Eine Landkarte der Seele
Einführung in die Psychologische Astrologie, von Clare Martin
Steinbock
  • Kardinale Erde
  • Herrscher: Saturn                        
  • Erhöhung: Mars
  • Exil: Mond
  • Fall: Jupiter

Das Zeichen Steinbock beginnt mit der Wintersonnenwende, der dunkelsten Zeit des Jahres. Steinbock versteht die Bedeutung der Jahreszyklen und ist sich als Herrscher über die kälteste und dunkelste Zeit des Jahres der Notwendigkeit bewußt, die Dinge bis auf die Knochen zu reduzieren und sie so zurückzuschneiden, daß sie in der nächsten Jahreszeit wieder umso stärker wachsen. Steinbock ist das reifste unter den Erdzeichen; als kardinales Zeichen ist er zielgerichtet, ambitioniert und effektiv, diszipliniert und strukturiert und besitzt die Fähigkeit, vorauszuplanen und auf den richtigen Augenblick zu warten. Die genügsame und widerstandsfähige Bergziege ist ein sehr gutes Symbol für dieses Zeichen.

Für den Steinbock ist die Zeit der Maßstab, der auf alles angewendet wird. Er kann Vorbereitungen treffen, strategisch planen, Verantwortung übernehmen und geduldig auf das Reifen der Früchte warten, die das Ergebnis der eigenen Arbeit sind – wobei er weiß, daß er nur ernten wird, was er zuvor gesät hat. Für den Steinbock gibt es nichts umsonst; wer warten kann, der wird belohnt. Steinbock herrscht über die Struktur und die Grenzen des Körpers, über Knochen, Skelett und Haut sowie über die Knie, die ein interessantes Symbol unserer Flexibilität und unserer Fähigkeit sind, vor einer höheren Autorität „das Knie zu beugen“. Dieses von Saturn beherrschte Zeichen ist zutiefst konservativ, ehrgeizig und vorsichtig; es verfügt über die nötige Entschlossenheit und Geduld, den einsamen Weg nach oben zu gehen; es weiß, daß alle seine Errungenschaften hart erarbeitet und wirklich verdient sind, so daß niemand sie ihm wieder nehmen kann.

Die Herausforderung für den Steinbock besteht darin, die Entschlossenheit und Stärke des Herrschers Saturn und des erhöhten Mars mit dem sanften „Haushalten“ des Gegenzeichens Krebs und dem fürsorglichen Wesen des Mondes in Einklang zu bringen; dabei weiß er, daß Selbstdisziplin und Geduld die Dinge am Ende zur Reife gelangen lassen. Die positive Integration von Jupiter im Zeichen Steinbock zeigt – wie es auch bei vielen spirituellen Schulen wie etwa dem tibetischen Buddhismus der Fall ist –, daß harte Arbeit und Selbstdisziplin als Wege zu Glauben und Hingabe große Anerkennung genießen. Freude und Genugtuung erwachsen dem Steinbock aus dem Wissen, sein Ziel völlig unabhängig und trotz aller Widerstände und Schwierigkeiten erreicht zu haben.

Planeten in Steinbock

David hat den Mond in Steinbock, der sich hier nach traditioneller Auffassung im Exil befindet. Mit seiner starken emotionalen (Mond) Abwehr (Steinbock), ist der Mond in Steinbock selbstgenügsam (Steinbock) und braucht wahrscheinlich viel Zeit für sich (Steinbock). Menschen mit dieser Stellung fühlen sich oft wohler dabei, sich um andere zu kümmern, als wenn andere sich um sie kümmern. Diese Stellung kann eine traditionelle (Steinbock) Familie (Mond) oder eine ältere oder berufstätige (Steinbock) Mutter (Mond) anzeigen. Dieses Zeichen verströmt sich wohl kaum in Gefühlen oder badet darin, wobei die frühen Muttererfahrungen dies verstärken können. Oft sehen wir eine Vorliebe für kalte, trockene Nahrung (Mond), die langsam (Steinbock) aufgenommen wird.

Teilnehmerin:  Ich habe Venus in Steinbock.

Clare:  Venus zeigt, was wir schätzen, deshalb würde ich annehmen, daß Sie das Alleinsein (Steinbock) sehr schätzen (Venus) und sich möglicherweise Ihre Beziehungen (Venus) sehr sorgfältig aussuchen (Steinbock). Venus in Steinbock schätzt Tradition und Geschichte und achtet auf gute Qualität – auf alles, was sich im Lauf der Zeit bewährt hat. Dies sind die Dinge, mit denen Sie sich vermutlich glücklich fühlen.

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Das Buch"Mapping the Psyche"

Erstveröffentlichung 2005 durch CPA Press, BCM Box 1815, London WC1N 3XX, Großbritannien, www.cpalondon.com.
Copyright ©2005 by Clare Martin.
Mehr Informationen über das Buch.
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