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Im Horoskop Österreichs werden sich die transformativen Einflüsse
Plutos wahrscheinlich in einer zunehmenden Anerkennung der Bedeutung
von Kompromissen und freundschaftlichen Beziehungen zu anderen Nationen
bemerkbar machen. Dies wird zweifellos eine der wichtigsten Früchte
der Europäischen Union für alle ihre Mitgliedsstaaten sein,
betont dabei aber insbesondere eine Qualität, die bereits im Geburtshoroskop Österreichs
zu finden ist, nämlich die Tatsache, daß das Geschick oder
die Bestimmung dieses Landes unlösbar mit anderen Ländern verflochten
ist; Österreich wächst und blüht durch die Entwicklung
von wirtschaftlichen und kulturellen Partnerschaften. Jegliche Tendenz
zu Isolation oder Konflikt gegenüber anderen Nationen wird in den
kommenden Jahren vermutlich umgehend Schwierigkeiten hervorrufen.
Um die Jahrtausendwende und danach wird sich in Österreich wahrscheinlich
eine neue Einstellung gegenüber den eigenen Nachbarn durchsetzen
und damit die Wahrnehmung des eigenen nationalen Stellenwertes in der
Welt wandeln. Inzwischen wird Uranus, der Planet der Veränderungen
und der Spaltung, einen 84-Jahre-Zyklus vollenden und wieder dorthin
zurückkehren, wo er im Geburtshoroskop des Landes steht; dies fördert
eine neue Haltung gegenüber "Freunden" und eine Annäherung
an diese, was kulturellen und kreativen Unternehmungen zweifellos neues
Leben einhauchen und ein völlig neues Gefühl der Zugehörigkeit
zu einer globalen Gemeinschaft mit sich bringen wird.
Neptun, der Planet der Träume und der Desillusionierung, wird eine
Opposition zu seiner Position im Geburtshoroskop bilden, was darauf schließen
läßt, daß die Weitung und Öffnung des Blickwinkels
mit einer gewissen Traurigkeit einhergehen könnte, dem Gefühl,
nationale Wurzeln zu verlieren, und dem Empfinden, daß die nationale
Identität zerbröckelt. Weil Österreich als unabhängige
Nation mit der Sonne im fixen Zeichen Skorpion geboren wurde, während
der Aszendent in ein weiteres fixes Zeichen (Stier) fällt, gibt
es einigen Widerstand gegen solche Veränderungen, die viele Menschen
als Bedrohung und Verunsicherung empfinden. Doch tatsächlich liegt
Veränderung in der Luft. Wenn die Planeten dann weiterziehen - besonders
wenn Uranus in den Jahren nach der Jahrtausendwende ins Zeichen Fische
gelangt - , werden die positiven und aufbauenden Auswirkungen dieser
Veränderungen im Kulturellen, Intellektuellen und Spirituellen wohl
für jedermann erkennbar werden.
Liz Greene, 1999
(Daten: 12. November 1918, 16.00 MEZ, Wien) |