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Finsternis: Kleiner Kurs in Er-Lösung

Schuld titelWie konnte es soweit kommen? Wie können Menschen nur so sein? Wo bleibt das neptunische Mitgefühl hier in diesem Chaos? Oft werfen ja gerade Finsternisse ein wirklich helles Licht auf die größten Verwirrungen und Verdrängungen der Zeit. Besonders in den Fischen, als Abschluss eines Zyklus' und Vorbereitung des neuen astrologischen Jahres, das mit Mars-Macht vorn im Schützen schon vor-pulst und bald aufgehen wird. Die Eklipse von heute Nacht dreht sich mit Chiron auch um den reißenden Schmerz und die Wunden, die Irrtümer schlagen.

Um das gesamte Gefühls-Universum, das zeitweilig nun zwischen Stärke, Schwäche, Fülle, Leere, Täter, Opfer, Sühne, Schuld tobt. Hier gleich ein kleines Geheimnis zu Beginn: Schuld ist gar kein Gefühl. Schuld ist ein Konzept (und nicht mal ein konstruktives), ein drängender Denkansatz, eine Bastelei des Verstandes, das Erbe der Jungfrau und Zwillinge, mit dem sich Fische und Schütze dann herumschlagen müssen. Und wir. Was deshalb auch den Opferungen im Neptunischen sehr willkommen sein mag, aber eigentlich nichts auf den Altären der Bereinigung zu tun hat. Die dealen eher mit Verantwortung. Mit Saturn, der Neptun in die Zeit lässt.

ZeitzeichenUnd dennoch wird es jetzt wieder viel um Wehes gehen, die subjektiven Täler des Nein, der Null, der Leere, die der Kreis ist, die Wiederholung, Uroboros, wo Ewigkeit still Ewigkeit trifft und das Ego nichts zu suchen hat und deshalb aufbegehrt. Denn auch Pluto dreht mit Saturn bei der Fische-Eklipse weit vorn mit. An den vielen Knoten der Verdrängung und des Leids, für das wir immer unsere Träger suchen.

Am besten woanders. Ihre Wunden draußen fühlen wir, ob wir wollen oder nicht, dann auch so nach dem hermetischen Grundsatz "Wie oben, so unten" in unserem kleinen Leben aktuell umso stärker. Selbst abgespalten, selbst, wenn wir bei Fische-Dominanz am liebsten nicht bemerken würden, wie schnell "Instant-Karma" aufkommt, jetzt, da die Wellenkämme und Täler der Gefühle so unangenehm diffus außer Rand und Band geraten. Über dem, was die Gegenwart der innere Heimat immer noch störend an Narben schlägt (Uranus am Greenwich-IC der Eklipse). Kaum festmachbar. Wir spüren also noch einmal heftig all die Verirrungen der Seele (in welchem Bereich individuell, zeigt im jeweiligen Radix das Haus an, in das die Finsternis fällt). Die schmerzhaften Konfusionen, in denen sich neue Wege ungesehen bilden, die man deshalb genauso aushalten muss. Gähnend leer, unfüllbar, unstillbar, sehnsüchtig. 

KnotenDie Welt ist gerade verknotet. Wenn jetzt Regel-Fanatiker (Saturn am Schütze-AC Greenwich) als Struktur-Vision der drohenden Leere, Depression, sofort neue Gesetze entgegensetzen wollen. Dabei leben wir ohnehin gerade in Hilfs-Lösungen, in einem mit gutem Recht weitgehend unbewussten Kosmos der Übertragung (denn wir sind eben nicht, wie Jupiter und Pluto annehmen wollen, Gott). Wo der Neptun so stark den Boden bereitet, ist er als Lot in die Wahrhaftigkeit aber bei jedem Zögern genauso Befruchter der Lügen über uns selbst. Schuld-Verschreibungen (an uns oder andere) komplizieren nur.  

Indem wir versuchen zu leugnen, dass alles sich ständig ändert, verlieren wir den Sinn für den heiligen Charakter des Lebens. Wir neigen dazu zu vergessen, dass wir ein Teil der natürlichen Ordnung der Dinge sind. (Pema Chödrön, *14.7.1936, mit Neptun-Jupiter Jungfrau-Schütze). 

Denn die natürliche Ordnung der Dinge kennt ja eigentlich weder Schwarz oder Weiß, noch Urteile. In ihr lösen sich Dinge nur da, wo diese Ordnung auch ordnungslos sein kann und mit dem fließt, was geschieht. Dass die Strömung wegen der Widerstände des Verstandes erst so mühsam wird, davon erzählt diese Eklipse nun am Ende des Zodiak. Die besonderen Lichter-Phasen dort sind abschließende Aufrufe zu Klarheit: Immer noch sehen wir im Durcheinander des Außen und den Problemen, die das aufwirft, zu schnell den Splitter im Auge des Bruders, aber nicht den Balken im eigenen.

Ein Zeichen echter Er-Lösung wäre ein Ertragen der eigenen Wahrheit und Fehlbarkeit, ohne Bestehen auf einen ominösen Kosmos von Schuld, wie er in allen Wasserzeichen aufkommt. Wie Ron Smothermon meint, ein Lehrer und Therapeut, als "Währung", die Tabula Rasa macht, um möglichst bald dann wieder das unbelasteter tun zu können, für das wir uns eben noch schuldig fühlten. Das nur zur fadenscheinigen Seite des Wassers und den Täter-Opfer-Ritualen, wie sie aktuell so gern abgespult und überhöht werden.

Eine echte Auf-Lösung von Ego-Problemen passiert jedoch selten aktiv bohrend, der initiale Kick ist da, im Mentalen, eher ein Garant für Lösungs-Verhinderung. Mit den Verwicklungen des Selbst und seinen eingemachten Denk-Schwierigkeiten bekommen es aber die Fische vorwiegend zu tun - denn es ist ihre Rolle, all den "Stuff" des Verhirnten aus Zwillinge und Jungfrau aufzulösen. Sach-Fragen sind eine andere Baustelle, da nicht emotional. Neptun löst dagegen fließend, auch schmerzend, luzid, vernetzend und ohne den Aktivposten-Kram, wenn man ihn lässt. Was quasi niemals der Fall ist, außer unter Betäubung, da Mensch nun mal will. Und will. Das Gegenteil dessen aber setzt Neptun ein, was uns als Mitgift der Jungfrau gegenüber (wird mit Fische stets aufgerufen) heilsbringend und kontrollierend eingeschärft wird. Man versuche, Neptun anders zu empfangen und hinzunehmen. Demütig zu sein. An all den merkurischen Dogmen wie: 'Man muss doch, soll doch, darf doch nicht...' strickt Pluto als Herr des befreundeten Folgezeichens Skorpion nach Jungfrau immer zu fleißig mit. Aber heraus kommt man damit aus dem Schlamassel nie. Auch das merken viele Menschen gerade jetzt noch einmal bei den Lieblings-Konflikten: Das bewegliche Kreuz tickt durch. 'Ich weiß, dass (Zwillinge), ich befürchte, dass (Jungfrau), ich sehe ein, dass... (Schütze)'. So konstruieren sich beide Merkure mit Jupiter Gründe. Astrologisch beweglich, kommen sie aus dem Nichts und gehen ins Nichts zurück, enden also im Zweifelsfall durchaus immer wieder im Kummer, der Traurigkeit, den kleinen Fluchten, Herzeleid der um ihre Wahrheit der Träume geprellten Fische, die im Leid dann entschwimmen. Ins Höhere. Heile.  

SoFi März 2016Die gerade gültige Eklipse (sichtbar um den Pazifik, Australien, Ostasien) zeigt nun auch die bleibende Tendenz zur Verdrängung im Greenwich-Bild intensiv mehrschichtig auf: Mars an Spitze 12 bildet den gerade auf vielen Ebenen durchgekauten Mars-Neptun erneut ab (innere Heimatlosigkeit, Ego-Tabus, auch das Flüchtlings-Thema), wobei er die eigene Überzogenheit und Gewalt der kolonialisierenden, ängstlichen Visionen (vorn im Schützen) gern auch richtig beschönigt. Saturn am AC fordert aber gerade da, im Zeichen der Toleranz, eine harte Haltung, Maßstäbe und klare Strukturierungen für Jupiter. Der nun in 9 in Jungfrau am liebsten etwas kleinkariert weiter in fremden Angelegenheiten unterwegs ist.

Ein guter Freund des hoch aktiven Pluto im Steinbock (hier Quadrat MC-IC, sprich auch in Domizil-Fragen), der die Konflikte des Begegnungs-Quadranten chronisch ins Mundane trägt und dort geißelt. Die Fragen bleiben ja - fast versteinert inzwischen: Wie gehe ich mit dem Gegenüber eigentlich um? Was macht es mit mir? Wo drohe ich, meine Macht zu verlieren? Was bedroht mich? Was genau ist es denn, was mich innen oder außen so ohnmächtig fühlen und drum umso mächtiger handeln lässt? Wo sind die Täter? Wo die Opfer? Gibt es denn keine Retter hier, die sich uns vollständig als lange Arme versprochen haben? Wenn sie das nicht einlösen, gibt's aber Saures, nicht wahr, Frau Kanzlerin! Alles in allem ein sehr hübsches Opferungs-Szenario, das weiter nebelt, wo es nur kann. Da ist niemand unverführbar - was jeder an seinen Privat-Konflikten ab und zu überprüfen möge.

Die bellenden Hunde der Schuld

Diese Themen-Kreise sind ja im Großen und Kleinen nun bekannt, und man gewöhnt sich dennoch nicht. Anfällig für Überdeckungen, wie sie Fische psychologisch da vorschlagen, wo es schmerzhaft wird. Und das wird es sicher, mit Chiron nun bei den Lichtern, denn der Höhepunkt der geschlagenen Verwundungen ist mittlerweile ja erst fast erreicht. Der Ausweg der Schuld, Beschuldigungen und Schulden, die man anderen aufdrängt, ergibt sich gerade nur in all dem Wirrwarr noch leichter als sonst - statt der in Wahrheit so wichtigen Verantwortung. Die zu tragen, würde ja eine Weile völlig genügen, um wieder dahin zu kommen, woin Saturn will. An die Sache und ihre Herausforderungen. Sich in Schuld zu wälzen hat dagegen noch niemanden bei den beliebten Fische-Problemen des Nebelns und der Schwächungen und erdachten Demütigungen und Verschmutzungen wirklich weitergebracht. Weshalb nun Saturn am AC auch auf die Notwendigkeit hinweist, genau diese Verantwortung, die man hat, erst einmal festzumachen, und dann auch zu tragen.

Diese Eklipse in 3 deutet auch an, wie brisant die Lage immer noch ist - die bellenden Hunde eben jener Schuld sind los und schnappen zu. Wie es die Lichter mit Chiron im Haus des Selbstausdrucks, 3, anzeigen. Was dann gesellschaftlich und individuell so leicht über die Spiegelung der Fische nach Widder in jenen maßlosen Zorn umkippt, der sich im Empfinden eigener Schwäche dann haltlos über noch Schwächere ergießt. Ja, Fische können auch feige sein - da, wo man vor Wahrheiten darüber flieht, was dies Gerede um Schuld oder wahre Opfer da alles zudeckt:

FischDass es besser ist, die Fische-Botschaft im Ganzen zu schlucken, statt sie zu filetieren. Dass es da wirklich versteckt jemanden in mir gibt, der immer wieder dieselben Fehler macht. Dass ich das konfrontieren könnte, statt es wegzudrücken und damit Jungfrau-Perfektion vorzuspiegeln. Dass ein Opfer manchmal auch nur der bequemere Abzweig an einer wichtigen Kreuzung ist, den ich gedankenlos, aus Gewöhnung nehme. Statt aus dem Mitgefühl der Fische heraus, in der Identifikation meiner Fehler mit anderen Fehlern, einfach ruhig bei diesen anderen zu sein.

Dem Ruf der Spiegel-Neuronen zu folgen, die einen wissen lassen, dass alle eins sind. Weshalb es sich wieder lohnen würde, auch aktives Gestalten durch Mars für sich UND andere anzugehen. Gehe ich aber von Anfang an da schon in die Schwäche, wo sich Leere einfach subjektiv zu leer und depressiv anfühlt (um später Fülle zuzulassen), stelle ich die Weichen zu früh auf negativen Ausdruck des jeweiligen astrologischen Systems. Wir haben doch wirklich die Wahl der Brille. Nur kostet das manchmal eben viel zuviel Kraft.

Saturn Greenwich AC der Eklipse, noch einmal. Auch bei solch eher schwierigen Finsternissen, die zeigen, dass Dasein es "nun wissen will" (Saturn und Pluto vorn) und darum die sowieso schon schwierige Gangart verschärft. Was da so alles schief laufen kann, wenn Fische-Themen sich von der weniger hilfreichen Seite aus selbständig machen und mühelos auch "falsch" in Fluss kommen, zeigt ein Beispiel:

Ein destruktiver Fische-Kreislauf: 

  • 1. Fische: "Ich bin schlecht", wahlweise: "Die anderen sind schlecht" (Jungfrau mobbt Fische!). Man fühlt sich entweder schuldig (Täter) oder als Opfer = darf oder kann sich dann laut Rollen-Buch auch nicht mehr durchsetzen. 
  • 2. Widder: Heftige Wut auf diese böse Wiederholung alter Situationen entsteht - bei einem selbst oder anderen (Ärger wird stofflich im Feld 2 ab Fische).
  • 3. Stier: Man bellt meist kräftig, aber beißt nicht (nennt zwar Grenzen, ohne sie aber durchzusetzen, sie Ego-Verbot).
  • 4. Zwillinge: Man handelt irgendwann mit dem bitteren Schicksal, das einen in die übliche Leere stößt, "Lösungen" aus, die jedoch im Kopf steckenbleibe, weil sie von Anfang an sowieso Papiertiger sind.
  • 5. Krebs - Man fühlt sich in seiner Lebenskraft auf einmal kindlich schwach und fahndet nach Müttern, die einem das Problem bestenfalls abnehmen.
  • 6. Löwe: Alle Kreativität fließt in zähneknirschende Anpassung an (auch völlig unpassende) Lebensbedingungen oder man verhindert - andersherum - nötige Anpassungen durch seinen Stolz.

fisch eklipse

  • 7. Jungfrau: Man beneidet ab da oft das "geordnete Du", das gegenüber immer klarer und dem Anschein nach in seinem Leben funktionaler auftaucht und bei dem alles in jeder Hinsicht so viel besser läuft.
  • 8. Waage: Dessen scheinbar so unglaublich harmonische Außenwelt (sehr nützlich sind hier die Schöner-Leben-Katalog-Bilder aus sozialen Netzwerken) wird zum Konzept, auf das man sich zwanghaft fixieren kann. Wenn man denk-aggressiv genug ist, entwickelt man auch starke Feindbilder (derer, die es besser haben).  
  • 9. Skorpion: Es kann nun eine (dem Opfer-Status sehr förderliche) Anschauung aufkommen, dass man durch irgendwelche schicksalshafte Zwänge für schwächende Traumata gemacht ist und vielleicht einen kruden Sinn darin findet.
  • 10. Schütze: Heldenhafte Retter oder halbgöttliche Größen-Fantasien melden sich, um aus dem Problem doch noch ein akzeptables Ergebnis zu machen. Diese Pläne sind aber meist eine Nummer zu groß, um realistisch zu wirken.
  • 11. Steinbock: Man versucht als Gegenbewegung, Veränderungen knallhart zu verregeln, ins Dasein zu nageln oder die viele Arbeit am Selbst wenigstens irgendwie per Außenseiter-Standpunkt zu tolerieren.
  • 12. Wassermann: Kurz vor der mantrahaften Wiederholung durch erneuten Einlauf in die Fische und die Opfer-Rolle (deren Gründe sich nun vermehrt haben wie Kaninchen) verdrängt man die absolute Autonomie, die eine Option wäre. Denn sie entsteht nur dann, wenn man auch mal "närrische" Wege geht. Das tut man im Täter-Opfer-Universum aber nicht. 

Klare Erd-Sache als ein Ausweg

Den klaren Cut, der für eine wirklich Änderung nötig ist, schenkt ja Uranus zur Not lieber den Narren und Exzentrikern als den Vergrübelten, samt der Gabe, sich selbst radikal als rollenlos zu sehen. Dadurch entstünde aber erst der freie Raum, in dem sich die Leere der Fische auch beruhigend und hell entfalten könnte. Danach - ein neuer Ansatz. Aber wo die Weichen schon vorn unklug sich kreuzen, wird auch hinten nichts wirklich gut. Eine bessere Adresse zur stabileren Bewältigung des endlosen Schuld-Vergebungs-Schuld-Kreislaufs, wie er bei Mond-Pluto-Neptun häufig in Gang kommt (besonders in Beziehungen), ist Erde. Sie wird fruchtbarer, wenn man sie mit Wasser benetzt. Und Wasser bekommt Halt, Form und Wirklichkeit erst durch Erde. Auch astrologisch sind sie als Elemente befreundet. Deshalb bieten sich konstruktiv für alle Probleme der Fische oder des Neptunischen, die diese Eklipse anreißt (allfällige Auflösungen, Verluste, Depressionen, Fluchten, tiefe Traurigkeiten, Infektionen, Schwächungen) jetzt speziell bewusste Entscheidungen für Schritte in den Erd-Bereich als wunderbarer (und oft wunderbar einfacher) Ansatz an. Alles, was Ideen buchstäblich umsetzt, ist stark zu empfehlen, das, was Wurzeln und Struktur hat und mit "wirklichen" Sachen zu tun, nicht nur mit den überdimensionalen Ideen der Achse 3-9, da Jupiter von Saturn zur Zeit sowieso geerdet werden soll.  

Wenn du konfus, verwirrt, schläfrig, desillusioniert, schwach wirst, begreife die Dinge anders. Fass etwas an (Stier). Tue etwas Nützliches (Jungfrau). Müh dich an etwas ab (Steinbock). Der Erdkreislauf. 

MauerfischAndererseits ist es ja so: Auch wenn man die Bewohner der nassen Gegenden wie Krebs-, Skorpion- oder Fische-Betonte komplett trockenlegt, stranden sie in der Erstarrung (siehe Fisch in der Mauer rechts). Für genügend Bewässerung (Würde und Respekt des Gefühls) ist also unbedingt - neben praktischen Gesichtspunkten - zu sorgen. Jedenfalls so lange die Dauerbrenner aus Politik und Privatleben, die nun so häufig aufwallen, noch nicht ihre Ladung verloren haben und am Strand der Jungfrau wie Wellen ausgelaufen sind. Da man mit ihnen etwas wirklich Sinnvolles anzufangen wusste. Was auch keine Selbstverständlichkeit ist. 

Ein etwas konstruktiverer Fische-Kreislauf

  • 1. Fische: Nur wer zu seinem Chaos steht (auch eingesteht, was man selbst angerichtet, vergessen, verdrängt, verloren oder selbst verwirrt hat), kommt in die Position, ebenfalls den Schaden entweder verantwortlich selbst auszuhalten oder beheben zu können. Das schafft seelisch Stärke, statt einen emotional auszubluten - und entfernt einen vom Opfer (traurig sein kann man natürlich weiter!).
  • 2. Widder: Tut man etwas, was andere verletzt/schädigt oder wird man verletzt oder geschädigt, kann man ohne komplizierten Schuldkosmos und langes Abwägen ganz praktisch die Trümmer beiseite räumen (lassen) und sich ohne Verzug an eine aktive Neugestaltung eigenen oder fremden Daseins machen. 
  • 3. Stier: So entsteht ohne weitere Verdrängungen auch mehr Klarheit darüber, welche Funktion man den Grenzen in seinem Leben zubilligen will. Was man wozu braucht und was nicht. Wie man es verwenden möchte und wie nicht. 
  • 4. Zwillinge: Das Konstrukt des Schuld- oder Opfer-Gefühls als einer Kopfgeburt wird ursächlich immer offensichtlicher - es ist eine Fata Morgana.
  • 5. Krebs: Aus jedem zugelassenen Empfinden (auch "negativen" Gefühlen wie Ärger oder Scham) entsteht dann mehr und mehr ein vitaler Lebensimpuls, der plötzlich wieder glasklar spürbar wird.
  • 6. Löwe: Die Angst, fehlerhaft zu sein, endlich auf sich selbst zu beziehen und sich in seinen Defiziten auszuhalten, ist die beste Vorbeugung gegen Umstände, die einem sonst von hinten ins Knie schießen. 
  • Koi fisch7. Jungfrau: Die Beziehung zu anderen wird dann ehrlicher, wenn sie endlich nicht mehr auf Schuld und Sühne-Konstrukten oder demonstrierten, zeitlich aufwendigen Opfer-Täter-Spannungen aufgebaut ist.
  • 8. Waage: Wir binden uns stärker und tiefer an andere, denen wir begegnen, wenn wir uns in ihren uneingelösten "Schuldigkeiten" wiedererkennen können, sie uns unsere Unzulänglichkeiten spiegeln und wir gegenseitig das Kreisen im Drama-Dreieck nicht einfach gewohnheitsmäßig ignorieren. 
    Erst im gemeinsamen Erkennen der Menschlichkeit (sprich, der nicht vorhandenen, göttlichen Unfehlbarkeit) liegt der Kleber. Hier entwickelt sich ja immer wieder eine Nähe auf Augenhöhe, die man sich von wertvollen Beziehungen wünscht. 
  • 9. Skorpion: Man entdeckt, dass die Möglichkeit, schwarz und weiß zu sein, größer ist als das kleine, schuldige oder Opfer-Selbst - so entstehen paradoxerweise vollständigere, visionäre Selbst-Bilder, die Güte fördern und wählbar machen.
  • 10. Schütze: Wer sein Weltbild so auch auf das Unangenehme in sich vergrößern kann und seine positiven Visionen der leuchtenden Maßstäbe auf andere ausdehnt, erreicht im Ergebnis eine Erweiterung für alle. Sprich, auch für sich selbst.
  • 11. Steinbock: Nur wenn man Schuld fallen lässt, hat die Verantwortung mit allen Wiedergutmachungen für sich und andere freie Bahn.
  • 12. Wassermann: Wer dann bewusst auch noch den Uranus hebt und durch tatsächliche Änderung die alten Fesseln der "Verschuldung" (Skorpion) durchschneidet, hat den Schlüssel zur Freiheit und lernt mit anderen das Fliegen. In den Traum von der Ganzheit, der Verschmelzung, das altruistische Sein der Fische hinein. Die dann im Widder in den Verwirklichungs-Impuls überleiten... 

Für die schwierigen Zeiten zum Abschluss einer chronisch problematischen Phase, wie jetzt, bei der Eklipse, fängt die Wahrhaftigkeit sichtbar im und mit dem bewussten Einzelnen an. Die vielen Fische, die den Schwarm bilden, der dann das Miteinander prägt. Wir haben alle die Aufgabe, das, was wir unerlöst im 12. Haus, den Fischen oder Neptun-Aspekten mitbekommen haben, zu entzaubern und uns verfügbar zu machen. So nähert sich das Wertige in der Jungfrai in ihrer Nachhaltigkeit den Fischen mit ihren großartigen, funkelnden Erweiterungen ins Heilige hinein an. Dann wird das Große klein und das Kleine groß und es bricht vielleicht der Bann der seelischen Komplikationen überraschend ein. Besonders, wenn alles konfus und verwirrend ist, lohnt es sich deshalb, noch einmal der buddhistischen Lehrerin Pema Chödrön, Krebs mit Sonne-Venus-Pluto und Stier-Mond, zuzuhören: Sie hält Angst für eine natürliche Reaktion darauf, sich der Wahrheit zu nähern. Insofern wäre unsere Angst in schwierigen Zeiten wie eine hilfreiche Ampel. Näher ans Licht mit uns. Und sie schwört darauf, dass man das tägliche Klima am geschmeidigsten und einfachsten in sich selbst ändern kann, statt sich immer wieder erfolglos an den anderen und ihren "Schulden" abzuarbeiten. Denn:

"Du bist der Himmel - alles andere ist nur das Wetter!"

Dem ist wenig hinzuzufügen. Außer: Wir machen die Sonne und den Regen.

Bilder (bearbeitet): Pixabay

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Original-Artikel von www.astrologie-zeitung.de
Autorin: Susanne Riedel Plenio

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