Kreative Anregungen * Mut zur Grösse * Geist und Seele werden lebendig * Inspirierende Kommunikation * Kommunikationsprobleme lösen

IV. Welche tieferen Dinge die Beziehung in Ihnen berührt

Grundlegende Beziehungsstrukturen bei Ihnen * Die Amazonenkönigin * Zum Erfolg berufen

Grundlegende Beziehungsstrukturen bei Tom * Die Verkörperung des Geistes * Die Herausforderungen der Realität

V. Schlusswort

Anhang

Der Blickwinkel des Beziehungshoroskops * Astrologische Technik * Weiterführende Lektüre

Datenseite

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KAPITEL I. - - - EINLEITUNG

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Die Alchemie der Beziehung

"Das Zusammentreffen von zwei Persönlichkeiten ist wie die Mischung zweier verschiedener chemischer Körper: Tritt eine Verbindung überhaupt ein, sind beide gewandelt."
C. G. Jung

Wenn wir einen Kuchen backen wollen, so beginnen wir damit, die unterschiedlichen, getrennten Zutaten - Mehl, Butter, Eier, Zucker, und Milch - entsprechend zu bemessen. Doch wenn diese auf bestimmte Weise vermischt und bei einer bestimmten Temperatur gebacken werden, so entsteht daraus irgendwie etwas völlig Neues - die chemische Zusammensetzung der Zutaten hat sich unwiderruflich verändert. Der Kuchen riecht anders, schmeckt anders und sieht anders aus als jede einzelne Zutat, die wir ihm anfangs beifügten. Und durch irgendeinen Zauber, den ein Chemiker zwar - vielleicht - erklären kann, den aber, wer immer den Kuchen bäckt, meist selbst nicht versteht, hat sich ein Verwandlungsprozeß vollzogen, der fast einem Wunder gleichkommt. Manche Zutaten ergeben, gekonnt gemischt, eine herrliche Köstlichkeit. Andere führen zu einem recht brauchbaren, aber wenig aufregenden Dessert. Und wieder andere, die im Kochbuch vielleicht sehr vielversprechend klangen, erweisen sich als einer jener mißlungenen Backversuche, die es uns nahelegen, es das nächste Mal vielleicht doch lieber mit einem anderen Rezept zu versuchen. Ein noch größeres Geheimnis ist, daß die Menschen bestimmte Kuchen lieben und andere ziemlich ungenießbar finden - und eigentlich weiß niemand so recht, warum.

Menschliche Beziehungen sind noch um einiges rätselhafter als jegliche Kochkunst. Die Chemie beobachtet die Veränderungen in der Molekularstruktur von Eiweiß und Stärke, doch die Psychologie wird unsere Interaktion mit anderen niemals auf eine rein rationale Beschreibung reduzieren können. Im Innersten jeder Beziehung liegt ein tiefes Geheimnis, denn wir können auch mit unseren weitreichendsten Erklärungsversuchen letztlich nicht ergründen, warum wir mit diesem Menschen zusammen sind und nicht mit jenem. Doch das Prinzip ist eigentlich das gleiche: Man nehme zwei Menschen, hübsch getrennt und verschieden, und gebe sie zusammen in den Mixer einer engen Beziehung. Man füge noch reichlich intellektuellen Austausch und Herausforderungen durch die Zeit und die äußeren Umstände bei, dazu noch einen kräftigen Schuß Ideale und einen Hauch Inspiration, rühre noch einmal kräftig um und schiebe das Ganze in den Ofen - den Ofen sexuellen Verlangens, emotionaler Bedürfnisse und Konflikte -, und mit Hilfe einer ganz unbegreiflichen Alchemie entsteht ein neues Wesen mit einer eigenen Lebenskraft, Intelligenz und Vision, einer eigenen Identität, die unabhängig und ganz verschieden von den beiden Menschen ist, die sie hervorgebracht haben: Ihre Beziehung.

Geheimnisvoller noch ist die Wirkung, die dieses neue Wesen auf den Charakter und die Entwicklung der Beteiligten ausübt. Bestenfalls wächst und erblüht jeder einzelne unter dem verwandelnden Einfluß der Beziehung. Schlimmstenfalls haben beide darunter zu leiden. Die Beziehung kann auch für den einen recht bekömmlich sein, während der andere sie vielleicht, so köstlich er sie auch findet, überhaupt nicht verträgt. Manche Menschen bringen das Beste in uns zum Vorschein und manche das Schlimmste, doch das hat nicht unbedingt etwas damit zu tun, wie unsere Partner mit uns umgehen. Vielleicht haben wir für bestimmte Schwächen bei dem einen Menschen tiefes Mitgefühl, während sie bei einem anderen nur Zorn und Verachtung in uns hervorrufen. Zu bestimmten Talenten und Fähigkeiten finden wir in der einen Beziehung Zugang und können sie ausdrücken, während sie in einer anderen auf geheimnisvolle Weise scheinbar blockiert und behindert sind, selbst wenn der andere nicht aktiv dazu beiträgt. Manchmal kann auch tiefe Liebe zwischen zwei Menschen die allmähliche Auflösung von Vertrauen und Enthusiasmus bei einem oder beiden nicht verhindern. Oft bleiben Menschen, die schon immer nicht so recht zusammenpaßten und unglücklich miteinander waren, ein Leben lang in Beziehungen zusammen, während es sie ein andermal auf unerklärliche Weise wieder auseinandertreibt - auch wenn sie wirklich vieles gemeinsam haben und einander sehr zugeneigt sind und trotz ihrer ernsthaften und nachhaltigen Bemühungen, die Verbindung zu bewahren. Viele Beziehungen haben ihr Scheitern den unabsichtlich destruktiven Handlungen beider Partner zuzuschreiben und könnten sich durch Einsicht und gemeinsame Bemühungen verbessern oder sogar von Grund auf verwandeln. Viele andere Beziehungen erweisen sich trotz solcher Einsicht und solcher Bemühungen als nicht tragfähig, ohne daß man es erklären könnte. In jeder Beziehung gibt es viele Zutaten, bewußte und unbewußte. Und ganz gleich, wie tiefgehend wir uns selbst oder unseren Partner analysieren, manchmal müssen wir auch das Vorhandensein einer größeren oder höheren Intelligenz akzeptieren, die in unseren Beziehungsmustern wirksam ist. Doch welches Wesen eine Beziehung auch hat und welchen Verlauf sie auch nehmen mag, wenn überhaupt - wie Jung sagt - eine Verbindung eintritt, werden beide Menschen dabei unwiderruflich verwandelt.

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KAPITEL II.

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WAS SIE ZUEINANDERFÜHRT

Unsere Zuneigung zu einem anderen Menschen ist selten etwas so Einfaches, wie wir es zur Zeit jener anfänglichen Faszination vielleicht glauben mögen. Vielleicht bewundern wir das schöne Gesicht eines Menschen, seine ausdrucksvollen Augen oder seine anmutige Art, sich zu bewegen. Vielleicht fühlen wir uns auch von seinem Humor angezogen, von seiner Intelligenz oder von seiner persönlichen Ausstrahlung und Zuversicht. Doch was wir an einem Menschen zunächst erleben, ist nur "die Spitze des Eisbergs", der in Wirklichkeit sehr groß und vielschichtig ist. Sie und Tom sind zwei getrennte Individuen, zwei völlig verschiedene "chemische Körper", und jeder von Ihnen bringt eine abgegrenzte Persönlichkeit in die Alchemie der Beziehung ein mit eigenen, einzigartigen Begabungen, Eigenschaften und Konflikten. Doch was ist das Besondere unserer gegenseitigen Anziehung? Was hat uns zusammengeführt? George Bernard Shaw, der gegen Ende seines Lebens eine sehr zynische Einstellung zu Beziehungen hatte, beschrieb den Zustand des Verliebtseins einmal als den Irrtum zu glauben, irgendein Mensch sei tatsächlich anders als ein anderer. Die meisten von uns würden dem wohl kaum zustimmen, es sei denn, wir wären durch schlechte Erfahrungen zutiefst und vielleicht krankhaft verbittert. Menschen sind letztlich nicht austauschbar, denn sie sind einzigartig - und zwischen Ihnen und Tom entsteht eine einzigartige alchemistische Wechselwirkung. Es mag Bereiche geben, in denen Sie beide, im Hinblick auf Ihr eigentliches Wesen, sich instinktiv gut verstehen und miteinander harmonieren. Dies halten wir gewöhnlich für den Grund, weshalb wir uns zu einer anderen Person hingezogen fühlen - sie scheint das zu verkörpern, was wir am meisten bewundern und brauchen. Doch in Ihrer Beziehung wird es, wie in jeder anderen auch, unweigerlich sowohl gegenseitige Anziehung als auch Reibungen und Gegensätzlichkeiten geben, und um zusammen ein Paar sein zu können, werden Sie und Ihr Partner auch gewisse Kompromisse und Anpassungen akzeptieren müssen. Auf einer tiefer gelegenen Ebene wird es auch Bereiche geben, in denen Sie - jeder beim anderen - äußerst empfindliche, unbewußte Dinge berühren und Emotionen und Reaktionen auslösen, die für Sie beide überraschend sind. Vielleicht sagen Sie dann, Sie hätten davon nichts gewußt. Doch vielleicht wußten Sie es eigentlich, aber der berauschende Anfang hatte Ihr instinktives Wissen überdeckt.

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1. Ein erster Blick

Wir werden zunächst einen ersten Blick auf das werfen, was Sie zueinandergeführt hat. Vielleicht erkennen Sie im ersten Überblick eine bestimmte Anziehung der Temperamente, die Sie möglicherweise schon früher, in anderen Beziehungen erlebt haben. Das liegt daran, daß wir alle instinktiv im anderen suchen, was wir bei uns selbst zu vermissen glauben; wenn die eine Beziehung uns dies nicht geben kann, werden wir in der nächsten weiter danach suchen. Doch letztlich ist Ihre Verbindung mit Ihrem Partner einzigartig, denn Sie, Rita und Tom sind die höchst individuellen Substanzen, deren geheimnisvolle alchemistische Wechselwirkung Sie am Ende beide verändern kann.

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Die ganze Welt ist eine Bühne

Da Sie ein flüchtiges, phantasiebegabtes und romantisches Wesen haben, fühlen Sie sich wahrscheinlich im Einklang mit der wunderbaren Vorstellungsgabe und der emotionalen Tiefe Ihres Partners. Sie würden beide am liebsten in einer Märchenwelt leben, in der Gefühl, Intuition und innere Wirklichkeit mehr zählen als die Forderungen der materiellen Welt; und Sie würden auch beide der "Beleidigung durch ein gewöhnliches Schicksal" (wie es Goethe einst nannte) gegenüber stets die Krise vorziehen und sich eine überlebensgroße Liebe wünschen, die Ihrem Leben Sinn gibt und es abenteuerlich macht. Doch kann sich keiner von Ihnen rühmen, besonders gut mit den Grenzen und Verantwortungen der materiellen Wirklichkeit zurechtzukommen. Vielleicht wünschen Sie beide insgeheim, Ihr Partner würde sich um Ihre praktischen Bedürfnisse kümmern und sich mit all den "langweiligen" und "banalen" Störungen auseinandersetzen, die es im Leben immer wieder gibt, so daß Sie sich weiter Ihrer "wirklich kreativen" Beschäftigung widmen können.

Sie und Tom haben viele gemeinsame Wertvorstellungen, und Ihre gesamte Einstellung paßt ungewöhnlich gut zusammen. Sie können sich auch gegenseitig wunderbare kreative Anregungen geben und dazu beitragen, daß Sie sich sehr viel lebendiger und voller neuer Möglichkeiten fühlen. Doch irgend jemand muß auch den Abwasch machen. Vielleicht spielen Sie manchmal die Praktische und Erdverbundene, weil Sie das Gefühl haben, es würde von Ihnen erwartet; doch dann werden Sie wahrscheinlich äußerst ärgerlich, wenn Ihr Partner Ihre Bemühungen nicht anerkennt oder die Geborgenheit und Stabilität ausbleibt, die Sie von ihm brauchen. Aber Sie selbst sind auch nicht besonders geschickt darin, diese Bedürfnisse Ihres Partners ohne größere innere Konflikte zu befriedigen. So kann es leicht zu regelmäßigem Streit darüber kommen, daß Sie einander einfach als gegeben hinnehmen. Wenn Sie das vermeiden wollen, sollten Sie darauf achten, daß Sie sich selber treu bleiben und daß andere mit der Erledigung der praktischen Dinge betraut werden, mit denen sich eigentlich keiner von Ihnen belasten will.

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2. Gefühle und Leidenschaften

Der Einfluß, den Sie und Tom aufeinander haben, wird in der Erregung Ihrer Emotionen und Begierden am deutlichsten sichtbar. Solch ein gegenseitiges Ansprechen der Gefühle und Leidenschaften ist vielleicht nicht immer angenehm oder harmonisch. Doch auch wenn es hier zu Konflikten kommt, macht dies Ihre gegenseitige Anziehung lebendig, aufregend und kraftvoll.

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Des Widerspenstigen Zähmung

Zwischen Ihnen und Tom gibt es eine sehr starke sexuelle Anziehung, doch ist sie nicht ausschließlich harmonisch. Konflikt und Erregung scheinen Hand in Hand zu gehen, und wahrscheinlich vermischen sich bei Ihnen beiden die archetypischen Themen der Jagd und Eroberung mit dem Vergnügen, sich nach einem Streit wieder zu versöhnen. Sie fühlen sich sehr stark zu der subtilen und feinfühligen Art hingezogen, mit der Ihr Partner an das herangeht, was er will; doch zugleich fühlen Sie sich wahrscheinlich manchmal eingeschüchtert und überrannt und verspüren vielleicht gleichermaßen beträchtlichen Zorn und starkes Verlangen. Andererseits sieht er in Ihnen den Inbegriff all dessen, was er braucht und will, und fühlt sich ganz besonders zu Ihrer beständigen Treue hingezogen. Doch manchmal hat es vielleicht den Anschein, als ob er wünschte, Sie wären jemand ganz anderer, und häufig kommt es auch zu Mißverständnissen zwischen Ihnen beiden. Wenn Sie gerade umworben sein wollen, ist Tom mit etwas anderem beschäftigt; oder er macht Ihnen im richtigen Moment in einer für Sie falschen Weise den Hof, so daß Sie ausweichend werden und ihn schließlich frustrieren. In alledem steckt ein gewisses Maß an erotischem Spiel, das Ihnen beiden sehr viel Spaß machen kann. Aber vielleicht gibt es in manchen dieser Spiele auch einen Zug von Grausamkeit, und Sie könnten echte Wut bei Ihrem Partner erleben, wenn Sie die allzu Spröde spielen. Ebenso können Sie sich völlig abwenden, wenn er Sie zu weit treibt. Vielleicht müssen Sie beide sehr viele aufrichtige Gespräche über Ihre Bedürfnisse und Sehnsüchte führen, um Verletzungen und Mißverständnisse zu vermeiden und das Beste aus dem starken sexuellen Funkenschlag zwischen Ihnen zu machen.

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Ein Herz und eine Seele

Wahrscheinlich finden Sie Ihren Partner gutaussehend, und durch Ihre Warmherzigkeit und Wertschätzung für ihn hat er das Gefühl, attraktiver und begehrenswerter zu sein. Es gibt einen starken körperlichen Magnetismus und eine sexuelle Stimmigkeit zwischen Ihnen beiden, denn in vieler Hinsicht verkörpert Tom Ihr Idealbild von gutem Aussehen, Stil und Geschmack - selbst wenn Sie bisher kein solches Ideal hatten. Wahrscheinlich sprechen Sie sein Realismus, seine Kompetenz und seine zurückhaltende Art sehr stark an und bewirken romantische und auch erotische Gefühle bei Ihnen. Ihr Partner dagegen blüht auf unter Ihrer loyalen und praktischen Art, Ihre Liebe auszudrücken; und beide wissen Sie auf allen Ebenen instinktiv, wie Sie den anderen zufriedenstellen können.

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Geschmacksunterschiede

Sie und Ihr Partner erregen starkes sexuelles Verlangen beim anderen und glauben wahrscheinlich zunächst, Ihre vollkommene romantische Entsprechung gefunden zu haben. Aber es gibt auch einen gewissen Mißklang in Ihrer gegenseitigen Anziehung, der bei Ihnen beiden zu einem tiefen Gefühl der Enttäuschung und Ernüchterung führen kann, wenn Sie nicht dazu bereit sind, hin und wieder Ihrer eigenen Wege zu gehen. Es sind Ihr persönlicher Geschmack und Ihre Wertvorstellungen, die manchmal nicht zusammenpassen und bei Ihnen beiden (in der Regel fälschlicherweise) das Gefühl bewirken, Sie würden nicht geliebt. Vielleicht hat Ihr Partner nicht immer etwas für Ihre praktische und realistische Einstellung zur Liebe übrig, während Sie möglicherweise nur schwer auf das eingehen können, was Sie bei ihm als Unbeteiligtheit und Mangel an deutlichen Bezeugungen erleben. Sie sind vielleicht auch in ästhetischen Fragen unterschiedlicher Meinung, angefangen von Ihrer Kleidung bis hin zu der Farbe, in der das Schlafzimmer gestrichen werden soll. Vielleicht frustriert Sie auch manchmal der Mangel an Verständnis beim anderen für ein Verhalten, durch das Sie sich glücklich und begehrt fühlen; denn Sie haben eine sehr unterschiedliche Art, Ihre Liebe auszudrücken. Doch vielleicht können Sie und Ihr Partner es vermeiden, sich gegenseitig im Namen irgendeines Vollkommenheitsideals verändern zu wollen; dann könnte Ihre Toleranz und Ihre Achtung vor fremden Wertvorstellungen durch den unstimmigen Anteil Ihrer gegenseitigen Anziehung tatsächlich größer werden.

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3. Die mentale Ebene

Sie und Tom haben eine dynamische Wirkung aufeinander. Das liegt jedoch nicht nur daran, daß Ihre Gefühle und Leidenschaften erregt werden; auch Ihr Verstand und Ihr Geist werden angeregt und erweitert. Diese intellektuelle, spirituelle und kreative gegenseitige Anregung kann zwar bereits bestehende Ansichten und Überzeugungen manchmal ernsthaft in Frage stellen und zu Streit und Meinungsverschiedenheiten zwischen Ihnen führen; doch letzten Endes werden Sie sich gegenseitig dabei helfen, ein größeres Verständnis und Vorstellungsvermögen sowie Talente und Fähigkeiten zu entwickeln, die Sie bisher vielleicht ignoriert oder unterschätzt haben.

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Ein Fest ohne Ende

Es ist etwas an der Erfahrung und Beherrschtheit Ihres Partners, wofür Sie ihn wirklich mögen. Er inspiriert Sie zu Toleranz und Großzügigkeit, und so wollen Sie sich ihm von Ihrer besten Seite zeigen. Ihre Gefühle für ihn weisen echten Respekt und Bewunderung auf, und Sie würden bei ihm wahrscheinlich auch ohne romantische Zuneigung instinktiv die Grundlage für eine Freundschaft spüren. Zudem scheint Ihnen Tom ein Gefühl der Hoffnung und des Vertrauens auf Ihre Zukunft und Ihre eigenen Möglichkeiten zu geben, und auch Ihre Wertschätzung für Schönheit und Ordnung wird durch die Gemeinschaft mit ihm erweitert und umgesetzt. Sie beide können auch zusammen lachen, denn Ihr Partner weckt Ihren Sinn für Humor und ist auch selbst ein dankbarer Zuhörer dafür. Welche emotionalen Konflikte sich auch immer zwischen Ihnen ergeben mögen, Ihre kreative Energie und Ihr gemeinsamer Enthusiasmus können Ihnen beiden helfen, Ihren Problemen mit einer positiveren und konstruktiveren Haltung zu begegnen.

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Keine ruhige Minute

Ihr ganz gewöhnliches, alltägliches Selbst bewirkt eine fast elektrisierende Faszination bei Tom - Ihr abenteuerlustiger Geist und Ihr Gefühl für Dramatik sind eine außerordentliche Anregung für Ihren Partner; er wird dadurch aus alten, abgetragenen Gewohnheiten wachgerüttelt, und es eröffnen sich ihm neue Ideen und Möglichkeiten. Sie dagegen haben von Natur aus sympathische und beschützende Gefühle für den gefangenen Geist in ihm und ein Gespür für das ungelebte Potential und das eigentlich größere Freiheitsbedürfnis bei ihm, das er selbst vielleicht noch nicht erkennt. Doch in uns allen gibt es etwas, das sich gegen Veränderungen stemmt. So können die aufregenden neuen Einstellungen und Potentiale, die Sie bei Tom wecken, auch einige Angst bewirken, und vielleicht reagiert er mit gelegentlich abrupten und verletzenden Rückzügen, die für Ihr Gefühl von emotionaler Sicherheit in der Beziehung sehr störend sind.

Wahrscheinlich sind Sie beide anfällig für diese Angst vor bevorstehenden Veränderungen, und besonders Ihr Partner fürchtet sich vielleicht unbewußt vor Chaos und Zerfall in seiner bisher sicheren gesellschaftlichen Welt. Wegen des unberechenbaren emotionalen Klimas zwischen Ihnen kann Ihre gegenseitige Anziehung extreme Schwankungen durchmachen. So kann die Beziehung von Krisen und Trennungen durchzogen sein, die einer oder beide von Ihnen herbeiführen. Doch eines der Dinge, die Sie zueinander geführt haben, ist ein tiefes Bedürfnis bei Ihnen beiden, alte Bindungen und Einstellungen zu durchbrechen und sich zu verändern. Wenn Sie die Angst Ihres Partners verstehen können und ihm genügend Freiraum lassen, können Sie diese herausfordernde und dynamische Erfahrung zu einem für Sie höchst inspirierenden und erweiternden Erlebnis machen.

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Motor mit Turbolader

Sie und Tom haben Gemeinsamkeiten sowohl in Ihren sexuellen Vorlieben als auch in der Art, Ihre Ziele zu verfolgen. Ihre Energien harmonieren mehr miteinander, als daß sie sich zuwiderlaufen würden, und wahrscheinlich wollen Sie beide gleichzeitig ähnliche Dinge und streben sie auf ähnliche Weise an. Das läßt nicht nur Gutes für Ihr körperliches Verhältnis zueinander erwarten, sondern es ermöglicht Ihnen auch, gemeinsame Arbeitsprojekte und kreative Vorhaben mit vereinten Kräften anzugehen. Denn Sie können sehr gut zusammenarbeiten, solange jeder seinen eigenen Zuständigkeitsbereich hat. Die subtile Art, mit der Sie Ihre Ziele verfolgen, ist eine gute Ergänzung zu der Intensität Ihres Partners, so daß Sie gemeinsam sehr viel von dem erreichen können, was Sie sich wünschen - sei es, daß Sie auf Sicherheit und Erfüllung im persönlichen Bereich hinarbeiten oder daß Sie einer eher idealistischen Vision folgen. Der positive Energieaustausch zwischen Ihnen belebt Sie beide nicht nur in sexueller Hinsicht, sondern er aktiviert auch Ihre Willenskraft und Ihren Kampfgeist. Das bedeutet auch, daß Sie wohl manchmal darum streiten werden, wer das Sagen hat. Doch Sie haben auch im Streit noch Verständnis füreinander, und dieses gelegentliche "Dampf ablassen" ändert nichts an der grundlegenden Affinität zwischen Ihnen.

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Auf der Achterbahn

Ein Teil der Anziehung zwischen Ihnen beiden hat mit den elektrisierenden Eigenschaften der Instabilität und des geistigen Erwachens zu tun, die Sie in das Leben Ihres Partners bringen. Obwohl dies manchmal sehr störend für Sie beide sein kann, ist es dennoch ein machtvoller Bestandteil dessen, was Sie zueinander zieht. Etwas an Ihrer wesentlichen Eigenart - Ihre emotionale Vielschichtigkeit und Ihre verborgenen Tiefen - ist aufregend und faszinierend für Tom, denn Sie erschließen Aspekte seines Lebens und seiner Persönlichkeit, mit denen er bisher wahrscheinlich kaum Erfahrungen gemacht hat. Sie dagegen fühlen sich zu einem originellen Geist hingezogen, dessen er sich vielleicht nicht ganz bewußt ist, der Sie aber anlockt wie eine Blume die Biene. Doch Ihrem Partner ist die Anregung dieser unkonventionelleren Seite seines Wesens vielleicht nicht immer recht, und das Gefühl, sich in eine unbekannte Ideen- und Erfahrungswelt zu begeben, kann sehr starke Angstgefühle bei ihm auslösen. Diese Angst ist die natürliche menschliche Reaktion auf Veränderungen, denn sehr wahrscheinlich werden Sie - absichtlich oder unabsichtlich - schließlich zum Auslöser für größere Veränderungen in seinem Denken, seinen Einstellungen und seiner Interaktion mit anderen. Tom muß sich vielleicht seines Hanges zu abrupten und zwanghaften Rückzügen aus Angst bewußt werden.

Das Unberechenbare, das Sie beide erleben, ähnelt sehr einem wechselhaften, elektrisierenden Strom und kann zu Krisen und Trennungen führen; denn Sie sind wie zwei Magneten, die sich manchmal anziehen und manchmal abstoßen. Doch wenn Sie und Ihr Partner erkennen, daß dieses Element in Ihrer beider Leben vielleicht notwendig ist und daß Sie sich dabei helfen können, sich von vielen alten Einstellungen und abgetragenen Gewohnheiten zu befreien, werden Sie beide mit mehr Zuversicht und Selbstvertrauen mit der Herausforderung umgehen können, die Sie füreinander darstellen.

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4. Konflikte und Herausforderungen

Wie diese Analyse zeigt, haben Sie und Tom eine in vieler Hinsicht positive und belebende Wirkung aufeinander; und auch wenn es zu Reibungen kommt, ist dies wahrscheinlich eher anregend als bedrückend für Sie. Doch in jeder Partnerschaft sind auch tiefere Ebenen wirksam, und der unbewußte Austausch zwischen zwei Menschen kann sich sehr von dem unterscheiden, was bewußt wahrgenommen wird. Es ist, als würden Sie beide im Wohnzimmer ein offenes Gespräch führen, während im Keller etwas völlig anderes, sehr viel Beunruhigenderes geschieht - und immer wieder einmal dringen störende Schwefeldämpfe nach oben. Die unbewußten Ängste und Abwehrreaktionen, die Sie beide beim anderen auslösen, können von Zeit zu Zeit an die Oberfläche Ihres gemeinsamen Lebens kommen und schmerzhafte Probleme verursachen, die Sie vielleicht anfangs nicht verstehen. Doch wenn Sie dazu bereit sind, die Motive und Gefühle unterhalb der Schwelle Ihres gewöhnlichen Bewußtseins zu untersuchen, können diese Konflikte bei Ihnen beiden zu sehr viel Einsicht, Mitgefühl und Wachstum beitragen.

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Gefühle in der Sackgasse

Sie scheinen ein natürliches Mitgefühl für die Unbeholfenheit Ihres Partners zu empfinden, wenn er seine emotionale Verletzbarkeit zeigen will, und dadurch entsteht bei Ihnen eine große Bereitschaft, ihn zu beschützen. Sie spüren, daß Tom sich in diesem Bereich scheu und abwehrend verhält, selbst wenn er das nicht erkennt oder zugibt; und Sie versuchen, feinfühlig und taktvoll auf ihn einzugehen, wenn diese "heißen" Themen berührt werden. Ihr Partner dagegen braucht dieses Gefühl von Schutz und Geborgenheit, weil er dadurch eine Art Heilung seiner Verletzungen und Verlusterlebnisse aus frühester Kindheit erfährt. Er mußte darum kämpfen, Stärken zu entwickeln, die Ihnen wiederum Stabilität und Struktur vermitteln und den Fluß Ihrer Vorstellungskraft und Ihre etwas haltlose Einstellung zum Leben abstützen können. Da Ihr Partner aber durch Ihr Eingehen auf ihn zutiefst berührt und bewegt ist, wird dies trotzdem einige alte Angstgefühle aus der Kindheit wachrufen; und die übergroße Verletzlichkeit, die dadurch bei ihm entstehen kann, führt möglicherweise dazu, daß er manchmal mit scheinbarer Kälte, Ablehnung oder schneidender Kritik reagiert. Sie sind höchst empfindlich gegenüber solchen Abwehrmaßnahmen, weil Sie ziemlich abhängig von seiner Unterstützung sind. Vielleicht sollten Sie lernen, hin und wieder für sich selbst zu stehen und die Dinge einfach geschehen zu lassen, denn sonst stellen Sie womöglich fest, daß Sie deprimiert, einsam und sehr selbstmitleidig werden.

Wenn Sie und Tom sich dieser komplizierten Dynamik nicht stellen und damit arbeiten, brauchen Sie sich nicht darüber zu wundern, wenn sich leicht Verstimmungen und unausgesprochener Zorn zwischen Ihnen einstellen und Sie dabei in vielen Fällen beide nicht recht verstehen, warum oder wie es dazu kam. Doch Sie können diese oft schwierige Energie zu einem äußerst kreativen Austausch nutzen, weil Sie beide sich brauchen und sich gegenseitig eine tief empfundene Loyalität und starke emotionale Unterstützung bieten können - allerdings ist bei Ihnen beiden große Ehrlichkeit sich selbst und dem anderen gegenüber erforderlich. Denn wahrscheinlich empfindet Tom in Ihrer Nähe eine Unbeholfenheit und Ängstlichkeit, die aus seinen unausgesprochenen Befürchtungen entsteht; und dadurch versagt er Ihnen vielleicht widersinnigerweise die wichtigste emotionale Sicherheit gerade dann, wenn Sie sie am dringendsten brauchen.

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Starke Befestigungen

Unter der Oberfläche Ihrer Zuneigung zu Ihrem Partner verbergen sich Dinge, die mit Macht und rohen Gefühlen zu tun haben - obwohl es unwahrscheinlich ist, daß dies in den frühen Phasen der Beziehung auftauchen wird. Wahrscheinlich erleben Sie anfangs ein sehr starkes Hingezogensein zueinander, das schon fast etwas Schicksalhaftes hat - als würden Sie beide spüren, daß der andere zum Werkzeug für tiefe Veränderungen in Ihrem Leben werden sollte. Tom ist von Ihrer emotionalen Tiefe und Intensität fasziniert, doch die starke emotionale und sexuelle Anziehung, die er verspürt, rührt bei ihm an frühere Erfahrungen und Enttäuschungen mit dem Verlangen; so wird er Ihnen gegenüber im weiteren Verlauf der Beziehung vielleicht zunehmend abwehrender und kritischer. Vielleicht fürchtet er auch, von Ihnen überwältigt zu werden; doch ist das in Wirklichkeit nichts anderes als seine Angst davor, von seinen eigenen Gefühlen überwältigt zu werden. Deshalb läßt er sich vielleicht auch auf einen verdeckten Machtkampf ein, um die Beziehung so unter Kontrolle zu bekommen.

Wegen seiner Ängstlichkeit in bezug auf seinen Glauben an sich selbst und seine Möglichkeiten übertreibt er womöglich die Kraft und Stärke Ihrer Persönlichkeit, weil er sich subjektiv schwächer fühlt. Sie sind wahrscheinlich äußerst feinfühlig im Hinblick auf seine Ängste und haben eine fast unheimlich wirkende intuitive Fähigkeit, sie ans Tageslicht zu bringen. Ganz gleich, hinter welcher Abwehr er sich verschanzt, vor dieser direkten und heftigen emotionalen Begegnung kann er sich nicht schützen. Sie haben starke und besitzergreifende Gefühle für Tom und sind von deren Tiefe und Heftigkeit vielleicht selbst alarmiert. Daher sollten Sie sich nicht auf Kämpfe einlassen, die Sie nur beide verletzen würden; besser wäre es, Sie könnten beide ehrlicher in bezug auf Ihre Verletzbarkeit sein und sich auch Ihre Angst davor eingestehen, dominiert zu werden. Denn durch Ihre gegenseitige Anziehung ist so viel tiefes Mitgefühl, Einsicht und Heilung möglich, daß sich dafür jede Anstrengung dafür lohnen würde.

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Verletzliche Gefühle

Sie haben ein tiefes Bedürfnis danach, von Ihrem Partner emotional beschützt und ernährt zu werden, auch wenn es Ihnen vielleicht sehr schwer fällt, dieses Bedürfnis ihm gegenüber auszudrücken. Seine Großzügigkeit und seine Ermutigungen rufen eine starke Reaktion bei Ihnen hervor, denn Sie fühlen sich dadurch geheilt und am Leben erhalten; doch durchdringen sie auch die ein Leben hindurch aufgebauten Abwehrstellungen und machen Ihnen Verletzungen und Wunden bewußt, die aus Ihren frühesten Lebensjahren stammen. Sie fühlen sich wahrscheinlich äußerst verletzbar, auch wenn Sie das nicht erkennen; deswegen reagieren Sie auf Ihren Partner vielleicht mit einer sehr beunruhigenden Mischung aus Zorn und Kälte - besonders dann, wenn Sie auch nur das geringste Anzeichen von Rückzug oder Desinteresse bei ihm entdecken. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß Sie sich abrupt abwenden oder ihn auf verletzende Weise kritisieren, und das scheint ihm zuweilen äußerst schwer erträglich.

Er ist sehr feinfühlig gegenüber Ihrer schmerzhaften Scheu und Ihrem Gefühl, mit Ihrem Körper in der allgemeinen Konkurrenz isoliert dazustehen - auch wenn Sie sich dessen nicht bewußt sind. Da aber seine eigenen Gefühle davon so tief betroffen sind, muß er vielleicht mehr Unvoreingenommenheit und objektives Verständnis entwickeln und sich weniger dem Selbstmitleid und unausgesprochenen Ärger hingeben, wenn er verletzt wird. Zwischen Ihnen spielt sich eine tiefgreifende und komplizierte Dynamik ab, die Ihnen beiden tatsächlich Heilung gewähren und auch Ihre Verläßlichkeit und Ihre Bindungsfähigkeit stärken kann. Doch es wird eine ganze Menge Bewußtheit und Ehrlichkeit nötig sein; denn die Tiefe, die Bedeutung und die Verwandlungskraft Ihrer gegenseitigen Zuneigung können nicht verwirklicht werden, solange Sie sich entziehen, irgendwelche Spiele spielen oder sich gegenseitig Vorwürfe machen.

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KAPITEL III.

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DER CHARAKTER IHRER BEZIEHUNG

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1. Die Beziehung als unabhängiges Wesen

In der alchemistischen Symbolik verbinden sich zwei Substanzen und bringen so eine dritte, neue Wesenheit hervor. Die Beziehung, die Sie und Ihr Partner sich gemeinsam erschaffen, ist etwas Lebendiges - ein unabhängiges, voll berechtigtes Wesen. Genau wie jedes andere Lebewesen hat es einen eigenen Charakter, eine eigene Natur. Deshalb entspricht auch sein Entwicklungsprozeß der Vollständigkeit seines eigenen, inneren Gesetzes - geradeso wie eine Tomatenpflanze aus dem Samen sich selbst entwickelt und nicht zu einem Apfelbaum wird. Dieser eigene Charakter kann dem, was Sie oder Ihr Partner sich individuell vorstellen, entsprechen oder nicht - wahrscheinlich hat er ein wenig von beidem. Außerdem hat dieses geheimnisvolle Wesen auch eine äußere Persönlichkeit, die sich auf eine ausgeprägte, von Ihren eigenen Persönlichkeiten sehr verschiedene Weise äußert. Wenn Freunde, Verwandte oder Kollegen Sie beide als ein Paar beschreiben, sind Sie vielleicht überrascht, weil Sie sich der äußeren Gestalt dieser Lebensform, die Sie und Ihr Partner gemeinsam erschaffen haben, nicht bewußt sind.

Ihre Beziehung ist das Ergebnis der geheimnisvollen alchemistischen Wechselwirkung zwischen Ihnen beiden, und doch hat keiner von Ihnen sie ganz unter Kontrolle. Sie können sich zwar ihre wesentlichen Inhalte stärker bewußt machen, doch letztlich können Sie die Beziehung durch keine Willensanstrengung genau nach Ihren Wünschen gestalten. Wenn die Zutaten zu einem Kuchen erst einmal ausgesucht, vermengt und gebacken sind, müssen wir die Eigenart dessen, was wir da gemacht haben, annehmen. Zwar können wir gewisse Veränderungen daran vornehmen, z. B. das Ganze mit einem köstlichen Zuckerguß überziehen; wir können auch darauf achten, unseren Kuchen erst dann zu essen, wenn wir hungrig sind und seinen Geschmack auch zu schätzen wissen; doch können wir die Zutaten nicht ungebacken machen und verlangen, daß sie sich nun anders vermengen und einen anderen Kuchen ergeben mögen. Wenn wir eine Beziehung einmal eingegangen sind, müssen wir sie auch annehmen und mit dem arbeiten, was wir geschaffen haben; es ist das Ergebnis einer Verbindung von Individuen, alchemistisch vermengt, erhitzt und zum Leben erweckt.

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Eine Beziehung mit Visionen

Das Hauptgewicht Ihrer Beziehung zu Tom liegt auf dem beiderseitigen Vorwärtskommen oder, anders ausgedrückt, auf der potentiellen Erweiterung Ihres Lebens. Vielleicht gibt es in diesem Drang zur Ausdehnung und zur Suche nach grüneren Wiesen auch Anteile eines gewissen Opportunismus, doch es ist eher ein gütiger als ein kühl berechnender Opportunismus, getragen von der Vision und dem intuitiven Gefühl künftiger Möglichkeiten, und schließlich kann man sich ja in den Dirigenten genauso leicht verlieben wie in den zweiten Geiger. Die Richtung hin zu einer größeren und besseren Zukunft ist eine lebensverbessernde Eigenschaft dieser Beziehung; wahrscheinlich hat jeder von Ihnen im Bereich von intellektueller Entwicklung, Kommunikation und sozialem Austausch etwas, das der andere - bewußt oder unbewußt - als großen Vorteil ansehen kann.

Sie sind emotional verletzbar, brauchen Nähe und Sicherheit in Ihren und fürchten sich davor, den unberechenbaren Seiten des Lebens ausgeliefert zu sein; deshalb stellen Sie vielleicht manchmal fest, daß Sie sich in dieser Beziehung nicht wohl fühlen und mißtrauisch sind. Der Nachdruck auf den Versprechungen künftiger Möglichkeiten und die höchst phantasievolle, nach außen gewandte und recht theatralische Energie der Beziehung erscheinen Ihnen vielleicht manchmal bedrohlich, weil Sie solche Träume nicht unmittelbar überprüfen können. Vielleicht zweifeln Sie an der Echtheit und Zuverlässigkeit Ihrer Verbindung, weil sie eine etwas unkonventionellere und abenteuerlichere Einstellung zur Liebe erfordert. Diese Beziehung braucht sehr viel innere Bewegungsfreiheit, und dadurch fühlen Sie sich vielleicht manchmal ein wenig isoliert und unsicher und neigen dazu, eine genauere Rollenverteilung und konkretere Stabilitätsgarantien von Ihrem Partner zu verlangen. Bei den meisten Dingen möchten Sie genau wissen, woran Sie sind; dabei hat es die Beziehung an sich, Ihnen statt einer sicheren, wasserdichten Struktur eher eine vielversprechende, aber zweifelhafte Zukunftsvision zu bieten. Doch wenn Sie die Alchemie der Beziehung an sich arbeiten lassen, stellen Sie vielleicht fest, daß Sie die ungreifbaren, phantasievollen Seiten der Liebe besser zu schätzen wissen und daß Sie sowohl zu mehr innerer Anpassungsfähigkeit und Freiheit als auch zu einem größeren Vertrauen zu sich selbst und zum Leben finden können.

Die Macht Ihrer Beziehung beruht zum Teil darauf, daß sie wahrscheinlich bei Ihnen beiden das Gefühl bewirkt, der andere wäre irgendwie der Schlüssel zu einer größeren, besseren und glücklicheren Zukunft; und es ist dieses Gefühl von Möglichkeiten und Potentialen, durch das die Partnerschaft so stark expansiv auf Ihre individuelle Begabung und Vorstellungskraft wirkt.

Wahrscheinlich ist die Originalität und Intensität Ihrer Beziehung für andere recht deutlich erkennbar, und Sie sollten die Wirkung, die Sie als Paar auf andere in Ihrem Umkreis haben, keinesfalls unterschätzen. Von Ihrer Beziehung geht etwas eigenartig Transformatives auf die Menschen in Ihrer Nähe aus, und vielleicht bewirken Sie beide unabsichtlich wichtige Veränderungen in ihrem Leben - auch wenn keiner von Ihnen irgend etwas in diese Richtung unternimmt. Vielleicht haben Sie beide auch manchmal das Gefühl, Sie bräuchten nur auf einer Party zu erscheinen, und zehn Minuten später hätte schon irgend jemand eine Krise. In der Macht und emotionalen Tiefe, die Ihre Beziehung anderen vermittelt, spiegelt sich das ungewöhnliche und komplizierte Wesen dieser Verbindung.

Die Energie Ihrer Beziehung hat auch etwas Großzügiges - eine tolerante und optimistische Stimmung -, das seine Wirkung auf Sie beide nicht verfehlen wird und Sie sehr bereitwillig Ihre Großmut miteinander teilen läßt. Wenn es irgendwie möglich ist, wird diese Partnerschaft Ihnen beiden - einzeln oder gemeinsam - mehr Kräfte und Vorzüge geben, als jeder von Ihnen hatte, bevor Sie sich trafen. Vielleicht kommt es Ihnen so vor, als ob die Beziehung "vom Glück gesegnet" wäre, doch in Wirklichkeit führt nicht das Wirken irgendeiner magischen Kraft, sondern viel eher die Erschließung Ihrer Intuition und Ihres Gespürs für das Mögliche zu diesen Wohltaten. Die Beziehung zeigt sich wahrscheinlich von ihrer positivsten Seite, wenn Sie zusammen reisen (geistig ebenso wie körperlich) oder wenn Sie Projekte planen und gemeinsame Interessenbereiche entwickeln können, die in die Breite gehen und ein offenes Ende haben. Deshalb werden Sie und Ihr Partner das Beste aus dieser Beziehung machen, wenn Sie eine Lebensweise entwickeln, die sehr viel Platz für das Neue und Abenteuerliche läßt und Sie nicht in eine allzu konventionelle, strukturierte und enge Routine einzwängt.

Die Beziehung weckt all Ihre schönsten Träume von einer wunderbaren Zukunft, in der Sie und Ihr Partner erreichen können, was immer Sie wollen. Doch die dunklere Seite dieser überaus aufregenden und expansiven Energie ist, daß Sie und Tom die weniger schillernden Angelegenheiten des täglichen Lebens und die Probleme, die aus tieferen und unbewußten Ursachen zwischen Ihnen entstehen können, vielleicht übersehen. Diese Beziehung konzentriert sich auf die Zukunft, nicht auf die Gegenwart oder die Vergangenheit; und der natürlichste Ausdruck dafür sind Dinge, die Sie beide in eine größere und aufregendere Welt oder zu einer weiteren und umfassenderen spirituellen Perspektive führen. Die optimistische Stimmung, die zweifellos am Anfang der Beziehung bei Ihnen beiden den Funken überspringen ließ und auch immer ein Bestandteil Ihrer Partnerschaft bleiben wird, ist etwas sehr Schönes zwischen zwei Menschen, denn sie kann Ihnen beiden Vertrauen zum Leben und ein Gefühl tiefer Sinnhaftigkeit geben. Doch es gibt auch so etwas wie einen allzu großen Optimismus. Vielleicht gehen Sie beide davon aus, daß zukünftige Möglichkeiten die Notwendigkeit verringern, gemeinsam und auch individuell hart für Ihre Ziele zu arbeiten; und vielleicht lassen Sie die menschlichen Grenzen außer acht, an die jeder Zukunftstraum früher oder später stößt. Die Energie dieser Beziehung kann zu einer eigenartigen Trübung bei Ihnen beiden führen: Vielleicht erzählt jeder dem anderen (und auch sich selbst), daß an irgendeinem fernen, nicht näher bezeichneten Punkt alles in Ordnung sein wird, während Sie die unmittelbaren Probleme und Konflikte ignorieren, die erst gelöst werden müssen, um diesen fernen Horizont tatsächlich zu erreichen.

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Der Verstand kennt keine Grenzen

Die expansive und recht visionäre Eigenart Ihrer Beziehung zu Tom findet ihren natürlichsten Ausdruck wahrscheinlich auf intellektuelle Weise, denn es gibt in der Beziehung eine starken Drang dazu, sich über die Welt der Ideen miteinander auszutauschen und sie mit dem anderen zu teilen. Es ist wichtig, daß Sie und Ihr Partner für diese Energie Platz machen, da Ihre Verbindung stark intellektuell geprägt ist - auch wenn Sie in der Vergangenheit nicht an geistiger Beschäftigung interessiert waren oder sich daran gehindert fühlten, weil Ihre Bildung ungenügend schien. Was auch immer für Barrieren oder innere Blockaden Sie bisher hatten, diese Beziehung bietet Ihnen die Erschließung von Verstand und Geist und ein Gefühl grenzenloser Möglichkeiten, das Ihrer beider Leben mit tiefem Sinn erfüllen kann. Es gibt bestimmte Bereiche, in denen sie der Partnerschaft durch bewußte Anstrengung auf beiden Seiten einige äußerst produktive Äußerungsmöglichkeiten verschaffen können. So sollte das Bedürfnis der Beziehung nach Phantasie und Kommunikation mit soliden Mitteln umgesetzt werden, etwa durch den Aufbau eines gemeinsamen Geschäfts, einer Schule oder irgendeiner professionellen Dienstleistung, die anderen die Kommunikation und das Lernen erleichtert. Da die hochgestimmte Energie dieser Partnerschaft letztlich geerdet werden muß, könnte Ihnen und Ihrem Partner die Herausforderung nutzen, Ihre Ideen greifbar zu machen und sie am Markt auszuprobieren.

Obwohl Ihre Beziehung zu Tom im alltäglichen Leben verankert sein muß, besteht sie doch ihrem Wesen nach aus Geist und Verstand, und durch die Öffnung dieser Wege können Sie die Energien der Verbindung am kreativsten nutzen. Wie alle anderen auch, brauchen Sie beide Zeiten der Nähe, Zufriedenheit und emotionalen Wärme. Denn Sie sind beide Menschen und ernähren sich auch auf Ihrer großen Suche von dem täglichen Brot gewöhnlichen Zusammenseins. Ganz gleich, wie großartig die Vision auch sein mag, die sich vor Ihnen ausbreitet, diese Beziehung verlangt mehr als das. Natürlich könnten Sie und Ihr Partner den höheren Bereichen des Lebens auch so sehr verfallen, daß Sie diese grundlegenden Bedürfnisse bei der Suche nach Aufregungen und geistigen Anregungen übersehen. Nichtsdestotrotz steht im Zentrum dieser Verbindung eine machtvolle Frage nach Verständnis und Bedeutung; und selbst wenn keiner von Ihnen sich bisher in einem solchen Licht gesehen hat, wird die Partnerschaft dies dennoch an Ihnen beiden sichtbar machen.

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Es gibt nie etwas gratis

Wenn Sie und Tom einem solchen allzu großen Optimismus verfallen, laufen Sie Gefahr, die Konfrontationen und Konflikte in der Gegenwart zu vermeiden, weil Sie nur auf Ihre rosigen Aussichten achten. Wenn Sie dann wirklich in ein ernsthaftes materielles oder emotionales Dilemma geraten, machen Sie und Ihr Partner vielleicht Ausflüchte oder benutzen zweifelhafte Fluchtwege, um den unvermeidlichen Tag der Abrechnung hinauszuschieben. Etwas an der Energie der Beziehung bringt bei Ihnen beiden einen Hang zur Leichtlebigkeit zum Vorschein, auch wenn Sie in der Vergangenheit eher realistische Menschen waren. Vielleicht fangen Sie beide an, sich Phantasien von Glanz und Abenteuer, materiellem Wohlstand und intellektuellem oder spirituellem Fortschritt oder irgendeinen anderen glorreichen Traum auszumalen, mit dem Sie sonst pragmatischer oder vorsichtiger umgehen würden. Aber, wie man in New York sagt, so etwas wie ein Mittagessen umsonst gibt es einfach nicht. Allerdings kann diese Beziehung auch dafür sorgen, daß Sie und Ihr Partner auf eine solche Binsenwahrheit verzichten können. Wenn Sie beide Ihre gemeinsame Zukunft betrachten, wird sie weiter, heller und großartiger als alles, was Sie bisher kannten. Der Optimismus in der Partnerschaft kann auch den Spieler in Ihnen beiden zum Vorschein bringen; das bedeutet nichts anderes, als bei minimalem Einsatz auf den maximalen Erfolg zu hoffen. Das kann manchmal wirklich funktionieren, weil die Verbindung bei Ihnen beiden Humor, Spielfreude, Enthusiasmus und eine erweiterte Intuition weckt. Doch manchmal kann es auch böse ins Auge gehen, weil unbewußte Konflikte und äußere Widerstände sich unbemerkt gegen Sie erheben könnten.

Eine der kreativsten Seiten der Beziehung ist ihre echte Fähigkeit, Ihre Horizonte zu erweitern - sei es individuell oder als Paar. Sie und Ihr Partner werden unter dem Einfluß Ihrer Verbindung zweifellos wachsen; die Toleranz und die Großzügigkeit, die Teil der Energie Ihrer Beziehung sind, werden die besten Seiten Ihres Charakters zum Vorschein bringen. Irgendwie bringt es jeder zustande, dem anderen Dinge nachzusehen, die ihm bei jemand anderem unerträglich wären. Selbst wenn die Beziehung nicht als dauerhafte Verbindung fortbesteht, werden Sie wahrscheinlich immer Freunde bleiben und sich gut sein. Doch es wäre sehr hilfreich, wenn Sie beide versuchen könnten, das Aufgebot glänzender Zukunftsaussichten mit dem Aufbau einer gewissen reellen Substanz auszugleichen. Das ergibt sich nur aus einer offenen Auseinandersetzung über alltägliche emotionale und materielle Dinge - und aus der Bereitschaft, die angeborenen Grenzen des anderen zu akzeptieren. Vielleicht müssen Sie sich auch eingehender mit der Tendenz in der Beziehung befassen, persönliche Probleme oberflächlich mit einem Schimmer zu versehen, der Sie für andere zu so etwas wie einem Traumpaar werden läßt. Der Glanz, den diese Beziehung wahrscheinlich wie einen Umhang mit sich herumträgt, kann Sie vielleicht zu dem Gedanken verführen, die Wirklichkeit entspräche dem äußeren Bild. Doch mit etwas Pragmatik und Geduld könnten Sie beide eine wirkliche Grundlage für Ihre Luftschlösser schaffen - und wenigstens einige davon könnten dann Wirklichkeit werden.

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2. Die Beziehung und Sie selbst

Die folgenden Abschnitte beschreiben, welche Wirkungen diese Beziehung bei Ihnen selbst hervorruft. Während sich der vorhergehende Text immer an Sie beide, Sie und Ihren Partner gerichtet hat, liegt in diesem Abschnitt der Schwerpunkt der Betrachtung bei Ihnen, Rita.

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Ihre emotionale Reaktion

Ihre Beziehung hat wahrscheinlich eine sehr starke Wirkung auf bestimmte Seiten Ihrer Persönlichkeit, und das bedeutet vor allem eine Erregung Ihres emotionalen und instinktiven Wesens. Ihre Leidenschaften, Bedürfnisse und Gefühle, Ihre sexuellen Reaktionen und das innere Gefühl Ihres eigenen Wertes und Ihrer Liebenswürdigkeit werden einmal auf sehr glückliche Weise, ein anderes Mal durch Konflikte berührt; doch alles das trägt sehr nachhaltig zu der verwandelnden Wirkung der Beziehung auf Sie bei.

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Verdrängtes erforschen

Etwas an der emotionalen Stimmung in dieser Beziehung rührt bei Ihnen an sehr komplizierte und wahrscheinlich verdrängte Dinge. Wie bei den meisten Menschen gibt es auch bei Ihnen Bereiche Ihrer Persönlichkeit, in denen Sie noch aus der Kindheit stammende Gefühle der Scheu oder Unbeholfenheit haben; und zweifellos haben Sie etwas sehr Menschliches getan, nämlich im Lauf der Zeit Ihre Verletzbarkeit durch ein gut funktionierendes Abwehrsystem zu schützen, das schmerzliche Gefühle verbirgt - nicht nur vor anderen, sondern auch vor sich selbst. Doch die emotionale Stimmung in dieser Partnerschaft ruft all diese alten Gefühle wieder hervor, und so fühlen Sie sich wahrscheinlich unwohl, defensiv und unbeholfen, sobald Sie und Ihr Partner einander zu nahe kommen. Es ist ganz so, als würden die emotionalen Erfordernisse der Beziehung von Ihnen verlangen, Ihr schützendes Abwehrsystem aufzugeben - und darauf werden Sie wohl kaum besonders enthusiastisch reagieren. Wenn Sie sich Ihren eigenen inneren Problemen nicht ehrlich stellen, blockieren Sie möglicherweise den Gefühlsfluß innerhalb der Beziehung; und damit machen Sie es sehr schwer, überhaupt zu echter emotionaler Intimität zu gelangen, und isolieren sich dabei selbst. Doch vielleicht sind Sie dazu bereit, diese frühen Dinge zu erforschen, durch die Sie sich so defensiv fühlen; dann werden Sie sehen, daß Sie in dieser Beziehung Heilung und tiefe Geborgenheit, Mitgefühl und Verständnis finden können.

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Liebe tut weh

Es ist gut möglich, daß die romantische und erotische Seite dieser Beziehung Sie mit all den Verletzungen konfrontiert, die Ihnen seit Ihrer frühen Kindheit zugefügt wurden. So kann Ihnen Ihre Partnerschaft mit Tom durch die Liebe und Zuneigung, die zwischen Ihnen entsteht, helfen, viele alte Wunden heilen zu lassen. Durch diese starke Liebe und Zuneigung fühlen Sie sich vielleicht auch manchmal bedroht und verängstigt, denn wahrscheinlich sind Sie es gewohnt, sich gegen allzuviel Nähe auf bestimmte Weise zu wehren. Geliebt zu werden ist manchmal schmerzlicher, als nicht geliebt zu werden; denn es zwingt uns, unsere eigene Lieblosigkeit und auch unsere Verletzungen aus der Vergangenheit einzusehen. Doch diese Beziehung hat es an sich, solche Abwehrhaltungen sanft aufzulösen. Durch die Art der Wärme und Kameradschaft, die in Ihrer Verbindung möglich ist, werden Sie tief im Herzen berührt. Vielleicht sind Sie versucht, defensive Winkelzüge auszuführen, weil Sie sich so verwundbar fühlen. Doch wenn Sie das vermeiden können, werden Sie eine ganze Menge über sich selbst herausfinden und mehr Verständnis für Ihre eigenen menschlichen Schwächen entwickeln.

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Jemand zum Anlehnen

Wahrscheinlich haben Sie durch Ihre Verbindung mit Tom ein Gefühl der Geborgenheit, Stabilität und emotionalen Unterstützung, denn die Stimmung in der Beziehung steht in natürlichem Einklang mit Ihren eigenen emotionalen Bedürfnissen. So fühlen Sie sich wahrscheinlich sehr "zu Hause", denn selbst wenn Sie Ihren Bedürfnissen in der Vergangenheit nicht allzuviel Aufmerksamkeit geschenkt haben, werden Sie jetzt unterschwellig emotional "ernährt" und können sich auf eine Art und Weise entspannen und Sie selbst sein, wie es Ihnen in anderen Beziehungen vielleicht nicht möglich war. Die Spiegelung Ihrer Bedürfnisse in der Partnerschaft gibt Ihnen ein Gefühl glücklicher und angenehmer Häuslichkeit; wahrscheinlich werden Sie diese Beziehung festigen wollen, indem Sie zusammenleben und vielleicht auch eine Familie gründen. Möglicherweise kommt es auf anderen Ebenen der Partnerschaft zu Kämpfen und Auseinandersetzungen; doch das tiefe Gefühl der Ruhe und Geborgenheit in der Beziehung kann dazu beitragen, daß Sie die nötige emotionale Stärke besitzen, um mit allen möglichen Schwierigkeiten zurechtzukommen.

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Sichere vier Wände

Wahrscheinlich fühlen Sie sich in dieser Beziehung sehr sicher und geborgen, besonders was die Art und Weise angeht, in der andere Sie beide als Paar sehen. Sie brauchen die Partnerschaft, denn sie scheint Ihnen eine dem allgemeinen Ansehen nach sichere und stabile Struktur zu bieten; und selbst wenn Sie tiefere emotionale Konflikte durchmachen, berühren die äußere Erscheinung und der Stil der Beziehung Sie wahrscheinlich zutiefst und geben Ihnen ein Gefühl, als wären Sie hier zu Hause. Das kann natürlich dazu führen, daß Sie alle möglichen anderen Beziehungsangelegenheiten, mit denen Sie sich auseinandersetzen sollten, vermeiden wollen. Nichtsdestotrotz erfüllt diese Verbindung einige sehr wichtige Sicherheitsbedürfnisse; und wenn Sie sicherstellen können, daß Sie diese Bedürfnisse nicht dazu benutzen, um andere, unbequemere Abläufe zu verbergen, die eigentlich ans Tageslicht gebracht werden müßten, können Sie zufrieden auf der soliden Grundlage ausruhen, die Ihnen diese Beziehung bietet.

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Wandlungsprozesse

Ihre Beziehung zu Tom hat aber auch eine machtvolle Wirkung auf tiefere, unbewußte Schichten Ihrer Psyche; sie bewirkt tiefgreifende und oft dauerhafte Veränderungen in Ihren Einstellungen, Ihren Ansichten über das Leben und in Ihrem Verständnis von sich selbst. Ihre Reaktionen auf die eher komplizierte Wirkung der Beziehung sind vielleicht nicht immer angenehm, denn keine tiefere Veränderung kann konfliktlos verlaufen, und vielleicht gefällt Ihnen nicht immer, was Sie über sich selbst herausfinden. Sie sollten dazu bereit sein, die Wichtigkeit dieser Partnerschaft und ihr heilendes und ganzheitliches Potential anzuerkennen. Dann könnten Sie bisher unbekannte Kräfte in sich selbst erschließen und zu der kreativsten Art und Weise finden, mit dem Verwandlungsprozeß umzugehen, den die Beziehung - mit oder ohne Ihr Einverständnis - sehr wahrscheinlich in Gang setzen wird.

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Ein trüber Spiegel

Das Bild, das diese Beziehung nach außen hin abgibt, und die Reaktionen, die andere darauf zeigen, wecken wahrscheinlich äußerst unangenehme Gefühle bei Ihnen. Das liegt daran, daß alte Verletzungen aus der Kindheit berührt werden und Sie vielleicht ein ganz ungewöhnliches Gefühl der Unbeholfenheit und Verletzbarkeit empfinden, wenn Sie und Ihr Partner gemeinsam in irgendeiner Form auf der gesellschaftlichen oder beruflichen Bühne auftreten. Irgendwie durchdringt die Beziehung Ihre Abwehrstellungen, aber nicht, weil Sie und Tom sich gegenseitig irgend etwas antun würden; vielmehr ist es die Form, die die Beziehung annimmt, sobald Sie beide gemeinsam der Außenwelt entgegentreten, die dazu geeignet ist, tiefe und zeitlich weit zurückreichende Angstgefühle bei Ihnen zu wecken. Vielleicht versuchen Sie, sich dagegen zu schützen, indem Sie ein Benehmen kultivieren, das die Beziehung abwertet und Ihre wirklichen Gefühle verbirgt; oder vielleicht vermeiden Sie ganz einfach Situationen, in denen Sie sich so bloßgestellt fühlen. Doch vielleicht können Sie sich selbst gegenüber ehrlich sein und die Einsichten nutzen, die Sie aus Ihren unangenehmen Reaktionen gewinnen können, um Ihre eigene, komplizierte innere Welt zu verstehen. Dann könnten Sie eine große Heilung in den Bereichen Ihrer Persönlichkeit erfahren, die lange Zeit im Dunkeln verborgen lagen.

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Ende des Versteckspiels

Es gibt einen unberechenbaren und störenden Anteil Ihrer Beziehung, der Sie zutiefst beunruhigen und sehr viel unerklärliche Angst bei Ihnen auslösen könnte. Wie bei den meisten Menschen gibt es auch in Ihrer Persönlichkeit Bereiche, in denen Sie sich aufgrund von Kindheitserfahrungen verletzt oder unzulänglich fühlen. Wahrscheinlich haben Sie diese Gefühle unter einem gut funktionierenden Abwehrsystem verborgen, das Ihre Verletzbarkeit nicht nur gegen andere schützt, sondern auch gegen Sie selbst. Das Instabile an der Beziehung ist an sich nicht übermäßig oder ungewöhnlich; doch Sie sind dafür besonders feinfühlig, denn es erschüttert Ihr Abwehrsystem, so daß Sie sich von Ablehnung oder unerwarteten Veränderungen bedroht sehen. Folglich versuchen Sie vielleicht, diese Unberechenbarkeit in den Griff zu bekommen, indem Sie Ihren Partner beherrschen; oder vielleicht versuchen Sie sogar, den schmerzlichen Auswirkungen dieser Unberechenbarkeit zu entfliehen, indem Sie der Partnerschaft selbst entfliehen. Doch wenn Sie mehr nach innen blicken als nach außen und dazu bereit sind, die tief verwurzelte Angst zu erforschen, die durch die Beziehung angesprochen wird, werden Sie wahrscheinlich nicht nur sich selbst besser verstehen, sondern auch einige alte Wunden heilen lassen und neue Kräfte in sich selbst finden, durch die Sie den unvermeidlichen Veränderungen im Leben mit größerer Zuversicht und Flexibilität begegnen können.

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3. Die Beziehung und Ihr Partner

Nun folgen einige Abschnitte, die beschreiben, welche Auswirkungen die Beziehung bei Tom hervorruft.

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Die emotionale Reaktion

Auch bei Ihrem Partner hat diese Beziehung eine machtvolle Wirkung auf bestimmte Aspekte der Leidenschaften, Gefühle und emotionalen Bedürfnisse. Das bedeutet, daß er wahrscheinlich - genau wie Sie selbst - eine deutliche Bereicherung und Vertiefung seines Herzens und seines angeborenen Wesens erfahren wird, auch wenn das manchmal durch Konflikte und Verstimmungen geschieht.

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Sich wie zu Hause fühlen

Die Liebe und die körperliche Zuneigung in dieser Beziehung haben eine machtvolle positive Wirkung auf die Gefühle Ihres Partners und bieten ihm Sicherheit, Zufriedenheit und persönliches Glück. Wahrscheinlich fühlt er sich in dieser Partnerschaft "wie zu Hause", trotz aller Konflikte, die Sie beide vielleicht erleben. Wahrscheinlich wird durch die echte Wärme und Bestätigung, die Tom in der Beziehung erfährt, sein Selbstwertgefühl und sein Glaube an seine eigene Liebenswürdigkeit sehr viel größer. Sein Bedürfnis nach Liebe und Zusammengehörigkeit wird sehr stark angesprochen, und wahrscheinlich wird er in dieser Partnerschaft auch beides erfahren. Die tiefe Zufriedenheit, die er wahrscheinlich finden wird, ist eines der positivsten Geschenke Ihrer beider Verbindung.

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Eine Lektion in Selbstgenügsamkeit

Die Grenzen und Hindernisse in Ihrer Beziehung können die emotionale Ruhe und Ausgeglichenheit und das Gefühl von Sicherheit Ihres Partners in arge Bedrängnis bringen. Das bedeutet nicht, daß die Partnerschaft außergewöhnliche Schwierigkeiten oder Hindernisse aufweisen würde. Doch Tom ist besonders verwundbar gegenüber den Herausforderungen, die sie bietet, und fühlt sich vielleicht manchmal traurig, hungrig und einsam, weil seine grundlegenden emotionalen Bedürfnisse irgendwie frustriert werden - ganz gleich, wie sehr Sie beide sich bemühen, die Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Bestimmt wird er mit einer schwierigen Lektion über Selbstgenügsamkeit konfrontiert, denn wahrscheinlich wird es zwischen ihm und Ihnen - wie in jeder Partnerschaft - immer irgendeinen Bereich geben, der innere Schwierigkeiten birgt. Er muß einfach lernen, sich etwas mehr zusammenzunehmen und sich in den Situationen, in denen die Beziehung nicht alle sein Bedürfnisse befriedigt, aus eigener Kraft über Wasser zu halten. Doch hier geht es um etwas Kreativeres als die einfache Aufforderung, die Ärmel hochzukrempeln und weiterzumachen. Er könnte diese scheinbar frustrierende Situation zu etwas sehr Schöpferischem machen, denn die Herausforderungen der Beziehung können ihm helfen, in bezug auf das Leben und die Liebe realistischer zu werden, größere Eigenständigkeit zu erreichen und in seinem Eingehen auf andere toleranter und einfühlsamer zu werden. Wahrscheinlich wäre es keine gute Idee, selbstmitleidig und pathetisch zu werden, um die nötige Sicherheit von Ihnen zu bekommen. Denn was ihm entgegenzuarbeiten scheint, ist die Alchemie der Beziehung selbst, und nicht Sie. Doch wenn er bereit ist, in der Partnerschaft größere emotionale Unabhängigkeit zu akzeptieren und einen Teil seiner emotionalen Unterstützung auf anderen, individuelleren Wegen zu finden, kann die verwandelnde Wirkung der Beziehung auf seine Gefühle und Bedürfnisse tatsächlich sehr viel mehr Zufriedenheit und emotionale Reife in sein Leben bringen.

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Aufflammende Leidenschaft

Die dynamische Energie dieser Beziehung regt die Energie und Leidenschaft Ihres Partners an, sowohl sexuell als auch hinsichtlich seiner Effektivität und der Verfolgung seiner Ziele im Leben. Wahrscheinlich werden seine erotischen Gefühle sehr stark erregt, doch ebenso wird es ihm mit seiner Ungeduld und seinem ehrgeizigen Geist ergehen - vielleicht in einem Ausmaß, das überraschend für ihn ist, wenn er bisher eine relativ selbstgenügsame und ruhige Persönlichkeit war. Wenn sich ihm Willen irgendwelche Frustrationen oder Hindernisse in den Weg stellen, wird Tom vielleicht sehr vorschnell, impulsiv und rechthaberisch, vielleicht sogar streitsüchtig. Insgesamt ist dieses Aufflammen der Leidenschaft Ihres Partners eine sehr positive Erfahrung, die ihm eine enorme sexuelle Verstärkung gibt und seine körperliche Vitalität ebenso anfeuert wie sein Gefühl, im Leben etwas bewirken zu können. Doch es ist alles ein bißchen zu explosiv, und er wird fähig sein müssen, ein gelegentliches Feuerwerk zu akzeptieren. Diese Beziehung kann ihm auch nicht versprechen, daß er alles bekommen wird, was er will; sie erregt lediglich die verlangende Seite seines Wesens sehr stark, so daß er sich seiner eigenen Bedürfnisse auf eine neue und aufregende Art und Weise deutlicher bewußt wird. Demzufolge muß er vielleicht sehr auf der Hut sein - die Anregung genießen, doch zugleich etwas Geduld und Objektivität bewahren.

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Kreative Anregungen

Die Beziehung kann Ihrem Partner auch auf einer kreativen Ebene nützlich sein, denn wahrscheinlich belebt sie seine Vorstellungskraft, seine kreativen Talente und seine Fähigkeit, sich in der Welt zum Ausdruck zu bringen.

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Mut zur Grösse

Durch die innere Expansivität und Energie dieser Beziehung wird bei Tom das Gefühl, in der Welt etwas bewegen und bewirken zu können, wahrscheinlich sehr stark angesprochen. Selbst wenn er in der Vergangenheit kein sehr zielbewußter Mensch war, diese Partnerschaft macht ihm deutlicher bewußt, was er wirklich will, und sie bewirkt auch, daß er es leidenschaftlicher will. Es gibt ein Gefühl zukünftiger Möglichkeiten in dieser Beziehung, das Ihren Partner dazu anregt, sich seinem ganzen ungelebten Potential mit mehr Mut und Selbstvertrauen zu widmen, als er vielleicht früher dafür aufbringen konnte. Vielleicht entdeckt er auch eine Seite seiner Persönlichkeit, mit der er bisher möglicherweise nicht allzu vertraut war: ein machtvoller Wille, der nicht ohne weiteres nachgibt, und ein dazu passendes Temperament, wenn dieser Wille durchkreuzt wird. Unter dem Einfluß der Partnerschaft wird Tom wahrscheinlich auch insgesamt zu einer stärkeren, aufrichtigeren und direkteren Persönlichkeit; und vielleicht hat er - aufgrund seiner gestiegenen Selbstachtung und seines stärkeren Gefühls, sein Leben in der Hand zu haben - auch das Gefühl, diese Verbindung würde ihm irgendwie Glück bringen.

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Geist und Seele werden lebendig

Die Beziehung wirkt sich - genau wie bei Ihnen selbst - auch auf die geistige Einstellung und die Weltanschauung Ihres Partners aus; und durch die Art und Weise, in der die Partnerschaft bestimmte geistige und spirituelle Aspekte bei ihm aktiviert, könnte er eine deutliche Erweiterung seiner geistigen Horizonte und Vorstellungen erfahren.

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Inspirierende Kommunikation

Die Art der Kommunikation in dieser Beziehung könnte sich geistig und spirituell als sehr inspirierend für Tom erweisen. Der enge geistige Austausch, den er mit Ihnen erlebt, spricht wahrscheinlich seine Phantasie und sein Gefühl künftiger Möglichkeiten an und erweitert seine geistigen und körperlichen Horizonte. Auch sein Sinn für Humor erwacht, und auch wenn zwischen Ihnen beiden größere emotionale Schwierigkeiten entstehen, ermutigt diese Beziehung Ihren Partner dazu, auch dem düstersten Problem noch etwas Lustiges abzugewinnen. Selbst wenn er in der Vergangenheit zu einer prosaischeren und erdverbundeneren Lebensanschauung neigte, liegt es in der Macht dieser Beziehung, bei ihm einen starken Optimismus in bezug auf die Zukunft und einen größeren Glauben an seine eigenen, ungelebten Potentiale und Möglichkeiten zu wecken.

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Kommunikationsprobleme lösen

Etwas an der Kommunikation in dieser Beziehung scheint vielleicht bei Ihrem Partner Fähigkeit, sich auszudrücken, zu blockieren; denn der geistige Austausch zwischen Ihnen beiden kann Bereiche seiner Persönlichkeit berühren, in denen er sich schon seit seiner Kindheit unwohl und vielleicht auch ein wenig unbeholfen fühlt. Diese Berührung kann sich so auswirken, daß Tom sich in bestimmter Hinsicht nicht sehr "clever" oder wortgewandt fühlt und daß ihm vielleicht irgendwelche frühen Schwierigkeiten mit Sprache oder Erziehung auf unangenehme Weise wieder zu Bewußtsein gebracht werden. Vielleicht versucht er, sich gegen diese Gefühle der Verletzbarkeit zu wehren, indem er gegenüber der Beziehung kritisch und in seinem Denken starr, dogmatisch oder intolerant wird. Das würde dann dazu führen, daß er unbewußt den Fluß der Kommunikation in der Beziehung aufhält. Wahrscheinlich wird Ihr Partner in dieser Beziehung, mehr als in anderen, durch Worte verletzt, oder er wird Worte als Abwehrmittel benutzen, um seine eigene Angst zu decken. Doch wenn er diesen persönlichen Themen - Scheu und Unzulänglichkeit - ehrlicher begegnet, kann er viele alte Wunden heilen lassen und seine Fähigkeiten im Denken und im Ausdruck sehr vertiefen.

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KAPITEL IV.

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WELCHE TIEFEREN DINGE DIE BEZIEHUNG IN IHNEN BERÜHRT

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1. Grundlegende Beziehungsstrukturen bei Ihnen

Die Möglichkeiten zur Verwandlung in Ihrer Beziehung sind vielleicht größer, als Sie denken. Jede wichtige menschliche Beziehung berührt viele Ebenen der Persönlichkeit, und manche davon sind unbewußt und unerkannt. Wir alle bringen unsere eigenen inneren Angelegenheiten und Voraussetzungen mit in die Beziehung zu einem anderen Menschen. Eine Beziehung hat nicht nur mit der Alchemie zwischen den beiden Beteiligten zu tun, sondern auch mit unseren unbewußten Vorstellungen davon, was es heißt, ein Mann oder eine Frau zu sein. Diese inneren Bilder werden zum Teil von unseren Erfahrungen mit dem ersten Mann und der ersten Frau geprägt, denen wir in unserem Leben begegnen - Vater und Mutter. Doch, was vielleicht noch wichtiger ist, diese Bilder geben tiefgründige verborgene Wahrheiten über unseren eigenen wesentlichen Charakter wieder. Je weniger wir uns dieser tieferen Seiten unser selbst bewußt sind, desto wahrscheinlicher ist es, daß wir sie in unseren Beziehungen blind - und manchmal destruktiv - verkörpern und auf den anderen projizieren. Die inneren Männer- und Frauenbilder, die wir alle in uns tragen, sind in Wirklichkeit Abbildungen unserer eigenen Bedürfnisse, Erwartungen und Möglichkeiten. Vielleicht sind sie von Kindheitserfahrungen geprägt oder sogar verzerrt, doch grundsätzlich gehören sie individuell zu uns. Sie haben sowohl positive als auch negative Seiten, und es steht uns frei, beides auszudrücken. Da die Menschen von Natur aus vielschichtig und vielseitig sind, haben wir mehr als nur diese inneren Bilder des Männlichen und Weiblichen in uns. Und jede tiefe Beziehung, die wir im Leben eingehen, kann eine ganz andere Seite unserer inneren Welt zum Leben erwecken, uns andere Herausforderungen bieten und andere Reaktionen bei uns auslösen.

Da die Beziehung, die Sie und Tom geschaffen haben, ein unabhängiges, lebendiges Wesen ist, wird sie sich sowohl auf Ihre innere Welt als auch auf die Ihres Partners auswirken und auf eine Art und Weise, die uns nicht immer deutlich ist, unbewußte Bilder des Männlichen und Weiblichen in uns berühren. Es ist, als würden Sie beide mit einer dritten Person leben, die einen subtilen, aber machtvollen Einfluß darauf hat, wie Sie sich fühlen und verhalten, wenn Sie beide zusammen sind. Dies ist die eigentliche alchemistische Wirkung der Beziehung, denn durch die Energien, die zwischen Ihnen entstehen, werden Sie beide verändert werden. Manche davon sind vielleicht sehr positiv, andere können dagegen äußerst beunruhigend sein. Menschliche Interaktion hat meist mit einer Mischung aus beidem zu tun. Sehr wahrscheinlich wird diese Beziehung früher oder später alte Muster und Gefühle aus Ihrer Kindheit wiederbeleben, da die inneren Vorstellungen von männlich und weiblich, die Sie und Tom in die Beziehung mitbringen, von der Vergangenheit geprägt sind. Dies gibt Ihnen beiden eine Gelegenheit, bisher unerschlossene Potentiale in sich selbst zu entdecken und sich den Verletzungen und Wunden aus Ihrer Kindheit zu stellen und sie zu heilen. Sie und Ihr Partner können auf diese Berührung Ihrer inneren Welt kreativ und produktiv reagieren, indem Sie das, was Sie über sich selbst lernen, dazu benutzen, um wichtige Veränderungen an Ihrer Haltung und Ihrem Selbstausdruck vorzunehmen. Wenn Sie wollen, können Sie aber auch alles und jeden für Ihre Unannehmlichkeiten verantwortlich machen und alles verderben. Doch haben Sie sehr viel Entscheidungsfreiheit in bezug darauf, wie Sie mit dem umgehen, was die Beziehung bei Ihnen auslöst.

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Die Amazonenkönigin

Wie auch immer Sie als Frau den Begriff der Weiblichkeit bewußt definieren würden: In Ihnen gibt es ein Bild, das die Frau als konstruktiv, aktiv und - auf der Schattenseite - auch als zanksüchtig zeigt, und diese Gestalt in Ihnen wird durch Ihre Beziehung zu Tom sehr stark belebt. Im Mythos wird dieses Bild am besten durch die geheimnisvollen Amazonen dargestellt: die kriegerischen Frauen der Schwarzmeerküste, die ihre Schlachten selbst austrugen und eine unabhängige Gesellschaft mit eigenen Gesetzen und Gebräuchen schufen. Das Bild der Amazone ist eigentlich keine mütterliche Gestalt, obwohl diese kriegerischen Frauen im Mythos Kinder gebaren und sie hingebungsvoll aufzogen. Doch ebensowenig stellt sie eine "maskuline" oder "geschlechtslose" Frau dar: Im Mythos ist Penthesilea, die schöne Amazonenkönigin, die Geliebte des griechischen Helden Theseus. Die Amazone ist ein uraltes und archetypisches Bild der weltlichen Fähigkeiten und Stärken, die im weiblichen Prinzip enthalten sind. Und dieser Impuls zu Errungenschaften in der konkreten Welt ist Teil der Struktur Ihres inneren Wesens, ob Sie sich dessen bewußt sind oder nicht. Es ist allerdings denkbar, daß Sie diese Energie während Ihrer Kindheit bei Ihrer Mutter frustriert sahen, denn vielleicht waren ihr eine Karriere oder berufliches Ansehen - infolge mangelnder Gelegenheit oder persönlicher Unsicherheit - versagt geblieben. Deshalb müssen Sie möglicherweise Ihre eigenen, unbewußten Konflikte und Unsicherheiten entwirren - sowohl in bezug auf Erfolg und materielle Errungenschaften in Ihrem Berufsleben als auch in Ihrer Beziehung zu Ihrem Partner.

Wahrscheinlich sahen Sie sehr viel Ausdauer, Entschlossenheit und Verantwortungsbewußtsein bei Ihrer Mutter. Auch Sie selbst besitzen diese Eigenschaften im Überfluß, selbst wenn Sie dies bisher nicht richtig äußern konnten. Mit der Geduld, dem Realismus und der Fähigkeit zur Hingabe Ihres inneren Frauenbildes sind Sie bestens gerüstet, um hart und unbeirrbar auf jedes weltliche Ziel hinzuarbeiten, das Sie sich setzen. Daher wäre es sehr vorteilhaft für Sie, ein aussichtsreiches Berufsleben zu haben, das unabhängig von Ihrer Beziehung zu Tom ist. Doch vielleicht war Ihre Mutter aufgrund ihres starken Sicherheitsbedürfnisses und ihrer Abhängigkeit von allgemeiner Zustimmung in ihren weltlichen Bestrebungen frustriert. Dadurch wurde sie unabsichtlich vielleicht sehr kritisch Ihnen und Ihren Fähigkeiten gegenüber - nicht weil sie ihre Tochter nicht geliebt oder nicht das Beste für sie gewollt hätte, sondern weil sie die Last des unbewußten Neides tragen mußte, der ihr aus ihrer eigenen Frustration entstanden war. Deshalb erlebten Sie wahrscheinlich, daß Ihre Zuversicht ein Stück weit untergraben wurde, und daher könnte es sich als sehr hilfreich für Sie erweisen, die Bereiche Ihres Lebens genauer zu untersuchen, in denen Sie Angst davor haben, Risiken einzugehen oder Ihre Talente am Markt zu erproben. Wenn Sie Ihre Potentiale nicht ausschöpfen, so wird das vermutlich nicht daran liegen, daß Sie dazu keine Möglichkeiten hätten, sondern allenfalls daran, daß Sie Angst davor haben, es zu versuchen.

Ihr inneres Frauenbild gibt Ihnen viel Energie, Kampfgeist und ein Bedürfnis nach Herausforderungen und Dramatik, das allein durch Ihre Beziehung nicht völlig abgedeckt werden kann. Das liegt nicht daran, daß mit der Beziehung etwas nicht "stimmen" würde, sondern einfach daran, daß kein Mensch die emotionalen und kreativen Bedürfnisse eines anderen ganz befriedigen kann. Sie brauchen eine Bühne, auf der Sie sich darstellen können, und Sie brauchen etwas Wertvolles, dem Sie sich widmen können. Sie besitzen die Vitalität und den Einfallsreichtum, um in weltlicher Hinsicht viel zu erreichen. Doch es ist denkbar, daß Sie diesen energischen Kampfgeist in Ihrer Kindheit bei Ihrer Mutter blockiert oder behindert sahen. Folglich mußten Sie sich möglicherweise mit ihrem unbewußten Neid und Zorn auseinandersetzen, der sich auf verschiedene Art und Weise verdeckt äußerte. Das heißt zwar nicht, daß Sie "schlechte" Eltern hatten oder nicht geliebt worden wären, doch wahrscheinlich mußten Sie ein gewisses Maß an Kritik oder unerfüllbaren Erwartungen ertragen, wodurch Ihr Vertrauen in Ihre eigenen Fähigkeiten möglicherweise untergraben wurde. Da Sie ein starkes Bedürfnis danach haben, sich durch irgendeine Karriere Achtung und Anerkennung zu verschaffen, sollten Sie sich Ihre Ziele möglichst hoch stecken. Doch vielleicht müssen Sie auch einige sehr verwickelte Fäden entwirren, die mit dem unbewußten Neid und Konkurrenzdenken aus Ihrer Kindheit zu tun haben. Und vielleicht müssen Sie auch sehr genau und objektiv Ihre Angst davor untersuchen, ebenso wie Ihre Mutter gefangen und behindert zu werden. Denn diese Angst kann es Ihnen sehr schwer machen, ein brauchbares Gleichgewicht zwischen Ihren beruflichen Zielen und den emotionalen Erfordernissen Ihrer Beziehung herzustellen.

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Zum Erfolg berufen

Ihr inneres Frauenbild zeigt auch etwas sehr Konkurrenzbewußtes, und deshalb ist es sehr wichtig für Sie, die richtigen beruflichen Herausforderungen zu finden. In dieser Hinsicht wäre es wohl am besten für Sie, sich die Selbständigkeit und die Unabhängigkeit von irgendwelchen Hierarchien und Organisationen zum Ziel zu nehmen, die Ihre kreative Fantasie und Initiative ersticken könnten.

Sie haben mehr als nur ein bißchen von einer Schauspielerin und wären wohl kaum damit zufrieden, in aller Ruhe einem finanziell einträglichen Beruf nachzugehen, der Ihnen keinerlei Beifall einbringt. Da Sie die Möglichkeit brauchen, irgendwo in Ihrem Leben im Mittelpunkt zu stehen, ist es besonders wichtig, daß Sie diese führende Rolle außerhalb Ihrer Beziehung zu Tom spielen. Denn wenn Sie dieses Bedürfnis nach Anerkennung unterdrücken, können Sie äußerst eifersüchtig und böse werden, wenn es Ihrem Partner gelingt, die Beifallsstürme auszulösen, die Sie insgeheim so gern für sich selbst hätten. Wahrscheinlich geht es in Ihrem beruflichen und persönlichen Leben häufig um Neid - um Ihren Neid auf andere und um den Neid anderer auf Sie. Besondere Schwierigkeiten ergeben sich vermutlich aus der Konkurrenz mit anderen Frauen. Es ist gut vorstellbar, daß es zwischen Ihnen und Ihrer Mutter sehr viel unbewußten Neid und Konkurrenz gab, wobei dies eine tiefe gegenseitige Liebe keineswegs ausschließt. Doch unbewußt werden Sie bei Ihrem Umgang mit dem eigenen Geschlecht vielleicht in diese Situation zurückversetzt, in Ihrem beruflichen Leben ebenso wie in Ihrer Beziehung zu Tom. Am wichtigsten ist, daß Sie ehrlich kämpfen und gewinnen, indem Sie ein besonderes, individuelles Ziel in der Welt erreichen - mit allem Beifall, den dies nach sich zieht. Das könnte dazu beitragen, jegliche Wunden aus Ihrer Kindheit zu heilen, und es würde Ihnen Ihr Selbstvertrauen zurückgeben und es festigen.

Ihr dynamisches und fähiges inneres Frauenbild, das ein so wichtiger Teil Ihres weiblichen Wesens ist, braucht dringend Möglichkeiten, um sich in der Außenwelt darzustellen, so daß Sie die kreativen Anregungen und Herausforderungen finden, die Sie brauchen, um sich erfüllt und lebendig zu fühlen. Das steht in keiner Weise Ihrer Fähigkeit entgegen, Ihre Zufriedenheit in der Beziehung zu Tom zu finden, und es verlangt auch keine aggressive oder militante soziale oder politische Einstellung von Ihnen. Das innere Bild der Amazone richtet sich nicht gegen Männer oder gegen die herkömmlicheren weiblichen Eigenschaften. Statt dessen trägt es etwas Positives und Dynamisches zu Ihrem eigenen Wesen bei und gibt Ihnen die Möglichkeit, große Genugtuung und Zufriedenheit zu finden, indem Sie weltlichen Zielen nachgehen und materielle oder kreative Selbständigkeit erlangen. Wenn Sie sich darin behindert fühlen, so liegt es nicht daran, daß alle Welt "sexistisch" wäre. Viel wahrscheinlicher ist, daß Sie - aufgrund dessen, was Sie in Ihrer Kindheit sahen - unbewußt sehr negative Erwartungen und Vorstellungen haben. Ihre eigene unbewußte Wut kann Ihnen viel mehr Ärger machen als jede kollektive Vorstellung, die Ihnen in der Außenwelt begegnen mag. Sie sind weder die Erlöserin Ihrer Mutter noch eine Zielscheibe für deren Wut und Frustration. Und wenn Sie sich einsichtig, mitfühlend und realistisch mit diesen Dingen auseinandersetzen, werden Sie auch das höchst individuelle Gleichgewicht herstellen können, das Sie brauchen, um sowohl eine stabile Beziehung als auch den Lohn eines fruchtbaren Arbeitslebens genießen zu können.

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2. Grundlegende Beziehungsstrukturen bei Tom

Auch Tom trägt Bilder und Reaktionsweisen in sich, die durch die Beziehung angesprochen werden. Daher ist Ihr Partner sehr offen für die Möglichkeiten zur Verwandlung in der Beziehung. Und auch wenn dies manchmal Konflikte und unangenehme Auseinandersetzungen mit sich selbst bedeutet, kann er als Ergebnis all dessen tiefgreifende und positive Veränderungen erfahren.

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Die Verkörperung des Geistes

Was auch immer Ihr Partner bewußt als "männlich" definieren würde, in seinem Inneren gibt es ein Bild vom Mann als Freigeist und ewig Jugendlichen, dem Liebling der Götter, und seine Beziehung zu Ihnen belebt dieses Bild sehr stark. In der Mythologie wird dies am besten durch Hermes dargestellt: Er ist der Gott der Gauner und Diebe, der Schutzherr der Reisenden und Kaufleute, und der Vermittler zwischen Himmel und Erde. Auch wenn dieses vielseitige und jugendliche Bild sich nicht mit "machistischen" oder konventionell patriarchalischen Vorstellungen von Männlichkeit verträgt, ist es doch eine uralte und archetypische Darstellung einer bestimmten Seite der Männlichkeit, und, ob Ihr Partner sich dessen bewußt ist oder nicht, es ist Teil des Gewebes, aus dem seine innere Welt besteht. Die kreativsten Seiten dieses inneren Bildes sind die Abenteuerlust, der kluge, inspirierte, unerschöpfliche Geist und die Fähigkeit, das Leben - ohne Ansehen des Alters oder der äußeren Umstände - immer als interessant und voller neuer Möglichkeiten zu empfinden.

In der inneren, jugendlichen Vorstellung Ihres Partners von Männlichkeit steckt auch sehr viel Ausgelassenheit und Übermut, und wahrscheinlich hat er, wenn auch unbewußt, das Gefühl, er sollte der moralischen Grenzen und materiellen Bürden der "gewöhnlichen Leute" enthoben sein. Da er sich als etwas Besonderes fühlt, widerstreben ihm vielleicht nicht nur die Verpflichtungen und Einschränkungen, die jede tiefere Beziehung mit sich bringt, sondern sogar grundlegende menschliche Entwicklungsschritte wie z.B. das Altern oder das Einstehen für die Folgen seiner Entscheidungen. Auch wenn er sich dessen nicht bewußt ist: Er neigt zu dem dauernden Versuch, dem tristen gewöhnlichen Leben auf verschiedene Art und Weise zu entkommen; das kann das großartige Drama einer geheimen Liebesaffäre sein, eine aufregende Reise, die Herausforderung in einem gefährlichen Sport oder einfach eine selbstgeschaffene Phantasiewelt, in der die Gegenwart (einschließlich Ihrer Partnerschaft) eigentlich provisorisch ist und das "wirkliche Leben" immer irgendwo in der Zukunft liegt. Was diesen Fluchttendenzen eigentlich zugrunde liegt, ist eine tiefgreifende Abneigung gegen die eigene Sterblichkeit, denn der mythische ewig Jugendliche ist ein Kind der Götter. Doch wenn Ihr Partner keinen wirklich guten Ausdruck für dieses innere Bild findet, liegt es vielleicht auch daran, daß er in seiner Kindheit seinen Vater als Gefangenen erlebte, wütend darüber, daß sein Leben vorübergeht. Tom ist wirklich etwas Besonderes - auch wenn das nicht bedeutet, daß er besser ist als andere -, denn er besitzt eine reiche und fruchtbare Phantasie, ein großzügiges Herz und einen Sinn für Spaß und Abenteuer, der sich nicht unterdrücken läßt.

Doch als Ausgleich für diesen hochfliegenden Geist hat Tom wahrscheinlich andere Stärken entwickelt und den ewig Jugendlichen vielleicht sogar aus seinem Bewußtsein und seinem Leben vertrieben, weil er im Widerspruch zu anderen Seiten seines Charakters steht.

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Die Herausforderungen der Realität

Es gibt auch eine Seite am Wesen Ihres Partners, die sehr verantwortungsvoll ist und fast zwanghaft dazu neigt, sich materielle Sicherheit und allgemeine Zustimmung zu verschaffen. So hat er vielleicht Schuldgefühle wegen seiner Sehnsucht nach grenzenlosen Horizonten, weil sie ihm irgendwie "selbstsüchtig und verantwortungslos" erscheint. Wenn er ein Gleichgewicht zwischen dieser nüchterneren Seite seiner Männlichkeit und dem fröhlichen, expansiven Geist des ewig Jugendlichen findet, kann er sowohl seinen schöpferischen und intuitiven Gaben gerecht werden und sie umsetzen als auch die Zufriedenheit eines gesetzteren Lebens mit Ihnen genießen.

Doch wahrscheinlich fühlt er sich zwischen Bindung und Freizügigkeit hin- und hergerissen. Vielleicht versucht er das, was er als die verantwortungslosen Anteile in sich selbst ansieht, mit einem überentwickelten Pflichtgefühl und einer materiellen Ambitioniertheit zu bekämpfen. Das geht letztlich auf seine tiefe Angst zurück, nicht seine finanzielle, sondern seine emotionale Sicherheit zu verlieren. Um es einfach zu sagen: Im Grunde schätzt er sich selbst nicht genug, und dadurch wird er viel zu empfänglich für das, was "die Leute" sagen. Dann wird der ewig Jugendliche ausschließlich auf solche außerplanmäßige Aktivitäten beschränkt, denen er nachgehen kann, ohne das Netz seiner materiellen oder sozialen Stabilität zu gefährden. Das kann jedoch nur zu großer Frustration, Depressionen und dem Gefühl führen, behindert und gefangen zu sein. Wahrscheinlich sah Ihr Partner auch seinen Vater zwischen dem Freigeist und dem Familienvater hin- und hergerissen und steht nun vor dem gleichen archetypischen Problem, unter dem auch jener zu leiden hatte. Vielleicht bemerkt er auch, daß es dem ausgelassenen ewig Jugendlichen sehr schwer fällt, jegliche äußere Autorität anzuerkennen, die irgendwelche Regeln aufstellt. Auch wenn er versucht, sich hinter sehr soliden weltlichen Strukturen zu verbarrikadieren, wehrt sich etwas Rebellisches oder Trotziges in ihm vielleicht unbewußt gegen patriarchalische Gestalten und Institutionen - seien es Arbeitgeber, das Finanzamt, die Polizei oder irgendein anderer "Vaterersatz", die seine zunehmende Freiheit und Kreativität beschneiden. In seiner Beziehung zu Ihnen schwankt Ihr Partner daher vielleicht zwischen einem Gefühl der Eingeschränktheit und einem Gefühl der Verantwortung, das in seiner Übertriebenheit wiederum Sie einschränkt. Doch möglicherweise liegt das Problem nicht in der Beziehung, sondern in einem inneren Konflikt, der völlig unabhängig von Ihnen besteht. Und diesen Konflikt kann Ihr Partner erst lösen, wenn er seine Sicherheit anstatt in äußeren Strukturen in seiner Selbstachtung und seinem Selbstwertgefühl findet.

So findet der Geist des ewig Jugendlichen in Tom, der so treffend durch Hermes, den Schutzherrn der Reisenden, dargestellt wird, einen Ausgleich in einer stabileren und potentiell sehr positiven bewahrenden Seite seines Wesens. Dies kann ihm die Stärke, Ausdauer und Geduld geben, um seine Inspirationen durch Arbeit oder kreative Projekte umzusetzen, die in materieller, emotionaler und spiritueller Hinsicht lohnend sind. Dieser innere Gegensatz kann ihm auch helfen, in seiner Beziehung zu Ihnen eine sehr seltene Verbindung von Spaß und Aufregung mit Treue und Hingabe herzustellen. Doch es kann wichtig für ihn sein, die Tatsache zu akzeptieren, daß er die Extremformen dieser beiden Charakteranteile irgendwie einschränken muß, wenn er, anstatt sich in einem ständigen inneren Kriegszustand zu befinden, einigermaßen harmonisch damit leben will. Auch wenn er sich dadurch emotional sicherer fühlt: Allzuviel materielle Sicherheit ist nicht gut für ihn, denn er braucht Spontaneität und Auslauf. Er würde gut daran tun, gemeinsam mit Ihnen auf eine Beziehung hinzuarbeiten, die Ihnen beiden viele Möglichkeiten zu Abenteuer, Freiheit, gemeinsamen kreativen Projekten und auch zu Wachstum und Entwicklung bietet. Umgekehrt ist auch zu viel Ungebundenheit nicht gut für ihn, denn er braucht in irgendeiner Form die Geborgenheit eines stabilen häuslichen Lebens.

Das archetypische Bild des Hermes, des ewig Jugendlichen und Schutzherrn der Reisenden und Wanderer, ist zutiefst mit dem Innenleben Ihres Partners verbunden und hat einen starken Einfluß auf die Art seiner Männlichkeit, sowohl in seiner Beziehung zu Ihnen als auch in seinem Umgang mit der Außenwelt. Es ist ein überaus kreativer Geist, der dem Leben Ihres Partners Visionen, Enthusiasmus und unerschöpfliche Hoffnung geben kann - trotz der Tatsache, daß er für die eher einschränkenden Seiten eines traditionellen Familienlebens vielleicht weniger geeignet ist. Obwohl Tom ein gewisses Maß an Struktur und Verantwortung braucht, um diesen inneren Geist zu formen und umzusetzen, muß er ihm doch auch Gehör schenken, wenn er Bewegungsfreiheit verlangt. Wenn Tom ihm in seiner Beziehung, bei der Arbeit und bei seinen Freizeitaktivitäten viel Auslauf und Gelegenheit zum Träumen bietet, wird er sehen, daß dies die stabilen Strukturen, die er sich aufgebaut hat, nicht umstürzen wird. Wenn er den ewig Jugendlichen in sich jedoch verleugnet, wird dieser das Gebäude entweder durch Handlungen oder durch Depressionen und psychosomatische Symptome Ihres Partners zum Einsturz bringen. Und wenn er ihn nicht mit etwas weltlichem Realismus und Disziplin ausgleicht, wird jener dafür sorgen, daß Ihr Partner ständig ein provisorisches Leben führt, dem die Substanz fehlt, und das nichts anderes hervorbringt als ein ständiges "Eines Tages...". Wenn er sich den Geist des Hermes aber bewahren kann, ohne ihn zu erdrücken, wird sich für ihn alles erfüllen.

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KAPITEL V.

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SCHLUSSWORT

Verschiedene psychologische Forscher und auch die Dramatiker, Dichter und Romanciers aller Zeiten haben uns immer wieder gezeigt, daß wir ohne Beziehungen nie ein Bewußtsein von uns selbst erlangen würden. Wir brauchen einen anderen Menschen, um unser wahres Selbst in ihm gespiegelt zu sehen, sei es auf der oberflächlichen Ebene unseres äußeren Eindrucks oder auf der tiefgründigen Ebene unserer wesentlichen Identität. Plato schrieb einmal, daß wir im Gesicht des geliebten Menschen etwas von den Göttern sehen können, die über unsere eigene Seele herrschen; dem wäre noch hinzuzufügen, daß wir dort auch etwas von unseren persönlichen Teufeln sehen. Kein Horoskop - ob mit den Fähigkeiten eines individuellen Astrologen gedeutet oder innerhalb der beschränkteren Möglichkeiten eines Computers - kann uns sagen, ob wir uns auf einen bestimmten Menschen einlassen sollen oder nicht, und es kann uns auch nicht verraten, ob eine Beziehung "gut" oder "schlecht" ist und ob sie dauerhaft sein wird. Letztlich machen menschliche Entscheidungsfreiheit, menschliche Kreativität und menschliche Zwänge auch die sorgfältigsten psychologischen und astrologischen Vorhersagen zunichte. Doch größere Einsicht in das, was uns zu einem anderen Menschen hinzieht, was zwischen diesem Menschen und uns entsteht und wie es uns verändert, ermöglicht es uns, freier, kreativer und weniger zwanghaft zu sein. Wenn eine Beziehung Tiefe und Kraft zur Verwandlung hat, wird sie uns irgendwann unweigerlich Schmerz bereiten - besonders den Schmerz, ein altes und abgetragenes Selbst hinter sich lassen zu müssen. Wenn wir einsehen können, daß wir nur im Mutterleib wirklich den gemeinsamen Herzschlag genießen können, können wir sowohl realistisch als auch idealistisch an unsere Beziehungen herangehen. Die Alchemisten des Mittelalters wußten, daß das Gold, das sie suchten, kein metallisches, sondern menschliches Gold war. Wenn wir etwas von dieser Vorstellung wiederentdecken können, sind wir besser dafür gerüstet, das große und geheimnisvolle alchemistische Werk zu vollziehen, einen anderen Menschen zu lieben. to top

ANHANG

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Der Blickwinkel des Beziehungshoroskops

Liz Greene ging bei der Entwicklung des Beziehungshoroskops von der Situation aus, in der sie sich typischerweise befindet, wenn eine Klientin oder ein Klient zur Besprechung des Themas Partnerschaft zu ihr kommt: Es handelt sich um eine Beziehung, die über eine gewisse Zeit hinweg bestanden hat und auch gelebt wurde, mindestens ein bis zwei Jahre. Die Zeit der ersten Verliebtheit ist vorbei, auch die Schattenseiten beider Beteiligten sind bereits zum Vorschein gekommen mit entsprechenden Problemen und Konflikten, auch wenn diese nicht unbedingt ausgetragen wurden.
Meistens interessieren sich nicht beide Partner gleichzeitig für eine astrologische Analyse ihrer Beziehung, sondern das Interesse geht klar von einem der Partner aus: von Ihnen. Sie kommen alleine in die Beratung und unterhalten sich mit der Astrologin über Ihre Beziehung zu Tom. Entsprechend ist auch der Text des Beziehungshoroskops verfaßt: Er richtet sich an Sie als diejenige, die die Analyse bestellt hat, und von Tom ist darin in der dritten Person, als "Partner" die Rede. Die Anrede der beiden Personen ist also nicht symmetrisch, sondern es wird nur eine Person angesprochen. Der Inhalt ist dennoch weitgehend symmetrisch auf beide bezogen.

Falls Sie das Beziehungshoroskop auch Ihrem Partner zum Lesen geben wollen: Wir sind der Meinung, daß es Tom ohne weiteres zuzumuten ist, beim Lesen entsprechend umzudenken. Wenn Ihnen oder Ihrem Partner das jedoch zu mühsam erscheint, so können Sie gerne ein zweites Exemplar des Beziehungshoroskops bestellen, das aus dem umgekehrten Blickwinkel geschrieben ist. Darin ist Tom dann der Angesprochene, und Sie kommen in der dritten Person, als Partnerin darin vor.
Wenn Sie das umgekehrte Beziehungshoroskop bestellen möchten, tun Sie dies am besten per E-mail an order@astro.com. Zur Bestellung geben Sie bitte den Bestellcode TPR und die vollständige Nummer des vorliegenden Beziehungshoroskops an. Diese Nummer finden Sie im Titelfenster oder unten links auf jeder Seite. Der Preis des Zweitexemplars ist gegenüber dem normalen Preis stark reduziert.

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Astrologische Technik

Zur Erstellung des Beziehungshoroskops werden drei Horoskope untersucht: die beiden Einzelhoroskope und das nach der Schnittpunktmethode erstellte Composit-Horoskop. Es werden zur Zusammenstellung des Deutungstexts vor allem folgende astrologische Faktoren berücksichtigt: Gegenseitige Aspekte zwischen den Einzelhoroskopen, dominante Themen im Composit, Aspekte zwischen Composit und Einzelhoroskopen sowie Themen im Einzelhoroskop unter Berücksichtigung von Auslösungen durch den Partner und das Composit.

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Weiterführende Lektüre

Im Beziehungshoroskop sind viele Elemente Ihrer beiden Einzelhoroskope angesprochen, vor allem solche, die für das Thema "Beziehung" relevant sind. Vielleicht interessieren Sie oder Ihr Partner sich aber nach der Lektüre dieses Horoskops für eine umfassendere Analyse Ihrer eigenen Persönlichkeit, nicht nur unter dem Blickwinkel "Beziehung". In diesem Fall empfehlen wir Ihnen das
PSYCHOLOGISCHE HOROSKOP
von Liz Greene (ebenfalls bei uns erhältlich).

Empfehlenswerte astrologische Literatur zum Thema Partnerschaft:

Sage mir Dein Sternzeichen..., von Liz Greene: eine amüsante und dennoch tiefsinnige Betrachtung der Sternzeichen in Hinblick auf das zwischenmenschliche Zusammenleben.

Kosmos und Seele, von Liz Greene: ein tiefenpsychologisches Buch zum Thema Astrologie und Partnerschaft.

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Astrologische Daten für Beziehungshoroskop
für Rita Wilson (weiblich)
geboren 26. Oktober 1956 Uhrzeit: 9:03
in Los Angeles, CA (US) Weltzeit: 17:03
118w15, 34n03 Sternzeit: 11:30:10

PLANETENSTELLUNGEN
Planet Zeichen Grad
Sonne Skorpion 3°15'36 in Haus 11
Mond Löwe 2°43'06 in Haus 8
Merkur Waage 22°15'36 in Haus 11
Venus Jungfrau 23°54'53 in Haus 10
Mars Fische 14°51'01 in Haus 3
Jupiter Jungfrau 22°53'06 in Haus 10
Saturn Schütze 1°39'52 in Haus 12
Uranus Löwe 6°51'50 in Haus 8
Neptun Skorpion 0°16'24 in Haus 11
Pluto Jungfrau 0°07'22 in Haus 9
Mondkn.(w) Skorpion 29°16'40 in Haus 12
Chiron Wassermann 6°30'23 in Haus 2

HÄUSERSTELLUNGEN (Placidus)
Aszendent Schütze 8°37'53
2. Haus Steinbock 10°29'32
3. Haus Wassermann 16°22'37
Imum Coeli Fische 21°52'44
5. Haus Widder 22°14'53
6. Haus Stier 17°05'18
Deszendent Zwillinge 8°37'53
8. Haus Krebs 10°29'32
9. Haus Löwe 16°22'37
Medium Coeli Jungfrau 21°52'44
11. Haus Waage 22°14'53
12. Haus Skorpion 17°05'18

und Tom Hanks (männlich)
geboren 9. Juli 1956 Uhrzeit: 11:17
in Concord, CA (US) Weltzeit: 18:17
122w02, 37n59 Sternzeit: 05:19:30

PLANETENSTELLUNGEN
Planet Zeichen Grad
Sonne Krebs 17°28'36 in Haus 10
Mond Löwe 9°51'55 in Haus 11
Merkur Krebs 5°47'20 in Haus 10
Venus Zwillinge 22°50'10 in Haus 10
Mars Fische 17°20'09 in Haus 6
Jupiter Jungfrau 0°21'39 in Haus 12
Saturn Skorpion 26°30'56 in Haus 3
Uranus Löwe 1°39'14 in Haus 11
Neptun Waage 27°38'41 in Haus 2
Pluto Löwe 26°59'36 in Haus 12
Mondkn.(w) Schütze 7°31'51 in Haus 3
Chiron Wassermann 10°14'54 in Haus 5

HÄUSERSTELLUNGEN (Placidus)
Aszendent Jungfrau 21°45'30
2. Haus Waage 17°37'28
3. Haus Skorpion 17°42'04
Imum Coeli Schütze 20°41'40
5. Haus Steinbock 23°54'33
6. Haus Wassermann 24°40'18
Deszendent Fische 21°45'30
8. Haus Widder 17°37'28
9. Haus Stier 17°42'04
Medium Coeli Zwillinge 20°41'40
11. Haus Krebs 23°54'33
12. Haus Löwe 24°40'18

Gemeinsames Composit-Horoskop

PLANETENSTELLUNGEN
Planet Zeichen Grad
Sonne Jungfrau 10°22'06 in Haus 11
Mond Löwe 6°17'30 in Haus 10
Merkur Löwe 29°01'28 in Haus 10
Venus Löwe 8°22'32 in Haus 10
Mars Fische 16°05'35 in Haus 5
Jupiter Jungfrau 11°37'23 in Haus 11
Saturn Skorpion 29°05'24 in Haus 2
Uranus Löwe 4°15'32 in Haus 9
Neptun Waage 28°57'33 in Haus 12
Pluto Löwe 28°33'29 in Haus 10
Mondkn.(w) Schütze 3°24'16 in Haus 2
Chiron Wassermann 8°22'39 in Haus 4

HÄUSERSTELLUNGEN (Placidus)
Aszendent Skorpion 0°11'42
2. Haus Skorpion 29°03'30
3. Haus Steinbock 2°02'20
Imum Coeli Wassermann 6°17'12
5. Haus Fische 8°04'43
6. Haus Widder 5°52'48
Deszendent Stier 0°11'42
8. Haus Stier 29°03'30
9. Haus Krebs 2°02'20
Medium Coeli Löwe 6°17'12
11. Haus Jungfrau 8°04'43
12. Haus Waage 5°52'48