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Loop! Astrologie-Zeitung

Cohen: Ein Wunder. Sehr Gross.

Loenard CohenLeonard Cohen ist tot, die Welt für Minuten tiefer als tiefschwarz und traurig, wie so oft vorher in seinem Leben. Eine Legende, ein zarter Mann, Doppel-Jungfrau, voller Ängste und Hoffnungen, Depressionen, auch da, wo Sonne wie bei ihm so haarscharf aus 12 am AC steht. Wie eine einzige, große Radar-Schüssel, die alle Furcht und Liebe ringsherum auffing und vor der Implosion dann mit dem Waage-Merkur in 1 in Schönheit verwandelte. Man konnte das ja bis ins Mark fühlen, weil Neptun in seinem Lied einen durchdrang. Auch in jedem der alten Stücke, nicht nur im "schwärzesten Album der Pop-Geschichte", You want it darker, dem letzten, grandiosen, in dem schon wie ein Wissen, nicht bloß Ahnung, seine ganze Geschichte steckte, die wahnsinnige Empfindlichkeit von Venus-Neptun in 12. Und Fische-Mond. Mag sein, das ist nur singend zu ertragen. Sein 12. Haus, hellsichtig. Was ist nur mit diesem Jahr der Toten?

Er war ja der Philosoph, der sang, der Dichter, der sang, der Hellseher, der sang, jüdischer Junge, ein Mann des Dunklen, dem man den Nobelpreis darum erst recht noch gegönnt hätte, weil es so groß war, wie er ihn zuletzt dem großen Dylan gönnte, dem anderen singenden Dichter dieser viel zu weiten und viel zu kühlen Welt. Ich habe Leonhard Cohen in den vergangenen Wochen oft gehört, weil er auf einmal wieder überall auftauchte in den Netzwerken, in Gedanken. Manchmal ist das so bei 12. Häuslern oder Neptuniern. Sie lassen die Welt ein in sich und mit sich durchweben sie die Welt, wenn es Zeit ist zu gehen. Es war, als lege Cohen auf eine geheimnisvolle Weise in den letzten Tagen noch einmal seine Legierung über dieses grauer werdende Leben, diesen angekündigten Winter. 

Ausgerechnet am Montag, als Wildgänse flogen, saß ich mit meinem Jungen, der Cohen vor Monaten erst entdeckt und zu hören und sehr, sehr zu lieben begonnen hatte (was zeigt, wie zeitlos und ewigkeitsvoll er immer war), in der Küche, und hörte mich sagen, all das klingt, als würde er nun doch sterben. Es hatte gar nichts mit Astrologie zu tun, wenn Cohen auch, wie ich jetzt erst sehe, den Uranus im Transit über Spitze 8 und im Quadrat zum Pluto laufen hatte und massive Belagerungen des Chiron. Andere überleben auch das. Er war wohl durch mit dem, was er lernen konnte, wollte. Ich mochte aber so lieber gar nicht denken, hätte den Satz auch lieber zurückgenommen, so etwas sagt man ja nicht. Denn ich habe ihn sehr geliebt, und er hat mir sehr geholfen, vielmals, ein Einsamer, der für Einsame sang, und ich bin nun traurig.

Darum hier noch einmal der Artikel zum Leben, über einen der wunderbarsten Künstler und eins der wunderbarsten Konzerte, die er je gab, hier, mitten in der Gegenwart, mitten in einer der traurigsten Städte der Welt, Berlin, wo ich damals mit einer guten Freundin war, ein Erlebnis. Wirklich, unvergessen. Er war zuletzt weise und milde und hatte sich wohl gefunden, so oft betrogen vorher und hingesetzt, gefallen, aufgestanden, zurückgezogen, wiedergekehrt, zu den Leuten, die ihn verstanden, ein weiter Mars-Saturn, diese ziehende Traurigkeit, mit der er immer in die Tiefen vorstieß. Aber wichtiger, das Mond-Chiron-Quadrat, Dauerschmerz über das innere Ende der Welt, über den nun Saturn-Neptun lief.

And what can I tell you my brother, my killer
What can I possibly say?
I guess that I miss you, I guess I forgive you
I'm glad you stood in my way...
(Leonard Cohen, Famous Blue Raincoat)

"Irgendetwas stimmt da nicht - an der Legende von der unauffälligen Jungfrau.Wie er da steht, auf der Berliner Waldbühne, 2012, im Spätsommer, zierlich, zerbrechlich, so schmal, edel, klein mit Hut. Doppel-Jungfrau Leonard Cohen.

Mann mit exaktem Venus-Neptun in Haus 12, mit Fische-Mond, ausgerechnet Spitze 6. Die ganze Zauberei-Achse also. Und da ist er, so allein damit, so jung, mit 77 Jahren, obwohl 12 000 jüngere Menschen gekommen sind, um ihn zu feiern. Den Träumer, den Genius, einen, der heil geworden ist. Und wie der Mond über ihn hinwegzieht, in dieser bombastischen Murellenschlucht, in die ausgerechnet die Nazis damals die Arena hineingebaut haben, und wie die Sterne über ihn hinwegziehen, was man nicht sieht, aber hört.

Und wie es irgendwo rauscht, als er den Hut zieht, vor seinem Publikum, als er auf die Knie fällt, so oft an diesem Abend, als sein Löwe-Mars spielt, mit ihm. An dem Tag, an dem er Sonne auf eben dem Venus-Neptun-Aspekt gehabt hat, als alles und nichts im geheimen, unbewussten 12. Feld implodiert, leise, so leise, als er dem Feiern still lauscht. Freunde, sagt er immer wieder, verwundert. Ja, sie sind alle da. Freunde. Und vielleicht ist es das letzte Mal, sagt er und lacht und hüpft wie ein kleiner Junge, in die Welt hinein und aus der Welt hinaus. Cohen, der Traurige, Doppel-Jungfrau, der Stille, wie sie ihn im Zen-Kloster nannten, wohin er vor seiner Schwärze, seiner Tiefe, den Depressionen jahrelang flüchtete. Bis seine Managerin und Liebe ihn draußen um 5 Millionen ärmer machte.Neptun, der würfelt, Karten spielt.

Ein Abraham des Rocks, der sich für den letzten Weg vorbereitet, mit einem auf Hebräisch dahingehauchten »Hineni, Hineni« und einem reibeisernen »I am ready, my Lord!«. So wie bei Cohen klingen Gelassenheit, Furchtlosigkeit und Urvertrauen, so hört sich der vielleicht tröstendste Blick auf das Ende an.
(Jüdische Allgemeine über "You Want It darker", das letzte Album am 3.11.16)

Radix Leonard CohenAus seinem astrologischen Zuhause (rechts sein RADIX via Astro-Databank, Rodden Rating AA) kommt keiner nirgendwo heraus: Der inneren Bühne, dem Fische-Prinzip, Feld 12, dem Neptun hier das Tabu der Jungfrau-Wahrheiten, der Heiligung des Funktionalen, transplantiert. Jahrelang war Cohen fort aus der Welt, dann plötzlich wieder da, Lyriker, Schriftsteller, Sänger. Sonne knapp aus 12 am Aszendenten. Klein, so klein mit Hut. Wunder kann man sonst nicht hören. Wunder sind fühlbar. Und wenn da einer, plötzlich, mit Gott spricht, vor allen Ohren, ist das keins. Nur, wenn Gott dann auch noch antwortet und alle bezeugen, wie Gott, wie und wo immer er ist, mit seiner zeitlosen Stimme singt, dann ist es das: No longer waiting for a miracle to come. Weil man es weiß und sieht, wie Doppel-Jungfrau tut, was nur Jungfrau kann: Logos Jungfrau, unten, der Mythos, Fische, oben, aus der Ewigkeit angelt und auf den Planeten schleudert. Still, so still. Damit die Achse, die Astrologie, die Wahrheit wieder stimmt.

Man würde schwören, dass die Zeit den Atem angehalten hat, in diesem absoluten, kitschigen Sinne, dem man nie getraut hat. Man würde schwören, dass es keinen Saturn mehr gibt, in diesen speziellen drei Stunden. Später wird es hymnische Kritiken hageln, aber keine wird mit Worten das treffen, was die Wirklichkeit trifft, die vielleicht nur einer wie er, mit diesem bescheidenen, spröden, und überaus gleißenden Radix-Horoskop der Wirklichkeit, dem Alltag, seiner Wesens-Domäne, mit dem neptunischen Gewässern zurückschenkt.

Für all das, was sie ihm angetan hat. An Leid, an Wunsch, wichtig zu sein, mit Löwe-Mars, Opposition Saturn, an Nicht-Wichtig-Sein-Dürfen, sondern immer nur Man-Selbst-Sein-Müssen. Urteilslos, mitfühlend. Man würde schwören, dass man ihn sich nie sattgehört hat, damals, gestern, in den Suzanne-Tagen, die ewige Melancholie, die Schwere. Irgendwann über einen lachte, der nie lachte. Und man würde auch schwören, dass man an diesem Abend in der Waldbühne, der mit Stier-Mond auftrumpft, der alles zu Stoff macht, die Sisters Of Mercy hat am Himmel fliegen sehen. Siehst du das? fragt eine junge Mutter ihr Baby in einem Bärenkostüm, hörst du das? Später wird sie sagen: Wenigstens hat er ihn noch mal gesehen, bevor... Dies ist alles, dies ist magic, das besondere Geheimnis, das einer mit der Achse des Erkennens, Jungfrau-Fische, ins Leben katapultiert. Wenn alles gut geht. Und es ging gut. So schwer es vorher war. Weil dies auch die Achse der Gefährdung und Gefahr ist. Wie er es gelebt hat. Auf, ab, in sich drinnen. Um Worte gerungen. Seele im Sein, das Große im Kleinen und umgekehrt.

Yes, and thanks, for the trouble you took from her eyes
I thought it was there for good, so I never tried
And Jane came by with a lock of your hair
She said that you gave it to her
That night that you planned to go clear
Sincerely, L. Cohen
(Leonard Cohen, Famous Blue Raincoat)

Pluto-Jupiter: Es leuchtet! Seht!

Cohen TextEigentlich würde man alles schwören, wenn man diesen Cohen erlebt, den anderen, endlich, endlich umfassend lebendig Lebenden, der alles Dasein und alle Möglichkeit singt, nicht nur seine, der unvermittelt bereichert ist, rund, voll, so zart er leuchtet, unter dem Panama-Hut, überraschend neu, erleichtert. Die unendlichen, faustischen Fights auch der Jupiter-Pluto-Glaubens-Wissens-Allergie haben sich gelohnt. Das pure, schmerzvolle Quadrat des Duldens und Eingreifens, der Zerreißung. Glücklich. Ja, tatsächlich, glücklich, denn wenn er strahlt, strahlt er aus. Gut, bestens behütet von den Sternen darüber. All die schwierigen Geschenke seines Charts, die Irrtümer, Suchen, Illusionen, Betrugserlebnisse, Vergessenheiten haben wohl zu dem hier geführt.

Durch díe tiefe, sehr tiefe  Nacht, in eine, wo nun, draußen, ein 6. astrologisches Prinzip in jemandem ein 12. trifft und alles gut wird. Wie selten, wie kostbar das ist, weil es fast nie derart glänzend aufscheint, weil diese Achse, Jungfrau-Fische, die Leonard Cohen wie kaum einer sonst verkörpert, so trügerisch sein kann, so kämpferisch. Wahrheit gegen Lüge, Detail gegen Ganzes, Funktion gegen Auflösung. Aber Jungfrau ist auch die Reinheit des Neptun, der sich in die Welt übersetzt, den die Jungfrauen übersetzen, und sein Slogan, vielleicht der wichtigste, bleibt, dass nur von dir bleibt, was an dir sichtbar wird. Was du nach außen gibst. Nichts sonst. In Worten und Werken - die Heiligkeit des Profanen, des einzig Erlebbaren, FÜR die Welt, nicht dagegen. So oft wird dieses Zeichen unterschätzt, ohne das es keine Göttlichkeit des Lebens auf der Erde gäbe. Und wenn sie dann singt, die Doppel-Jungfrau, so, weil sie nicht anders kann, dann ist es auch nie gesichert, dass man sie hört.

In einer Zukunft, die nach Cohen ein Mörder ist. Er hat das gesehen, weil er ein Seher war, immer, nicht nur jetzt, wie er da steht, den schwarzen Hut in der Hand, mehr Sex, den er doch so nie hatte, im kleinen Finger, als jeder Junge, mit 77 Jahren einer, der Licht im Dunkeln anstecken kann. Wie er jedes Wort, präzise, sanft, mit seinem eleganten Waage-Merkur als AC-Herr vorn im Radix moduliert und malt. Wie er den Kopf schüttelt, erstaunt, kein Mönch, wie sie ihn nennen, kein Depressiver, ja, nicht einmal ein Mensch in der einen oder anderen Minute. Wie er immer wieder Danke sagt, seinen Leuten.mystische hochzeit

Erstaunlich. Wundersam. Neptuns Welle, die einer auf dem Kamm erwischt und reitet, bis er da ankommt, wo er hingehört. Im Himmel wie auf Erden. Jungfrau-Fische. Wie er - einmal noch - auf Knien singt und zusieht, wie die Sterne über ihn hinwegziehen, wie Menschen toben und standing ovations irgendetwas, irgendjemandem schulden, der nicht er ist. Wie der Stiermond, der angeschnittene, runde Stiermond, über ihn hinwegzieht, wie alles weit ist und nah. Leonard Cohen, der Stille. Jungfrau und Fische. Wenn jeder Atemzug sitzt und verwandelt. Wenn einer angekommen ist. Am Ende doch noch die Sonne in den letzten Bogenminuten von Haus 12 nach Haus 1 herüberholt. Wenn er ins Licht kommt. So. Bescheiden, zerbrechlich, genial. Dankbar. Wie unglaublich dankbar. Und eins in sich, mit den anderen. Jungfrau - vor, in, unter und über Neptuns nie gehobenen, nie hebbaren, so überaus unsichtbaren, klaren Spiegeln."

You want it darker? Wollt ihr es dunkler? Ja, denn wir müssen alle tragen, dass das Leben wirklich mit jedem, der so war und der geht, nachdem er so viel gegeben hat an Wahrhaftigkeit, eine Weile so dunkel ist, wie es nun mal ist. Wie es für Leonard Cohen immer war. Wie er Kunst daraus machte und Wahrheit. So jemand geht nie ohne Spuren und er kommt zurück, immer. Aus dem Land der alten Seelen, der Seltenen, das mitten in 12 liegt, im Neptun.

Bilder (bearbeitet): By Rama (Own work) CeCILL or CC BY-SA 2.0 FR & Cover Leonard Cohen via Wikimedia Commons

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Original-Artikel von www.astrologie-zeitung.de
Autorin: Susanne Riedel Plenio

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