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Loop! Astrologie-Zeitung

Liebeslied für ein viel zu stures Zeichen

Stell dir vor, es ist Stier-Ingress und es regnet einfach weiter. Kann nicht sein, denn schon spielt Venus verrückt, in einer Welt voller Überfluss - Japan-Kirschen, Felsenbirnen, Watte-Wolken, all die Stimmen, das Gezwitscher, explodierendes Grün, was plötzlich anders duftet und schäumt und blüht und funkelt. Sonne materialisiert mit einem Mal dieses leuchtende, andere Licht, die kleinen, neuen Vögelchen, Maikätzchen, den Zucker, die Fruchtbarkeit, den Flieder, wandert in die Welt des Stoffs und der Formen. 

Dies ist deshalb auch ein ganz persönliches Liebeslied für mein früher so verhasstes Sonnen-Zeichen, über das einst Wolfgang Döbereiner viel Kluges sagte. So dass ich es doch noch mögen konnte. Unter anderem, dass meine Abwehr völlig natürlich wäre, wo meine Sonne in 7 steht und ich den Stier immer an fremde Leute delegiere. Denn im Du-Haus spuken nun mal unsere Schatten. Aber das tut auch gar nichts zur Sache, wichtiger war seine Feststellung, dass auch andere Stiere gar nicht wirklich geizig sind. Sondern sogar unendlich großzügig mit Liebe, Geld und Gaben sein können, allerdings wirklich nur, solange das Gegenüber ohne eigene Schuld in Not gerät. Bekommt man es dagegen als Eigner (klar, im Stier ist alles eigen) einer Ausstattung im 2. Prinzip (gilt auch für Monde, 2. Häusler usw.) mit dem Gefühl zu tun, dass der andere nach Geben und Nehmen nicht etwa an seinem Mangel arbeitet, sehen wir massiv Rot. 

Und toben auch schon mal, weil es im Stier immer gleich um Tod oder Leben, um die halbe Existenz geht. Motto: Wenn das Böse nur alle täten, dann..! (...fiele uns der Himmel = Wassermann im Quadrat auf den Kopf!). Wichtig, da man als Stier gleich alles auf alle und das Gemeinschaftliche, Schützende, den Trupp drumherum, hochrechnet. Womit wir bei der Herde wären. Oft gehasst, verängstigt nicht enttäuscht vom Stier, als Sache des breiteren Rückens als der vom Beutetier allein. Solche kleinen Beobachtungen haben mich von der wunderbaren Rhythmenlehre überzeugt, die sich besser anwenden lässt als viele andere. Und Anwendbarkeit ist einem als Stier sehr wichtig. Kein System geht über das Leben.

Schönen Gruß auch an Skorpion und seine das Dasein oft völlig unrechtmäßig fesselnden Konzepte! Ich muss es wissen, denn der ist mein Aszendent. Aber taucht auch sonst mit Stier oft als Gegen-Modell auf. Deshalb sehen Stiere überall die plutonisch drohenden Traumata und wollen es gemütlich haben. Für Venus gegenüber wirkt Gott Pluto mit seinen Narben immer sehr, sehr groß und umgekehrt sehnt der sich heimlich nach ihrem angeblich bequemen Setting, indem er es offen verachtet.  

"Es gibt nur zweierlei Königinnen, das ist merkwürdig, alle großen, das waren Stiere und Jungfrauen!" (Wolfgang Döbereiner)

Zwei Seiten, eine Medaille. Festhalten, noch mehr festhalten. Greifen, fesseln. Nein, Stier ist eben nicht mühelos glücklich, in seiner stets schicksals-gefährdeten Formenwelt. Aber auch nicht unbedingt bescheiden - oft früh voller Minderwert und reich und selbstbewusst im Sein erst dann, wenn er sich von sich selbst und der Notwendigkeit von Grenzen überzeugt hat. Die durchzusetzen ist, wie alles im Zeichen: Arbeit. Hier sitzt ja auch der Selbst-Wert, weshalb Stier am meisten Fallhöhe hat, was dessen Stabilität angeht. Darum findet man unter uns die angreifbarsten, aber später, wenn's gut geht, auch stabilsten Zeitgenossen, die sich die Absicherung durchaus mit trainierbarem Selbstlob anfüttern mussten. Oder mit Geld als Symbol des Selbst-Werts. Wo das fehlt, fehlt die Autonomie (meint Stier). Und es bricht vielleicht wieder die Welt zusammen (siehe Himmel, Wassermann, Kopf in Gefahr! Wo ist meine Mütze?).

Wie sehr das jedenfalls mit den Königinnen stimmt, sieht man auch an Dizzy Miss Lizzy, der aktuellen Queen (Radix Astro-Databank), mit 0° eine Super-Stierin, die morgen 90 wird und immer noch kerzengrade unter ihrem schicken Hut sitzt. Gern vollfarbig. Wie viele Stiere, denn wenn Widder der Kopf ist, ist Stier die stoffliche Kopfbedeckung. Wir werden im Laufe unseres Lebens jedenfalls als Stiere und Stierinnen unsere Körper als Tempel betrachten lernen müssen. Weil sie uns sonst blockieren. Aber sie zu salben und baden und leuchten zu lassen, fällt nur leicht, wenn wir beide Quadratzeichen kauen, essen, schlucken. Kurz, integrieren: Das Recht auf radikale Eigenständigkeit im Wassermann (besonders wichtig für den Stier, da über 0° Widder gespiegelt sein großes Schattentalent). Und die Pflicht, sein kleines Königreich wie die Löwen, die wir um ihren Hofstaat beneiden, auch durch genügend Selbst-Hofierung schimmern, glänzen, leuchten zu lassen. Dann wird der Stier ein anderer, sorgloser und freier und manchmal sogar schwerelos im Managen des Machbaren. Und das kann er gut, weil er immer erst die Umstände als Eckdaten speichert und dann für schwierige Zeiten (die ihm von gegenüber im Skorpion so sehr einleuchten) vorsorgt:

"Ein Stier macht Revolution nie gegen, sondern immer für eine soziale Ordnung. Er hat immer ein festes Programm anzubieten, das neue Verbindlichkeiten schafft." (Wolfgang Döbereiner, Wandel des Lebens im Tierkreis, Verlag Döbereiner)

Stier-Ingress

Was sich schon im angelegten Hang zur Maßlosigkeit nach der vielen Arbeit (in der Sünde ähneln wir deutlich den Skorpionen) eher früh zeigen kann. Venus, erhöht in den Fischen, gibt Stier auch einen Hang zu stofflichen Süchten mit. Aber der kann eben auch zaubern, wenn er will und regeneriert unendlich stark, wo er sich selbst heilt von den Abhängigkeiten. Die seine Achillesferse sind. Auch das habe ich spät gelernt. Besonders in der Liebe sind wir dazu machtvoll, im Besitz (!) der magischen, weiblichen Kraft der Himmels-Stierin. Diese 2. Phase im Tierkreis ist ja zudem erstes soziales Zeichen, der Waage ähnlich, nur viel körperlicher. Dazu kommt die Power der vitalen, knallbunten Bilder, immer starken, scharfen, begrenzenden Linien, vor den eindimensionaleren, hübschen der Luft-Variante von Venus im 7. Prinzip.

Die Poesie des Stiers ist anfassbarer. Wir sind die Umsetzer im Zodiak, die wir als Macher oder Herdentiere, Wiederkäuer, so oft geschmäht werden, aber immerhin als Erste aus energetischen Feuer-Funken Brennholz machten, Stoff. Stier-Bashing ist beliebt. Aber ohne uns wird es kalt im Universum. Es gibt wenige Menschen, die so selbstunsicher sein können wie frustrierte Stier-Betonte. Fast physisch. Wir sind ja Anfasser, Begreifer, die Abwehr gegen Fremdes in Aktion. Aber immer sehr bemüht. Aus den Augen, aus dem Sinn ist hier ein Slogan, der oft greift. Wer genau hinsieht, wird in reifen Stieren, die ein Leben gelebt haben, eine Distanzierungs-Fähigkeit wie bei den uranischen Menschen erleben. Denn die zu heben, ist unsere Aufgabe. Wir werden frei im Formlosen, in der Nicht-Gegenwart, müssen das Eigene als erstes Venus-Zeichen aber grundsätzlich erst spüren, sehen, retten lernen, bevor es sich im zweiten Venus-Zeichen wieder an andere verschenkt. Stier ist die Vorstufe der Liebe, weil er das Ich begrenzt, ohne das kein Du umarmt werden kann. Auch in der Zuneigung prägt uns Stiere die Ausdauer. Und diese Liebe zum Weitermachen übertragen wir dann auf den Rest der Welt mit ihren Auswüchsen, wie auf unsere Arbeit, wo wir als Allrounder überall Richtung Erfolg wollen. Da gleicht Stier dem Schützen (Venus und Jupiter als Glück), der auch "das Beste" sucht. 

"Wenn Sie einen Stier als Werksstudenten einstellen, und sei es nur für Lagerarbeiten, dann prüfen Sie lieber gleich, ob er auch einen guten Geschäftsführer abgibt. [...] Der Stier versichert sich immer wieder seiner Position in der Gesellschaft und seiner Rechtsgrenzen." (Wolfgang Döbereiner, siehe oben)

Stiere backen oft Jahre kleine Brötchen und starten dann auf einmal gnadenlos durch. Es braucht eben im Leben auch Leute wie uns, die den Impuls des Widders (mit seinem energetischen Zug in die Waage) in Form bringen, aus der dann das Dasein mit Mauern und Türschlössern gebaut wird. Stier hat die Tür, Skorpion schließt sie auf oder zu. Es war darum auch ungerecht, lernte ich später, dieses vermeintlich langweilige, ewig nach dem letzten oder vorm nächsten Ackern gründlich ausruhende Zeichen zu mobben, dessen schlimmste Ausdrucksformen ich sowieso ständig an anderen feststellte. Nie an mir. Obwohl ich sie eindeutig hatte. Stier wird spät bewusst. Aber dann richtig. In Sachen Projektion sind beide Venus-Zeichen sehr gut. Und sowohl die 2. als auch 7. Haus-Sonnen oft sogar am besten. Stier von beiden immer auf die kleine Berührung oder ihre Vorstufen bezogen, das, was ganz grob zu Sammlungen führt und Zugehörigkeiten schafft. Nach dem Ausbrüchen des Marsischen sinkt hier die Substanz der Dinge in die Verdichtung. 

Vielleicht findet man in diesem Zeichen darum tatsächlich auch Dichter und nicht nur Banker und Bauern (was den Erd-Mobbern gefallen würde). Stier hat zwar meist eine eher langsame Hardware, was generell die weltliche Genauigkeit erleichtert. Aber auch eine zögerliche Verarbeitungs-Geschwindigkeit schafft, was dann schwierig werden kann, wenn Stier-Planeten in Luft- oder Feuer-Häusern sitzen. Wo die Verwirklichung blitzschnell loslegen will. Das kann sich dann anfühlen, als bestücke man einen archäologisch interessanten 386er PC mit einer Windows 10 Software. Und alles tillt sofort.

In Stierzeiten, wie dieser, im Frühling, der zum Sommer wird, muss man sich drum auch jedes Jahr (trotz allen Blühens und Gedeihens und der Begeisterung über die sprudelnden Formen und Vermehrungs-Sucht) genug Ruhe nach jedwedem Input gönnen. Sonst leidet die Wertigkeit, in jeder Hinsicht. Und der Maßstab wird nur noch vom Tun (und nicht mehr Verstehen) bestimmt. Was die beliebten Klischees erzeugen mag, die Erde astrologisch abwerten, ausgerechnet den Stoff, aus dem die körperlichen Wesen sind. Aber Stier ist nicht nur langsam und gründlich, sondern auch leidenschaftlich verbohrt (ja, der Selbst-Aufbau braucht auch Selbst-Kritik!). Stiere heiraten so schwer, weil sie wissen, dass sie es kaum schaffen werden, sich dann je wieder scheiden zu lassen. Auch das meinte Döbereiner einmal. Er hat Recht. Stiere kleben. Und er war auch der Ansicht, dass der Stier, als Revierhalter, verstört wird durch Aggression. Bevor er irgendwann dann genau darüber in den sprichwörtlichen, blinden Zorn verfallen kann:

"Am meisten ärgern ihn Revierverletzungen, lautstarke Auseinandersetzungen, Rücksichtslosigkeit und Sticheleien. Er wird dadurch so aufgeladen, dass sich die Spannung eines Tages in einem Wutanfall entlädt. [...] Da diese Art der Aggression niemals gezielt ist, fallen auch völlig unschuldige Gegenstände, die zufällig im Weg stehen, der Raserei zum Opfer." (Wolfgang Döbereiner, siehe oben).

Das ist wohl wahr. In diesen Anfällen sind wir Stiere schnell unfair und absolut rachedurstig. Wir schlucken und schlucken (Nahrung ist auch ein Stier-Thema) und dann spucken wir. Bulimie, der berüchtigte Stierhunger, aber auch Magersucht, haben auffällig oft eine 2/8 Komponente. In gewisser Weise wären wir andererseits am liebsten wirklich der Bauer, der über die Felder marschiert. Aber nicht über irgendwelche, nein, über seine. Denn nach dem Sein des Widders geht es jetzt, in Phase 2 des astrologischen Jahres, klar ums Haben. Manchmal übersetzen sich, gerade im Stier, die Aspekte unglaublich treffsicher: Als Kind war meine Lieblingsbeschäftigung, stundenlang in irgendwelchen Haufen von nasser, satter Erde zu graben und möglichst uralte Steine zu suchen (Stier-Merkur Opposition Neptun, Trigon Jungfrau-Pluto und Steinbock-Saturn). Und die Stier-Betonten, denen keine Felder gehören, die besorgen sich eben irgendwo welche. Auch wenn die dann gar nicht nach Ackerbau und Viehzucht aussehen. Weil für Stier fast alles dann, wenn der Hyperfokus erst darauf liegt (wir sind Konzentrations-Genies) zu bestellendes Feld wird: Job, Zukunft oder Beziehung, die Sache des Hauses, je nachdem, wo Stier zu liegen kommt. Dann erwarten wir in Entzücken möglichst viele Früchte.

Denn es hat nicht nur jedes Jahr seinen Frühling mit den Paarungs-Zeiten (Stier), sondern auch jeder Mensch selbigen im Horoskop. Wo, sprich, in welchem Feld, das zeigt dann, wo am meisten Absicherung nötig ist. Wo wir unbedingt stabilen Selbstwert aufbauen müssen (und oft größte Schwierigkeiten damit haben - nicht umsonst redet man auch von Ochsentouren). Wo wir danach aber gern mal mit klingender Münze rechnen können, wenn wir das Feld nur mit geschickten Mitteln bestellen. Wie das 2. Haus zeigt, durch das angeschnittene Zeichen, welche Bewandtnis es mit den Stierthemen in unseren Leben generell hat. Sprich, ob wir uns genug wertschätzen, dass dieser Maßstab auch eine entsprechende finanzielle Absicherung hervorbringt. Stier und Geld, das ist seit Dagobert Duck, dem ersten Stier der Comics, eine brisante Verbindung.

Entgegen des allgemeinen Geraunes entwickelt sich diese Seite des Zeichens bei den Stier-Sonnen, für die Materielles eine Art Selbstschutz-Funktion hat, oft erst sehr spät. Ähnlich wie bei den Saturniern. Das spricht für die nicht von allen Astrologen geteilte These, dass wir tatsächlich mit den Qualitäten des Aszendenten eher auf die Welt kommen (als persönlichste Nabelschnur in den Kosmos sozusagen) und in das Setting unseres Sonnen-Zeichens draußen hineingeboren werden (im Stier die Gemeinschaften, dörfliche oder ländliche Szenarien, konservative Werte-Umfelder) und uns erst im Lauf des Lebens selbst das für uns "Wesentliche" hineinentwickeln. Aber darüber besteht keine letztendliche Sicherheit. Die der Stier (auch ich), so sehr sucht. Ich will unbedingt wissen, "wie es wirklich ist". Ich muss wissen, wer zu mir gehört und wer nicht. Mit wem ich teilen kann und wer mich ablehnt. Ersteren gebe ich mein letztes Hemd, letzteren meine Verachtung. Bitter, aber wahr, und menschlich sehr unentwickelt. Wie gesagt, Stier freut sich, auch, daran weiter zu arbeiten.

"Sie werden relativ selten einen Stier finden, der nachts auf der Autobahn mit einem leeren Benzinkanister umherirrt. Er hat zumeist rechtzeitig getankt, wie er denn alles in seinem Leben rechtzeitig tut." (Wolfgang Döbereiner, siehe oben).

Auch dem würde ich (angesichts meiner Stier-Bekannten ohne Delegations-Möglichkeit des Zeichens) beipflichten. Allerdings haben viele von ihnen in ihren Horoskopen, sozusagen als Kompensation (oder als Grund) des stabilisierenden Stier-Anteils extreme Neptun-Verbindungen. Mich eingeschlossen. Was so ein Chaos früh in einem Leben schaffen kann, dass gerade dann erst die Sicherungen des Stiers nötig und logisch werden. Ein Horoskop ent-wickelt sich ja Hand in Hand mit den äußeren Szenario, das es hervorbringt und gleichzeitig heilt. Auffällig ist, dass viele Stiere im Lauf ihres erwachsenen Daseins mindestens einmal einen wirklich starken, ungewöhnlichen Bruch (Wassermann) mit der so ängstlich als Schutz gesuchten Herde durchmachen müssen, dann lernen, sich autonomer zu fühlen (worunter sie zuerst meist extrem leiden). Um sich dann freiwillig wirklich vollständig als Mediatoren zu integrieren. Aber all das braucht eine Weile.

Wenn die Zeiten der zornigen jungen Männer und Mädchen in ihnen vorbei sind, soweit das überhaupt möglich ist (manchmal nicht), wird alles etwas ruhiger, genussvoller. Stier-Mars bleibt aber einer der schwierigsten, ärgerlichsten. Oft scheint es ansonsten, als würde ein Stier-Selbst erst durch Integration der Quadrate und Oppositionen rund und lebbar. Auffällig auch die radikale Sturheit, die ebenso der von uranischeren Menschen ähnelt, wie auch den übrigen Bewohnern des fixen Kreuzes, das eben durch Beharrlichkeit Überleben übt. Also den Plutoniern wie auch Löwen (die einerseits auf ihre Vorstellungen und andererseits auf ihre Individualität beharren). Stier ist ein Helfer in allem, was den Zündfunken des Widders, eher kein Langstreckenläufer, in die Chronifizierung bringen will. Eine gute Portion Stier verbindet daher immer auch die schiebenden und ziehenden Kräfte von Sonne und Uranus und verleiht einem Menschen die sicheren Wurzeln, mit denen man allgemein Bedrohungen widersteht.  Das gilt für alle Bereiche und sonstigen Begabungen.

Stier als Unterboden-Schutz erhöht die Erfolgs-Aussichten im Überlebenskampf in vielerlei Hinsicht. Denn nicht umsonst ist das 2. Haus das berüchtigte Feld der Gaben und Talente, die zu Stoff werden können. Was hier keine Unterstützung erhält, kommt schwer ins Leben. Insbesondere für die nicht materiellen Bereiche sind Erd-Zeichen als Rück-Versicherung wichtig. Und weil das erste, Stier, das Domizil der Venus, eben nicht nur funktional, sondern auch schön anzusehen sein kann, ist es manchmal angenehm, wenn man seine kosmische Mitgift gut pflegen möchte. So gibt es durchaus auch viele Astrologen, die vom Fleiß, der Akribie, Verkörperlichung (= Praxisnähe) und vom starken Standing ihrer Stier-Betonungen profitiert haben (siehe Grafik rechts - zum Vergrößern klicken!).

Der Stier ist der Erbauer von Sandburgen, der die kleinen Entchen und andere Schönheiten der Natur so gern hat. Flauschig und warm sollten sie aber schon sein, denn Stier liebt noch fast hautlos. In ihm findet sich die Kaiserin des Bindekitts und der heiligen Ordnungen. Weil er, als erster Buchstabe des Form-Alphabets, so schutzlos ist. Am Himmel wie auf Erden. Der erhabene Ruhende auf den Sofas des Lebens, nach getaner Tat. Die Sammlerin der vielen kleinen und großen Zentralen des Daseins, die man schön entdecken, zuordnen kann. Meins? Deins? Was dann der Merkur in den Zwillingen benennen muss. Sonst gib'ts aber Ärger, mit dem Stier.

Wir sind diese unangenehmen Leute, die Formverletzungen wirklich hassen können, und sie auch selten anderen und sich selbst verzeihen. Auch wenn wir sie selbst begehen, wieder und wieder. Weil Stier nicht anders kann, wenn ihm sein Hut, sein Bandana, sein Kopftuch, das Kissen, das er sich auf den Schädel legt, doch am Ende wieder schwerst hoch geht. Wegen derer, die sich weniger zumuten und das Leben selbst nicht so auf die Hörner nehmen wollen. Oder können. Was Stier, wie übrigens Skorpion auch, eigentlich nicht glauben kann. Aber glaubt mir, beide geben sie sich Mühe, anders und besser und kompatibler und einfach GELIEBTER zu sein. Bevor uns noch allen, ja genau, der Himmel (Wassermann!) auf den Kopf fällt und die ganze Welt eventuell doch zuletzt in Scherben zerbricht. Und Stier hat wieder Schuld. Weil er eine Grenze zuviel gezogen hat und sich entfernte von der Herde. Habt keine Angst, liebe Mitstiere! Das wird nicht passieren! Ich habe Wassermann-IC, ich hab es ausprobiert. Ich lebe noch, ich muss es also wissen. Eine schöne Stier-Zeit für uns alle! Passt gut auf, ob die Regale voll sind, das Portemonnaie auch und die Wolken sicher weit genug weg, da oben am heilen uranischen Himmel hängen! Sonst setzt lieber den Hut auf. Oder die Mütze. Beobachtet die Entchen und die Blüten. Liebt! Dann ist alles gut. 

Bilder (bearbeitet): Kremlin.ru [CC BY 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/4.0)], + ESO/G. Brammer (http://www.eso.org/public/images/potw1411a/) [CC BY 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/4.0)], via Wikimedia Commons + Pixabay (u.a. Central Bank of Armenia und Johannes Hevelius)

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Original-Artikel von www.astrologie-zeitung.de
Autoren: Susanne Riedel Plenio

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