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Auszüge aus:

KINDERHOROSKOP

für Friedrich Dürrenmatt,
geb. 5. Januar 1921

Horoskopzeichnung sehen für Friedrich Dürrenmatt

Mehr Information über das "Kinderhoroskop"

Diese Textauszüge stammen aus dem Kinderhoroskop, wie es auch für Sie als Kundin und Kunde produziert wird. Viele Teile eines Horoskopes sind nur für die betroffene Person verständlich und relevant oder können, ohne den Kontext zu kennen, missverständlich sein. Wir veröffentlichen die Horoskope deshalb hier nur Auszugsweise. Ungekürzte Versionen anderer Persönlichkeiten finden Sie auf unserer Seite mit Beispielhoroskopen

Astrologische Deutung und Text: Liz Greene
Programmierung: Alois Treindl


Ein Naturkind

Friedrich ist ein Kind von zutiefst erdhaftem, beständigem Wesen. Vermutlich wird er schon von frühester Kindheit an eine lebhafte, sinnliche und gut angepaßte Beziehung zur Welt des Konkreten zeigen. Doch er besitzt auch eine starke Vorstellungsgabe, und so ist es wahrscheinlich, daß zwischen diesen beiden Seiten seiner sich allmählich entwickelnden Persönlichkeit eine gewisse Spannung besteht. Gerade in bezug auf diese Spannung könnten ihm das Verständnis und die Unterstützung der Menschen um ihn herum sehr helfen. Vermutlich werden Sie feststellen, daß diese phantasiebegabte, aber unvorhersehbare Seite es für Friedrich mit sich bringt, daß er unter unerklärlichen Befürchtungen und Vorstellungen leidet. Vielleicht versucht er, dies zu unterdrücken, indem er sich noch intensiver darum bemüht, äußere Sicherheit herzustellen. So könnte er etwa zuviel für die Schule tun, seine Verpflichtungen zu Hause übertreiben oder ein übermäßiges Besitzverhalten in bezug auf bestimmte Dinge oder Kleidungsstücke zeigen.

Diese Ängste sind keineswegs "abnorm", sondern nur natürlich bei einem inneren Wesen, das zwei sehr verschiedene Begabungen aufweist. Es mag eine ganze Weile dauern, bis Friedrich sich an diese Polarität gewöhnt hat, doch sie wird ihm helfen, sich zu einem vernünftigen und praktisch denkenden Kind zu entwickeln, das auch weiß, wie es seine Ideen und kreativen Eingebungen verwirklichen kann. Es könnte sehr hilfreich sein, wenn Sie Friedrich dazu ermuntern, seine Ängste zu äußern - vielleicht auch beim Malen oder Zeichnen, falls er nicht davon erzählen will. Wie merkwürdig oder irrational diese Ängste auch scheinbar sein mögen, eigentlich spiegelt sich darin eine besonders reiche Phantasie, die dieses Kind mit seiner bereits stark ausgeprägten Wahrnehmung der konkreten Wirklichkeit nur schwer vereinbaren kann.

Während er allmählich heranwächst und sich als unabhängiges Wesen zu sehen beginnt, ist es besonders wichtig, daß Sie ihm helfen, diese beiden Seiten seiner Natur zu verstehen. Da seine Stärken vor allem in den ganz konkreten Lebensbereichen liegen, könnte Friedrich seine Phantasiebegabung leicht ignorieren. Statt dessen konzentriert er sich möglicherweise auf körperliche Aktivitäten und darauf, möglichst gute Ergebnisse in der äußeren Welt zu erzielen. Auf die Erfordernisse des Lebens wird er mit Intelligenz und Geduld reagieren. Er wird die Notwendigkeit von Disziplin akzeptieren und es früh lernen, persönlichen Verpflichtungen nachzukommen. Die Gefahr dabei ist, daß diese Betonung der materiellen Wirklichkeit zu einem guten Mittel werden kann, die bei ihm sehr rege, aber manchmal bedrohliche Welt der Phantasie zu vermeiden, die in Wirklichkeit dringend Bestärkung und Ausdruck braucht. Friedrich ist insgeheim ein Träumer, der aber nach außen hin eher den Eindruck eines aktiven und praktisch denkenden Kindes erweckt. Wahrscheinlich wird er lange Zeit nicht wissen, welche dieser beiden Seiten seiner Persönlichkeit wirklich seine eigene ist. Doch mit dem Verständnis und der Unterstützung der Menschen in seiner Nähe wird er im Laufe seiner Entwicklung lernen, daß beide Seiten gleichermaßen lohnend sind.

Friedrichs Wesen zeichnet sich auch durch eine vielseitige Sinnlichkeit aus. Wahrscheinlich ist er schon von klein auf sehr empfänglich für Schönheit und Harmonie. Es ist wichtig, daß er eine Umgebung erleben kann, in der Ordnung und heitere Ruhe vorherrschend sind. Körperliche Geschicklichkeiten wird er schnell erlernen, denn seine Bewegungsabläufe zeigen eine angeborene Koordiniertheit und Eleganz. Friedrich wird schon früh Spaß und Vergnügen an Musik und Rhythmus finden. Das gilt auch für die Natur - wahrscheinlich hätte er große Freude am Umgang mit einem Haustier. Chaos und Aufruhr in der Umgebung könnten sich als äußerst störend für ihn erweisen, denn er neigt zu Angstvorstellungen, die sehr leicht durch jegliche Brüche oder plötzlichen Veränderungen ausgelöst werden können. Wenn er sich ängstlich fühlt, braucht er zur Wiederherstellung von Ordnung und Selbstvertrauen das zuverlässige Erfüllen häuslicher und schulischer Pflichten.

Äußere und innere Welten stoßen zusammen

Da Friedrich höchst empfindsam für alles ist, was um ihn herum vorgeht, wird er schon von klein auf intuitiv die Erwartungen spüren, die Eltern und andere Familienmitglieder bewußt oder unbewußt auf ihn richten. Sein Wesen ist von Natur aus hilfsbereit und gewissenhaft, und daher bemüht er sich wahrscheinlich besonders, anderen gefällig zu sein. Dies ist eine nette Eigenschaft, die ihm unweigerlich Wertschätzung und Zuneigung einbringen wird. Doch sie könnte auch einfach als gegeben hingenommen oder sogar mißbraucht werden, wenn man vergißt, daß er kein kleiner Erwachsener ist, sondern ein Kind, das die Zeit und Freiheit zum Spielen braucht. Wenn Friedrich Geschwister hat, so ist er vielleicht sehr gern dazu bereit, sich um sie zu kümmern. Dabei zeigt er einen wunderbaren Beschützerinstinkt, der sich auch auf Tiere und Pflanzen erstrecken kann. Doch diese Neigung, sich um andere - und sogar um seine Eltern - zu kümmern, wenn er bei ihnen Traurigkeit oder Verärgerung spürt, könnte in Konflikt mit seinem genauso wichtigen Bedürfnis geraten, die große Vorstellungskraft zu äußern, die in seinem Inneren arbeitet. Wenn man zu früh zuviel Reife und Disziplin von Friedrich erwartet, wird er zweifellos versuchen, dem zu entsprechen und den Menschen in seiner Umgebung zu geben, was sie brauchen. Dies aber würde seine beträchtliche kreative Begabung ersticken.

Im Laufe seiner Entwicklung sind kreative Hobbys von grundlegender Wichtigkeit, um Friedrich Möglichkeiten zu bieten, sich phantasiehaft selbst auszudrücken und sich emotional abzureagieren. Zeigt er ein eindeutiges Interesse an einer bestimmten kreativen Tätigkeit, so wäre es eine große Hilfe, wenn er darin bestärkt würde. Vielleicht zeigt er eine gute Körperbeherrschung, in der sich ein sportliches oder tänzerisches Talent andeutet, oder vielleicht liebt er die Natur und sehnt sich danach, sie zu erforschen. Da Friedrich sich wahrscheinlich zu einem zutiefst verantwortungsbewußten und anteilnehmenden Kind entwickeln wird, braucht man wohl kaum zu befürchten, daß er das Leben und andere Menschen auf die leichte Schulter nehmen wird. Doch es besteht eine echte kreative Begabung, die nicht übersehen werden sollte, weder von anderen noch von Friedrich selbst. Er ist ein Kind mit einem sehr vielschichtigen, faszinierenden Wesen und einer seltenen Verbindung praktischer Fähigkeiten mit großer Phantasie.

Ein Kind voller Hingabe

Friedrich ist im Innersten erdverbunden, solide, vernünftig und der Welt gut angepaßt, in der er sich befindet. Doch wenn er heranwächst, wird ein Wesenszug in ihm zum Vorschein kommen, der ihn rastlos nach etwas streben läßt, das über das gewöhnliche Alltagsleben hinausgeht. Während der Kindheit könnte sich dies als ungewöhnliche Fähigkeit der Hingabe an alle Menschen und Dinge zeigen, an denen ihm gelegen ist - seien es die geliebten Eltern, Geschwister, Freunde, Freundinnen oder Haustiere. Seine Fähigkeit, sich von ganzem Herzen einer Sache zu widmen, die außerhalb seiner selbst liegt, ist außergewöhnlich für einen so jungen Menschen, und angesichts seiner merkwürdig reifen Loyalität scheint ihm die bei Kindern übliche Selbstbezogenheit und Subjektivität der Kindheit irgendwie zu fehlen. Während seines ganzen Lebens wird er das Gefühl brauchen, daß seine Existenz über die Befriedigung seiner eigenen Bedürfnisse hinaus noch einen tieferen Sinn hat, und in den frühen Lebensjahren wird sich diese Sinnsuche wahrscheinlich als Demut und Hingabe äußern. Sobald er das Schulalter erreicht, könnte sich seine Geistesart darin zeigen, daß er sich sehr stark engagiert, z.B. indem er sich für den Sündenbock der Klasse oder für die Rechte anderer Schüler einsetzt, die von einem Lehrer oder von der Schulleitung ungerecht behandelt wurden. Für Friedrich gilt Liebe nur etwas, wenn sie sich als aktiver Dienst an dem geliebten Menschen äußert, und seine instinktive Vorstellung davon, was gut ist, verlangt nach guten Taten, nicht nur nach guten Absichten. Trotz seiner gesunden Wünsche und seiner Wertschätzung für die angenehmen Dinge des Lebens wird der Geist, von dem er sich leiten läßt, immer nach einer Wirklichkeit suchen, die jenseits der materiellen Realität liegt.

Ein Konflikt zwischen Innen- und Außenwelt

Bei Friedrich gibt es ein inneres Tauziehen zwischen sinnlicher Wahrnehmung und Phantasie. Wahrscheinlich wird er der ersteren meist den Vorzug geben, denn er ist sehr sinnlich und schätzt nicht nur gutes Essen und schöne Dinge, sondern auch Ordnung, Struktur und ein stabiles äußeres Leben. So wird er wahrscheinlich schon früh sehr viel gesunden Menschenverstand zeigen und in der Lage sein, sowohl angemessen mit Verantwortungen und Pflichten umzugehen, als auch die alltäglichen kleinen Freuden mit großem Vergnügen zu genießen. Eltern und Familienmitglieder würden ihn wohl nicht als Träumer bezeichnen, vor allem weil er wohl auch körperlich sehr aktiv und kraftvoll ist. Doch er besitzt ein geheimes Innenleben, das ihn manchmal ohne ersichtlichen Grund rastlos, reizbar und unzufrieden werden läßt. Vielleicht verfällt er hin und wieder in unerklärliche melancholische Stimmungen, oder es gibt Zeiten, zu denen ihn nichts freut und er immer gerade das will, was er nicht hat. Während solcher Phasen ist er möglicherweise alles andere als rücksichtsvoll, und der Umgang mit ihm kann aufgrund seiner Ungeduld und seines streitsüchtigen Temperaments sehr schwierig werden....

Vertrauen auf die Zukunft

Friedrich ist ein kleiner Philosoph, der schon früh seine eigenen Deutungen der Geschehnisse zum besten geben wird. Die Geheimnisse des Lebens werden ihn immer faszinieren, ebenso wie die Möglichkeiten der Zukunft, die ihm stets glücklich, positiv und verheißungsvoll erscheinen wird. Er hat keine Angst vor dem Leben und ist innerlich davon überzeugt, immer "Glück" zu haben - was eigentlich bedeutet, daß er glaubt, das Leben werde freundlich zu ihm sein und am Ende jedes Regenbogens einen Schatz für ihn bereithalten. Manchmal mag es so scheinen, als würde er aktiv schwierige Herausforderungen suchen, denn diese stellen sein Bedürfnis auf die Probe, an eine weise, wohltätige Kraft zu glauben, die im Leben wirksam ist. Kann er den ersehnten Preis gewinnen oder sein angestrebtes Ziel allen Widerständen und aller Konkurrenz zum Trotz erreichen, so gilt ihm dies als eine Bestätigung für sein "Glück". Friedrich besitzt eine einzigartige Mischung aus Wirklichkeitssinn und einem visionären, weitreichenden Geist, der - stets auf der Suche nach einem wunderbaren Schicksal - hinter jeder Ecke die Zukunft warten sieht. Diese Verbindung ermöglicht es ihm, allen Herausforderungen optimistisch und mit einer gewissen Leichtigkeit zu begegnen. ....

Mit starken emotionalen Bedürfnissen zurechtkommen

Friedrichs starke emotionale Bedürfnisse könnten ihn im Laufe seiner Entwicklung in Konflikte bringen, weil sie seinem hingebungsvollen, treuen Wesen widersprechen, das darauf eingestellt ist, im tiefsten Sinne "gut" zu sein. Er hat aggressive und besitzergreifende Gefühle sowie den starken Wunsch, zu beherrschen, was er liebt; doch gleichzeitig ist er sehr empfänglich für die Gefühle der Menschen, an denen ihm gelegen ist, und verhält sich anderen gegenüber instinktiv moralisch und anständig. Dieser Konflikt könnte sich während der frühen Kindheit in dramatischen Umschwüngen in seiner Haltung äußern. Vielleicht ist er im einen Moment extrem eigenwillig, um im nächsten Augenblick schrecklich ängstlich und schuldbewußt zu sein und sich davor zu fürchten, von den Menschen in seiner Nähe abgelehnt zu werden. Dann will er als Ausgleich möglicherweise des Guten zuviel tun, indem er besonders hingebungsvoll und pflichtbewußt ist, nur um schließlich wieder frustriert und wütend zu sein - und alles beginnt wieder von vorn. Auch wenn auf einen Anfall von unschönem Verhalten keine Ablehnung erfolgt, hat Friedrich seine eigene innere Vorstellung von richtig und falsch und wird selbst sein schärfster Kritiker sein, auch ohne zusätzliche elterliche Zurechtweisungen. Wenn er älter wird, braucht Friedrich wahrscheinlich Hilfe, um sein recht dominantes Wesen mit seinem angeborenen Wunsch zu vereinbaren, anderen zu helfen. ....

Der inneren Stimme treu

So besitzt Friedrich ein faszinierendes und vielfältiges Wesen, das zwei sehr starke Extreme in sich birgt - eine intensiv emotionale und instinktive Seite sowie ein aktives schöpferisches und spirituelles Leben. Im Erwachsenenalter werden sich diese beiden Pole seines Wesens wahrscheinlich am schönsten äußern, wenn er sich ganz und gar einer Berufung hingibt, bei der er etwas Praktisches zum Leben beitragen kann, das auch seinen tief empfundenen Idealen entspricht. Doch während der Kindheit mag es ihm sehr schwerfallen, zwei so gegensätzliche Wesenszüge miteinander zu vereinbaren, weil seine Ideale noch nicht ausgeformt sind und weil er einige Zeit brauchen wird, um seine starken instinktiven Bedürfnisse beherrschen zu lernen. Er braucht Stabilität und Struktur in seiner materiellen Umgebung, doch zugleich braucht er auch die Freiheit, um mit seiner Phantasie und seinem fragenden Verstand sowohl die inneren als auch die äußeren Welten zu erforschen. Je mehr die Eltern und Familienangehörigen Friedrich helfen können, seine innere Gegensätzlichkeit zu erkennen und beide Seiten zu schätzen, desto zuversichtlicher wird er sowohl seine Erdverbundenheit als auch seine angeborene Spiritualität äußern. Was sein vielschichtiges Wesen im innersten zusammenhält, ist seine Hingabe an das Leben und seine tiefe Fähigkeit zu Liebe und Treue - kostbare Eigenschaften, die niemals ausgenützt werden sollten. Wer das Glück hat, von ihm geliebt zu werden, wird diese Eigenschaften zu schätzen wissen.

Ein ehrliches Kind

Es gibt bei Friedrich keine Verstellungen oder Ausflüchte. Von den ersten Lebensmonaten an wird er sich kräftig und direkt äußern, gleich, ob er nun hungrig, einsam, wütend oder liebevoll ist. Er ist nicht geneigt, andere versöhnlich zu stimmen, um zu bekommen, was er will. Er ist auch durchaus in der Lage, andere zur Rede zu stellen, wenn sie ihn geärgert oder verletzt haben, und wird nötigenfalls Gleiches mit Gleichem vergelten. Es mag gelegentlich den Anschein haben, als sei er absichtlich provozierend, denn er weigert sich, ein "gutes Kind" zu sein, nur um anderen zu gefallen. Die Eltern sollten nicht erwarten, daß er gegebenenfalls ihre Bestrebungen unterstützt, die Dinge in einem anderen Licht darzustellen. ...

Durch den Vater Mitgefühl lernen

Friedrich liebt seinen Vater nicht um irgendeiner eingebildeten Vollkommenheit willen, sondern für all die menschlichen Schwächen und Fehler, die er instinktiv in ihm wahrnimmt. Daher ist es wichtig, daß der Vater es zuläßt, als echtes menschliches Wesen gesehen zu werden, und sich nicht hinter einem kollektiven Bild von väterlicher Autorität versteckt, um sich stärker zu fühlen. Im Kern entspringt die tiefe Zuneigung des Jungen zu seinem Vater einem tiefen Mitgefühl, das vielleicht nicht in Worte gefaßt wird und sehr schlicht, aber doch wirklich echt ist. Obwohl es etwas merkwürdig erscheinen mag, daß ein Kind einem Elternteil gegenüber so erwachsene Gefühle hegt, ist der Vater für seinen Sohn ein fehlbarer Mensch. Ganz gleich, welche Schwächen er haben mag, sie werden die Liebe seines Sohnes zu ihm nicht schmälern. Dieses Gefühl, daß der Vater ein menschliches Wesen ist, das sich mit dem Leben abmüht wie alle anderen auch, wird die Grundlage des Mitgefühls bilden, das Friedrich allmählich entwickelt und das sich ganz entfalten wird, wenn er das Erwachsenenalter erreicht. Eine so subtile Verbindung könnte mancher Vater als unbequem empfinden, weil sie so beunruhigend ehrlich ist. Deshalb könnte Friedrich seinen Vater auch wütend machen oder ihm das Gefühl geben, seine Autorität werde untergraben. Doch der Junge braucht keine übermenschliche Autoritätsfigur, die immer alles richtig macht. Er braucht die emotionale Ehrlichkeit, das Verständnis und die Bereitschaft des Vaters, seine Fragen und Sorgen in bezug auf die schwierigeren und schmerzlicheren Seiten des Lebens mit ihm zu teilen. ....

Das Ungewöhnliche der Mutter anerkennen

Friedrich hat ein Bild von seiner Mutter, das sie als einen Freigeist zeigt, erfüllt von der Sehnsucht, ihre Schwingen auszubreiten und davonzufliegen. Er erwartet von ihr, daß sie den Mut hat, starre gesellschaftliche und geschlechtsbezogene Rollenverteilungen hinter sich zu lassen oder zu verändern. Diese märchenhafte Vorstellung von einem weiblichen Freigeist wird auch seine Wertschätzung für unabhängige weibliche Persönlichkeiten prägen, wenn er das Erwachsenenalter erreicht. Auch wenn seine Mutter sich müde, gestreßt und alles andere als frei und mutig fühlt, wird Friedrich sie nicht einfach nur als "Mutter" sehen, sondern als faszinierende weibliche Persönlichkeit, unberechenbar und aufregend, mit Talenten und Möglichkeiten begabt, die vielleicht unausgelebt, aber trotzdem real sind. Den Kern dieser Beziehung macht eine kreative geistige Verbundenheit aus. Obwohl Friedrich wie jedes andere Kind das Bedürfnis nach Zuspruch und Liebe empfindet, braucht er doch auf der tiefsten Ebene von seiner Mutter vor allem Freundschaft, Kommunikationsbereitschaft und geistigen Austausch - eine Beziehung zweier Individuen, die sich wirklich gegenseitig mögen und interessant finden und deren Verbindung nicht ausschließlich auf der Blutsverwandtschaft oder auf instinktiven Bedürfnissen beruht. Die Mutter könnte Friedrich sehr helfen, wenn sie erkennt, daß ein fanatisches Festhalten an der kollektiven Mutterrolle für ihren Sohn genausowenig förderlich ist wie für sie selbst. Vielleicht muß sie den Mut erst fassen, wirklich sie selbst zu sein, denn gerade diese unabhängige Geistesart liebt Friedrich am meisten an ihr - und gerade das ist es auch, was er am dringendsten als Vorbild für die Entwicklung seiner eigenen Individualität braucht.

Sich im Leben bemerkbar machen

Zwar interessiert sich Friedrich für Tatsachen und Gegebenheiten, doch zugleich ist sein Verstand auch auf künftige Potentiale und Möglichkeiten eingestellt. Das Bedürfnis, anderen seine sich entwickelnden Ideen mitzuteilen, ist besonders wichtig für ihn. Außerdem wird er versuchen, allem, was er studiert, eine individuelle Note zu verleihen. Da er sich wahrscheinlich mehr für die größeren Zusammenhänge interessiert als für einzelne, spezialisierte Wissensgebiete, braucht er eine schulische Umgebung, in der die Lehrer wissen, daß Musik und Mathematik manches gemeinsam haben und daß man Geschichte nicht studieren kann, ohne sich auch mit dem Wesen des Menschen zu befassen. Eine solche ganzheitheitliche und weitreichende Geisteshaltung könnte dazu führen, daß Friedrich außergewöhnlich gut in Fächern ist, die er inspirierend findet, während er vielleicht weniger gut ist, wenn das Fach zu nüchtern oder der Lehrer zu einseitig ist. Auf die Inspiration kommt es an - er braucht das Gefühl, daß sein Verständnis mit dem Entdecken bedeutungsvoller Zusammenhänge zunimmt und sich vertieft, nicht, daß es unter allzu vielen Tatsachen, die er sich einprägen muß, leidet. Er kann sehr diszipliniert sein und wird auch mit den langweiligeren Seiten des Lernens - wie z.B. dem Lernen des kleinen und des großen Einmaleins - ohne Mühe zurechtkommen. Er ist auch klug genug, um zu wissen, daß es nicht immer nach seinem Kopf gehen kann. Aber er wird immer wieder in jenen Studienbereichen geistige Erholung suchen, in denen er seine Phantasie ungehemmt spielen lassen kann. Deshalb sollte er zu Hause immer viele gute Bücher finden - besonders Erzählungen, Gedichte, Bücher über Geschichte und Mythologie -, damit seine Phantasie neu aufleben kann, wenn er seine Hausaufgaben gemacht hat.

Friedrich neigt zu einer etwas dramatischen Wahrnehmung des Lebens, so daß er sich am liebsten kreativen Dingen zuwenden wird - vor allem der Kunst. Echtes Interesse der Eltern und persönliche Aufmerksamkeit der Lehrer sind überaus wichtig für ihn, da er äußerst empfänglich für die Gefühle anderer ist. Deshalb mag eine kleinere Bildungseinrichtung, in der kreativer Selbstausdruck gefördert und Wert auf Sprache, Theater, Literatur, Musik und bildende Künste gelegt wird, einer größeren Schule vorzuziehen sein, in der das Hauptgewicht auf akademischen Leistungen oder "sozialer Interaktion" liegt. Mehr Information über das "Kinderhoroskop"

Friedrich Dürrenmatt
photo: Elke Wetzig (elya), Wikimedia Commons, license gfdl

Kurzbiografie Friedrich Dürrenmatt

Geb. am 5. Januar 1921, 06.15h, in Konolfingen, Bern, Schweiz.
† 14.12.1990
Quelle: Taeger

Friedrich Dürrenmatt wurde am 5.1.1921 in Konolfingen (Kanton Bern) als Sohn eines protestantischen Pfarrers geboren. Er erwarb in Bern die Maturität und studierte in Zürich und Bern Literatur, Philosophie und Naturwissenschaften. Er schwankte zwischen dem Beruf des Malers und dem des Schriftstellers, für den er sich früh entschied. Aber immer hat er auch gemalt und gezeichnet. Seine Bilder und Skizzen machen deutlich, dass für ihn das Theater eine "Verbindung zwischen Malerei und Schreiben" war. Dürrenmatt erlag am 14.12.1990 einem Herzinfarkt.

Geschichte und Politik, der Mythos, das Christentum und die grossen Werke der Weltliteratur, immer mehr auch die Naturwissenschaft und die moderne Physik bilden den Fundus, aus dem er Stoff bezieht, um daraus die bildkräftigen Gegenwelten zu schaffen, aus denen sein dramatisches, episches und essayistisches Werk besteht. Weltruhm errang Dürrenmatt mit seinen Bühnenstücken. Die Komödie "Der Besuch der alten Dame" (1956), sein berühmtestes Stück, verbindet das Groteske mit ernster Lehre, ein Theaterspass, der für den Zuschauer unversehens zum Gewissensschock wird. Der Erfolg dieser Parabel von der korrumpierenden Macht des Geldes ist ausserordentlich und dauerhaft. Auch mit den Stücken "Die Physiker" (1962) und "Der Meteor" (1966) eroberte sich Dürrenmatt die Bühnen des Auslandes. In den fünfziger Jahren entstanden die Kriminalromane "Der Richter und sein Henker" (1952), "Der Verdacht" (1953), "Das Versprechen" (1958) sowie die Prosakomödie "Grieche sucht Griechin" (1955). In all diesen Werken, den Tragikomödien ebenso wie den Romanen und Erzählungen, entwickelt ein "Drauflosdenker" - wie er sich selbst nannte - seine dramaturgischen Weltentwürfe. Er stellt Fragen und sucht Antworten in Szenen und Bildern, die sich ihm aufdrängen.

Werke (Auswahl):

* Die Ehe des Herrn Mississippi. Eine Komödie in zwei Teilen. Zürich: Oprecht, 1952
* Der Richter und sein Henker. Einsiedeln: Benziger, 1952
* Der Verdacht. Einsiedeln: Benziger, 1953
* Grieche sucht Griechin. Eine Prosakomödie. Zürich: Arche, 1955
* Der Besuch der alten Dame. Eine tragische Komödie. Zürich: Arche, 1956
* Romulus der Grosse. Eine ungeschichtliche historische Komödie in vier Akten. Basel: Reiss, 1956
* Das Versprechen. Requiem auf den Kriminalroman. Zürich: Arche, 1958
* Die Physiker. Eine Komödie in zwei Akten. Zürich: Arche, 1962
* Der Meteor. Eine Komödie in zwei Akten. Zürich: Arche, 1966
* Play Strindberg. Totentanz nach August Strindberg. Zürich: Arche, 1969
* Der Mitmacher. Ein Komplex. Zürich: Arche, 1976
* Stoffe I-III. Zürich: Diogenes, 1981
* Achterloo. Zürich: Diogenes, 1983
* Minotaurus. Eine Ballade. Zürich: Diogenes, 1985
* Justiz. Zürich: Diogenes, 1985
* Versuche. Zürich: Diogenes, 1988
* Durcheinandertal. Zürich: Diogenes, 1989
* Turmbau. Stoffe IV-IX. Zürich: Diogenes, 1990
* Das Mögliche ist ungeheuer. Ausgewählte Gedichte. Zürich. Diogenes, 1993
* Aus den Papieren eines Wärters. Frühe Prosa. Zürich: Diogenes, 1998

Preise: Preis der Welti-Stiftung für das Drama (1947) ; Literaturpreis der Stadt Bern (1954) ; Hörspielpreis der Kriegsblinden (1956) ; Schillerpreis der Stadt Mannheim (1958) ; Prix Italia und Literaturpreis der Tribune de Lausanne (1958) ; Preis der Kritiker von New York (1959) ; Preis zur Förderung des Bernischen Schrifttums (1959) ; Schillerpreis der Stadt Mannheim (1959) ; Grosser Preis der Schweizerischen Schillerstiftung (1960) ; Österreichischer Grillparzer-Preis (1968) ; Grosser Literaturpreis des Kantons Bern (1969) ; Ehrendoktor der Temple University, Philadelphia (USA) (1969) ; Ehrendoktor der Universität Nizza sowie der Hebräischen Universität Jerusalem, ferner Ehrenmitglied der Ben Gurion-Universität in Beerscheba (1977) ; Österreichischer Staatspreis für europäische Literatur (1983) ; Jean Paul-Preis (1985) ; Georg Büchner-Preis (1986)

Quelle: www.svbbpt.ch

Bilder u.A. von www.snl.admin.ch

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