Das
Interview erfolgte im Jahr 1987, einige Monate nach der Herausgabe des Psychologischen
Horoskopes. Einige Informationen beziehen sich auf die Situation in den 80er
Jahren, aber das meiste, was Alois Treindl damals über seine Arbeit sagte,
ist immer noch aktuell.
Frage:
Seit März 1987 vertreibt der Astrodienst Zürich
selbstentwickelte Horoskop-Deutungen. Was hat ihn zu diesem
Schritt bewogen?
A.Treindl:
Ziel der Astrologie ist, aufgrund des Geburts-Horoskops Aussagen
über die Persönlichkeit und Lebensproblematik eines
Menschen zu machen. Zwei Wege führen zu diesem Ziel:
Entweder vertieft man sich in die Astrologie selbst oder man
wendet sich an eine Person, die über das entsprechende
Fachwissen verfügt. Der Astrodienst hat bisher vor allem
Dienstleistungen für diejenigen angeboten, die sich selbst
mit der Astrologie befassen. Darunter gibt es viele Leute,
die hobbymässig Astrologie studieren, aber auch sehr
viele, die professionell mit Astrologie arbeiten, wie Astrologen
sowie Psychologen, Ärzte und Heilpraktiker, welche die
Astrologie als diagnostisches Hilfsmittel heranziehen. Daneben
gibt es aber heute einen viel grösseren Kreis von Menschen,
die an dem, was Astrologie ihnen zu sagen hat, interessiert
sind. Für diese haben wir bisher nichts tun können,
als sie in eine astrologische Beratung oder einen Kurs zu
schicken. Um diesen Leuten etwas bieten zu können, haben
wir das Psychologische Horoskop von Astro*Intelligence
in Zusammenarbeit mit einer weltweit führenden Astrologin
entwickelt.
Frage:
Warum hat der Astrodienst erst heute ein solches Produkt entwickelt?
Das Bedürfnis dazu besteht doch sicher schon seit längerer
Zeit.
A.T.:
Es gibt auch schon seit längerer Zeit Firmen, die sogenannte
Computer-Horoskope anbieten, d.h. astrologische Interpretationstexte,
die von einem Computer erstellt sind. Allerdings beruhen diese
auf einer Methode und Computertechnik, die in unseren Augen
zu unbefriedigenden Resultaten geführt hat. Astrologie
hat dem einzelnen sehr Wichtiges zu sagen. Eine astrologische
Beratung sollte mit der gleichen Seriosität geschehen,
wie eine psychologische Beratung z.B. durch einen Eheberater
oder wie eine medizinische Diagnose. Ein Astrologe darf sich
seine Aussagen nicht einfach aus dem Aermel schütteln.
Bevor er Leute berät, hat sich der seriöse Astrologe
in der Regel jahrelang mit Astrologie, hoffentlich auch mit
Psychologie und der Frage befasst, was es überhaupt heisst,
Menschen zu beraten. Auch muss er über ein gutes Stück
Lebenserfahrung verfügen. Wenn man ein Computerprogramm
erstellt, das astrologische Aussagen über die betreffende
Person macht, muss darauf geachtet werden, dass möglichst
viele dieser Fähigkeiten, die ein menschlicher Berater
hat, auch im Computerprogramm verwirklicht werden. Früher
war das aus technischen Gründen unmöglich. In den
letzten Jahren sind in der Informatik jedoch Methoden entwickelt
worden, die darauf abzielen, das Können von Fachleuten
mit dem Computer nachzubilden. Dieses Gebiet wird mit dem
Stichwort "Künstliche Intelligenz" umrissen.
Eine bessere Bezeichnung dafür ist eigentlich "Wissensverarbeitende
Systeme", "Wissensverarbeitung" oder "Expertensysteme".
Es geht darum, dem Computer das Fachwissen auf einem bestimmten
Gebiet beizubringen, damit er die Funktion eines Fachmanns
übernehmen kann. Der Computer kann dann Lösungen
zu Fachproblemen anbieten. Unsere Arbeit bestand nun darin,
diese neue Technologie anzuwenden, um astrologische Interpretationen
mit dem Computer zu machen.
Frage:
Was ist der Unterschied zwischen der neuen Horoskop-Deutung
des Astrodienst und den übrigen auf dem Markt erhältlichen
Computer-Interpretationen?
A.T.:
Ich möchte die anderen Anbieter nicht schlecht machen.
Man kann jedoch sagen, dass wir qualitativ einen bedeutenden
Schritt weiter sind.
Frage:
Sind die bisherigen Produkte denn nach einem Bausteinprinzip
hergestellt?
A.T.:
Der Begriff "Bausteinprinzip" beschreibt den Unterschied
zu wenig, denn letztlich arbeiten auch wir mit Textbausteinen,
d.h. im Ausdruck werden vorher geschriebene Textstücke
verwendet. Wesentlich jedoch ist, in welchem inneren Zusammenhang
diese Bausteine stehen und in welchem Sinn sie im Programm
ausgewertet werden, um sie zu einer ganzen Aussage zusammenzufügen.
Man kann sagen, dass bisher meistens nach einem Kochbuchrezept
vorgegangen wurde, in dem Sinne: Man nehme einen festen Text
für Mars im Skorpion, einen festen Text für Mars
im 2. Haus, eine festen Text für Sonne im Fisch, einen
festen Text für Sonne im 6. Haus, man nehme einen Text
für den Aspekt zwischen Sonne und Mars, und man reiht
diese Texte alle einfach nacheinander auf. Kein menschlicher
Astrologe arbeitet so, aber alle bisherigen Computerhoroskope
taten nichts anderes. Unser Programm hat dagegen einen komplexen
Problemlösungsmechanismus. Es ist das Problemlösungsverhalten
eines Fachmannes bzw. einer Fachfrau gespeichert. Unser Computer
ist imstande, diese Fähigkeiten anzuwenden.
Am liebsten würde ich es mit medizinischer oder psychologischer
Diagnostik vergleichen, wenn der Vergleich nicht so gefährlich
wäre. Dort kann man auch nicht einfach nur mit einer
linear-additiven Methode arbeiten, d.h. mit einer Methode,
bei der einfach nur Einzelfaktoren isoliert betrachtet und
aneinander gereiht werden. Es braucht den Fachmann, der Zusammenhänge
und Muster wahrnimmt. Mit der Technik der "Künstlichen
Intelligenz" gelingt es dem Computer, Bilder zu "sehen",
Strukturen zu erkennen, Analogien aufzuspüren im Ganzen.
Das Programm arbeitet mit psychologischen Modellen, die gespeichert
sind. Insofern ist das Vorgehen des Programmes mit dem Vorgehen
eines Fachmannes zu vergleichen. Es ist wie eine synthetische
Methode im Vergleich zu einer zerlegenden Methode.
Frage:
Wird also quasi das Vorgehen eines Astrologen durch das Programm
simuliert?
A.T.:
Wenn ein Astrologe ein Horoskop sieht, ist es für ihn
mehr als die Aneinanderreihung von verschiedenen Planeten-Konstellationen.
Zwar kennt er die Einzelfaktoren, die das Horoskop bilden.
Er sieht jedoch die Bezüge, er sieht Themen auftauchen
in diesem Horoskop. Er sieht Gegensätze, er sieht ähnliche
Faktoren, die in verschiedenen Konstellationen ausgeprägt
sind. Er kann dadurch Faktoren miteinander in Beziehung setzen,
deren Zusammenhang auf den ersten Blick nicht offensichtlich
ist. Dies unterscheidet den Fachmann vom Laien, der einfach
ein starres Konzept anwendet.
Frage:
Wie kann ein Computer so etwas leisten? Er arbeitet doch so,
dass man ihm sagen muss, wenn das ist, mach das und wenn das
ist, mach jenes.
A.T.:
Mit der Programmiertechnik der Expertensysteme oder der Künstlichen
Intelligenz wird eben genau dies möglich. Man gibt dem
Computer auch Beschreibungen solcher Themen ein. In der Fachsprache
heissen diese "frames", Rahmen.
Frage:
In welche Richtung zielen diese Beschreibungen?
A.T.:
Zuerst muss ich ausführen, wie ich die menschliche Seele
oder Psyche sehe. Ich lehne mich dabei an die Perspektive
der Jungschen Psychologie an. In uns befindet sich nicht einfach
ein einziges Ich, ein bewusster Wille, und aussen eine Umwelt,
sondern in jedem von uns steckt eine ganze Reihe von Kräften,
Facetten. Es ist wie eine ganze Gruppe von inneren Figuren,
die so verschiedene Rollen und Persönlichkeiten darstellen,
wie die Figuren, die in einem Drama auftauchen. Jeder Mensch
hat so etwas wie ein eigenes, individuelles Lebensdrama. Diese
Figuren schauen bei jedem etwas anders aus. In ihrem Zusammenspiel
und ihren Konflikten stellen sie einen inneren Konflikt des
Menschen dar, der sich auch oft in seinem Leben äussert.
Diese inneren Figuren bilden das, was mich und meinen Charakter
ausmacht.
Manche dieser Figuren sind bewusst. Meine rationale, analytisch
denkende Seite z.B. ist mir wohlbekannt, diese brauche ich
in meinem Beruf, beim Programmieren. Meine gesellige Seite
lebe ich zusammen mit Freunden. Meine genusshafte Seite kommt
zum Vorschein, wenn ich koche und Freunde zum Essen einlade.
Mit diesen bewussten Figuren agiere ich in meinem Leben. Daneben
aber gibt es auch Figuren, die mir nicht so bewusst sind.
Sie sind versteckt und kommen nur in gewissen Situationen
wie Krisen hervor, ohne dass ich im Griff hätte, wann
sie auftauchen. Auf irgendeine Reizung hin z.B. kann ich ziemlich
aggressiv werden, ohne dass dies Teil meiner normalen Persönlichkeit
wäre. In mir steckt also auch etwas, das aggressiv und
zerstörerisch sein kann.
Diese verschiedenen Figuren und ihre Gewichtung sind im Horoskop
sichtbar. Diesen inneren Figuren entsprechen bestimmte Konstellationen
und Muster im Horoskop. Deswegen funktioniert überhaupt
Astrologie. Wenn man das Horoskop anschaut, sieht man dort
bestimmte Schwerpunkte von Planetenkonstellationen, Tierkreiszeichen,
Stellungen von Häusern usw. Diese Konstellationen kann
ein Astrologe interpretieren und sowohl Aussagen über
die bewusste als auch unbewusste Seite des Menschen machen.
Diese unbewussten Figuren können, wenn sie plötzlich
auftauchen, Probleme im Leben schaffen. Unter diesen Figuren
hat es jedoch auch sehr positive, kreative Figuren. Oft ist
sich der Mensch dieses kreativen Potentiales gar nicht bewusst.
Er konnte es nie entwickeln, weil es nie aus dem Unbewussten
hervorgeholt wurde. Es ist deshalb nicht richtig, diese Figuren
als positiv oder negativ zu bewerten.
In der Wissensbasis unseres Programmes befinden sich Beschreibungen
solcher innerer Figuren und eine Beschreibung davon, welche
astrologischen Kombinationen in einer Beziehung mit solchen
Figuren stehen. In der Wissensbasis des Programmes sind auch
die Beziehungen zwischen den einzelnen Figuren beschrieben.
Einzelne bilden eigentliche Gegensatzpaare. So gibt es z.B.
den Einzelgänger, der sich keine Illusionen über
die Welt und die Menschheit macht. Als Gegensatz dazu gibt
es den geselligen Typ. Oder es gibt den konservativ - väterlichen
Typ im Gegensatz zum Jüngling, die im typischen Konflikt
von verantwortungslos und verantwortungsschwer stehen. Es
gibt weiter den Gegensatz des nüchtern-zynischen und
des romantischen Typs oder Archetyps.
Es werden also in der Wissensbasis des Programmes auch die
Konflikte beschrieben, die dadurch entstehen können,
dass im Horoskop solche antagonistischen Kräfte auftreten
können. Daneben gibt es auch Beschreibungen von Verwandtschaftsbeziehungen
der Figuren. Der romantische Typ ist z.B. mit dieser jünglingshaften,
abenteuerlichen Figur verwandt. Sie haben zum Teil ähnliche
Züge. Oder der Einzelgänger und der traditionsbewusste
Patriarch vertragen sich irgendwie, jedenfalls stören
sie einander nicht.
Frage:
Kann man diese inneren Figuren als Archetypen bezeichnen?
A.T.:
Ja sicher. Die Archetypen stellen die Grundfiguren der menschlichen
Psyche dar. Insbesondere in der Mythologie findet man deren
Beschreibung.
Frage:
Es gibt also ein sehr umfangreiches Regelwerk in diesem Programm?
A.T.:
Ich würde nicht Regelbeschreibung sagen. Regeln spielen
zwar schon eine Rolle. Treffender wäre es, von Musterbeschreibungen
zu sprechen. Dies ist das Wesentliche. Wenn wir nun das Horoskop
einer bestimmten Person dem Programm zur Analyse geben, dann
geht dieses die ganze Reihe von archetypischen Figuren durch
und prüft, wie weit die astrologischen Kombinationen
deren tatsächliches Vorhandensein im individuellen Fall
nahelegen. Genau genommen geht das Programm nicht alle Typen
durch, sondern trifft zuerst eine gewisse Vorauswahl, mit
welcher bestimmte Figuren ausgeschlossen werden können.
Es wird aber zu kompliziert, wenn ich im Detail auf das Funktionieren
des Programms eingehe. Das Programm prüft also, ob die
beschriebenen Muster beim einzelnen vorhanden sind und wie
gut diese greifen. In der Regel findet es mehrere im Horoskop.
Dann muss es sich entscheiden, welche von denen, die es gefunden
hat, die wichtigsten sind und wie diese zueinander eingeordnet
werden müssen. Dabei achtet es insbesondere darauf, welche
die stärksten Opponenten sind.
Es ist eine wichtige Erkenntnis der Tiefenpsychologie, dass
innere Gegensätze auch im äusseren Leben ein Thema
sein werden. Das Auftreten von solchen inneren Gegensatzpaaren
ist deshalb für die Interpretation von ausschlaggebender
Bedeutung. Geprüft werden ferner Verwandtschaftsbeziehungen:
Wenn z.B. drei Figuren auftreten, die ähnliche Züge
haben, und ihnen nur ein Antagonist gegenübersteht, ist
wahrscheinlich, dass ein der ersten Gruppe entsprechender
Charakterzug bei der Person zum Ausdruck kommt. Die gegensätzliche
Schattenseite dagegen ist meistens verdrängt; sie ist
bei der Persönlichkeit des Betreffenden auf den ersten
Blick nicht sichtbar und ihm selbst oft lange im Leben unbewusst.
So findet also eine Abwägung statt unter den Mustern,
die gefunden wurden. Der Computer entscheidet auf diese Weise,
welche Themen am wichtigsten sind für die Person, deren
Geburtshoroskop analysiert wird. Diese Züge werden dann
beschrieben. Das ist der Prozess, wie das Psychologische Horoskop
hergestellt wird.
Frage:
Wie kommt das Programm auf den psychologischen Typus, der
im ersten Teil des Horoskopes im Kapitel II. dargestellt wird?
A.T.:
Das Kapitel II. der Deutung befasst sich mit dem, was C.G.
Jung die vier psychologischen Typen nennt. Diese vier Typen
haben eine Entsprechung mit den vier Elementen Feuer, Wasser,
Erde, Luft. Der intuitive Typ, bei dem die Phantasie stark
ausgeprägt ist, und der Empfindungstyp, der sich stark
von seinen Sinnesempfindungen leiten lässt, bilden zusammen
ein Paar. Das zweite Paar wird gebildet aus dem rationalen
Typ, dem Denker, und dem Gefühlsmenschen, dessen stärkste
Funktion das Fühlen, Mitfühlen usw. ist.
Das Programm beobachtet, wie die Planeten in den verschiedenen
Elementen verteilt sind und schliesst daraus auf den psychologischen
Typus. Sehr häufig findet man Ungleichgewichte in dem
Sinn, dass irgendein Element ziemlich schwach oder völlig
unbesetzt ist. Dies ist die undifferenzierte Funktion. Eine
andere Funktion ist dagegen die stärkste. Möglich
ist, dass eine zweite Funktion auch stark ist und deshalb
auch berücksichtigt werden muss. Liz Greene bezeichnet
den psychologischen Grundtypus als das Bühnenbild, auf
dem das Seelendrama stattfindet. Dieses Bühnenbild, auf
dem die Figuren später agieren, prägt bereits wesentlich
die Atmosphäre dessen, was passiert. Wenn wir einen Empfindungstypen
haben, bei dem innere Figuren vorhanden sind, die mehr in
der Phantasie leben, abgehoben und nicht erdverbunden sind,
werden es diese schwer haben, ihre Qualitäten auszuleben.
Oder wenn die mentale Funktion am stärksten betont ist,
werden innere Figuren, die sehr gefühlsorientiert sind,
sich nicht so gut zu Hause fühlen. Von dem her ergibt
sich bereits aus diesem ersten Teil der Deutung, welche Figuren
es einfacher oder schwerer haben werden, sich auszuagieren,
welche deutlich zum Ausdruck kommen und welche eher in den
Schatten gedrängt werden. Diese Grundlegung sagt also
schon sehr viel aus. Diese vier Grundtypen entsprechen auch
den bekannten vier Temperamenten, dem melancholischen, cholerischen,
sanguinischen und phlegmatischen, wobei diese alten Begriffe
nicht mehr adäquat sind für unser heutiges Denken.
Frage:
Welche Funktion hat denn der Hauptteil der Horoskop-Deutung?
A.T.:
Darüber haben wir ja bereits gesprochen. Im Hauptteil
der Deutung, im Kapitel III. werden im Horoskop astrologische
Muster gesucht, die archetypischen Themen entsprechen, und
gegeneinander abgewogen. Der Computer entscheidet dann, welche
am wichtigsten sind und am stärksten zum Ausdruck kommen.
Es sucht gewissermassen die Hauptkonflikte des inneren Seelenlebens.
Manchmal findet das Programm auch zwei oder drei solcher Hauptthemen.
Frage:
Kann sich das Programm immer zwischen den einzelnen Themen
entscheiden?
A.T.:
Das ist nicht immer einfach. Der Astrologe, der einem Klienten
gegenübersitzt, könnte wohl aus dem Erscheinungsbild
und den Angaben, die ihm der Klient macht, sich eine Vorstellung
bilden, welche Figur nun im Leben des Betreffenden die Oberhand
gewonnen hat. Das Programm stellt in einem solchen Fall die
Beschreibung der gegensätzlichen Figuren als gleichwertig
nebeneinander. Es beschreibt beide, weil wir nicht wissen,
welche Figur im Leben oder in der momentanen Lebensphase des
Betreffenden die Oberhand gewonnen hat. Dennoch aber ist es
möglich, dieses Paar zu beschreiben und damit dem Leser
einen Zugang zur eigenen Selbsterkenntnis zu verschaffen.
Frage:
Was ist der Unterschied zwischen einer psychologischen Beratung
und dem Lesen dieser durch den Computer zusammengestellten
Horoskop-Deutung?
A.T.:
Ein Astrologe, der von einem Jungschen Hintergrund kommt,
wird mit einem ähnlichen Instrumentarium und einer ähnlichen
Methodik wie unser Programm an seine Aufgabe herangehen. Er
hat jedoch eine wesentliche zusätzliche Informationsquelle,
und zwar den Klienten, der ihm gegenübersitzt. Ihm kann
er Fragen stellen. Gegenüber dem Computerprogramm hat
er damit einige Vorteile. Wenn er findet, dass mehrere Themen
im Horoskop ziemlich gleichgewichtig sind, kann er meistens
durch eine Frage an den Klienten herausfinden, welche dieser
Themen der Klient gewissermassen für sich selbst gewählt
hat, mit welcher der beiden Seiten er sich identifiziert.
Das kann das Computerprogramm nicht. In der Praxis ist es
jedoch meistens so, dass die Themen nicht gleichgewichtig
sind. Es ist die Regel, dass ein Thema vorherrscht. Der Astrologe
kann sich auch viel stärker fokussieren auf das, was
der Klient an ihn heranträgt. Der Klient will ja etwas
wissen, das er über sich noch nicht weiss. Deshalb kommt
er zum Astrologen. Dieser kann sich deshalb auch auf diese
Aspekte beschränken. Das Computerprogramm ist dagegen
zwangsläufig ausführlicher. Es weiss ja nicht, wo
der Klient steht, was er alles schon weiss und was er zusätzlich
wissen will. Es gibt Menschen, die haben sich mit sich selbst
noch kaum befasst. Sie wissen nur sehr wenig über ihre
eigene Psyche. Andere Menschen wissen schon sehr viel. Sie
waren vielleicht schon in verschiedenen Lebenskrisen und seelisch
schwierigen Situationen. Der Fokus ist deshalb einfach stärker
in einer persönlichen Beratung. Unser Text ist deshalb
auch relativ ausführlich. Er entspricht in seiner Länge
40 - 50 Buchseiten. Man braucht einige Stunden, um den Text
gründlich zu lesen.
Frage:
Kann durch diesen Computertext eine astrologische Beratung
ersetzt werden?
A.T.:
Es ist zu prüfen, was in einer astrologischen Beratung
passiert. Es ist keine Situation, in der einfach reines Wissen
vermittelt wird. Die beiden Personen sind im gleichen Raum.
Es spielt das Mitgefühl eine Rolle, mit dem der Astrologe
auf die Lebensprobleme eingeht, die ihm der Klient darlegt.
Genausowenig wie man eine Krankenschwester durch eine Pflegemaschine
ersetzen kann, kann man den menschlichen, sich einfühlenden
Astrologen durch einen Computer ersetzen.
Frage:
Der Astrologe hat also gewissermassen auch eine therapeutische
Funktion, die der Computer nicht übernehmen kann?
A.T.:
Der Astrologe ist ein Mit-Mensch, ein mitfühlender Mensch,
dessen Aufgabe darin besteht, anderen Menschen zu helfen.
Nicht jeder Astrologe versteht sich als Therapeut und nicht
jeder Klient, der zu einem Astrologen geht, geht nach seinem
Selbstverständnis zu einem Therapeuten. Der Astrologe
ist einfühlender, beratender Mit-Mensch, Helfer. Und
diese menschliche Funktion kann ein Computer als Maschine
nicht übernehmen. Anderseits können uns jedoch auch
Bücher helfen, z.B. psychologische Bücher über
Ehekrisen und ähnliches, die von mitfühlenden Autoren
geschrieben worden sind. Ein solches Buch vermittelt sehr
viel menschliche Qualitäten, denn dahinter steht ein
einfühlender Autor, der aus seiner eigenen Lebenserfahrung
schöpft. Dahinter steht auch sein Fachwissen und seine
Erfahrung, mit diesen Problemen umzugehen. Ein solches Buch
vermittelt also nicht nur Wissen, sondern ermöglicht
es dem Leser auch, sich emotional darin wiederzufinden, sich
in Problemen anderer wiederzufinden, die in dem Buch beschrieben
werden. Das Lesen des Textes kann also wesentliche emotionale
Prozesse auslösen. Diese Ueberlegungen treffen auch auf
das Psychologische Horoskop zu. Es ist nicht nur kaltes
Papier, von einem kalten Computer gesetzt. Die Autorin bringt
ihre Gefühlsintelligenz, ihre mitfühlenden Fähigkeiten
in den Text ein, der dann vom Computer ausgedruckt wird. Es
ist ja nicht der Computer, der selbst die Texte geschrieben
hat. Diese stammen vielmehr von einer sehr erfahrenen Psychotherapeutin
und Astrologin, die eine ganze Reihe von psychologisch-astrologischen
Büchern geschrieben hat, die international sehr verbreitet
sind. Durch ihre Texte fliessen sehr viele menschliche Qualitäten
in die Deutung ein. Im Unterschied zu einem Buch sind die
Texte jedoch speziell für den Leser ausgewählt.
Auch in einem Buch finden Sie Textstellen, die Sie besonders
ansprechen, die mit Ihnen in Resonanz treten. Bei einem fünfhundertseitigen
psychologischen Werk, werden dies jedoch nur einige wenige
Stellen sein. Dies ist beim Psychologischen Horoskop
anders. Weil hier die Texte speziell für den Leser aufgrund
des vorher beschriebenen Vorgehens ausgewählt wurden,
wird dieser fast nur Stellen finden, die ihn ansprechen und
ihm ganz persönlich etwas zu sagen haben. Das Psychologische
Horoskop ist in diesem Sinne also nicht von einem
Computer gemacht. Wir haben vielmehr Teile von dem, was eine
menschliche Astrologin kann, in einem Computermodell dargestellt.
Aussagen und Texte, die eine erfahrene Astrologin verfasst
hat, wurden im Computer eingespeichert und werden dann individuell
wiedergegeben.
Frage:
Die Autorin der Texte und des astrologischen Wissens ist also
eine Schlüsselfigur beim Zustandekommen des Psychologischen
Horoskop?
A.T.:
Für das Zustandekommen eines Projektes wie das Psychologische
Horoskop braucht es zwei Seiten: einerseits den Fachmann,
bwz. die Fachfrau, welche über das spezifische Fachwissen
verfügt und die Texte verfasst, andererseits den Informatiker,
den sog. Wissensingenieur, wie es in der Fachsprache heisst.
Seine Aufgabe ist es, das Fachwissen des Fachmannes zu strukturieren
und in eine dem Computer verständliche Form zu bringen.
In dem Prozess zwischen Fachmann und Wissensingenieur entsteht
erst das Expertensystem. Beide Seiten sind unabdingbar.
Frage:
Wer ist Liz Greene?
A.T.:
Zur Person der Autorin: Liz Greene ist eine der weltweit führenden
astrologischen Autoren und Astrologen. Sie ist eine der Hauptfiguren
in der modernen psychologischen Astrologie, d.h. in der Verbindung
zwischen dem alten, symbolischen Denksystem der Astrologie
und der modernen Tiefenpsychologie. Frau Dr. Greene ist promovierte
Psychologin und ausgebildete Jungsche Psychoanalytikerin.
Sie arbeitet etwa zu gleichen Teilen als Psychoanalytikerin
und Astrologin. Ihre astrologische Tätigkeit besteht
in der Beratung und dem Verfassen von astrologischen Büchern.
Daneben veranstaltet sie auch regelmässig Astrologie-Seminare
und leitet eine Schule für Psychologische Astrologie.
Ihre Bücher wurden in etwa l0 Sprachen übersetzt.
Neben ihren Astrologiebüchern hat sie noch einige historische
Romane und Kinderbücher geschrieben. Fast alle ihre Bücher
sind auch auf deutsch erhältlich. Mit ihrer Fähigkeit
zu schreiben und mit ihrem sehr entwickelten psychologischen
Hintergrund ist sie diejenige Person, die heute Astrologie
und Jungsche Psychologie zu einer Synthese gebracht hat. Nicht
dass die je getrennt gewesen wären; C.G. Jung selber
hat sich immer schon mit Astrologie befasst und von sehr vielen
seiner Patienten Horoskope erstellt. Seine Tochter musste
ihm jeweils die Horoskope zeichnen. Frau Gret Baumann-Jung
ist übrigens eine der führenden Astrologinnen in
Zürich. Einer breiten psychologisch interessierten Oeffentlichkeit
hat aber erst Liz Greene diesen Zugang erschlossen. Dazu beigetragen
hat gewiss ihre leichte Feder. Ihre Bücher sind sehr
lebendig und spannend zu lesen.
Etwas war schon immer ihr Ziel: Sie wollte die Astrologie
in die Psychologie bringen, sie dahin zurückbringen.
Die Astrologie war früher ein alles durchdringendes Denksystem.
Sie war verknüpft mit allen anderen Wissenschaften und
damit gewissermassen die älteste Psychologie. Früher
gab es keinen eigenen Wissenschaftszweig, der sich mit der
Seele des Menschen befasst hätte.
Die moderne analytische Psychologie Freuds hat sich zum Grossteil
sehr rational entwickelt.Sie stammt aus einer anderen Quelle.
Sie war geprägt von einem rationalen, fast mechanistischen
Menschenbild. In der Psychologie von C.G. Jung sind dann wieder
die tieferen, verschütteten Seiten der Seele ausgedrückt
worden und legitim an die Oberfläche gekommen. Liz Greene
sieht ihre Aufgabe darin, diese verschütteten Gebiete
mit astrologischen Mitteln aufzuspüren und damit die
Astrologie für die moderne Psychologie wieder zugänglich
und akzeptabel zu machen. Sie hat in beiden Gebieten eine
solide Basis und hat damit die Fähigkeit, diese zusammenzufügen.
Frage:
Kann mit diesen Deutungen auch Missbrauch getrieben werden?
Ist es möglich, dass diese für gewisse Leute sogar
schädlich sind?
A.T.:
Paracelsus hat schon gesagt, dass jedes Heilmittel auch ein
Gift ist. Es kommt auf die Dosierung an. Das gleiche gilt
auch für astrologisches Material. Die Analyse präsentiert
sehr viel psychologisches Material. Im Text kommt keine Astrologie
in dem Sinn vor, dass von Planeten, Häusern oder Sternzeichen
die Rede ist. Im Text geht es um psychologische Themen und
Probleme. Mit psychologischem Material kann Schaden angerichtet
werden. Es passiert jedem, der sich als Jugendlicher mit Psychologie
beschäftigt: Man kauft sich ein Buch über Minderwertigkeitskomplexe,
liest es und findet mit Schrecken heraus, dass man ja auch
solche Minderwertigkeitskomplexe hat. Man geht durch einen
Prozess hindurch, bei dem man alle dunkeln Seiten, die in
einem Psychologiebuch beschrieben sind, auch bei sich findet.
Ein solches Buch kann also in den Händen dessen, der
instabil ist, Schaden anrichten. Aber in den Händen desjenigen,
der auf ernsthafter Suche nach sich selbst ist, kann es von
grossem Nutzen sein. Früher wurden viele Bücher
auf den Index der Kirche gestellt, weil man sie für die
Allgemeinheit schädlich hielt und man dem allgemeinen
Volk nicht zugetraut hat, damit umgehen zu können. Dies
war z.B. mit Büchern über die Sexualität der
Fall. Schaden und Schädlichkeit sind also sehr relative
Begriffe. Alles was eingeht auf Probleme und Lebenskonflikte,
kann sehr nützlich und heilsam sein, weil letztlich die
Bewusstmachung von Problemen immer die bessere Wahl ist als
deren Verdrängung. Wir müssten also eher nach dem
Nutzen fragen. Dennoch kann es passieren, wenn man einer Person
aufdeckt, die auf der Kippe steht, dass sie auch noch einen
Vaterkomplex hat, dass sie dies in eine tiefe Depression wirft.
Insofern ist jeder psychologische Text, sogar ein Roman, der
ein bestimmtes Problem beschreibt, genauso gefährlich
oder ebenso nützlich. Er kann Krisen auslösen.
Die Frage ist, ob eine Krise an sich schädlich ist. Eine
Krise ist an sich nützlich, sie ist ja bereits Veränderung.
Das Psychologische Horoskop enthält ein Potential
zur Krisenauslösung. Es besteht jedoch kein Unterschied
zu allem andern, das die Seele anstösst. Die Autoren
sind sich jedoch in hohem Masse der Verantwortung bewusst,
die mit der Herstellung eines solchen Produktes verbunden
sind. Wir wissen ja nicht genau, in welche Hände diese
Deutung gelangt. Die meisten werden in die Hände von
Leuten gelangen, die an Psychologie oder Astrologie interessiert
sind und mehr über sich wissen wollen. Wir schreiben
im Prospekt klar, dass sich das Horoskop mit psychologischen
Themen des einzelnen befasst. Wir schicken den Text niemandem
anonym ins Haus, der den Text gar nicht lesen wollte. Wir
gehen also davon aus, dass sich der Leser bei der Bestellung
bewusst ist, was er bestellt, auf was er sich einlässt.
Die Texte sind mit Verantwortungsbewusstsein gestaltet. Sie
sind nicht darauf ausgerichtet, jedem zu sagen, was für
ein Komplexbündel er ist. Sie sind mit der Grundhaltung
gestaltet, dass vieles, was verschüttet ist beim Einzelnen,
wert ist, an die Oberfläche geholt zu werden, dass es
Schätze sind, die in der Seele oder im Unbewussten vergraben
sind, die, wenn sie gehoben werden, Kreativität und Lebensgenuss
steigern können. Denn Integration der verschiedenen verschütteten
Teile einer gesamten Persönlichkeit bedeuten Erhöhung
der Lebensqualität. Wenn ein Mensch durch einen Integrationsprozess
geht, entsteht ein reicheres Ganzes, eine reifere Persönlichkeit.
Diese unbewussten kreativen Seiten einer Persönlichkeit
sind im Horoskop ausgesprochen betont. Nicht dass die dunkeln
Seiten beschönigt werden. Doch jede dunkle Seite hat
auch ihren kreativen Aspekt. Umgehen mit Aggressivität
z.B. gibt nicht einfach einen bösen Menschen, sondern
einen ganzen Menschen. Trotzdem, wie ich am Anfang gesagt
habe, alles kann eine Krise auslösen. Dies ist mit ein
Grund, weshalb wir jeder Deutung einen Fragebogen beifügen,
der die Möglichkeit bietet, zu reagieren. Wir halten
das für sehr wichtig. Es wird dem Leser nicht einfach
nur etwas an den Kopf geworfen, sondern wir sind in einem
bestimmten Mass, das vom Einzelfall abhängt, bereit,
auf den Leser einzugehen. Wir sind ja ausgesprochen interessiert
daran, vom Leser ein Feedback zu erhalten. Dies gibt ihm dann
jedoch auch die Möglichkeit, ein Notsignal auszusenden
und sich an uns zu wenden. Wenn uns jemand ein solches Signal
von Verwirrtheit und Durcheinandersein sendet, wird dies nicht
untergehen bei uns. Wir sind in der Lage das Feedback zu sichten
und damit umzugehen.
Frage:
Die Horoskope sind für Erwachsene gedacht. Kann man sie auch
für Kinder erstellen?
A.T.:
Das Psychologische Horoskop befasst sich mit der Lebensproblematik
von Erwachsenen. Sie ist für denjenigen zum Lesen bestimmt,
der im Text beschrieben wird. Die Deutung befasst sich ja
sehr stark mit den unbewussten Seiten der Psyche. Es ist deshalb
nicht besonders sinnvoll, wenn über fremde Personen solche
Horoskope erstellt werden. Klar kann es spannend sein zu lesen,
was die Deutung über den Chef aussagt. Aber das ist nicht
die Zielrichtung. Der Text ist geschrieben für den
Erwachsenen, der sich mit sich selber befassen will. Damit
er nicht ins Leere greift, muss ein Stück Leben
gelebt worden sein, sonst kann keine Lebensproblematik erfasst
werden. Ein Kind von l0 Jahren z.B. kann mit der Deutung sowenig
anfangen, wie es mit einem Buch über Eheproblematik anfangen
könnte. Von daher ist eine Altersgrenze von l4 Jahren
gesetzt. Es ist immer schwierig, eine präzise Grenze
zu ziehen. Wir sind der Meinung, dass zumindest der erwachsen
werdende Mensch Zugang zu der Deutung haben soll. Wenn wir
sagen würden, das Horoskop wird nur für Leute über
20 Jahren erstellt, so wäre dies eine Missachtung des
aufgeweckten, psychologisch interessierten Siebzehn- oder
Fünfzehnjährigen. Wir sind uns bewusst, dass die
Setzung von Altersgrenzen immer willkürlich ist.
Frage:
Was hat es gebraucht, um dieses Produkt so zu entwickeln,
wie es sich heute darstellt?
A.T.:
Es braucht zwei Fachkräfte: Einerseits den Fachmann,
bzw. in unserem Fall die Fachfrau, die das Fachwissen liefert
und die Texte verfasst, die am Schluss dann ausgewählt
werden. Andererseits braucht es den Computer-Spezialisten,
den Wissensingenieur, der dieses Fachwissen strukturieren
und in ein Computerprogramm umwandeln kann. Wissensverarbeitung
ist ein sehr neues Gebiet. Die Methoden für den Bau eines
Expertensystems kann man heute noch nicht von der Stange kaufen.
Das ist keine verbreitete Computertechnologie, die jeder Programmierer
einfach beherrscht. Es ist nicht so, dass man sich statt eines
Textverarbeitungs-Systems ein Wissensverarbeitungs-System
kaufen kann. Expertensysteme sind ein Gebiet, die gerade erst
von den Hochschulen den Weg in die Praxis gefunden haben.
Der Anwender, der heute mit solchen wissensverarbeitenden
Systemen arbeiten will, muss sich sehr viele Software- oder
Programmierwerkzeuge selber schaffen. Oder er kann sich zu
sehr teuren Preisen sehr spezialisierte Maschinen, die für
Künstliche Intelligenz gebaut sind, auf dem Markt einkaufen.
Ich habe mich seit etwa vier Jahren mit dem Bereich der Künstlichen
Intelligenz befasst, und mir Kenntnisse auf diesem Gebiet
beschafft. Ich habe die Programmiersprachen gelernt, die auf
diesem Gebiet wichtig sind: zuerst an der Universität
Zürich die Programmiersprache Lisp, später an der
ETH die Programmiersprache Prolog. In der Folge haben wir
uns dafür entschieden, unser Projekt eines astrologischen
Expertensystems auf der Programmiersprache Prolog aufzubauen.
Es handelt sich hier um eine sehr moderne Programmiersprache,
die speziell dazu geschaffen wurde, logisches Denken, Regeln
und Aussagen logisch miteinander zu verknüpfen. Prolog
ist die Sprache, die vor einigen Jahren von den Japanern für
ihr sehr bekanntes Fifth Generation Computer Project gewählt
wurde. Dies ist ein gemeinsames Projekt der japanischen Computerindustrie.
Ziel davon ist, der Künstlichen Intelligenz zu einem
breiten Durchbruch zu verhelfen. Es war also etwa die Arbeit
von vier Jahren, die programmiertechnischen Grundlagen und
die notwendigen Software-Werkzeuge zu erschaffen und das Programm
zu gestalten. Ein wesentlicher Schritt war auch, die Programmiersprache
Prolog, die es nicht auf den uns zu Verfügung stehenden
Computern gab, für diese umzuschreiben. Wir mussten für
unsere Hewlett- Packard Computer einen speziellen Sprachcompiler
entwickeln. Wir standen dabei in engem Kontakt mit der ETH
Zürich, wo ein Prolog-Compiler für die Computer
der ETH entwickelt wurde. Ich habe mich mit diesen Leuten
in Verbindung gesetzt und in Zusammenarbeit mit ihnen die
Sprache portiert und weiterentwickelt, um sie auf den Computern,
die wir verwenden, einsetzbar zu machen. Dieser Prolog-Interpreter
ist damit zu einem Software-Paket für HP-Computer geworden,
das zum Verkauf steht. Es ist sozusagen ein Nebenprodukt unserer
eigenen Entwicklung. Von 1983 bis Ende 1985 wurden solche
Vorarbeiten geleistet: Erwerb des technischen Know-Hows, Schaffung
der Software-Werkzeuge. Von Ende l985 bis Anfang l987 fand
die tatsächliche Realisierung des Projektes statt: Der
Aufbau der Wissensbasis, des Programms und der Texte für
die Herstellung der Psychologischen Horoskope.
Frage:
Sind Sie nun Computer-Spezialist oder Astrologe oder beides?
A.T.:
Ich bin natürlich in erster Linie der Computer-Spezialist
gewesen.
Frage:
Was ist Ihr ausbildungsmässiger Hintergrund?
A.T.:
Ursprünglich habe ich Physik studiert. Nach dem Diplom
habe ich an der ETH Zürich in experimenteller Festkörper-Physik
promoviert. Dies war l98l. Daneben habe ich mich mein ganzes
Physikstudium hindurch sehr intensiv mit Computern befasst.
Für mich war Physik oft zweitrangig gegenüber den
Computerproblemen und der Computeranwendung. Daneben hat mich
aber immer auch schon Psychologie interessiert. Es bestand
immer eine gewisse Spannung zwischen dem psychologischen Interesse
am Menschen und dem rationalen, naturwissenschaftlichen Interesse
an Physik und Computern. Es waren immer zwei Seiten in mir,
die nicht so richtig zusammengepasst haben. l979 bin ich dann
der Astrologie begegnet. Dies war ein intensives Erlebnis
für mich. Astrologie hat praktisch zwei Seiten: Es ist
eine Mischung zwischen einem symbolisch- psychologisch-assoziativen
System, das sich im Bereich des Irrationalen, nicht logisch
und kausal Erfassbaren bewegt. Gleichzeitig verwendet die
Astrologie die genau berechenbaren Planetenbahnen, zu denen
im astrologischen System bekanntlich auch Sonne und Mond gehören,
und hat damit eine mathematisch ganz exakte Seite. Für
die Astrologie sind beide Seiten notwendig. Der Astrologe
braucht das genau berechnete Horoskop, um dieses dann psychologisch
zu deuten. So wurde für mich die Astrologie zu einem
Weg, um diese beiden Seiten in mir zusammenzuführen.
Vielleicht war ich deswegen von Anfang an so von Astrologie
fasziniert. Ich habe dann begonnen, Astrologie-Bücher
zu lesen, Kurse zu besuchen. Die Berechnung von Horoskopen
habe ich den Computern, die mir ein so gängiges Handwerkszeug
waren, übertragen und aus diesen, zuerst spielerischen
Bemühungen, ist dann bald, l980, der Astrodienst entstanden.
Damals habe ich das so nebenbei in meinem Labor in der ETH
gemacht. Am Abend habe ich das Programm über die Zeichnungen
der Planeten und Planetenbahnen entwickelt. l98l, als ich
die Promotion abgeschlossen hatte, habe ich dann für
den Astrodienst Zürich, also den astrologischen Berechnungsservice
gearbeitet und dies zu meiner Haupttätigkeit gemacht.
Diese Arbeit ist auf sehr grosse Resonanz gestossen. Ich habe
auf diesem Gebiet durch die Beherrschung von modernen, fortgeschrittenen
Programmiermethoden mitgeholfen, den Qualitätsstandard
der astrologischen Berechnungen, der grafischen Darstellungen
usw. zu heben. So habe ich mich über Jahre hinweg mit
Astrologie befasst, vornehmlich aber mit der Technik der Astrologie,
mit der Berechnungsseite. Ich wusste stets schon, dass mir
die Berechnungsseite allein nicht genug ist. Ich wollte diese
Welten noch mehr zusammenbringen. Ich wollte die Welt des
Computers mit dieser irrationalen, schwer zu ordnenden psychologischen
Seite zusammenbringen. Und dann begegnete ich dieser Technik
der Wissensverarbeitung. Ich habe mich ja konstant in der
Informatik fortgebildet und habe dann sehr bald geahnt, dass
es mit dieser neuen Methodik der Künstlichen Intelligenz
vielleicht gelingen würde, das Psychologische Horoskop
mit Computern seriös anzupacken. Eben nicht nur kochbuchmässig
gewisse astrologische Texte zusammenzukleben, sondern das
Modell, wie ein Astrologe ein Horoskop schaut, darzustellen.
In der Folge habe ich mich dann immer mehr dem Erlernen dieses
neuen Gebietes zugewandt und mir die Methodik der Künstlichen
Intelligenz angeeignet, bis es schliesslich Zeit war, ein
konkretes Projekt anzugehen. Dies war, wie erwähnt, Ende
l985.
Während der Zeit, in welcher ich mit Liz Greene gearbeitet
habe, ihr astrologisches Wissen auf dem Computer zu implementieren,
habe ich meine Beschäftigung mit der astrologischen Deutung
sehr intensiviert und in der Astrologie sehr viel dazugelernt.
Ich bin nicht nur Techniker, der aus Distanz ein Programm
entwirft. Überhaupt nicht. In diesem Prozess der Übertragung
des Wissens einer weltweit führenden Astrologin auf den
Computer habe ich mich selber weiter zum Astrologen entwickelt.
Heute bin ich Astrologe und Computerspezialist zugleich. Ich
mache auch seit einiger Zeit selbst astrologische Beratungen.
Ein Computerprogramm hat immer seine Grenzen; die persönliche
Beratung kann sehr viel Wesentliches für den Ratsuchenden
bringen. Ich lerne auch sehr viel von meinen persönlichen
Klienten. Freilich kostet eine Beratung auch ein Vielfaches
eines Computerhoroskopes.
Frage:
Sind Sie mit dem Produkt, das jetzt verkauft wird, zufrieden?
A.T.:
Ja, ich bin sehr zufrieden. Und ich bin ein sehr skeptischer
und selbstkritischer Mensch. Das könnte ich Ihnen anhand
meines Horoskopes erklären. Vielleicht bin ich manchmal
sogar ein zu selbstkritischer Mensch. Ich zögere sehr
lange, bevor ich etwas gut genug finde, um es anzubieten.
Und so habe ich mir auch im Entwicklungsprozess des Programmes
immer sehr viel Feedback geholt im Umfeld von Freunden und
psychoanalytischer Arbeit. Vor der Einführung fand eine
intensive Testphase statt. Schon dort fanden wir aber sehr
viel positive Resonanz. In der ganzen Entwicklungsphase haben
wir ja die Wissensbasis nicht aus dem Ärmel geschüttelt,
sondern die ganze Zeit über getestet. Wir haben immer
wieder eine grosse Anzahl von Personen, die wir gut kennen,
durchlaufen lassen und geprüft, wie die Modelle funktionieren.
Wir haben uns gefragt, ob das Programm die wichtigen Themen
bei diesen Menschen findet oder nicht. Wir standen also immer
schon in einem Lernprozess und stehen das auch heute noch.
Ich bin also zufrieden, ja ich bin überrascht, was wir
erreicht haben. Freilich könnten wir noch drei Jahre
weiterarbeiten und es ein ganzes Stück detaillierter
machen. Ich bin jedoch der Ueberzeugung, dass das Programm
heute schon so gut ist, dass es schade wäre, wenn man
es nicht denen, die sich dafür interessieren, zugänglich
machen würde. Und es ist natürlich auch eine ökonomische
Frage:
Entwicklungszeit ist sehr teuer und wir müssen zu irgendeinem
Zeitpunkt auf den Markt kommen.
Frage:
Ist geplant, dass das Programm weiterentwickelt wird oder
kommen noch ähnliche Deutungen dazu?
A.T.:
Beides. Wir verstehen dieses Programm überhaupt nicht
als definitiv. Die Methoden, die darin enthalten sind, sind
sehr gut, sie funktionieren und in dem Sinn werden diese so
bestehen bleiben. Aber der Inhalt wird sich verfeinern. Das
Feedback unserer Klienten ermöglicht uns herauszufinden,
wo das Programm am wenigsten greift, vielleicht noch etwas
holperig ist, sich nicht klar genug ausdrückt oder wo
das Material, das präsentiert wird, am ehesten auf Unverständnis
stösst. Neben der Weiterentwicklung des bestehenden Programms
gibt es natürlich noch andere Themen, die in der astrologischen
Beratung wichtig sind, so z.B. die Erfassung der Zeitqualität.
Dazu genügt das Geburtshoroskop nicht, denn dieses ist
fix. Wenn wir uns durch die Zeit bewegen, begegnen wir immer
bestimmten Abschnitten, in welchen bestimmte Themen auftauchen
und besonders akut sind. Andere lassen wir hinter uns. So
gibt es einen Wechsel. In der Astrologie gibt es verschiedene
Methoden um herauszufinden, was zum jetzigen Zeitpunkt oder
in nächster Zeit an Themen besonders aktuell sein wird.
Diese Einbringung der Zeitdimension in die astrologische Analyse
wäre eine der Anwendungen, die wir im Auge haben. Die
andere ist das Thema der Beziehung, der Partnerbeziehung.
Dies ist in der psychologischen und astrologischen Beratung
generell ein Hauptthema: Beziehungskrisen, Beziehungskonflikte
oder auch das Fehlen von Beziehungen. Dort kann die Astrologie
Bedeutendes leisten. Sie kann nicht nur einen Menschen betrachten,
sondern zwei nebeneinander hinstellen und schauen, wie das
Thema Beziehungen in den beiden individuellen Horoskopen sich
darstellt und welche Wechselwirkungen bestehen. Auch beim
Psychologischen Horoskop wird dieses Thema gestreift.
Allerdings steht es nicht im Mittelpunkt und werden nicht
beide Partner angeschaut.
Frage:
Sind in der Horoskop-Deutung auch Voraussagen enthalten?
A.T.:
Es sind nicht Voraussagen enthalten im vulgären Sinne
wie: Passen Sie diesen Monat auf in Finanzangelegenheiten!
Auf diesem Niveau befassen wir uns überhaupt nicht mit
Astrologie. Es gilt aber der Kernsatz: Charakter ist Schicksal.
Das heisst, was ich als Konflikt in mir habe, kommt in meinem
Leben immer wieder zum Ausdruck. Speziell was ich verdrängt
habe, kommt von aussen auf mich zu. Dies hängt mit Projektions-Mechanismen
und ähnlichem zusammen. Es gibt so etwas wie eine Weisheit
im Schicksal und im Leben und es scheint so, als sei es eine
Lebensaufgabe, sich mit den Aufgaben und Konflikten, die einem
in die Wiege gelegt wurden, zu befassen. Wenn ich nicht in
mich schaue und mich dann mit diesen Konflikten befasse, begegnen
sie mir von aussen. In diesem Sinn ist natürlich jede
Beschreibung von Charakter, also von dem, was in mir ist,
auch ein Hinweis auf etwas, das mir von aussen entgegentreten
kann. Je unbewusster jemand ist, je weniger er sich mit sich
selbst befasst hat, desto eher passiert es, dass ihm das Schicksal
schroff von aussen entgegentritt. Jede Beschreibung von Lebensthemen
ist damit in einem gewissen Sinne auch eine Voraussage und
gleichzeitig eben auch Nichtvoraussage, weil die bewusste
Auseinandersetzung mit dem Konflikt gerade verhindern kann,
dass mir dies von aussen vor die Augen geführt werden
muss. Es gibt so etwas wie ein Phänomen der "Enthexung",
das durch die Auseinandersetzung mit meinen inneren Konflikten
und Komplexen passiert. Damit wird diese Bewusstwerdung zur
Befreiung, zur Erlösung von Schicksal. Das mag etwas
hochgestochen tönen, aber das ist genau das, was die
Psychoanalyse macht: Reflexion als Erlösung von sonst
von aussen oder auch von innen aus dem Körper auftretendem
Schicksal. Dies ist das ganze Geheimnis der Psychosomatik.
Man kann also das Thema von Voraussage und Charakter- Analyse
nicht von einander trennen. Aber Voraussagen im engeren Sinne,
wie wann was passieren wird, machen wir nicht. Das kann man
ja gerade deshalb nicht, weil die bewusste Auseinandersetzung
mit dem Thema Schicksal aufheben, Geschehen unnötig machen
kann.
Frage:
Es ist mir aufgefallen, dass in der Deutung auch sehr viel
über die Eltern, zum Teil sogar Aussagen über die
Beziehung der Eltern gewagt werden. Wie ist das möglich?
A.T.:
Sie stellen zwei Fragen: Einerseits: Wie ist das möglich?
Andererseits: Wieso machen wir das? Man muss sich fragen,
was psychologisch die Eltern bedeuten. Die Eltern sind nicht
nur äussere Menschen, bei denen man wohnt als Kind, die
einem das Essen machen und einen erziehen, sondern sie spielen
in der Psychologie, insbesondere in der Tiefenpsychologie,
eine fast überdimensionale Rolle. Die Eltern bilden für
das Kind die erste Erfahrung von etwas Männlichem oder
Weiblichem in der Welt. Die Mutter ist die erste Frau, die
man kennenlernt. Der Vater, oder der Mann, die die männliche
Bezugsperson in der Kindheit übernimmt, ist der Urtyp
von Mann, der dem Kind entgegentritt. In der Jungschen Psychologie
spricht man von Animus und Anima. Gemeint damit ist die innere
männliche und weibliche Seite eines jeden. Beim Mann
ist die Animusseite vielleicht mehr auf der bewussten, die
Animaseite mehr auf der unbewussten Ebene angesiedelt und
bei der Frau umgekehrt, aber es ist nicht immer so klar. Doch
die Figuren der Eltern treten immer in Beziehung zu diesen
inneren Seiten. Sie übernehmen damit gewissermassen Modellcharakter
dafür, wie mein inneres Weibliches oder Männliches
aussieht. Wie mein inneres Weibliches ist, hat also etwas
damit zu tun, wie meine Mutter ist. Wie mein inneres Männliches
ist, hat etwas damit zu tun, wie mein Vater ist. Und zwar
nicht unbedingt wie mein Vater äusserlich ist. Er hat
ja auch eine unbewusste Seite. Auch meine Mutter hat eine
unbewusste Seite, die gar nicht unbedingt stark in ihrem Leben
zum Ausdruck kommen muss, die aber das Kind auf einer instinktiven
Ebene, unbewusst, sehr deutlich wahrnimmt. Wenn nun im Horoskop
meine wesentlichen Seelenteile abgebildet sind, sind natürlich
auch Animus und Anima dargestellt. Meine männliche und
weibliche Urseite sind abgebildet und haben natürlich
sehr viel mit den Elternfiguren zu tun, die ja die ersten
Modelle gewesen sind. Es ist eine Beobachtung aus der praktischen
Astrologie, dass die Eltern im Horoskop des Kindes wiederzufinden
sind. Es muss nicht unbedingt die äussere Erscheinungsform
der Eltern sein. Es kann ja ein Elternteil in der Realität
völlig abwesend sein und trotzdem besteht eine Vaterfigur
im Horoskop des Kindes und diese hat etwas zu tun mit der
inneren männlichen Seite, unabhängig davon, ob es
sich nun um das Horoskop eines Mannes oder einer Frau handelt.
Aus dem Horoskop kann man also sehr viel über die Elternfiguren,
so wie sie sich in der Seele des Kindes widerspiegeln, ablesen
und dies ist sehr wichtig für mich selber. Denn die Eltern
stellen das erste Modell einer Beziehung dar. Die Erfahrung,
die ich an meinen Eltern gemacht habe, prägt meine Beziehungsfähigkeit,
meine Fähigkeit, mit Konflikten umzugehen. Sich mit den
Eltern, wie sie im Horoskop abgebildet sind, zu befassen,
gibt Zugang zu einer ganz wichtigen Ebene von Problemen und
Konflikten mit sich selber.
Frage:
Aufgrund welcher Kriterien macht das Programm Aussagen über
Beziehungen?
A.T.:
Einerseits werden traditionelle astrologische Interpretationen
angewendet wie Siebtes Haus, Venusstellung u.ä. anderseits
gehen wir aufgrund der psychologischen Erkenntnisse davon
aus, dass der Mensch oft seine unbewussten Seiten im Partner
gespiegelt sehen möchte. Man kann dies auch Projektion
nennen. Das Beziehungsthema hat deshalb sehr viel mit dem
Hauptteil der Horoskopdeutung zu tun, in dem die Hauptfiguren des
Charakters beschrieben sind.
Frage:
Ist es ihr Anspruch, dass die beschriebene Person ganz genau
vom Programm erfasst wird.
A.T.:
Unser Anspruch ist, die Lebensthemen des Beschriebenen aufzuzeigen
und ihm damit Anregungen zur Auseinandersetzung mit sich selbst
zu geben. Je bewusster eine Person mit ihren Problemen umgeht,
desto mehr entzieht sie sich der Beschreibung durch das Programm.
Anderseits erkennen meist gerade diese Personen besonders
klar, dass die Beschreibung die wesentlichen Themen ihrer
Persönlichkeit angeschnitten hat. Wir haben nicht den
Anspruch, eine Person mit unserem Programm völlig zu
erfassen. Das wäre vermessen und anmassend. Zum Glück
liegt auch der Computer manchmal daneben.
Frage:
Was ist der Sinn dieses Psychologischen Horoskop?
A.T.:
Wir sind der Ueberzeugung, dass das Horoskop dem Leser hilft,
seiner Lebensthemen bewusster zu werden, und ihn dadurch auch
bewusster damit umgehen lehrt. Dies kann eine echte Lebenshilfe
bedeuten. Bewusstwerdung bedeutet Befreiung vom Schicksal.















