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Prince - manchmal schneit es im April...

If I came back as a dolphin Would U listen 2 me then? Would U let me be your friend? Would U let me in?
Prince Roger Nelson, Dolphins

Nachrufe sind absolut nicht mein Ding. Vor allem, wenn man Menschen nicht persönlich kannte, besteht immer die Gefahr, dass man ihnen damit nicht gerecht wird. Selbst wenn es um jemand wie Prince geht, der vorgestern überraschend im Alter von 57 Jahren gestorben ist und bei dem man es sich im Prinzip wirklich einfach machen könnte. Ein Genie eben und fertig. Oder wie es einer seiner bekanntesten Fans, Barack Obama, formulierte:

“A strong spirit transcends rules, Prince once said - and nobody's spirit was stronger, bolder, or more creative…”

Dieses Jahr 2016 hat schon erstaunlich viele Übergänge von bekannten und maßgeblichen Menschen gebracht. Vielleicht würde eine Statistik aufzeigen, dass dies nur ein subjektiver Eindruck ist, aber vielleicht ist genau das auch eine Botschaft der aktuellen Himmelskonstellation, die uns so nachhaltig beschäftigt. Jupiter in der scheinbaren Ausschliesslichkeit zu Neptun als Widerspruch, der letztendlich nur von Saturn selbst aufgelöst werden kann. Weil sein Stand die Mitte zwischen den beiden Kontrahenten symbolisiert. Und dabei geht es eben um weitaus mehr als um selbstgesetzte und künstlich erschaffene Grenzen, durch die man sich so gerne vor dieser überbordenden Jupiter-Neptun Energie schützen möchte.

Es geht um die letzte Linie, den Augenblick, der alles transzendiert, was sich zuvor in all-täglichen Erscheinungen zeigte. Erstaunlicherweise hat Prince genau das anscheinend schon Tage vor seinem Übergang erlebt (Link zu Twitter).

Warum von Übergang sprechen, warum den Tod nicht als so endgültig darstellen, wie er angesichts eines entgrenzten, materialistischen Zeitalters nur sein kann? Weil genau das jemand wie Prince nicht gerecht werden würde, weil es den falschen Eindruck vermittelt, als wäre die körperliche Form alles was zählt. Und der Geist, der Spirit, das was Lieder und Melodien im unendlichen Ozean des Seins entdeckt und so aufbereitet, dass es auch andere hören und genießen können, nur ein nettes Beiwerk, das zusammen mit dem letzten Atemzug in der Bedeutungslosigkeit verschwindet.

Nein, genau dies war, ist und wird es wieder sein – dieses eine, das wir erst Prince nannten, dann „The Artist formerly know as Prince“, bis er sich selbst schließlich nur noch als Symbol darstellen lassen wollte. Und alleine damit aufzeigte, wo die Grenzen des medialen Zeitalters sind. Wenn etwas nicht mehr benannt werden kann, verschwindet es mehr und mehr aus dem Fokus der Zeit.

Nicht aber er – der Mann, der sich gegen die Vermarktung seiner Ideen und Schöpfungen wehrte, wie kaum ein anderer. Nicht mit jammerndem Protest, sondern genauso kreativ, wie er alles anging. Das machte es nicht immer leicht, ihm weiter zu folgen auf seiner Suche nach Liebe, nach Gott. Denn was die wenigsten bewusst wahrgenommen haben, Prince schloß sich an einem gewissen Punkt in seinem Leben den Zeugen Jehovas an. Und alleine das zeigt, wie wenig der Begriff des Genies all dem gerecht werden kann, was einen wie ihn antreibt.

Da ist zum einen die Verbindung zwischen Jupiter und Neptun, die vor allem aus heliozentrischer Sicht bei ihm sehr ausgeprägt war (eine Konjunktion mit 3° Orbis). Dann aber fast gleich sechs fundamentale Kräfte in Oppositionsspannungen verwickelt, in die relative Gegensätzlichkeit. Sonne mit Saturn, Venus mit Neptun, Mond mit Pluto. Der am Tag seiner Geburt nur noch wenige Stunden vor dem Übergang in ein neues Zeichen, vor dem Wechsel von Löwe in die Jungfrau steht. Dazu noch ein Mars auf Null Grad Widder, ziemlich genau auf Hausspitze Fünf.

Ja, genau so sieht Kreativität aus, das Unvereinbare zusammen bringen und ihm eine Form geben. Über einen Text, eine Melodie oder eine freie Improvisation hörbar machen, spürbar machen, erlebbar werden lassen für andere, die seine Talente nicht hatten. Aber für den Menschen selbst bleibt überall dort im Leben, wo dieser Kanal gerade nicht verfügbar ist, eben der permanente Ausnahmezustand bestehen, der nicht zu integrieren ist, egal wie sehr man sich auch darum bemüht. Man bleibt für andere unverständlich, verrückt, jenseitig. Dort im Alltag, wo das meiste Leben stattfindet, auch für die Genies dieser Welt, die manchmal vielleicht zu den einsamsten Menschen auf diesem Planeten gehören.

Außer eben wenn sie dann im Scheinwerferlicht stehen, wenn ihnen tausende zuhören und jede ihrer Bewegungen als Inspiration und Motivation dient. Wie im Sommer 2007, als Prince in der Halbzeit des Super Bowls auftreten musste. Vor hundert Millionen Zuschauern weltweit, live inmitten eines Wolkenbruchs und entsprechenden Regenschauern, die die gesamte Bühne unter Wasser setzten. Trotz der Gefahr eines lebensgefährlichen Stromschlags ließ sich Prince die Chance nicht entgehen, inmitten der entfesselten Naturgewalten einen ebenbürtigen Auftritt hinzulegen. Er improvisierte live vor der halben Welt und machte das Ganze zu einem unvergesslichen Ereignis.

Solche Geschichten über ihn gibt es zahllose, fast alle handeln von einem wirklichen Menschen, der sich und sein Talent in den Dienst einer höheren Sache stellte. Ging es am Anfang seiner Karriere noch um die alltägliche Liebe, um Erotik und Sexualität, so wandelten sich selbst seine Texte im Laufe der Jahre immer mehr zu etwas außergewöhnlich Spirituellem, dass sich allen üblichen Klischees entzog. Der Kampf um die Rechte an seinem geistigen Eigentum, den er bis heute nie aufgegeben hat, war im Grunde auch ein Kampf gegen die Klischees, die aus einem Künstler eine Marke machen, aus einem Menschen ein Produkt.

Diesen Kampf hat Prince Roger Nelson gewonnen:

This was not the Prince who was there to bump and grind or play long guitar riffs. At the end of "Controversy," he gave us a bit of the Lord's Prayer. This was a Prince who had quietly traded the overt sexuality of being a pop/rock/funk star with the sacredness of one who had come to give of himself.

Lisa Rispers France, CNN, in einem Bericht von seinem letzten Konzert in Atlanta

Es sind vermutlich diese Momente gewesen, für die der Mensch Prince Roger Nelson wirklich gelebt hat. Diese Augenblicke, wenn Neptun das gesamte Universum einhüllt in eine Erinnerung an das Absolute, das wir Gott oder Liebe nennen in all ihren zahllosen Formen. Augenblicke wie auf einem Konzert in Norwegen im Jahr 2010, als Prince nochmal alleine auf die Bühne kam, um einen seiner melancholischsten Songs als Zugabe zu bringen - sometimes it snows in April...

Ja, manchmal schneit es im April und ja, manchmal wünscht man sich, dass das Leben nie endet. Und als Sternenkundiger wünscht man sich auch immer wieder, dass die Zeichen der Zeit wieder Eingang finden in den Alltag der Menschen. Denn hätten seine Ärzte gewusst, dass gerade Saturn in Opposition zu seiner Radix-Sonne steht und dieses Zeichen auch entsprechend gewichtet, dann hätte man Prince vielleicht letzte Woche nicht einfach aus dem Krankenhaus entlassen. Und vielleicht hätte sich so noch eine Chance ergeben, seine körperliche Schwäche solange auszugleichen, bis die akuten Augenblicke der Gefährdung vorüber waren.

Aber dieses eine Leben von Prince Roger Nelson ist jetzt zu Ende gegangen, offiziell genau in dem Moment als Neptun am höchsten Punkt des Himmels über den Paisley Park Studios stand. Und als sich immer mehr Trauernde an diesem Ort einfanden, zeigte sich am selben Himmel ein riesiger Regenbogen.

Ein Zeichen, das in den östlichen Traditionen immer als Beleg dafür gesehen wird, dass ein wirklich großer, spiritueller Mensch auf die andere Seite des  Lebens gewechselt ist.

Bilder:

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Original-Artikel von www.astrologie-zeitung.de
Autor: Harald Lebherz

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