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Ich möchte Ihnen nun die Tierkreiszeichen im Hinblick auf den
jährlichen Sonnenzyklus und die davon abhängigen Jahreszeiten
auf der Nordhalbkugel vorstellen. Da unsere westliche Astrologie auf
der Nordhalbkugel entstanden ist, beginnt das neue Jahr im Frühling,
erreicht im Sommer sein Maximum an Kraft und Licht, entwickelt sich weiter
zum Herbst und fällt im Winter zurück in seine dunkelste und
schwächste Phase, bevor es im darauffolgenden Frühling wiedergeboren
wird.

Die Tierkreiszeichen [30]
Astrologie ist ein geozentrisches System, bei dem sich die Erde im
Mittelpunkt der Himmelskugel befindet. Der Erdäquator wird als Himmelsäquator
auf die Himmelskugel projiziert. Die „Ekliptik“ genannte
Sonnenbahn weicht um 23,5º vom Himmelsäquator ab, und dieser
Winkel ist letztlich der Grund für die verschiedenen Jahreszeiten.
Die Ekliptik wird in zwölf gleich große Tierkreiszeichen zu
je 30º eingeteilt, wobei die Sonne auf ihrem jährlichen Weg
entlang der Ekliptik etwa einen Monat in jedem dieser Zeichen verbringt.
Der Jahreszyklus weist vier Kardinalpunkte auf, zwei Tagundnachtgleichen
und zwei Sonnenwenden. Die jährliche Frühjahrs-Tagundnachtgleiche
bezeichnet den Eintritt der Sonne in den Widder, das erste Zeichen im
Tierkreis. Zu dieser Zeit, normalerweise um den 21. März herum, überquert
die Sonne den Äquator und betritt die Nordhalbkugel. Während
der nächsten drei Monate setzt die Sonne ihren Weg nach Norden fort,
sie steigt immer höher am Himmel auf und tritt nacheinander in die
Zeichen Stier (um den 21. April) und Zwillinge (um den 21. Mai) ein.
Die Tage werden länger und wärmer.
Die jährliche Sommersonnenwende bezeichnet den Tag (normalerweise
ist es der 21. Juni), an dem die Sonne ihren Höhepunkt auf der Nordhalbkugel
erreicht (am Wendekreis des Krebses, 23,5º nördlich des Äquators)
und stehenzubleiben scheint (daher die Bedeutung des Wortes „Sonnenwende“),
ehe sie sich wieder auf ihre Reise nach Süden begibt. An diesem
Tag tritt die Sonne in den Krebs ein. Während der nächsten
drei Monate wird die Sonne in der nördlichen Hemisphäre an
Mittagshöhe verlieren, wobei sie nacheinander in die Zeichen Löwe
(etwa am 21. Juli) und Jungfrau (etwa am 21. August) eintritt. Das Jahr
reift heran, die Tage werden heißer und trockener.
Die jährliche Herbst-Tagundnachtgleiche bezeichnet den Eintritt
der Sonne in die Waage. Zu dieser Zeit, normalerweise um den 21. September
herum, überquert die Sonne den Äquator und betritt die Südhalbkugel.
Während der nächsten drei Monate verliert die Sonne auf der
Nordhalbkugel an Mittagshöhe und tritt nacheinander in die Zeichen
Skorpion (ungefähr am 23. Oktober) und Schütze (ungefähr
am 23. November) ein. Die Tage werden kürzer und kälter.
Die jährliche Wintersonnenwende bezeichnet den Tag (normalerweise
ist es der 22. Dezember), an dem die Sonne ihren südlichsten Punkt
erreicht (am Wendekreis des Steinbocks, 23,5º südlich des Äquators)
und erneut etwa drei Tage lang stillzustehen scheint, ehe sie sich wieder
auf ihre Reise nach Norden begibt. An diesem Tag tritt die Sonne in den
Steinbock ein. Über die nächsten drei Monate werden die Tage
allmählich wieder länger, während die Sonne sich nordwärts
bewegt und nacheinander in die Zeichen Wassermann (etwa am 21. Januar)
und Fische (21. Februar) eintritt, um schließlich zur Frühjahrs-Tagundnachtgleiche
ein weiteres Mal den Äquator zu überqueren.
Jahreslauf und Jahreszeiten
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Ungefähres Datum
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Kardinalpunkt
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Sonne tritt in das Zeichen:
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Zeichen
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Zustandsform
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21. März
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Frühjahrs-Tagundnachtgleiche
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Widder
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kardinal
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21. April
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Stier
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fix
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21. Mai
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Zwillinge
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beweglich
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21. Juni
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Sommer-Sonnenwende
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Krebs
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kardinal
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23. Juli
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Löwe
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fix
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23. August
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Jungfrau
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beweglich
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23. September
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Herbst-Tagundnachtgleiche
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Waage
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kardinal
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23. Oktober
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|
Skorpion
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fix
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23. November
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|
Schütze
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beweglich
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22. Dezember
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Winter-
Sonnenwende
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Steinbock
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kardinal
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21. Januar
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Wassermann
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fix
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21. Februar
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|
Fische
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beweglich
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Diese Tabelle zeigt das ungefähre Datum, an dem die Sonne in das
jeweilige Zeichen tritt. Diese Datumsangaben können sich von Jahr
zu Jahr um etwa einen Tag ändern; wenn man wissen will, wann genau
die Sonne in ein bestimmtes Zeichen eintritt, lohnt es sich also, beim
fraglichen Jahr nachzusehen. Wie Sie sehen, bezeichnen die beiden Sonnenwenden
und die beiden Tag- und Nachtgleichen den Anfang der vier kardinalen
Zeichen, an die sich die fixen Zeichen anschließen, denen wiederum
die beweglichen Zeichen folgen.

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