Lebensdiagramm Progressiv (Sekundär-Direktionen):
Die progressiven Lebensdiagramme (LDP) beruhen auf der Grundregel der
Sekundär-Direktionen "1 Tag nach der Geburt = 1 Lebensjahr".
Nach dieser Grundregel wird z.B. für die ersten 30 Lebensjahre die Bewegung
der Planeten in den 30 Tagen nach der Geburt analysiert. Die Achsen AC
und MC werden mit dem täglichen Sternzeitfortschritt von ca. 236.5 Sek.
verschoben. Im Lebensdiagramm werden die progressiven Bewegungen im 45°-System
gezeichnet, so daß alle Aspekte, die ein Vielfaches von 45° sind,
direkt als Schnittpunkte sichtbar werden. Die Aspektsymbole sind in der
Graphik bei den Schnittstellen eingezeichnet. Dazu werden alle übergänge
der progressiven Planeten über die Radixpunkte und deren Aspektstellen
berechnet. In Tabellen werden die zu jedem übergang gehörigen Ereignisdaten
ausgedruckt. Dabei werden nicht nur die in der 45°-Graphik sichtbaren
Aspekte berücksichtigt, sondern auch die harmonischen Aspekte Sextil
und Trigon.
Bei den Sekundärdirektionen dominieren die schnelleren Planeten Sonne,
Merkur, Venus und Mars. Die Übergänge des progressiven Mondes sind
am zahlreichsten - er bewegt sich mit nahezu der gleichen Geschwindigkeit
wie der transitierende Saturn und formt mit diesem zusammen einen wichtigen
Grundrhythmus des Lebens. Die Übergänge des Mondes sind in einer
separaten Tabelle ausgedruckt und in der Graphik nur mit kleinen blauen
Strichen markiert. Lebensdiagramm Sonnenbogen-Direktionen: Bei den Sonnenbogen-Direktionen (LDS) werden alle Planeten mit dem
Sonnenbogen, d.h. dem Progressionsbogen der Sonne, auf dem Tierkreis
vorgeschoben. Die graphische Darstellung im 45°-System zeigt eine
Schar paralleler schräger Linien für die vorgeschobenen Planeten, welche
die waagrecht eingezeichneten Linien der Radixplaneten von Zeit zu Zeit
kreuzen. Eine Liste aller Schnittpunkte mit den zugehörigen Ereignisdaten
wird dazu ausgedruckt. Lebensdiagramm Deklinations-Progressionen: Die Verwendung progressiver Deklinationen geht auf die heutzutage oft
vernachlässigten Parallelaspekte zurück. Die progressiven Deklinationen
werden heute vor allem für Forschungen im Bereich der Mundan-Astrologie
verwendet. In der Zeichnung ist ein Zeitraum von 60 Jahren abgedeckt,
wobei auch die Mondbewegung exakt berücksichtigt ist. Wie bei den anderen
Lebensdiagrammen sind dazu Ereignistabellen ausgedruckt. Ereigniszeit und Wirkungsdauer: Wir verwenden den gebräuchlichen Ausdruck Ereigniszeitpunkt für den
Zeitpunkt, an dem (nach Umrechnung mit dem Schlüssel) eine Begegnung
zwischen Radixpunkt und dirigiertem Planet stattfindet. Damit ist nicht
gesagt, daß es sich um ein reales äußeres Ereignis handeln
muß. Bei der Zeitbestimmung darf man sich auch nicht von der taggenauen
Computerberechnung zu der Meinung verführen lassen, Ereignisse seien
mittels der Direktionsmethoden auf den Tag genau bestimmbar. Die physische
Größe der Himmelskörper Sonne und Mond beträgt etwa ein halbes
Grad, und man muß auch in der Ereignisastrologie mindestens mit
einem solchen Orbis rechnen, am besten mit 30' beidseitig eines Radixpunkts.
So ergibt sich für alle Planeten im Sonnenbogen-Diagramm LDS und für
die schnelleren Faktoren im progressiven Lebensdiagramm LDP eine Wirkungsdauer
von etwa einem Jahr. Bei langsamen oder gar stillstehenden Planeten kann
sich das Verweilen im Orbis über viele Jahre erstrecken.
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