Auszüge aus:
Diese Textauszüge stammen aus dem Berufshoroskop "Beruf und Berufung. Die Texte sowie die astrologische Methode stammen von Liz Greene. Viele Teile eines Horoskopes sind nur für die betroffene Person verständlich und relevant; wir veröffentlichen die Horoskopdeutungen deshalb hier nur auszugsweise. An der Textbasis wurde jedoch weder ergänzt noch hinzugefügt. Ungekürzte Versionen anderer Horoskope und Persönlichkeiten finden Sie auf unserer Seite mit Beispielhoroskopen.
Text: Liz Greene
Programmierung: Alois Treindl
Nutzen Sie Ihre Beziehungsfähigkeit, um anderen zu helfen
Sie haben Phantasie und verfügen über die seltene
und subtile Gabe des Herzens, sich leicht in die innere Welt
anderer Menschen hineinzuversetzen. Sie fühlen, was in anderen
vorgeht und haben Zugang zu den tiefen Schichten des Unbewußten.
Mit diesen besonderen Fähigkeiten eignen Sie sich hervorragend
für eine Arbeit mit Menschen. Sie können deren Talente
fördern und ihnen helfen, ihre Wunden zu heilen. Sie können
sich aber auch in jenen Bereichen der kreativen Kunst beweisen,
wo Sie Ihren Gefühlen und Ihrer Phantasie freien Lauf lassen
können; vielleicht aber auch in wissenschaftlichen Bereichen,
wo eine sehr starke Intuition erforderlich ist. Obwohl Sicherheit
Ihnen wichtig ist, brauchen Sie mit Ihrer Empfindsamkeit und
Ihrer Kultiviertheit ein Arbeitsumfeld, in dem der Mensch mehr
zählt als materieller Erfolg. Auch Flexibilität sollte
wichtiger sein als ein rigider Zeitplan und eine Reihe von Vorschriften.
Vermutlich können Sie große akademische Leistungen
erbringen und schätzen intellektuelle Herausforderungen.
Aber dem, was Sie tun, müssen Sie sich auch emotional verbunden
und verpflichtet fühlen, selbst wenn Sie im naturwissenschaftlichen
oder akademischen Bereich arbeiten. Außerdem müssen
Sie davon überzeugt sein, daß Ihre Arbeit auch dem
Wohle anderer Menschen dient. Ob Sie nun direkt mit anderen Menschen
zusammenarbeiten, oder Ihren Beitrag auf subtilere Art und Weise
mit eher künstlerischer Arbeit leisten. Letztlich bilden
Ihr Einfühlungsvermögen und Ihr intuitives Gespür
für die Einheit des Universums die Eckpfeiler Ihrer Ausrichtung
im Leben.
Die irdische Welt mit einer romantischen Vision bereichern
Was immer auch Ihre Talente und Fähigkeiten sein mögen,
grundsätzlich sind Sie ein Romantiker, eher im literatischen
als im üblichen Sinne des Wortes. Das bedeutet, daß Sie
sicher sein müssen, mit einer höheren oder tieferen
Ebene des Lebens verbunden zu sein, und daß Ihre Arbeit
auf irgendeine Weise einen Beitrag zu dieser alternativen Realität
darstellt. Selbst wenn Sie eher naturwissenschaftlich denken,
verfügen Sie über eine ganzheitliche Ansicht dieser
Welt, in die die reinen Fakten eingebettet sein müssen und über
eine religiöse Natur, die sowohl von der Wissenschaft als
auch von der Kunst fordert, daß sie etwas Größerem
dient. Die materielle Welt könnte für Sie niemals ein
Ziel an sich sein; und selbst wenn Sie die Dinge, die man mit
Geld kaufen kann, genießen, gibt Geld allein Ihnen niemals
Zufriedenheit in Ihrem Beruf. Ihre Arbeit muß Ihre Phantasie
anregen, Ihre intellektuelle Neugier befriedigen, Ihnen das Gefühl
geben, mit den Geheimnissen des Lebens verbunden zu sein, und
- an erster Stelle - Ihnen das Gefühl vermitteln, daß sie
einem guten Zweck dient. Diese Anforderungen sind zwar nicht
unerfüllbar, schließen aber auch viele Bereiche aus,
besonders diejenigen, deren Hauptmotivation materieller Erfolg
ist. Sie wollen spüren, daß Sie der Welt in irgendeiner
Weise helfen oder einen guten Beitrag leisten. Ihre Ideale sind
Ihnen außerordentlich wichtig, und Ihre Arbeit muß zumindest
einen Teil dieser Ideale erfüllen. Wenn das nicht der Fall
ist, werden Sie vermutlich unzufrieden sein, selbst wenn Sie
ein hohes Gehalt beziehen.
Eine freundliche Arbeitsatmosphäre
Sie haben klare und deutliche Vorstellungen davon, wie Dinge getan werden und wie Menschen einander behandeln sollten und auch davon, wie die Welt ein besserer Ort werden könnte. Allerdings besitzen Sie nicht jene aggressive Art, mit der Sie in Bereichen arbeiten könnten, wo solche Veränderungen gewaltsam vonstatten gehen, oder wo Sie Ihre Ellbogen gebrauchen müssen, um sich Ihren Weg zu bahnen. Sie ziehen eine freundliche und versöhnliche Vorgehensweise vor. Wenn Sie das Gefühl haben, ausgenutzt zu werden, merken Sie vielleicht erst sehr spät, wie zornig Sie eigentlich darüber sind. Obwohl Sie für eine Sache kämpfen können, fällt es Ihnen schwer, sich für Ihre eigenen Interessen einzusetzen. Manchmal dient Ihnen Ihr Zorn auch als eine Art Schutzschild, um zu verbergen, wie verletzt und betrübt Sie sind, wenn andere Ihre Ideale mißachten oder sie nicht ernst nehmen. Früher haben Sie sich eventuell für Psychologie oder Jura interessiert, und vielleicht tun Sie das immer noch. Allerdings erleben Sie hier immer wieder Konflikte mit denjenigen, deren Methoden und Moralvorstellungen eher fragwürdig sind. Konflikte aber verabscheuen Sie zutiefst, trotz Ihrer Klarheit im Denken. Zu viele Konflikte im Beruf können dazu führen, daß Sie sich sehr niedergeschlagen fühlen, wenn sie nicht sogar körperliche Symptome auslösen; und da Sie nicht sonderlich gut mit primitiven Gefühlen wie Zorn umgehen können, unterdrücken Sie vermutlich deren Ausdruck, so daß sie auf indirektem Weg an die Oberfläche kommen.
Das Bedürfnis zu glänzen
Ihre phantasievolle, idealistische Natur sucht nach dem Gefühl,
daß das Leben reich an Leidenschaftlichkeit, Farbe, Helligkeit
und edlen Gefühlen ist. Mit diesem Gefühl für
Dramatik eignen Sie sich dafür, in vielen Bereichen der
Kunst gut zurechtzukommen, ob nun als Künstler oder als
Promoter oder Lehrer. Das Theater dürfte ein faszinierender
Arbeitsplatz für Sie sein. Vielleicht fühlen Sie sich
auch zu Literatur, dem Verlagswesen oder dem Aufbau eines eigenen
Beratungsdienstes hingezogen. Der Schlüssel zur Erfüllung
in all diesen Bereichen liegt in Ihrer Fähigkeit, Ihre eigenen
hohen Maßstäbe und Ihren Ehrenkodex mit der äußeren
Arbeitsumgebung in Übereinstimmung zu bringen. Sie müssen
aber auch glänzen können. Sie werden nicht glücklich
sein, wenn Sie Ihr Licht unter den Scheffel stellen oder sich
nur um die Bedürfnisse anderer kümmern. Sie brauchen
auch ausreichende Anerkennung für Ihre eigenen Bemühungen
und kreativen Ideen. Wenn Sie nur als kleines Rädchen in
einer riesigen Institution oder Gesellschaft fungieren, regen
Sie sich mit Sicherheit auf und sind zornig, deprimiert, gelangweilt,
und fühlen sich frustriert. Sie müssen das Gefühl
haben, daß Sie irgendwann, wenn nicht sofort, Anerkennung
erhalten für das, was Sie tun und wichtiger noch, für
Ihre Individualität. Der Ausdruck Ihrer Individualität
ist lebensnotwendig für Sie, um gut zu arbeiten. Daher müssen
Sie eine Position anstreben, wo Sie als Individuum wichtig sind
und nicht in Uniformität eingeengt werden. Es macht Ihnen
bestimmt keinen Spaß, wenn andere Sie des Lohns berauben,
der Ihnen zusteht.
Mitgefühl als Heilkraft für die Menschen
Obwohl Ihr Blick sich oftmals nach oben richtet, bei Ihrer Suche
nach dem höheren Sinn des Lebens, sind Sie auch außerordentlich
empfänglich für die emotionalen Schwingungen in Ihrer
unmittelbaren Umgebung. Sie reagieren schnell und offen auf den
Schmerz und das Leid anderer Menschen. Da Sie sehr mitfühlend
sind, werden Sie leicht von den Bedürfnissen und Gefühlen
der Menschen in Ihrer Umgebung beeinflußt. Deshalb fühlen
Sie sich vielleicht zu den helfenden Berufen hingezogen; Sie
können das Leid anderer Menschen nicht ignorieren, wie unruhig
Sie sich auch fühlen mögen. Bestimmte Bereiche der
helfenden Berufe würden Ihnen auch liegen. Sie sollten allerdings
sehr achtsam mit Ihren Kapazitäten umgehen, besonders wenn
Sie sich ohne Unterbrechung endlose Litaneien über leidvolle
Erfahrungen anhören. Sie brauchen Licht, Schönheit
und Anmut in Ihrer Arbeitsumgebung. Wenn Sie also in einem helfenden
oder heilenden Bereich arbeiten, sollten Sie dafür sorgen,
daß Sie mit Menschen zusammenarbeiten, die bereit und in
der Lage sind, eine kooperative Arbeitsbeziehung mit Ihnen einzugehen.
Falls Sie sich zum Beispiel für Psychologie interessieren,
wäre es vielleicht erfüllender für Sie, im Bereich
der transpersonalen Psychologie zu arbeiten als in der klinischen
Behandlung ernstlich gestörter Menschen. Das heißt
nicht, daß es Ihnen an Stärke fehlt, oder daß Sie
nicht einfühlsam genug sind. Aber Ihr Blick ist so stark
auf das Schöne und Gute gerichtet, daß zuviel Beschäftigung
mit dem, was sich jeder Heilung widersetzt, Sie depressiv werden
läßt. Sie müssen einen Ausgleich schaffen zwischen
Ihrem Mitgefühl und Ihrer Sehnsucht nach Harmonie, Schönheit
und Sinnfindung.
Was Erfolg wirklich für Sie bedeutet
Wenn Menschen von "Erfolg" sprechen, meinen sie grundsätzlich eine wichtige Position in den Augen der Welt oder einen Beruf, der viel Geld einbringt, mit all den materiellen Vorzügen und Vergnügungen, die das mit sich bringt. Erfolg im tieferen Sinn von Berufung ist aber eine ausgesprochen individuelle Angelegenheit und von Mensch zu Mensch sehr verschieden. Erfolg bedeutet also für jeden etwas anderes und ist auf einer tieferen Ebene mit der Fähigkeit des Einzelnen verbunden, in der äußeren Welt die Werte und Ideale zum Ausdruck zu bringen, die in der inneren Welt am bedeutsamsten sind. Unter diesem Blickwinkel betrachtet, muß Erfolg überhaupt nichts mit Geld oder Status zu tun haben; er hängt vielmehr von innerer Treue und Integrität ab und zeigt mehr die wahre Individualität als einen allgemeinen Konsens, der auf oberflächlichen sozialen oder materiellen Belangen beruht.
Erfolg bedeutet für Sie, daß Sie
der Welt Ihren Stempel aufdrücken können. Sie brauchen
das Gefühl, mit Ihren besonderen Talenten etwas zu bewirken
und mit Ihrer Individualität gesehen und anerkannt zu werden.
Da Ihre Anforderungen ziemlich hoch sind, haben Sie vielleicht
momentan sogar das Gefühl, niemals die Berühmtheit
erlangen zu können, die Sie sich wünschen. Wenn Sie
aber bereit sind, sich mit ganzem Herzen für das zu engagieren,
was Sie lieben, und Ihr Interesse aufrichtig und dauerhaft bleibt,
wird es Ihnen gelingen, den gewünschten Einfluß auch
zu bekommen, selbst wenn es in einem kleinen Rahmen sein sollte.
Sie spüren das tiefe Verlangen, mit Ihren Talenten und Fähigkeiten
eine wertvolle Veränderung in der äußeren Welt
zu schaffen. Verbergen Sie diesen Impuls nicht, nur weil Sie
denken, eventuell zu "egoistisch" zu sein, oder Angst haben,
zu scheitern. Obwohl Sie vielleicht sogar die Vorteile eines
gutbezahlten Jobs genießen, werden Sie Ihr Leben nicht
als sinnvoll und nützlich empfinden, wenn Sie nicht zumindest
eine kleine Veränderung in die Welt bringen können.
Ob Sie nun Anerkennung in der Kunst oder in der Naturwissenschaft
suchen, alleine oder mit anderen zusammen arbeiten, Sie müssen
glänzen können - nicht weil Sie egozentrisch sind,
sondern weil Sie sich lebendig fühlen, wenn Sie sicher sind,
ein wenig mehr Licht in die äußere Welt gebracht zu
haben.
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Information zu "Beruf und Berufung"
Sir Peter Ustinov,
Geb. 16. April 1921, 11.00, London, UK
Gest. 27. März 2004
Sir Peter, wie er überall genannt wurde, wäre am 16. April 2004 83 Jahre alt geworden. „Ich habe viel Liebe bekommen. Aber ich wusste nicht, wie ich sie zurückgeben sollte. Ich hatte keine Brüder und Schwestern. Aber ich habe durch UNICEF einen Weg gefunden. Gott sei Dank. Es ist nie zu spät.“ Mit diesen Worten begründete er seinen jahrzehntelangen Einsatz für das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Seit 1968 setzte sich der weltberühmte Schauspieler und Oscarpreisträger, Schriftsteller, Regisseur, Maler, Bühnenbildner, Geschichtenerzähler, Conferencier und Regisseur für die Rechte der Kinder ein.
Als ehrenamtlicher Botschafter besuchte Sir Peter Hilfsprojekte auf der ganzen Welt und setzte sich mit unzähligen Auftritten, Reden, Artikeln, Konzerten und Pressekonferenzen für benachteiligte Kinder ein. Eng verbunden war Sir Peter mit UNICEF in Deutschland, wo er auch besonders viele Fans hat. „Sir Peter verkörperte etwas, was es in der internationalen Öffentlichkeit sehr selten gibt: eine moralische Autorität. Kreativität, Scharfsinn, Humor und menschliche Wärme gingen in seiner Person eine einmalige Verbindung ein. Die Kinder auf der ganzen Welt haben einen großen Freund verloren“, sagte Reinhard Schlagintweit, Vorsitzender von UNICEF Deutschland.
Sir Peter Ustinov wurde am 16. April 1921 in London geboren. Als Sohn eines Deutschen und einer Französin, die beide russische Vorfahren hatten und in England lebten, wurde ihm das Weltbürgertum in die Wiege gelegt. Mit 16 Jahren kehrte er der Eliteschule Westminster den Rücken, um Schauspieler zu werden. Filme wie Quo Vadis, Spartacus, Topkai sowie seine Darstellung des Meisterdetektivs Hercule Poirot machten ihn zum Weltstar. Aber auch als Autor zahlreicher Erzählungen und Romane, als Opernregisseur und nicht zuletzt als begnadeter Geschichtenerzähler verstand er es, bis zuletzt ein großes Publikum mit Geist und Humor in Bann zu ziehen. Er erhielt für seine künstlerischen und humanitären Leistungen zahllose Auszeichnungen, darunter zwei Oscars für seine Darstellungen in Spartakus (1961) und Topkai (1964). Er war Mitglied der französischen Akademie der schönen Künste. 1990 wurde er von der englischen Königin in den Adelsstand erhoben. Sir Peter Ustinov, der auf der ganzen Welt zu Hause war, lebte in der Schweiz. Er hinterlässt seine Frau Helene, drei Töchter und einen Sohn.
Sir Peter Ustinov war bekennender Optimist – weil er keine Alternative zu dieser Haltung sah. Deshalb hat er auch angesichts des weltweiten Elends nie resigniert. Hilfe für Kinder war für ihn niemals ein Tropfen auf dem heißen Stein. Sie war ein Tropfen im Meer, der nie verloren geht.
Quelle: Unicef Deutschland (www.unicef.de)