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Loop! Astrologie-Zeitung

Meine Ideen können nicht sterben

Fidel Castro„In einem unterdrückten Land finden selbst die Toten keine Ruhe.“ (Castro 1958).

Den zarten, unauflöslichen Sog von Sonne-Neptun (den er in beiden möglichen Geburtsjahren hat) spürte man in jeder Faser des wilden, schwierigen Comandante. Seine Illusionen, das, was er dann verkaufte, und doch auch war. Der Neptun mit Lichtern ist unendlich schwierig auszulesen, weil er sich selbst verschattet, zwischen Lüge und Größe. Eine Konjunktion hier, aber im Löwen, wo man auf den ersten Blick mit Sonne eher den Uranus erwartet hätte, die Revolution im Wesen.

Nur wenn man dann hörte, wie sie ihn anbeteten oder bekriegten, je nach Standort, stimmt natürlich auch der Mythos, den Neptun der Persönlichkeit Fidel Castro verlieh. Doppelbödig, ungemein klar, völlig unverstanden, das alles. Der Uranus steht dann - auch in beiden Charts - in 10, wenn die Geburts-Zeit stimmt. Aber wie bei jedem guten Mythos, wo das Märchen immer größer sein wird als die Person, bleiben Zweifel: Es ist zwar sicher dass dieser Castro geboren wurde. Nur wann genau, darüber streiten sich die Astrologen noch, und die Quellen wären ein Fall für eine Doktorarbeit. Und auch, was er war, wie er war, Scharlatan? Held? Neptuns Parallelwelten. 

Wer er wirklich war, veränderte sich je nach Position: Die wahre Revolution für viele, Bild eines Rebellen, jemand, der den eigenen Anspruch fakte und durch eine famose Sonnen-Figur mit Neptun-Saturn und Jupiter ersetzte? Immens ausdauernd im Kämpfen. 

Uranus machte Fidel Castro so oder so zum Mutanten. Ambivalenz, das ist er immer auch, so radikal er sich geben mochte, zerrissen. Uranische Menschen brechen nicht umsonst so oft aus den Familien-Traditionen aus, vor allem, wenn sie Achshäuser rebellisch besetzt haben. Castros Uranus sitzt nun 1926 und 1927 zusätzlich noch im Orbis von 0° Widder, der kosmischen Spalte, dem Übergang von Mythos zum Logos. Ein Umfeld, das mancher besondere Mensch, der etwas hinterlässt, in irgendeiner Weise im Radix hat. Man trägt so aus der Zeitlosigkeit des letzten Zodiak-Quadranten immer auch eine Mission in die Welt der Formen und neue Zeit-Zyklen hinein. 

Die Ideen, für die ich das ganze Leben gekämpft habe, können nicht sterben und werden lange leben.
(Castro 2003 bei Stier-Neumond mit Lilith)

Also sprach Sonne-Neptun, der in der Zeitlosigkeit wohnt. Für die einen ist er ein Held, so oft totgesagt, nun wirklich gestorben. Für die anderen, wie für den Kandidaten Trump, ein "brutaler Diktator, der sein eigenes Volk fast sechs Jahrzehnte lang unterdrückt hat". Dieser Castro, ein Getriebener.

Trügerisch, wie der Nebel um jeden Menschen, der zu einem Symbol wird: Fidel Castros Neptun aber, beherrscht von Sonne (vermutlich in 3) und dazu nah an der Sonne, bringt mehr davon. Ein Leben als Ausdruck, im Zentrum und doch immer verweht von etwas, was größer ist, als man selbst. Das stimmt für beide Jahrgänge Auch solche Ketten prägen Austrahlung, die das Gewebe des politischen Charismas von Castro mit der immensen Anziehung seiner Stärke gut beschreibt. Sonne-Neptun findet sich selbst oft lange nicht, weil er nicht weiß, wer er eigentlich ist. Bloß: Wenn er absolut durchlässig für das ist, was durch ihn in die Welt will, wird er dann doch noch zum Magier. 

Radix Fidel CastroCastro (rechts, RADIX Astro-Databank, Rodden Rating DD).der auf den Namen Fidel Hipólito Ruz González (Mädchennamen der ledigen Mutter) getauft wurde, war bis zum Tod in seinem 91. Jahr das hoch komplexe und schwierige Wunder, das Kuba völlig veränderte. Bild für die Vorgänge, die plutonisch mit zweierlei Maß messen, und dennoch Ethos haben. Wo Pluto die Venus auch nur schattenhaft berührt, entsteht leicht ein Gleichheits-Fake, ein Maßstab von Fairness, den man nicht auf sich selbst anwenden mag, weil man sonst Macht verliert. Castro war gegen Diktaturen und verfolgte selbst das Dogma. Für die Stimmigkeit des meist gehandelten Horoskops spricht unter vielem anderen auch, dass er stirbt, als Venus-Pluto im Steinbock jetzt nah gegenüber seiner weiteren, aber doch vorhandenen parallelen Konstellation der immens widerstandsfähigen Beißerin Venus-Pluto im Krebs steht. Er war ein Drücker, Bezwinger, Macher, und er starb, als er alle Weichen so gestellt waren, dass er gehen konnte. Vermutlich nicht nur bei Pluto-Pluto, sondern außerdem im Uranus-Transit im Quadrat zur Krebs-Venus (die etwas weiter als sein Pluto im Zeichen der Heimat, des Nationalen, steht).

Eine ganz andere, völlig ungeplante, aber unumgängliche Revolution des Autarken. Sein Geburtsjahr blieb so lange unklar, bis er selbst mit all dem Pathos schwor, das er an den Tag legen konnte, was ebenfalls für Wasser-Belagerung der Feuer-Sonne und für die Krebs-Anteile spricht, es wäre 1926 gewesen (siehe unten). Auch wenn er im Jahr danach eine für Astrologen verführerischere Jupiter-Uranus-Konjunktion hätte, vorn im Widder, man sollte sich besser nie über die Aussage des Betroffenen hinwegsetzen. Es heißt anderswo zwar, dass man ihn damals das Jahr älter gemacht hat, damit er eine spezielle Schule besuchen konnte, aber im Erwachsenenalter hätte keine Notwendigkeit mehr bestanden, eine blanke Geschichte aufrechtzuerhalten. Castros offizielles Radix beruht unter anderem auch auf diesem Schwur und geht mit vielem in seinem Leben in Resonanz. Die Mutation gegenüber dem reichen Vater, den die arme Mutter 1943 im Frühjahr erst heiratet, als der endlich geschieden ist und der 17jährige Junge Jupiter zunächst über Venus-Pluto, dann über Sonne-Neptun bekommt. Da taucht tatsächlich die Lichtgestalt auf und die Flüchtigkeit (kein Vater = Sonne-Neptun) erledigt sich eine Weile, er erhält auch den zusätzlichen Vaternamen. Außerdem stabilisiert ihn ein Saturn-Jupiter-Trigon.

Aber Fidel wird immer einen Zug zu den Armen behalten - sein Stier-Mars mit Chiron würde dafür sprechen, dass das auch an einer starken eigenen Tendenz liegt, das Sein als bedroht zu empfinden. Die Erdlagerungen haben alle ein sehr dominantes Gespür für Notwendigkeiten, dafür, was durchgestanden sein muss, um die Existenz zu sichern. Und Widder-Nessus im Quadrat zum Venus-Pluto, ein Mann zwischen Heimat und Fremde, ein Klassiker (als Außenseiter - Fidel wurde oft gemobbt als Vaterloser), dem zuweilen der Stallgeruch und häufig ein Elternteil fehlt. Auch die Namenswechsel liegen - wie schon häufig angemerkt - im Kosmos der persönlichen Anlagen plus Nessus-Betonung, hier, wegen der Unehelichkeit, ein Kampf-Initial und Merkmal der Zugehörigkeit.

Castro studiert dann (Sonne-Jupiter will das auch, bringt aber nicht immer das Durchhaltevermögen mit), er wird deshalb auch die Religion nicht wirklich los, wobei er versucht, seinen Katholizismus durch den Kommunismus zu ersetzen - und sein drittes, auffälliges Jupiter-Merkmal ist seine extreme Sportbegabung (Baseball). 1926 hätte er Jupiter im Wassermann, sprich, alles Jupiterhafte ist dezentral, aber massiv verändernd, 1927 eine andere Entsprechung, den direkten Jupiter-Uranus. Was aber beides Glück in der Veränderung oder dem radikalen Wandel findet. Fidel Castro WIRD die Revolution für Kuba. Wobei mir das frühere Jahr mit der zusätzlichen Verbindung des Wassermann-Jupiter zur Sonne mehr einleuchtet, da alles immer zusammen losgeht, wo angesprochen. 

Radix Che GuevaraEr wird zwar Jurist, aber mit diesem Jupiter im Uranus-Zeichen, der die gesamte Sonnen-Konstellation in Frage stellt, ist Castro der geborene Politiker. In Che Guevara (links, Astro-Databank), dessen Geburtstag genauso schwierig feststellbar ist wie der seine und der ebenso interessante Uranus-Lagerungen hat, findet er einen kongenialen Partner gegen das Batista Regime. Dieser Fulgencio Batista y Zaldívar ist ein sturer Steinbock und liebäugelt mit Amerika, was wiederum auf die Ölvorkommen vor der umworbenen Insel blickt, die einmal so abhängig von Amerika war. Nun formiert sich aber mit Fidel diese andere Mauer: Che, der Argentinier, hat Mars und Uranus als Brücke über die kosmische Spalte, was Castros Uranus stützt und aktiviert gleichermaßen. Der eine außerdem Mars-Chiron, der andere Venus-Chiron im Stier, zusammen macht das Leidenschaft für den Schutz der Herde.

Kuba soll Kuba werden, sein und bleiben. Das Land ist ja auch ein Stier mit Stier-Mars und Wassermann-Jupiter, wie bei Castro. Zornig, bunt, unabhängig. Freier Zugang zu Bildung und Gesundheit, das haben sie vor. Sie treffen sich im Mexiko zur Exil-Ausbildung und gehen dann zusammen zurück. Bei Pluto auf Castros Neptun-Sonne scheitert jedoch der Angriff, der als Beginn der Revolution gilt, 1953, und er kommt ins Gefängnis. Aber nach härtesten Kämpfen der Guerilla flüchtet der US-unterstützte Batista dann doch schließlich am 1.1.1959, wieder bei einem Stier-Mars, wie ihn nicht nur Castro hat, sondern eben auch jenes alte Stier-Horoskop von Kubas Unabhängigkeit von den USA 1902 (Radix). Wo die Herde wieder zu sich selbst fand und immer auf der Kante zur Ohnmacht kippelte. Närrisch selbstbestimmt. Das Ziel der Berufsrebellen ist nun erreicht. Statt sich aber zurückzuziehen, wie geplant, wird Castro, dessen Mars ja greift und klebt, im Februar offiziell der Ministerpräsident der Zuckerinsel. Fortan gibt es kein Halten mehr.

Was er bei anderen totalitär genannt hätte, bekommt in seiner Sicht für sein Land einen völlig anderen Zungenschlag - worin sich das Selbstverständnis der Löwe-Sonne mit Neptun zeigt, bei der nichts feststeht. Die "natürliche" Würde des 5. Prinzips dazu ist ja die Regenschaft als Regel, die keine Gleichheit kennt, selbst wenn sie an den Wassermann-Jupiter angebunden, nur das eine, nämlich Gleichheit will. Ein Zwiespalt, den sie durch sich selbst beantwortet und niemals als strange oder gar aufgezwungen empfinden würde. Castro sieht sich als Retter, er macht Kuba zu Kuba und Kuba zu sich selbst. Jupiter auf 0° Schütze im Quadrat zur Sonne bei der Befreiung, als das Zentralgestirn gerade über Fidels Jupiter gegangen ist, auf dem nun Chiron steht und heilt, belegt mit Venus genau an Castros Fische-MC, dass das 1926er Horoskop dominant der Zeitströmung antwortet. Es wären viele Zufälle, wenn er in einem anderen Jahr zur Welt gekommen wäre.

Radix USADer Rest ist Geschichte. Der Löwe Castro kann nicht anders, als 'Maximo Lider' und Papa Kuba zu sein. Er baut die Insel nach seinem Bild um - Sonne mit Jupiter, im Halbgötter-Status. Aber gerecht, wie er meint, auch wenn Gerechtigkeit immer nur eine Schnittmenge zwischen Ansicht und Ansicht bleiben wird, wenn wenige sie feststellen. Wenn sie befohlen wird. Sein Neptun erschafft jedenfalls den Mythos, zusammen mit der Elemente-Kraft, brennendes Wasser, fließendes Feuer. Legierungen wie Vulkangold. Letztlich wird dieser Fidel Castro, der den mächtigen Vereinigten Staaten widersteht und gar nicht daran denkt, sich anzubiedern, der Alleinherr über seine sozialistischen Bürger. So sehr man ihn auch fällen will, er hält stand. Über 600 Attentate sollen gegen ihn versucht worden sein, teilweise offen. Die US-"Operation Moongoose" hatte jahrelang zum Ziel, von Amerika aus Castro zu stürzen.

Castros Konflikte mit den Staaten lassen sich auch im Vergleich mit deren Nations-Radix nachvollziehen (rechts). US-Sonne auf seinem Pluto, Saturn an seinem Mond. Unterdrückung, Machtgefälle. Selbst wenn alles ruhig ist, köcheln diese Energien im Untergrund. Und immer noch galt ja die traditionelle Theorie von der reifen Frucht Kuba, die man als potenten Zuckerlieferanten (natürlich ging es darunter um ganz andere Boden-Schätze) nicht einfach auf der Erde liegen lassen konnte. Unter den Barbaren wie diesem Mann, der uneinsichtig war, statt seine große Intelligenz für kleine Demutsgesten aufzuwenden.

Und auch Castros Standing über die Jahre gegenüber einer großen, weiten Restwelt überzeugt mich von seinem früheren Radix von 1926, da eben auch das Knochengerüst Saturns als Platzhalter des Willens massiv in die Konstellation Sonne/Neptun-Jupiter eingebunden ist - im Quadrat. Was der Person Fidel innen große Zerrissenheit gebracht haben wird, die er als Löwe dealen konnte, das schuf nach Außen eine beachtliche Haltung. Voller Grandezza, Stolz und Überzeugung, für sein Land das Richtige zu tun. Wie immer man die politische Haltung dahinter dann auch finden mag: Fidel Castro wurde mit Sonne-Neptun-Jupiter-Saturn das Gesicht einer Ära, in der die Mutigen um ihn langsam ausstarben und sein Begriff von Freiheit auch. 

Ich verabschiede mich nicht von euch. Ich will bloß als ein Soldat der Ideen kämpfen. (Castro, 19.2. 2008 beim Rückzug)

Wie Zahnrädchen greift damals alles ineinander: Als er sich zurückzog, stand dann der Neptun auf seinem Jupiter und in Opposition zum Sonne-Neptun. Sein weiter Weg fort von Zuhause begann. Als Castro sein Kuba verließ, wird es aber viel später sein. "Sozialismus oder Tod!" das war immer der Satz dieses Löwen. Nun heißt es: Sozialismus und Tod. Sogar soweit reicht noch sein Arm, seine Sprache, seine Sicht über ihn hinaus, während Kuba trauert und Exil-Kuba in Amerika jubelt. Es wird sich vieles ändern, soweit, so klar. Wie auch immer: Adios, Fidel Castro!

Bilder (bearbeitet): Pixabay, Zitate: N24

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Original-Artikel von www.astrologie-zeitung.de
Autorin: Susanne Riedel Plenio

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