Eine Landkarte der Seele, Band 2
Einführung in die Psychologische Astrologie, von Clare Martin
Band 2: Aspekte und Häuser im Horoskop

Lektion Sechs: Einführung in die Aspektlehre, Teil Eins

Nachdem wir uns bereits mit den Planeten, Zeichen und Häusern oder dem Was, Wie und Wo beschäftigt haben, werden wir uns jetzt den Aspekten zuwenden. Ich habe die Aspekte bis jetzt ausgespart, weil oft angenommen wird, sie seien schwierig und kompliziert, wo sie doch eigentlich logisch aus dem folgen, was wir schon wissen.

Aspekte

Aspekte geht es um Beziehungen. Sie sind dynamisch. Sie bringen verschiedene Horoskop-Faktoren - Planeten, Mondknoten, Zeichen, Kardinalpunkte und Häuser - in eine aktive Beziehung zu einander. Doch Aspekte sind noch mehr: sie sind etwas Schönes, denn sie erinnern uns daran, dass das Horoskop eine weitere Ausdrucksform jener heiligen Geometrie ist, die stets ein Kernelement der Mysterienüberlieferungen war. Den Figuren und Mustern, die durch mathematische Teilungen und Proportionen gebildet werden, ist etwas Magisches Faszinierendes und zutiefst Befriedigendes zu eigen, und sie begegnen uns überall in der Natur, Kunst, Architektur, Musik und natürlich auch in der menschlichen Psyche.

Chartres

Rosettenfenster der Kathedrale von Chartres

Mit der Symbolik von Kreis und Quadrat, den grundlegenden Bestandteilen des Horoskops, sind wir bereits vertraut. Der Kreis gilt als die vollkommenste aller Formen und ist das Symbol reinen, ewigen, unveränderlichen Geistes. Das Quadrat ist das Symbol der Erde, aller physischen Manifestation sowie unserer Orientierung auf der Erde mithilfe der vier Himmelsrichtungen, vier Jahreszeiten und vier Elemente. Das Symbol der Erde und die Struktur des Horoskops zeigen uns, dass die Erde der Mittelpunkt ist, umgeben vom Kreis des Geistes, der alles Leben in sich trägt. Die Frage nach der Quadratur des Kreises hat Philosophen, Theologen und Mathematiker aller Zeiten fasziniert. Anders gefragt lautet sie: Wie finden wir eine Beziehung zwischen Geist und Materie, zwischen den Göttern und den gewöhnlichen Sterblichen, zwischen dem Ewigen und dem Vergänglichen? Ein Bild, das beide Symbole beinhaltet, kann uns als Beweis unserer Doppelnatur dienen. Und eigentlich ist ein Horoskop genau das gleiche, nämlich im Grunde nichts anderes als eine wunderbar einfache symbolische Landkarte, die tatsächlich die Quadratur des Kreises vollbringt.

Chartres

Leonardo da Vinci, "Der Vitruvianische Mensch" (1490)

Da Vincis Vitruvianischer Mensch ist eine der berühmtesten Darstellungen aller Zeiten und wird nach wie vor in aller Welt immer wieder reproduziert. Die Zeichnung symbolisiert die grundlegende Symmetrie des menschlichen Körpers und letztlich des gesamten Universums. Diese wunderschöne Darstellung wurde um 1490 von Leonardo gezeichnet und erschien im zweiten von drei Bänden mit dem Titel "De Divina proportione" oder "Göttliche Teilung", herausgegeben von einem engen Freund Leonardos, dem Mathematiker Pacioli. Das Werk ist ein wunderbares Beispiel für die Integration von Kunst und Wissenschaft in der Renaissance.

Teilnehmerin: Wissen Sie, warum die Zeichnung "Der Vitruvianische Mensch" heißt?

Clare: Vitruvius war ein Architekt aus dem antiken Rom. Er verfasste die "Zehn Bücher über Architektur", die glücklicherweise bis in die Renaissance erhalten geblieben sind. Im dritten Band schreibt er, dass die Proportionen von Tempeln auf den Proportionen des menschlichen Körpers beruhen sollten, denn der Körper des Menschen ist ein Abbild der Vollkommenheit. Das begründet er mit der Feststellung, dass der menschliche Körper mit ausgestreckten Armen und Beinen in die perfekten geometrischen Figuren Kreis und Quadrat hineinpasst. Und damit sind wir wieder bei der pythagoräischen Zahlensymbolik, die für die Astrologie von so grundlegender Bedeutung ist, da sie beschreibt, dass allen Systemen die gleiche Struktur innewohnt. Im letzten Kurs hatten wir uns mit der Tetraktys beschäftigt, jenem symmetrischen und ausgewogenen Modell des Universums, das sich in der Struktur des Tierkreises widerspiegelt und die Erschaffung symbolischer Zahlen aus der ursprünglichen Einheit beschreibt.

Teilnehmerin: Clare, würden Sie das bitte noch etwas ausführen? Ich bin erst seit diesem Kurs dabei.

Clare: Vereinfacht gesagt, die Pythagoräer glaubten, dass sich das Wesen aller Dinge kraft der Eins, der Zwei, der Drei und der Vier als sich entfaltende Schöpfungsabfolge verstehen lasse. Bei diesen Zahlen geht es nicht um Mengenangaben, sondern um eigenständige Archetypen, sodass die "Einheit", "Zweiheit", "Dreiheit" und "Vierheit" auch ihre jeweils eigene qualitative Bedeutung haben. Das Horoskop ist ein treffendes Abbild der Tetraktys, da es selbst eine Eins (das ganze Geburtsbild), eine Zwei (alle zwölf Tierkreiszeichen polar angelegt - aktiv oder passiv), eine Drei (kardinale, fixe und veränderliche Zeichen) und eine Vier (die Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser) darstellt. Die Zahl Zwölf ist eine bemerkenswert vollständige Zahl, in der sich die Polarität sechs Mal wiederholt, die drei elementaren Zustandsformen sich vier Mal und die vier Elemente sich drei Mal wiederholen.

Die Zahl als Archetyp kosmischer Ordnung

Horoskopstruktur und
astrologische Aspekte

Wir werden die Aspekte genau so betrachten, wie wir es im letzten Kurs schon mit der Horoskopstruktur getan haben, nämlich als einen Ausdruck der sequenziellen Teilung des Horoskops durch eins (Konjunktion), zwei (Opposition), drei (Trigon) und vier (Quadrat), wobei der Eins die Einheit entspricht, der Zwei die Teilung und Trennung, der Drei der Ausgleich und die Vermittlung und der Vier die Manifestation. Jedes Horoskop hat seine ganz eigene Gestalt, seine eigene geometrische Struktur, sein besonderes physisches und psychisches Muster. Das Wesentliche an Aspekten und Aspektmustern ist, dass sie eine Folge von Geschichten darstellen, die uns dabei helfen, das zweidimensionale Horoskop in eine lebendige, atmende Wirklichkeit zu verwandeln. Bitte sehen Sie sich die folgende Tabelle an, in der die gebräuchlichsten modernen astrologischen Aspekte aufgeführt sind. Sie sehen, dass die Aspekte gebildet werden, indem man den 360-Grad-Kreis durch zwei, drei, vier und durch das Produkt dieser ersten drei Zahlen teilt, nämlich durch sechs (zwei mal drei), acht (vier mal zwei) und zwölf (drei mal vier).

Die astrologischen Aspekte


Teilung des Kreises durch Winkel gebildeter Aspekt Orb Symbol
1 0 Grad Konjunktion 8 Grad ° Konjunktion
2 180 Grad Opposition 8 Grad ° Opposition
3 120 Grad Trigon 8 Grad ° Trigon
4 90 Grad Quadrat 8 Grad ° Quadrat
6 60 Grad Sextil 4 Grad ° Sextil
8 45 Grad
Halbquadrat
2 Grad °
Halbquadrat
8 (3/8) 135 Grad ° Anderthalbquadrat 2 Grad ° Anderthalbquadrat
12 30 Grad Semisextil 2 Grad ° Semisextil
12 (5/12) 150 Grad Quincunx 2 Grad ° Quinkunx

Alle Zahlen haben symbolische Bedeutung, und natürlich ist es durchaus möglich, weitere Kreisteilungen durch fünf, sieben, neun, elf und so weiter bis hin zu unendlich größeren Teilern vorzunehmen.

Orben

Sie sehen an der obigen Tabelle, dass jeder Aspekt einen bestimmten 'Orb' hat, das bedeutet, er gilt auch noch eine gewisse Zahl von Graden vor und nach der genauen Aspektstelle. Je enger der Orb, desto stärker ist der Aspekt. Zum Beispiel wird eine Opposition zwischen zwei Planeten in 172 Grad Abstand zueinander (8 Grad Orb) als nicht so stark oder intensiv empfunden wie eine Opposition zwischen zwei Planeten in 181 Grad Abstand zueinander (1 Grad Orb). Sie sehen, dass die Orben mit zunehmender Kreisteilung kleiner werden. Daher haben wir alle wahrscheinlich mehr Hauptaspekte (mit einem Orb von 8 oder 4 Grad) im Horoskop als Nebenaspekte (mit einem Orb von 2 Grad), die jedoch, falls vorhanden, genauso wichtig sind wie die Hauptaspekte.

Teilnehmerin: Gilt das für alle Planeten? Manche Leute verwenden einen größeren Orb für Sonne und Mond.

Clare: Wie bei allem in der Astrologie ist auch die ganze Frage der Orben nicht in Stein gemeißelt und stark von persönlichen Vorlieben abhängig. Da wir aber irgendwo anfangen müssen, ist es grundsätzlich hilfreich, von ein paar schönen, eindeutigen Regeln auszugehen. Später steht es uns natürlich frei, selbst mit den Orben zu experimentieren und unsere eigenen Vorstellungen zu entwickeln.
In der Praxis wissen wir, dass sich die Planetenstellungen zueinander ständig verändern, auch wenn es im Horoskop so aussieht, als wären sie zum Zeitpunkt der Geburt angehalten worden. Befindet sich beispielsweise die Sonne in einem Horoskop 9 Grad hinter Pluto, so handelt es sich um einen applikativen Aspekt, denn die Konjunktion der Sonne mit Pluto wird erst neun Tage nach der Geburt exakt. Verwenden wir Progressionen, so wird die Sonne-Pluto-Konjunktion neun Jahre nach der Geburt exakt. Das kann natürlich von größter Bedeutung sein, und wir werden uns im nächsten Kurs sehr viel eingehender mit dem bewegten Horoskop - mit Transiten, Progressionen und Direktionen - beschäftigen. Kurzum, ich halte es für durchaus zulässig, den Orb für applikative Aspekte ein wenig zu erweitern. Wäre die Sonne im Horoskop neun Grad vor Pluto, so würde sie sich schon wieder von der genauen Konjunktion entfernen, die dann neun Tage vor der Geburt stattgefunden hätte, und dann wäre ich sehr viel weniger geneigt, das als wesentlichen Deutungsfaktor einzubeziehen.

Teilnehmerin: Aber was vor der Geburt geschieht, ist doch vermutlich auch bedeutsam, oder?

Clare: Vollkommen richtig! Das wird noch sehr interessant, wenn wir uns mit den Zyklen der Planeten beschäftigen, doch all das muss leider warten bis zum nächsten Kurs. Im Zusammenhang mit Aspekten sollte man sich jedenfalls eines merken: Wenn zwei oder mehr Planeten oder andere Punkte im Horoskop durch eine dieser mathematischen Beziehungen miteinander verbunden sind, können sie nicht mehr nur für sich allein funktionieren, sondern sie haben ein gemeinsames Schicksal. Es ist hilfreich, die Aspekte als zwei sich entwickelnde Abfolgen zu betrachten, wobei die eine aus der ersten ungeraden, die andere aus der ersten geraden Zahl hervorgeht. In der pythagoräischen Systematik ist die Zahl Zwei vom Wesen her Yin, die erste weibliche Zahl; die Zahl Drei ist vom Wesen her Yang, die erste männliche Zahl. Dieses System wurde von Aristoteles in seiner berühmten Tabelle der Gegensätze dargestellt.

Männlich
Grenze
Einheit
Rechts
Ungerade
Ruhend
Geradlinig
Licht
Gut
Quadratisch
Weiblich
Unbegrenzt
Vielheit
Links
Gerade
In Bewegung
Gebogen
Dunkel
Schlecht
Rechteckig

Wie aus der Tabelle hervorgeht, hatte Aristoteles Glück, dass er vor dem Zeitalter der politischen Korrektheit lebte.

Teilnehmerin: Aber zweifellos ist doch die Eins die erste ungerade Zahl?

Clare: Das ist ein guter Einwand, und natürlich haben Sie sachlich gesehen völlig Recht. Doch symbolisch betrachtet ist die Einheit - oder die Eins - etwas Fundamentales. Es ist die ursprüngliche Schöpfungskraft des Universums, die jeglicher Ausdifferenzierung vorangeht. Die Eins ist der Sitz der ursprünglichen Ganzheit, aus der alle anderen Zahlen hervorgehen. Alle Prinzipien aus der Tabelle der Gegensätze sind in der Eins enthalten und verschmelzen dort mit ihrer Urquelle. Daraus erklärt sich auch, weshalb die Konjunktion genau genommen gar kein Aspekt ist. Diese Tabelle der Gegensätze hat ein paar sehr interessante Dinge für uns parat, besonders wenn wir bedenken, dass es die alten Griechen waren, die als erste ein System astrologischer Aspekte verwendeten. Bedienen wir uns der Analogien und Assoziationen dieser Tabelle, so wird schnell ersichtlich, weshalb die harten Aspekte - diejenigen, die sich aus der geraden, weiblichen Urzahl Zwei entwickeln - traditionell stets als schwierig, angespannt, anstrengend, herausfordernd (in Bewegung), krumm (gebogen), glücklos, bösartig und einfach nur als schlecht gedeutet wurden, wogegen die weichen Aspekte - diejenigen, die sich aus der männlichen Urzahl Drei entwickeln - traditionell stets als leicht (ruhend), angenehm, gerade, licht, glückhaft, wohltätig, harmonisch und gut gedeutet wurden.

G. Riesch, 'Margarita philosophica', Freiburg (1503) [1]

Erweitern wir diese Analogie und setzen wir Materie mit dem weiblichen und Geist mit dem männlichen Prinzip gleich, so wird auch verständlich, dass die aus der Zwei abgeleiteten Aspekte solche des "Tuns" sind, bei denen es um tatsächliche Manifestation und Verkörperung geht und die den Widerstand, die Spiegelung und das Gefäß für die Inspiration, die Klarheit und das Licht des männlichen Geistes abgeben. Die aus der Drei abgeleiteten Aspekte sind Aspekte des "Seins". Wie bereits im letzten Kurs erwähnt, ist es wichtig, die Polaritäten männlich-weiblich, Geist-Materie, aktiv-passiv, Yang-Yin in der Astrologie und in der mathematischen Symbolik nicht auf unseren biologischen Körper, sondern auf unsere Psyche zu beziehen. Wir haben daher entweder ein Überwiegen der Aspekte des "Tuns" oder des "Seins", ganz gleich, welchen Geschlechts wir sind.

Pentagramm

Für die Pythagoräer kommt es erst mit der Zahl Fünf zu einer Vereinigung des männlichen und des weiblichen Prinzips. Fünf ist zwei plus drei. Das Quintil mit 72 Grad entsteht aus der Teilung des Horoskopkreises durch Fünf und steht für Kreativität, Freude und Bewusstsein. Der Fünfstern und das Pentakel sind in vielen Kulturen heilige Symbole; diese Figur dient auch zur Herleitung des Goldenen Schnitts, einer Proportion, die von den antiken griechischen Tempeln bis zu den Kathedralen der Gotik in vielen heiligen Bauwerken Anwendung fand und ein besonders angenehmes Gefühl von Harmonie und Ausgeglichenheit vermittelt.

Ich möchte noch eine Sache besonders hervorheben, bevor wir uns mit den einzelnen Aspekten beschäftigen. Obwohl uns die symbolische numerische Bedeutung eines Aspekts etwas über das allgemeine Wesen der Beziehung zwischen zwei oder mehr Planeten verrät, ist doch letztlich die Bedeutung jedes Aspekts und jedes Aspektmusters für jeden Menschen und bei jedem Horoskop einzigartig. Ganz gleich, ob wir Aspekte der Zweier- oder der Dreierreihe deuten, ob wir in Begriffen von Aspekten des "Tuns" oder des "Seins" denken - jeder Einzelaspekt und jedes Aspektmuster muss ganz und gar in seinem eigenen Kontext analysiert werden, und dazu gehören die Bedeutung der beteiligten Planeten ebenso wie die Häuser und Zeichen, in denen sie stehen. Worauf es uns wirklich ankommt, ist die hier enthaltene Geschichte, und wenn wir alle relevanten Faktoren angemessen berücksichtigen, werden die Bedeutung des betreffenden Aspekts und die Themen dieser Geschichte allmählich zum Leben erwachen.

Teilnehmerin: Heißt das also, dass wir der Bedeutung des Aspekts an sich keine allzu große Beachtung schenken sollten?

Clare: Also, ich glaube, dass das im ersten Schritt schon wichtig ist, denn die mathematische Beziehung sagt uns ja erst, dass hier zwei oder mehr Planeten auf eine bestimmte Weise miteinander verbunden sind. Doch sobald wir das festgestellt haben, sollten wir uns darauf konzentrieren, die besondere Geschichte herauszuarbeiten, die uns die beteiligten Planeten gemäß ihrer Zeichen- und Häuserstellung verraten. Eigentlich will ich Ihnen nur sagen, dass Quadrate nicht unbedingt schwierig und Trigone nicht unbedingt leicht sind - es hängt eben alles vom entsprechenden Kontext ab. Ich hoffe, das wird noch deutlicher, wenn wir uns einige Beispiele vornehmen.


  1. 1.) Illustration aus: Lawlor, Robert, Sacred Geometry (London: Thames and Hudson Ltd., 1982), S. 7: 'Die Arithmetik wird als Frau personifiziert, die auf ihren Schenkeln (als Symbol der Hervorbringung) die beiden geometrischen Progressionen trägt. Die erste Reihe 1, 2, 4 und 8 zieht sich den linken Oberschenkel hinunter und stellt damit eine Verbindung der geraden Zahlen zur weiblichen Seite des Körpers her. Die zweite Reihe 1, 3, 9 und 27 zieht sich den rechten Oberschenkel hinunter und bringt damit die ungeraden Zahlen in Verbindung mit der männlichen Seite - eine Assoziation, die bis auf die Pythagoräer zurückgeht, bei denen die ungeraden Zahlen männlich und die geraden weiblich waren. Die Griechen nannten diese beiden Zahlenreihen das Lambda, und Platon verwendet sie im Timaios zur Beschreibung der Weltseele. Der Frau zur Linken sitzt Pythagoras und rechnet mit einem Abakussystem; in diesem System hängt der Wert einer Zahl von ihrer räumlichen Anordnung ab. Zu ihrer Rechten sitzt Boëthius und verwendet arabische Ziffern in einer modernen Rechenweise, bei der die Zahlen in einem abstrakten, von seinen geometrischen Ursprüngen losgelösten System geschrieben werden.'

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Das Buch " Mapping the Psyche, Band 2"

Erstveröffentlichung 2007 durch CPA Press, BCM Box 1815, London WC1N 3XX, Copyright © 2007, Clare Martin.
Näheres über das Buch.
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