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Eine Landkarte der Seele

Einführung in die Psychologische Astrologie, von Clare Martin

Planetensymbole

Wir können zwar einiges über die astrologische Bedeutung der Planeten aus ihrer physischen Position im Sonnensystem lernen, doch auch die Planetensymbole selbst sind äußerst aufschlußreich. Diese Symbole kennenzulernen ist wichtig, denn sie sind Teil der astrologischen Sprache; üben Sie das Zeichnen der Symbole, zum Beispiel während Busfahrten oder Telefongesprächen, das wird Ihnen helfen, sie sich anzueignen. Ebenso wie wir unser eigenes Verhältnis zu den Planeten entwickeln, entwickeln wir auch unsere eigene Schreibweise für ihre Symbole.

Die Planetensymbole oder -zeichen sind aus einer Kombination der Symbole für Geist, Seele und Materie hergeleitet, aus denen sich ja nach allgemeinem Verständnis alles Leben zu jeweils verschiedenen Anteilen herleitet. Die grundlegende Bedeutung der Planetensymbole erschließt sich aus der Analyse ihrer einzelnen Bestandteile:

Symbol of spirit Der Kreis, lange als die vollkommenste aller Formen angesehen, ist ein Bild reinen Geistes.
Symbol of soul Der Halbkreis ist das Symbol der Seele. Es kann, wie hier, als nach oben, zum Geist hin geöffnet, verstanden werden; es kann aber auch, wie beim Mondsymbol, „rückwärts“ in die Vergangenheit gerichtet sein; schließlich ist auch beides möglich, vorwärts und rückwärts, wie beim Symbol des Planeten Uranus [Anm. d. Übers.: bezieht sich auf das im englischsprachigen Raum geläufige Uranussymbol].
mind Die senkrechte Linie ist das Symbol des Verstandes.
body Die waagrechte Linie ist das Symbol des Körpers.
matter Verstand und Körper bilden zusammen das Kreuz der Materie.

Symbole sind etwas Kompliziertes, denn sie können, wie Jung bemerkte, niemals vollständig gedeutet, sondern nur unmittelbar erfahren werden. Symbole transzendieren die Trennung zwischen dem Rationalen und dem Irrationalen, zwischen dem Bekannten und dem Unbekannten.

Sonne und Mond

Das Symbol der Sonne ist reiner Geist mit dem Punkt des Bewußtseins in der Mitte. Das Symbol des Mondes ist reine Seele, mit zwei – oder manchmal drei – Bögen, die nach „rückwärts“ in die Vergangenheit reichen. Symbolisch bedeutsam ist hier, daß in keinem der beiden Symbole das Kreuz der Materie auftaucht.

Erde

 


Die Erde ist der Planet, auf dem sich unser Leben manifestiert – das Kreuz der Materie befindet sich in der Mitte, umgeben vom Kreis des Geistes, in dem alles Leben enthalten ist.

Mercur

Merkur enthält alle Symbole und kündet damit von der möglichen Integration von Geist, Seele und Materie sowie der Synthese aller anderen Planeten und ihrer Beziehungen untereinander. Die Seele, das vermittelnde und verbindende Prinzip, befindet sich an höchster Stelle, über dem Geist und der Materie als Basis. 

Venus und Mars

Venus und Mars symbolisieren die körperlichen Manifestationen der männlich-weiblichen Polarität in der Welt. Ursprünglich zeigte das Marssymbol das Kreuz der Materie über dem Kreis des Geistes, so daß sich die Symbole gegenseitig ergänzen, wobei Venus den Geist über die Materie erhebt und Mars die Materie über den Geist. In keinem der beiden Fälle ist das Symbol der Seele anzutreffen.

Jupiter und Saturn

Die Symbole des nächsten Planetenpaares, Jupiter und Saturn, haben etwas mit der Beziehung zwischen Seele und Körper zu tun. Bei Jupiter steht die Seele über dem Kreuz der Materie – ein Hinweis darauf, wie wichtig es ist, eine bedeutsame Verbindung (Seele) zu finden, etwas, wofür es sich in der manifesten Welt zu leben lohnt. Jupiter befreit die Seele von der Vorherrschaft der Materie. Bei Saturn steht das Kreuz der Materie über der Seele und zeigt damit die Notwendigkeit, den Sehnsüchten der Seele innerhalb der existenziellen Grenzen von Zeit und Raum Gestalt und Form zu verleihen.

Uranus, Neptun und Pluto

Uranus zeigt das Kreuz der Materie, eingerahmt von zwei senkrechten Linien des Verstandes, über einem kleinen Geisteskreis als Hinweis auf die Fähigkeit des Geistes, natürliche Kräfte im Zaum zu halten. Ein anderes Uranussymbol ersetzt die beiden senkrechten Verstandeslinien durch zwei nach außen gerichtete Seelenbögen – einer deutet in Richtung Vergangenheit, der andere in Richtung Zukunft –, die durch das Kreuz der Materie in ihrer Mitte zusammengehalten werden [bezieht sich auf das im englischsprachigen Raum geläufige Uranussymbol]. Neptun zeigt sich als Halbkreis der Seele, durchbohrt vom Kreuz der Materie. Die nach oben ausgreifende Seele wird von der Materie durchdrungen oder gefangengesetzt. Deshalb kann das Neptunsymbol als Darstellung der leidenden, in der Materie gefangenen Seele und ihrer Sehnsucht nach einer Rückkehr zu ihrem Ursprung, dem Geistigen, verstanden werden. Pluto ist eine Verbindung aus allen drei Symbolen – der Halbkreis der Seele umgibt einen kleinen Geisteskreis, darunter findet sich das Kreuz der Materie. Der Geist herrscht sozusagen über die Materie durch das Medium der Seele. Eine andere Erklärung dieses Symbols besagt, daß es sich um eine Kombination der Buchstaben P und L – die Initialen des Pluto-Entdeckers Percival Lowell – handelt.

Chiron

Für dieses Symbol gibt es zwei mögliche Deutungen. Zunächst kann man das Symbol über dem Kreis einfach als den Buchstaben K verstehen, nach Charles Koval, dem Astronomen, der als Erster auf die Anwesenheit Chirons im Sonnensystem hingewiesen hat. Alternativ können wir dies auch als senkrechte Verstandeslinie auffassen, von der zwei diagonale Linien ausgehen, wobei sich eine davon nach oben und die andere nach unten bewegt. Die Diagonalen könnten für den kombinierten, integrierten waagrecht-senkrechten Körper-Verstand stehen, der nach oben zum Himmel und nach unten zur Erde reicht.

Teilnehmerin:  Ich sehe ein, daß die Kombination von Verstand und Körper das Kreuz der Materie ergibt und alles Manifeste, Reale, Berührbare in der Welt darstellt; allerdings ist mir weniger klar, wie Geist und Seele da hineinkommen und was der Unterschied zwischen diesen beiden ist.

Clare:  Das ist natürlich eine sehr weitreichende, mit Blick auf die Ursprünge der Astrologie in den alten, mystischen Überlieferungen sehr bedeutsame Frage. Ich finde es immer wieder faszinierend, daß die großen Mysterien von Geist und Seele stets hintergründig präsent sind, wenn wir Astrologie studieren oder praktizieren – wie pragmatisch unsere Herangehensweise auch sein mag und obwohl das Geburtshoroskop ja unser in Zeit und Raum manifestes Leben behandelt. Jung bemerkte, daß Geist und Seele zwar in allen Kulturen, Religionen und Sprachen existieren, daß sie aber als essentielle Symbole eigentlich nicht genau definierbar sind.[13] Das griechische Wort anemos („Wind“) verweist auf den „Lebenshauch“, und aus dieser Wortwurzel leiten sich auch die beiden lateinischen Wörter animus („Geist“) und anima („Seele“) her. Daraus ersehen wir, daß Geist und Seele gemeinsamen Ursprungs sind, daß sich aber, wie James Hillman bemerkt, „die Wege der Seele nur manchmal mit jenen des Geistes kreuzen“ [14]. Vielmehr spiegelt sich hierin eine Grundspannung im menschlichen Leben. Geist und Seele sind Symbole wie Yang und Yin und stellen zwei verschiedene Perspektiven, zwei Sichtweisen auf das Leben dar.

Im Analogieschluß verhalten sich Geist und Seele zueinander so, wie die Sonne zum Mond, wie das Männliche zum Weiblichen, wie der Logos zum Eros, wie das Apollinische zum Dionysischen – allesamt Polaritäten, die in jedem Geburtshoroskop anklingen. Die Welt des Geistes ist, wie die Sonne, „transzendent und hell erleuchtet von Licht und Feuer“.[15] Der Geist ist das „höhere“, männliche, bewußte, rationale, transzendente, klare Prinzip. Er ist „das höchste Ziel jeglicher Entwicklung und Evolution, der Urgrund allen Lebens, im Anfang so gegenwärtig wie im Ende“.[16] Dagegen finden wir die Welt der Seele, der Psyche, in all den verschiedenartigen Eindrücken unter der Oberfläche alltäglicher Erfahrungen. Die Seele ist verwundbar, sie erinnert sich und leidet. Die Seele ist das „niedrigere“, weibliche, unbewußte, dunkle, immanente Prinzip. Die Seele ist der Mittler zwischen der Geisteswelt und dem Reich der Materie. Ohne die Seele gäbe es keine Verbindung zwischen Geist und Welt.

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Das Buch"Mapping the Psyche"

Erstveröffentlichung 2005 durch CPA Press, BCM Box 1815, London WC1N 3XX, Großbritannien, www.cpalondon.com.
Copyright ©2005 by Clare Martin.
Mehr Informationen über das Buch.
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