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Loop! Astrologie-Zeitung

ESC 2015: Null ist nicht gleich Nichts

Eine bedeutungsschwangere Überschrift ist ja oft schon die halbe Miete, wenn man eine gewisse Aufmerksamkeit erzeugen möchte, zumindest solange Jupiter noch durch den Löwen stolziert. Denn an Tagen wie diesem fallen die knalligen Headlines nicht wirklich vom Himmel, Merkur steht retrograd in den Zwillingen, wie beim deutschen Beitrag zum ESC gibt es also viel Rauch um Nichts, obwohl die Konjunktion mit Mars gleichzeitig Dauerzündstoff zu bieten scheint, um dieses Nichts mit wichtigen Nichtigkeiten aufzufüllen. Man könnte also auch astro-logisch untersuchen, warum es immer mehr Billigflüge in Deutschland gibt oder auf einem Golfplatz in Missouri ein riesiges Erdloch entstanden ist oder was die seltsame Überschrift bedeuten könnte „mein Schiff Vier nimmt Kurs auf ihre Taufe…“. Das spiegelt heute Mittag in etwa die Nachrichtenlage wieder.

Dann vielleicht doch lieber ein Blick zurück auf den Eurovision Song Contest, denn der war zumindest astrologisch gesehen wieder eine Quelle der Freude. Nicht weil Ann Sophie nur „Zero Points“ für Deutschland erarbeitet und damit nach 50 Jahren wieder einen neuen Minus-Rekord aufgestellt hat, sondern weil der Sieger sich wieder genau an das kosmische Drehbuch hielt, wie schon in den beiden Jahren zuvor (siehe auch ESC 2015: Friedhof der Nuscheltiere ).

Meta´s Gnose dreht sich insofern hier um die Möglichkeit von Prognosen bei solchen und anderen Veranstaltungen. Und in diesem Zusammenhang soll eines nicht unerwähnt bleiben: ganz so einfach und simpel, wie es immer wieder gerne dargestellt wird, kann man Glück und Erfolg nicht astrologisch dingfest machen.

Aber bestimmte Irrtümer sind kaum auszuräumen, wenn man sich einmal in der astrologischen Szene genauer umsieht. Da gibt es jede Menge selbsternannter Propheten, die stur daran festhalten, dass man eigentlich nur erfolgreich unter freundlichen Transiten von Jupiter sein kann. Alles andere zählt nicht, kann getrost vernachlässigt werden. Dann kommt die Wirklichkeit und zeigt immer und immer wieder auf, dass man gerade unter einem Jupiter-Transit auch mal gerne Fünf-zu-Null verlieren kann, also auf eine andere Art reichlich beschenkt wird als Trainer oder Torwart eines Fussball- Vereins. Das wird dann aber nur als einmaliger Ausrutscher des Universums abgehakt, weiterhin ignoriert und die nächste Prognose stützt sich genau auf denselben Unsinn.

Deswegen muss man dankbar für solche Veranstaltungen wie den ESC sein, die in bester Kontinuität aufzeigen, welche Konstellationen und Verbindungen tatsächlich relevant sind, wenn es um große Erfolge geht. Aber eben auch, wie komplex das Ganze ist und warum Prognostik eine Königsdisziplin ist, an die man sich erst dann wagen sollte, wenn man wirklich verstanden hat, wie die kosmischen Uhren ticken.

Nämlich immer anders als beim letzten Mal. Und trotzdem im Prinzip völlig gleich…

Das ist jetzt eine andere Umschreibung von Null ist nicht gleich Nichts, vielleicht nur schemenhaft verständlich, aber wie soll man es denn sonst ausdrücken? Nehmen wir den Sieger des diesjährigen ESC als Beispiel.

Mans Zelmerlöw wurde am 13. Juni 1986 in Schweden geboren. Hat also eine Zwillingssonne, einen Löwe-Mond, eine Krebs-Venus und sein Saturn steht auf den Anfangsgraden des Schützen. Alleine das beinhaltet schon eine Grundinformation: Zelmerlöw badet in gewisser Weise ganz entspannt in den aktuellen Zeitgeist-Strömungen des Wochenendes, denn auch am Samstag, dem Tag der Entscheidung stand die Sonne in den Zwillingen, der Mond im Löwen, die Venus im Krebs und Saturn immer noch auf den Anfangsgraden des Schützen.

Das ist für sich genommen aber erst einmal nur eine Information über die Übereinstimmung seiner Anlagen mit bestimmten Teilen des aktuellen, kosmischen Hintergrundes. Man konnte also davon ausgehen, dass Mans sich einfach einen Tick wohler fühlen würde am Wochenende, als vielleicht jemand, dessen Sonne auf den Anfangsgraden des Schützen gerade von Saturn überlaufen wird.

Das ist auch schon alles, über den Ausgang des Wettbewerbs sagt das ansonsten überhaupt nichts aus. Was nun das Jupiter-Märchen vom großen Instant-Erfolg angeht – da lässt sich kaum etwas finden. Der aktuelle Jupiter steht in einem weiten Trigon zum Radix-Uranus (4° Abstand), der Radix-Jupiter bekommt allenfalls ein weites Trigon von Venus (4° Abstand). Ich bin mir ziemlich sicher, dass etliche der anderen Teilnehmer weitaus bessere und exaktere „Jupiter-Transite“ hatten als Mans Zelmerlöw. Wo sind dann aber die astrologischen Marker für seinen Erfolg?

Untersucht man die Gewinner der letzten beiden Jahre, wird man feststellen, dass ihre jeweiligen Auftritte innerhalb sehr schmaler, aber äußerst prägnanter  Zeitfenster stattfanden. Als Conchita Wurst 2014 gegen 21:58 h die Bühne betritt, wechselt zum einen gerade das MC von der Jungfrau ins Zeichen Waage, gleichzeitig steht der aktuelle Mond in genauer Konjunktion mit der Himmelsmitte. Überträgt man jetzt die Planetenstände von Frau Wurst auf diese Momentaufnahme, dann zeigt sich zum einen, dass ihr eigener Waage-Mond jetzt ebenfalls am MC steht, während zeitgleich ihr Radix-Mars am IC und ihr Radix-Jupiter am DC stehen (siehe auch ESC: Der Aufstieg des Phönix ).

Beim Auftritt der Siegerin von 2013, Emmelie de Forest, zeigt sich ein ähnliches Bild. Hier steht die aktuelle Venus exakt am IC, während die Radix-Venus von de Forest exakt am Deszendenten steht und ihr Jupiter die Himmelsmitte krönt (siehe auch ESC 2013: Live-Ticker und Analyse ).

Und dieses Jahr?

Während es in den beiden Jahren zuvor jeweils mehrere Planetenauslösungen über die mundanen Ereignis-Achsen gegeben hatte, gab es diesmal nur einen einzigen Zeitpunkt, der sich dadurch deutlich von allen anderen abhob. Um 22:00 Uhr MESZ steht in Wien Uranus am Ereignis-IC, das ist auch der einzige Planeten-Übergang über eine der Hauptachsen an diesem Abend während der Live-Auftritte der 27 Teilnehmer.

Der Auftritt von Schwedens Mans Zelmerlöw beginnt um 21:59 Uhr und endet gegen 22:03 Uhr. Zelmerlöw erwischt diesen einzigen Übergang also exakt. Zudem entspricht seine Bühnenshow dem abstrakten Prinzip des Wassermanns perfekt, die virtuellen Strichmännchen und seine Interaktion mit ihnen prägen sich mehr ein, als die Melodie des Liedes. Aber auch er ist wie gemacht für diesen Moment – sein Radix-Uranus stand da genau am Ereignis-AC, während seine Sonne gegenüber am DC strahlt. Zelmerlöw hat ja eine Sonne-Uranus Opposition im Radix und der engste, zulaufende Transit-Aspekt im Moment ist ein Trigon von Uranus zu Uranus (ca. 1° Abstand). Ansonsten prägen hauptsächlich kleine und mittlere Spannungsaspekte sein aktuelles Erleben innerhalb von  Zeit und Raum, nichts davon stimmt mit den oberflächlichen und falschen „Instant-Glücks-Aspekten“ der falschen Astro-Propheten überein.

Mit anderen Worten – es ist das Zusammenspiel vieler Faktoren, nicht nur die großen Bögen und Überschriften bestimmen den Verlauf dieses Ereignisses, sondern auch die kleinen Intervalle und Begebenheiten müssen sich einpassen, zusammen mit den Anlagen der Betroffenen. Dort wo alles zusammen kommt, dort wo Anlagen und Aktualität sich gegenseitig begünstigen und unterstützen, dort sind die Chancen auf eine glückliche Umsetzung und Fügung größer als anderswo. Unter welchem Signum das dann stattfindet, steht tatsächlich nur in den Sternen und kann sich entsprechend dem, was dort dann gerade stattfindet, eigentlich auf jeden Grundarchetyp beziehen. Also zB auch Pluto könnte unter entsprechenden Voraussetzungen ein "Glücksbringer" sein.

Eigentlich überflüssig zu erwähnen, dass all dies aber nur einen Aspekt des ganzen Bildes aufzeigt. Hätte Zelmerlöw grauslig falsch gesungen, seinen Text vergessen oder in der Interaktion mit den Strichmännchen haarsträubende Fehler gemacht, hätte ihm seine uranisch-luftige Prägung wohl auch nicht viel geholfen. Dann wäre womöglich der oder die Teilnehmer/-in zum Zuge gekommen, die von allen anderen am nähesten an solch eine Übereinstimmung herangekommen wäre. Vielleicht hätte der Sieger dann Norwegen, Belgien oder Australien geheißen, die ebenfalls ihre Auftritte um diesen uranischen Zeitpunkt herum hatten.

Wem dies alles schon zu „kompliziert“ erscheint, der sollte von Prognosen aller Art die Finger lassen. Denn das hier ist allenfalls nur ein oberflächlicher Entwurf, eine eindimensionale Skizze, die lediglich aufzeigen soll, dass die „üblichen Verdächtigen“, wenn es um Glück und Erfolg geht, nur einen Teil des gesamten Puzzles darstellen. Ohne den gesamten Rest mit einzubeziehen, wird man das Bild, das sich darin zeigen könnte, niemals erkennen.

Und eigentlich ist das auch gut so…

Titelbild: By Ailura (Own work) [CC BY-SA 3.0 at (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/at/deed.en)], via Wikimedia Commons

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Original-Artikel von www.astrologie-zeitung.de
Autor: Harald Lebherz

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