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Samstag 22. Januar 2000
Liz Greene, Zürich: Neptuntransite Überleben.
Ein eigenartig subtiler "veränderter Bewusstseinszustand"
verschleiert oft für längere Zeit die wahre Bedeutung von
Neptuntransiten. Unterdessen stolpern wir blindlings durch
Phasen grosser Verwirrung und Leid, oder wähnen uns irrtümlich
im Besitz eines "Regenbogen-Schatzes". In diesem Seminar wollen
wir erkunden, was uns "geschieht", wenn planetarische Stellungen
im Geburtshoroskop vom transitierenden Neptun berührt werden,
wie wir mit tieferer Einsicht mit diesen Transiten umgehen
können, und wie wir gleichzeitig dabei die nicht-rationalen
Ebenen dieser Prozesse anerkennen können. Wir können den Verlauf
der Transite der äusseren Planeten nicht bestimmen - aufgrund
der Stellung Neptuns im Geburtshoroskop und seiner archetypischen
Bedeutung können wir erkennen, was von uns verlangt wird.
Samstag 4. März 2000
Liz Greene, Zürich: Spannungsaspekte - Psychologisch Gesehen
Es gibt vielerlei Arten, Spannungsaspekte zu interpretieren
- heute neigen Astrologen und Astrologinnen weniger dazu,
diesen Aspekten eine "üble" Wirkung nachzusagen, sie gelten
eher als Quellen kreativer Energien und hoher Motivation.
Trotz dieser aufgeklärten Einstellung beklagen wir uns immer
noch über Quadrate und Oppositionen im Geburtshoroskop und
fürchten "schlechte" Pluto- oder Saturntransite, die uns bevorstehen.
Statt dessen könnten wir uns mit mehr Tiefe und grösserem
Realismus, sowie auch mit mehr Optimismus der wirklichen psychologischen
Dynamik und der Bedeutung dieser Aspekte widmen - wir wollen
diese Aspekte vor allem vom Blickpunkt des individuellen Charakters,
der Erbanlagen und der teleologischen Zusammenhänge her betrachten.
Samstag 18. März 2000
Liz Greene, Zürich: Jupiter - Scharlatan oder Verteiler Grosser
Gaben?
Wir erforschen den rätselhaften Jupiter, der meist als "Wohltäter"
interpretiert wird, obwohl er im Geburtshoroskop oft mit grossen
inneren und äusseren Schwierigkeiten im Zusammenhang steht,
gleichermassen werden Transite Jupiters von vielen unserer
schwierigsten Lebenserfahrungen begleitet. Wir wollen diesen
Planeten vom mythologischen, psychologischen und mundanen
Blickpunkt aus betrachten, sowie seine Bedeutung im Geburtshoroskop,
und in den Transiten und Progressionen erforschen. Wir werden
versuchen, die unendliche Vielfalt von Erfahrungen, Wahrnehmungen
und Verhaltensweisen, die mit diesem dramatischen und feurigen
Spieler im planetarischen Pantheon in Verbindung gebracht
werden, zu einem Ganzen zusammenzuführen.
Samstag 28. Oktober 2000
Liz Greene, Zürich: Der Astrologe, der Ratgeber, der Geistliche
Die meisten Astrologen, die ein psychologisches Verständis
für ihr Fach mitbringen, erkennen den enormen Wert der Astrologie
in einer Beratungssituation an - damit kann auf hilfreiche
und heilsame Weise der Zugang zu tiefen seelischen Ebenen
des Klienten gefunden werden. Die astrologische Beratung kann
aber auch ohne jeden Nutzen bleiben, ja sogar auf beide, den
Klienten und den Astrologen, eine destruktive Wirkung haben.
Es herrscht einige Verwirrung, manchmal sogar krasses Unwissen
darüber, was auf praktischen und subtilen Ebenen in einer
Beratungssituation geschieht. Viele Astrologen sind sich der
eigenen Motivation nicht wirklich bewusst, oder verstehen
zu wenig, was auf unbewusster Ebene zwischen ihnen und den
Klienten ausgelöst wird.
Während dieses Seminars werden wir mit Hilfe der astrologischen
Symbolik den Zugang zur Beratungssituation ausloten und uns
verschiedenen Themen annähern, wie z.B. dem Umgang mit schwierigen
Fragen, ethische und philosophische Hintergründe, die Grenzen
der Astrologie, Übertragung und Gegenübertragung zwischen
dem Astrologen und dem Klienten, Synastrie zwischen den beiden.
Es geht auch um praktische Fragen der Grenzsetzung und der
Kommunikation.
Dieses Seminar richtet sich nicht nur an Berufsastrologen,
sondern auch an alle, die sich mit der Berührungsfläche zwischen
astrologischen Inhalten und dem therapeutischen Prozess auseinandersetzen.
Samstag 25. November 2000
Liz Greene, Zürich: Mars: Krieger und Hooligan
Während dieses Seminars wollen wir den "roten" Planeten betrachten,
früher als "Übeltäter" begriffen. Heute verstehen wir eher,
dass fehlende Anerkennung und mangelnder Ausdruck dieses Planeten
hinter vielen inneren und äusseren Schwierigkeiten zu stehen.
Mars wird mit einigen der schlimmsten Exzesse von Gewalt und
Brutalität der Menschheit in Zusammenhang gebracht. Trotzdem
bildet der Instinkt zur Aggression die Grundlage der Egoformation
und der Fähigkeit des Indviduums, das in ihm angelegte Potential
zu entwickeln. Wenn das natürliche Begehren blind unterdrückt
wird, kann es die gesamte Persönlichkeitsstruktur unterminieren.
In Mythen, psychologischen Mustern und in der astrologischen
Stellung nach Zeichen, Haus und Aspektierung wollen wir untersuchen,
wie sich Mars als Segen und in seiner Pathologie ausdrückt,
welche Bedeutung er in Beziehungen, im kreativen Selbstausdruck
und in der körperlichen Gesundheit einnimmt. Wir werden untersuchen
wie Mars individuell und kollektiv blockiert wird und nach
positiven Ausdrucksformen dieser Energie suchen, damit sich
der Einzelne mit der Marsenergie wohlfühlen kann - auch in
einer Zeit, wo dies bestenfalls als "politically incorrect"
gilt.
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