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Loop! Astrologie-Zeitung

Der Mann, der die Erde entmachtete

Nikolaus Copernicus"In der Mitte von allen aber hat die Sonne ihren Sitz. Denn wer möchte sie in diesem herrlichen Tempel als Leuchte an einen anderen oder gar besseren Ort stellen als dorthin, von wo aus sie das Ganze zugleich beleuchten kann?" (Nikolaus Kopernikus).

Wie wird aus einem kleinen Jungen mit Mond-Jupiter-Konjunktion im Schützen in 4 eine Berühmtheit? Indem er, wie sein astrologischer Auftrag sagt, aus dem Empfinden über Grenzen geht und von der Sicherheit des Privaten aus weit über alle Tellerränder hinweg schaut. 

Nikolaus Kopernikus, der die Sonne sozusagen wieder an ihrem richtigen Platz im System aufhängte (mittig) und so das heliozentrische Weltbild gegen den erdgebundenen Wichtigkeits-Wahn der alten Weisen installierte, sah wohl wirklich weiter als andere. Tatsächlich spielte auch die Achse Sonne-Erde in seinem Horoskop astrologisch eine machtvolle Rolle. Als Fisch wurde er mit Sinn (Jupiter) für Rätsel und Schleier über dem Wirklichen groß, brauchte aber mit der 7. Haus-Sonne auch letztlich viel Feedback und brachte dann glasklares, neues Bewusstsein für Fakten (Erde in Jungfrau) in die Welt. Bei all der schützehaften Vision, die in ihm Kirchliches und beobachtbarer Schöpfungsmythos vereinte:

"Wer sollte nicht durch die stete Beobachtung und den sinnenden Umgang mit der von der göttlichen Weisheit geleiteten herrlichen Ordnung des Weltgebäudes zur Bewunderung des allwirkenden Baumeisters geführt werden?" (Nikolaus Kopernikus, Sonne-Jupiter im Schützen)

Heute feiert er seinen (543. julianischen) Geburtstag. Getreu seines Aszendenten, wie auch Erde in Jungfrau, arbeitet sich schon der Junge Nikolaus durch sein nicht einfaches Schicksal (Sonne-Pluto). Beim Neptun Quadrat zur Sonne (kann unter anderem als Verlust des Vaters übersetzt werden) stirbt wirklich erst sein Vater, dann offenbar auch die Mutter und er wird bei seinem Onkel groß. Bei der ausgeprägten Schütze-Betonung liegen natürlich Studien nah - und so zieht Kopernikus bald durch Italien und studiert unter anderem Medizin, Mathematik, Astronomie - aber auch - zum Schrecken heutiger Wissenschaftler, die das Stiefkind Astrologie bei ihren arrivierten Vorfahren gern auch unterschlagen - intensiv mit dem Astrologen Dominicus Novara (NZZ). In Rom steigt er aber auch schütze-gerecht zum Doktor des Kirchenrechts auf. Alles Jupiter - und mit Mond in der Konjunktion dazu auch tiefst empfundene, fast schwärmerische Herzens-Angelegenheit.

Vielleicht liegt es dann aber auch daran, dass er durchaus den Zauber des Astrologischen so nah war, dass er eben kein astrologische Werk veröffentlichte, sondern sogar im Hauptwerk seine Leser festnagelte: "Astronomie wird für Astronomen geschrieben". Da sprach der Jungfrau-AC. Fische-Sonne schwamm allerdings, das zeichnet sich im Radix deutlich ab, längst im Gewässer ganz anderer Deutungen, die leider nicht so ernstnehmbar waren vor den heiligen Urteilen des wissenschaftlichen Publikums - schon damals nicht. Langsam schieden sich auch astronomisch-astrologisch die Geister. Und dieser Kopernikus befand sich so nah am Atem dessen, was Worte nicht ausdrücken können (auch das Neptun in 3), dass er sich der Fallhöhe nach beiden Seiten bewusst war. 

Im Teich des drohenden Gesamt-Chaos aus Ahnen, Mutmaßen, Fühlen, Entgrenzen seiner Fische-Anlagen jedoch (außer Sonne prägt hier Merkur diese merkbare, rebellische Tiefe aus - an der Spitze des Wasser-Hauses 8) gab es für Kopernikus eine Menge zu tun. Er war ein Verwerter (zur Nutzung anderer), einerseits. Und andererseits auch ein Träumer, der dann begann, in einem bemerkenswerten Fluss zwischen esoterischem Gespür und exoterischem Wissen all die Dinge, die ihm fraglich schienen (und das sind im Jungfräulichen, das stets das Loch im Pflaster sucht, immer viele) wissenschaftlich auszudestillieren. Wie sie waren und nicht nur, wie sie zu sein schienen. Weil das Neptunische in ihm aber so stark war (Neptun tarnt sich allerdings oft in 3) lebte sich hinter dem ordentlichen Oberflächen-Lack bald ein rechtschaffener Geheimnis-Träger. Nikolaus ist Allrounder und als Arzt und Kirchen-Gesetzkundiger tätig, bleibt aber zuallererst jemand, den es sehnsüchtig zwischen Mysterien umtreibt. Uranus in 3 mit Wassermann in 6 ist fast ein Garant dafür, dass Himmlisches täglich seinen Ausdruck in einem solchen Menschen finden muss. Gern auch in seiner Arbeit. Kopernikus widmet sich den Sternen, ihrer Kartographie, und vor allem den rechnerischen Hintergründen mit aller Hingabe.

War die Erde denn nun wirklich in die Mitte des Himmels genagelt, wie Ptolemäus meinte? Ach was, sie bewegte sich doch! Das aber zu glauben oder es wirklich zu wissen, ist ein Unterschied. Selbst für jemanden mit Schütze-Fische stark. Was Sonne-Uranus (Trigon) und Sonne-Pluto (Opposition) nicht ruhen ließ.

"Am Abend des 9. März 1497 hat Nikolaus Kopernikus die Bedeckung des Sterns Aldebaran durch den Mond verfolgt. Diese Beobachtung ließ beim 24-jährigen Jura-Studenten erste Zweifel an der damaligen Lehrmeinung über die Vorgänge am Himmel aufkommen." (Deutschlandfunk)

Radix KopernikusDamals war Kopernikus gerade erst 24 Jahre alt geworden, Sonne lief in sein 8. Haus, Merkur stand auf seiner Venus in 8 und Pluto auf seinem Skorpion-Neptun. Die Entschleierung begann, zugunsten eines neuen Konzepts. An dem Tag bewegte sich Jupiter Richtung Great Attractor und Mars ans Galaktischen Zentrum, was bereits nah legte, dass hier eine Idee von kosmischer Ausdehnung ihren Anfang fand.

Mit Wassermann-Mars Quadrat Neptun kam dem jungen Forscher (Radix via ASTRO-WIKI/Astro-Databank, Rodden Rating AA) die Option zu Brüchen mit konventionellem Wissen natürlich vor. Nicht nur wegen einst fehlernder Logistik, die der Wissenschaft heute zur Verfügung steht, gestaltete sich die ganze Angelegenheit der Entdeckung neuer kosmologischer Fakten mühsam und langwierig. Auch die Volks- (oder besser Kollegen-Meinung) war ein Hinderungsgrund - man konnte sich in der aufkeimenden Arroganz des Wissens mit verrückten neuen Ansätzen, die ganze Universen aushebelten, leicht lächerlich machen. Aber wer denkt, dass ein Wassermann-Mars in 6 aufgibt, kennt dessen Rebellen-Potenzial nicht. Jungfrau-AC und der bohrende (manche sagen auch: verbohrte) Merkur Spitze 8, eine Black & Decker unter den Denkern, durch sein Zeichen Fische laufend von Ahnungen unterspült und ständig überprüft durch den Saturn im Quadrat, ließen nicht locker. 

"Zuerst müssen wir bemerken, dass die Welt kugelförmig ist, theils weil diese Form [...] die vollkommenste von allen ist, theils weil sie die geräumigste Form bildet, welche am meisten dazu geeignet ist, Alles zu enthalten und zu bewahren; oder auch weil alle in sich abgeschlossene Theile der Welt, ich meine die Sonne, den Mond und die Planeten, in dieser Form erscheinen..." (Nikolaus Kopernikus über die 'Kreisbewegungen der Weltkörper').

Wie für viele Menschen mit Jungfrau-Betonung war auch der größte Feind des Nikolaus Kopernikus seine Angst vor so vielem, was einem im Alltag unterlaufen könnte. Vor allem befürchtete er den beißenden Spott der Mit-Wissenschaftler, so dass er seinen späteren Bestseller heimlich und unveröffentlicht zu Lebzeiten verfasste. Hier steht wieder Neptun in 3 als Herr 7 der Publikationen Pate, der so gut verschleiern kann. Der nicht ganz unkomplizierte Titel lautete: Nicolai Copernici de hypothesibus motuum coelestium a se constitutis commentariolus (Nikolaus Kopernikus’ kleiner Kommentar über die Hypothesen der Bewegungen der Himmelskörper, die von ihm selbst aufgestellt wurden). Aka "Commentariolus". Typisch für Schütze-Fische allerdings die Breite, für die Zeichen, wo immer eher als in der Kürze in Länge und Entgrenzung die Würze liegt. 

KopernikusIn diesem versteckten Jahrtausend-Werk jedenfalls, das zwischen 1507 und 1514/15 entsteht, finden sich eben auch Früchte der schwierigen Transite jener Zeit: Begonnen beim Pluto Quadrat Sonne (beinah zwanghaft), läuft dann Uranus über Merkur und sorgt für die Einsichts-Blitze und Pluto ins Quadrat zum inneren Denker. Die Konflikte darin stehen nicht nur für die Scham des Nikolaus beim Herausgehoben-Sein durch eigene Erkenntnis, seine bedeutenden, klirrend anderen Analysen und wie neu er deswegen die Welt sah. Sondern hier werden eben auch weit über 1000 Jahre der Wissenschafts-Irrtümer aufgedeckt.

Kein Wunder, dass sich Kopernikus nicht gerade entspannt fühlte. Kurzerhand hatte der Mann aus Thorn in Polen dem Wesentlichen, astrologisch also der Sonne, ihre Sonder-Stellung zurückerobert. Leuchtend, in der Mitte kreisender Planeten. Später dann entdeckte er auch noch den Ansatz der Präzession, die sich aus der Schwankung der Erd-Achse ergibt. Ein Ergebnis des seltsamen Befunds, dass sich die Sonne merkwürdigerweise faktisch gar nicht mehr da befand, wo sie früher nach den Berechnungen im Jahreslauf gestanden hatte. Damit war er auch einer derjenigen, die Voraussetzungen für den "ausgleichenden" gregorianischen Kalender schaffte. Dessen Runderneuerung begab sich zu der Zeit, als die guten Astronomen noch Astrologen waren und Papst Gregor mit der Bulle „Inter gravissimas curas“ (In schwerwiegendster Sorge“) am 24.2.1582 einen scharfen Eingriff in die Zeit bestimmte. Bei Fische-Sonne, wie der von Kopernikus', mit dem Zweck, dass Unten und Oben endlich wieder übereinstimmten und keine Verwirrung mehr über den offenbar schwer verschobenen Oster-Termin herrscht. Denn Caesars julianischer Kalender war im Jahr leider 11 Minuten zu lang. Drum sollen nun in dem Jahr 10 Tage im Oktober einfach wegfallen.

Astrologischer Emporkömmling?

Die Väter der Revolution: Nikolaus Kopernikus (laut Martin Luther, der ihm eine Merkur-Neptun-Konjunktion ins Quadrat zur Sonne setzte und ihn gar nicht begriff, nur ein Narr und „astrologischer Emporkömmling“) und danach der „Magister der sieben Künste“ und Astrologe Erasmus Reinhold (RADIX, Astro-Wiki, mit seinem ebenfalls sehr messfreudigen Jungfrau-Aszendenten in Konjunktion zum aufsteigenden Zeichen Kopernikus'). Sie schufen schlussendlich die astronomische Basis für die Kalenderreform. In den Jahrzehnten der Umsetzung werkelten auch Wissenschaftler wie Kepler (ebenfalls mit einem merkurischen, nämlich Zwillinge-AC mit Neptun-Konjunktion, RADIX Astro-Databank gesegnet) mit daran. Um der Welt den Kopf wieder zurechtzurücken, sollte unter anderem auch die Frühlings-Tagundnachtgleiche nun immer am 21. März stattfinden. Danach wurden die Vollmonde zum guten Schluss auch wieder deckungsgleich mit ihren Prognosen. 

Chart ErasmusSkorpion Erasmus Reinhold war über 35 Jahre jünger als Kopernikus und (wie man sieht, links) ebenfalls ein Wassertyp mit einem ausgeprägten Selbst-Ausdruck (3) und einer 4. Haus-Betonung im Schützen. Ganz abgesehen vom gleichen akribischen Untersuchungs-AC wie Nikolaus. Das rebellische, neue Weltbild hatte Erasmus offenbar so "angefixt", dass er es unbedingt weiterentwickeln wollte.

Seine ebenfalls stark spürbare, vom Mythos getriebene, neptunische Seite zeigte sich in einem Quadrat zur Sonne, einem Hang zur Konfusion und Unstruktur, für die er nicht nur das 6. Prinzip im Chart kompensierend brauchte, sondern auch Kopernikus' Vorarbeiten. Vielleicht hatte darum auch die päpstliche Bulle, die Zeit ändern wollte, ihre große Stunde in den Fischen. Ihr neptunisches Wirrwarr führte auch zur zögerlichen Annahme des Gregorianischen Kalenders über Jahrhunderte. Das belegt die „schleichende“, weil letztlich ja zeitlose Wirkung des Fische-Herrschers. Als letztes Land stieg unter Mao erst 1949 auch China von „Mond-“ auf Sonnenzeit um. Ausgerechnet, als Neptun ins Quadrat zur Radixstellung von Gregors Bulle lief. Menschen wie Kopernikus, Kepler oder Erasmus Reinhold waren da lange schon in anderen Universen unterwegs und zu Gestalten in Geschichtsbüchern geworden. 

De Revolutionibus Orbium Coelestium ('Von den Umdrehungen der Himmelskörper' oder: 'Über die Umschwünge der himmlischen Kreise') hieß das Lebens-Bekenntnis des Nikolaus Kopernikus frei übersetzt, das er 1543 doch endlich als spätes Haupt-Werk veröffentlichte. Obwohl er so lange typisch jungfräulich befürchtelt und gezaudert hatte, während seine Ideen schon überall, bis hin zum Vatikan, Aufsehen erregten. Reif waren sie schon lange, aber: Das Geschriebene ist eben für jemanden mit Saturn in 10 Zwilling brisant, da mit Neptun in 3 gleichzeitig hoch problematisch - weil leider nie mehr richtig ausradierbar. Und: Was, wenn man sich täuscht? Was, wenn man falsches Geheimwissen kolportiert, was gar nicht ins Dasein soll? Vor allem, wenn man doch eigentlich selbst in den Elfenbeintürmen des Unsagbaren, nah beim Neptun, wohnt?

Unendlicher Schrecken für diese Stellungen. Nun jedoch brachte Kopernikus endlich doch noch auch die Präzession mit der Erdachse in Verbindung. Damals befindet sich der Pluto an seinem Wassermann-Mars-Chiron, der Wunde und Heilung, was wirkt, als detoniere eine Bombe. Und was die Ahnung des Schattens wirft, der Kopernikus, den genialen Denker, kurz danach einholen wird. Er fällt einem Schlaganfall zum Opfer. Einer, für den - wie für viele große Geister - der letzte Satz aus Märchen besonders stimmt: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. In dem, was sie geschaffen haben. Fragt Astrologen und Astronomen.

Bilder: Wikimedia Commons, Public Domain

Ein sehr interessanter Artikel über die Einordnung Kopernikus' zu Astronomie/Astrologie findet sich in der NZZ: Verunsicherter Sterndeuter

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Original-Artikel von www.astrologie-zeitung.de
Autorin: Susanne Riedel Plenio

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