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Loop! Astrologie-Zeitung

Ich habe dem Blitz Handschellen angelegt

Muhammad Ali"Float like a butterfly, sting like a bee. The hands can't hit what the eyes can't see." (Ali himself).

Er war ein 'Steinboxer', einer der Erde-Fighter, die im Ring dann zu Königen wurden, von denen darum so viele Steinböcke waren*. Für mich damals ein Ereignis wie irgendwann die Mondlandung: Ein Wunder, Dickkopf, der mich das Boxen lieben lehrte, astrologisch ein Umsetzer, aber mit Luft-Geschick, und über den AC Löwe auch energetisch ein Herrscher, selbst-überzeugt, The Greatest.

Muhammad Ali war so gesehen auch ein Radikaler, mit Mond-Merkur und Venus im Wassermann, losestes Mundwerk, lose Füße, lose Faust. Kämpfte (aber für das Gute). Auch wenn das die nicht gelten lassen, die Boxen brutal finden. Er aber wurde der Künstler, der Ästhetik daraus machte, Variante Feuer-Erde, als Wasser nur IC im Skorpion, die Herkunft. Stand aber auch darum auf der "richtigen" Seite, egal, wohin auch immer sein Land gerade unterwegs war. Dieser Cassius Clay, Tänzer, Redner, Schläger, die Legende, benannte, wenn und wie Amerika Murks machte. Und er Show, also immer: Seine Kämpfe hießen wie Krimis und waren auch welche: Thrilla in Manila und natürlich Rumble in the Jungle, der ihn im Sport unsterblich machte. 1974 - da war ich 15, als um 4 Uhr morgens bei Pluto am Waage-AC der Fight der Fights begann, mit dem er sich als zweiter Mann überhaupt den Titel "Unumstrittener Boxweltmeister" zurückholen wollte. Sprich, die Anerkennung aller Titel aller Verbände. Saturnalien. An einem Tag mit Luft-Merkur-Uranus und Sonne-Venus-Mars im Skorpion. Ehrensache, dass man da wach war, wo so Geschichte geschrieben wurde. Wo der Dichter unter den Boxern, das uranisch exzentrische Phänomen, das irdische Schwerstgewicht im Ausharren, die Härte zur Kunst erklärte und sich zum Gott. Ein Mars in 9, ein Jupiter in 10, da ist Bescheidenheit keine Alternative und jeder Satz wie ein Buch der Übertreibungen:

"Ich habe mit einem Alligator gerungen, mit einem Wal gerauft, dem Blitz Handschellen angelegt und den Donner eingekerkert. Ich bin böse. Letzte Woche hab' ich einen Felsen ermordet, einen Stein verletzt und einen Ziegel krankenhausreif geprügelt. Ich bin so gemein, dass ich selbst Medizin krank mache. Letzte Nacht betätigte ich den Lichtschalter in meinem Schlafzimmer und war im Bett, bevor der Raum dunkel war. Ich bin so schnell, dass ich durch einen Hurrikan laufen kann, ohne nass zu werden." (Ali himself vor dem Kampf mit Foreman)

Auf seine Weise war Ali eben ein Poet, mit diesem Schriftsteller-Impuls in 9. Blumig tänzelnd, redend, schwafelnd, träumend erhob er sich selbst zum Status Geschichte. Nach Floyd Patterson (auch wieder Steinbock, mit Mond, Merkur und Venus im Zeichen - Radix) hebelte er die eiserne Regel aus: "They never come back!". Jetzt kommt er wirklich nicht wieder. Muhammad Ali ist tot.

Alles andere als politisch korrekt, aber das war eben er. "Töte ihn, Ali" schrien die Leute beim 'Rumble', als er unter dem Mars-Quadrat zu seinem Pluto diesen George Foreman (Radix Astro-Databank) mit dem so überraschend ähnlichen Horoskop erst lockte, dann in den Seilen durch Tricks einfing, dann schlug. Den anderen Steinbock-Weltmeister, nur dass der noch Sonne-Jupiter hatte und den Mars-Merkur im Wassermann, nicht Mond-Merkur wie Ali. Herausforderung. Gleichheit, die sich abstieß. Eins der Prinzipien musste weg. Dass der von beiden mit der Luft-Power achtkantig aus dem Ring fliegen würde (nicht Ali mit Erd-Mars = der wilden Stier-Kraft), deutete sich früh an. Nach Runde 8 und viel Provokation war er der Kaiser.

"Wenn George Foreman auf mich trifft, wird er seine Schulden bezahlen. Ich kann untergehen und dabei das Wasser austrinken und einen toten Baum töten, wartet bis ihr Muhammad Ali seht.“ Auf die in einer Pressekonferenz gestellte Frage, was er speziell gegen Foreman habe, antwortete er: „He talks too much“ (Er redet zu viel)." (Wikipedia)

Trotz dieser späteren Kaskaden von Sprüchen war Ali, der als Cassius Marcellus Clay Junior im Bluegrass State der Südstaaten (Kentucky) geboren wurde, von der Anlage her immer gut geerdet. Aber wenn man ihn provozierte, auch wirklich ganz gern brutal. Mars (vor allem der, dort), Saturn und Uranus und das MC im Stier, dann diese hierarchische Realisator-Sonne im Steinbock. Dazu die immens vollen Erdhäuser, die Verwirklichung bringen: 6 mit Sonne und Mond-Merkur, was auch manchmal heiße Luft mitbrachte. Feld 10 im Stier, mit Saturn-Uranus und Jupiter. Nur Neptun in 2 bringt kompensatorisch die Gefahr der großen Schwemme, die alles wieder auflöst, immer mit. Aber erstmal war der Junge gedacht als Publikums-Liebling - wie viele Feuer-AC ein Zünder, mit der populären Venus am Wassermann-DC. Er ist auch anders, ja, strange. Die Eltern sehr arm, aber voller Meinungen. Er selbst ein Exzentriker, nicht windschnittig wie viele damals, die im Krieg geboren wurden. Cassius wird nach einem Sklaverei-Gegner benannt - und wie ebenfalls viele mit 7. Haus-Betonungen (hier Herrin 10 am DC!) - erfindet er sich später als Charakter "gegen" etwas immer wieder neu, aus der Ex-Negativo-Definition heraus. Das 7. Prinzip ist ja auch das der Feinde, das überall Gegner sehen kann, nicht nur Harmonie, sondern vor allem die Dinge, die Harmonien stören. Auf sie, mit oder ohne Gebrüll.

Sein Besonderheits-Bonus (Löwe-AC und Jupiter in 10) ist von Anfang an merkbar. Cassius lernt mit 12 Jahren Boxen, aus Selbstschutz oder Rache. Da hat er kein Fahrrad mehr, weil es ihm geklaut wurde, und er hat auch einen weitreichenden Transit: Die mundane Jupiter-Uranus-Konjunktion steht nun in Opposition zu seiner Sonne und sein Schicksal ruft geradezu. Cassius wird sich wehren lernen. Nein, er wird nicht nur, er will, aber dieser Wille zur Macht, den er in sich hat, ist als Löwe-Pluto in 12 (der dieser Generation so oft den Stolz bricht) in Opposition zu Sonne, Mond und Merkur besonders hier familiär tabuisiert, verdrängt. Der Junge soll und wird ihn "erlösen", wie die Träger von 12. Haus-Positionen das familiär Verlorene fast immer entzaubern, hervorholen müssen. Cassius tut das so - indem er groß wird, größer, er selbst. Stark. Steinbock will, soll ganz oben ankommen, hat oft schon als Kind ein Gespür für seine Wichtigkeit und wird dann erst mal gebrochen, bis er in seine Befugnis hineinwächst. Auf den Berg gelangt, auf den Steinbock immer mühevoll steigt, bevor er Erfolg leben kann.

Rumble in the BronxBei ihm kommt der Ruhm 10 Jahre nach dem Box-Beginn, als er 1964 gegen Sonny Liston kämpft, auch ein Macher, mit Stier-Sonne und Widder-Mars. Gegen Clay reicht das nicht - bei Venus-Jupiter und Sonne-Mars Sextil zu seinem Mars und einem Wassermann-Merkur wie seinem gewinnt der die Weltmeisterschaft. "I shook up the world!" Und so geht es weiter - all die Jahre. Cassius Clay nennt sich im selben Jahr um in Muhammad Ali, konvertiert aber erst 1975 bei Neptun Opposition zu seinem Jupiter offiziell zum sunnitischen Islam und wird später 'Sportler des Jahrhunderts'. Neben Liston war sein Hass-Gegner Karl Mildenberger, eine 0° Schütze-Sonne, der Ali eine Wassermann-Löwe-Mars-Mond Opposition auf dessen Konjunktion der gleichen Faktoren setzte und damit quasi seinen Mumm "auseinander riss". 

Nachdem er unter größtem Aufwand den Kampf 1966 in Frankfurt doch noch gewann (bei Sonne-Merkur-Pluto-Uranus Jungfrau Quadrat zu seiner Radix-Achse 5-11), tat er kund, nie mehr gegen den Deutschen kämpfen zu wollen. Alis Venus in 7, die Anti so gern kämpft, wenn Für sich als unrealistisch erwiesen hat, war mal wieder dagegen. Wie gegen so vieles andere. Opportunismus war seine Sache ja nie.

„Nein, ich werde nicht 10.000 Meilen von zu Hause entfernt helfen, eine andere arme Nation zu ermorden und niederzubrennen, nur um die Vorherrschaft weißer Sklavenherren über die dunkleren Völker der Welt sichern zu helfen.“ (Ali, als er den Wehrdienst verweigert).

Nach diesem Angriff auf den Dienst am Vaterland erkennt man ihm 1967 den Titel ab. Bei Neptun Opposition zu seiner Ambivalenz-Konstellation Uranus-Saturn, die er immer wieder mit markigen Sprüchen übergeht. Dieser Boxer war eine der schillderndsten Persönlichkeiten, nicht nur im Sport. Er ist gegen den Vietnamkrieg, kämpft mit Bürgerrechtlern gegen den Rassismus. Aber weil er nicht für Amerika fighten will, darf er bis 1970 nicht reisen und nicht boxen. 

Joe FrazierDer Fight of The Century gegen Mit-Steinbock Frazier (rechts via Astro-Databank, Rodden Rating DD) kam dann 1971. Ali verliert kurz vorm Saturn-Return, bei Saturn Quadrat AC und einem Mars-Pluto-Quadrat an seinem Neptun nach Punkten. Schock. Thrilla in Manila bei Sonne-Pluto beendet vier Jahre später eine schier endlose Konkurrenz der zwei Saturnier, die sich über Fraziers Mond-Pluto und Jupiter rund um Alis AC und Pluto Löwe verhaken. Es wird diesmal ein neuer Sieg Alis. Aber der Fight ist so hart, dass beide daran fast gestorben wären, das konnte selbst der Champ würdigen, der dann nach so viel Hohn zuvor Frazier "den größten Boxer neben mir" nennt. So war er. Stark mit dem Wort, aber (manchmal auch) gerecht. Hübsch wie ein Mädchen fand Ali sich selbst (was er im Vergleich mit Leuten wie Frazier, die sich zu oft ins Gesicht schlagen ließen, auch war). Er baute sich in seiner Karriere mit seinen strategischen Wassermann-Stellungen systematisch auf zum "Größten" - und überraschte uranisch immer wieder dabei. Erneut bei Wassermann-Merkur, am 15. Februar 1978, bricht Ali den Rekord von Steinbock Patterson und holt zum dritten Mal den großen Weltmeister-Titel. Danach tritt er ab - vorübergehend. Kurz nach seinem Jupiter-Return.

Hätte er es dabei belassen. Aber Muhammad Ali ist bereits krank, unter der Oberfläche. Sein Neptun, der in 2 ja irgendwie sichtbar werden muss, zeigt nun Auflösungs-Erscheinungen, da Mundan-Neptun langsam ins Quadrat dazu läuft. Es entwickelt sich der Parkinson, aber der "Größte" will sich - wie immer, von sich selbst überzeugen. Sich beweisen, dass alles doch noch gut wird. Dass er der Beste bleibt. Gegen den Löwen Trevor Berbick (geboren 1954, als Cassius boxen lernte) kommt es im Dezember 1981 zum finalen "Drama auf Bahama", wo der Champ gnadenlos verliert. Er fängt an zu lallen, sich hölzern zu bewegen, ausgerechnet er, der Elegante, Flinke. Niemand ahnt, was das eigentlich ist. Erst 1984 wird dann Parkinson diagnostiziert, als Pluto in Opposition zu seinem Stier-Mars steht. Was muss er wütend geworden sein. Was für ein Trauma für ihn, dem die Larve so wichtig ist wie der Inhalt. Aber es ist auch seine Fight-Konstellation, die immer wieder im Ring eine so große Rolle spielte.

Muhammad und ReaganEs wird Alis letzter, längster, schwerster Kampf. Am Schlimmsten ist vielleicht für ihn, mit der Sonne in 6, die Funktion so sehr will, dass er so sehr abbaut, aber geistig noch lange absolut fit ist. Man kann es allerdings nur schwer wahrnehmen, weil dieser Mann äußerlich jetzt so sehr erstarrt. Der Stolz des Löwe-AC auf seinen optischen Glanz, sein Leuchten, geht verloren, auch wenn das Licht darunter noch lange pulsiert. Der Welt bleibt jedoch dieser Muhammad Ali. Bis weit in die Gegenwart hinein arbeitet er an der Verständigung zwischen Christentum und Islam und als semi-politischer Charity-Botschafter tritt er immer wieder öffentlich auf.

Die Stärke und gleichzeitig Gebrochenheit, das Mutieren seines 10. Hauses und die Bedeutsamkeit der Steinbock-Sonne wird so doch wieder immer klarer, schärfer, härter. Dass ein chronisches Leiden wie dieses aber lebensgefährlich wird, unter Transiten von Uranus Quadrat zur Sonne wie der, den "The Greatest" jetzt hatte, ist ebenso deutlich. Cassius Clay aka Muhammad Ali, der lauteste, charismatischste, leuchtendste Boxer, den das letzte Jahrhundert kannte, stirbt an den Folgen einer Sepsis. Es passiert bei Mond-Merkur, seiner Geburts-Konstellation - und nachdem Sonne-Venus über seinen Jupiter geht. Ein stolzes Leben, das auch das astrologische Löwe-Prinzip seines AC bebildert, fest in der Realität verwurzelt durch die Steinbock-Sonne, fügt sich zum Ende. Neptun, Herr 8, sitzt genau auf Spitze 8, das scheint zwingend. Und der funkelnde Jupiter in Jungfrau belegt Alis Nordknoten eben dort. Bescheidenheit "durfte", nein, musste er offenbar lernen, durch lange, schmerzvolle Krankheit, wenn man das überhaupt irgendwie deuten will. hiron steht ja mit Pluto in 12, belegt die Wunden, die er so ungern wahrnehmen mochte. Und ja, du bist wirklich der Größte. Es gibt ja nicht unbedingt sehr viele große Egos, hemmungsloses Feuer in Charts, was man sympathisch finden kann. Wie klein er sich dahinter fühlen konnte, beweist der Neptun in 2. Bis zur nächsten Runde im Ring jedenfalls, unbedingt, in alter Form. Und: Danke schön für tolle Erlebnisse, wunderbarer Redner, Schmetterling, Himmelstänzer Muhammad Ali! 

*Große Steinbock-Boxer: Ali, Frazier, Foreman, Patterson, Maske.

Bilder (bearbeitet): Wikimedia Commons + Pixabay, Daten: Astro-Databank

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Original-Artikel von www.astrologie-zeitung.de
Autorin: Susanne Riedel Plenio

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