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Loop! Astrologie-Zeitung

Schokolade, Rosen und Ballett-Tänzer...

Frawley und wie er die Welt sah:

Wenn sich Geniales im Genialischen zeigt und eine astrologische Sonder-Begabung dann runden Geburtstag hat, würdigt man deren Einsichten, Erfindungen, Erkenntnisse vorsichtshalber oft erst mal halbherzig bis gar nicht. Weil sich häufig bei Konkurrenzen das beunruhigende Gefühl im Kollegen-Kreise einstellt, dass hier jemand andere, eigene Systeme aus den Angeln heben könnte oder will. Durch Geist, Mumm und Wanderungen in wirklich exzentrische Weiten der Planeten-Wirtschaft. Und das auch noch mit besten Ergebnissen in Prognose und Metagnose.

Großes Problem. Zumal bei einigen ja unter der Hand durchaus auch das schwarze Venus-Prinzip beliebt ist (mentale Gegnerschaft), wodurch manche talentierte Geister erst gar nicht richtig hochtauchen können. Nicht so John Frawley. Denn manchmal kommt es auch vor, dass eine Art Einhorn der Astrologie wie er sich einfach nicht ins Bockshorn jagen lässt von einer gewissen Häme (auch wenn er vor nicht allzu langer Zeit Saturn quer über sein Sonne-Pluto-Saturn-Quadrat ziehen hatte und nun der Pluto seinen AC besucht). Denn der Mann ist einfach ungeeignet für's Übersehen-Werden. Einer, der stets den Zentimeter weiter geht, sein Ding durchzieht, wie man früher gesagt hätte, als er noch ganz jung war und loslegte, die Sterne zu erforschen. Eine Stier-Sonne in 4 mit Fische-Mond und einem ganz ungewöhnlichen Doppel-Drachen im Radix. Der Alt-Meister unter den Neu-Meistern klassischer Astrologie. Der sich nicht zu schade ist, sich sogar mit Fussball begeistert, akribisch, tief, weit, anders, fast manisch forschend in Sachen Wettkampf zu beschäftigen. Er findet alles in allem wieder, und meist stimmt es auch.

Zum Beispiel haben Schokolade, Rosen und Ballett-Tänzer etwas gemeinsam, weil sie alle von Venus beherrscht werden. Das war ein anderes Modell des Kosmos als das, was mir in der Schule beigebracht wurde. Dieses Modell in all seinen Verzweigungen und Beziehungen zu erforschen, treibt mich bis heute an." (John Frawley, Loop! Interview 2012)

Mit den vielen Analogien der Astrologie jongliert er, dieser John Frawley, der seit diesem Wochenende 60 Jahre alt ist. Grund genug, nicht nur seine treffsichere Stunden- oder Sportastrologie zu feiern, sondern auch sein Charisma und die anderen Gaben seiner Renaissance der Genauigkeit. Er ist einer, der auch mit dem Element arbeitet, bei dem alles, auch Astrologie beginnt. Dem Raum, in dem sich Zeit ausdrückt. Heiliger Stoff. Erde. Der Anfang und sein Ende. Denn: Ohne Körper kein Leben. Ohne Leben keine Erkenntnis. 

John Frawley macht die typische Karriere dessen, der ein bisschen anders tickt als andere - unter vielen anderen, die anders ticken und von daher auch empfindlich sind. Wie alle, die in und mit den Bereichen des Lebens abseits vom Mainstream arbeiten. Herr 1 Saturn von 9 nach 10 (also am MC) im Skorpion ist ein großer Freund von Strukturen, Systemen, Regeln, aber er akzeptiert die fremde Regel eben selbst nicht von vornherein. Er prüft sie und produziert dann möglichst eine neue, andere, die klarer, schärfer, härter Bestand hat zwischen Vorstellung und Realitäten. Aber immer fußt auf Traditionen. Eine solche Konstellation der Bedeutsamkeit wie in seinem Geburtsbild kann hart sein und setzt umgekehrt auch einen Menschen gern in eine Welt voller Richter über das eigene Können, mit deren Urteilen er sich dann beschäftigen muss. Aber sie macht natürlich auch maßstäblich (man sieht, erlebt und fürchtet da draußen gleichermaßen die Urteile des Saturn von seiner Himmelsmitte). Vielleicht ist einer mit einem solchen Horoskop auch allergisch gegen der Inflation des Walle-Walle und der Licht-Liebe-Engel-Fraktion - wie überall, so auch in der Astrologie.

Deshalb möglicherweise (oder, weil es ihm so zugedacht war) wurde John Frawley zum Praktiker, der weltweit lehrt und sich doch ab und zu mit Geradlinigkeit und Bestehen auf genaueres Hinsehen, als es gerade modern ist, ganz gern auch unbeliebt macht. Trotz all der veröffentlichten Entdeckungen eines intuitiven Generations-Jupiter-Uranus (einem zweischneidigen Schwert, das hier kommuniziert wird) schießen von der anderen Seite doch immer wieder Neptuns Forderungen ein: Möge kein Ego aufkommen, auch wenn du noch so Recht hast. Und bist du nicht willig, dann gebrauche ich eben das Radiergummi des Lebens. Wischtechnik des Fische-Herrn in Waage nah Spitze 9. Da lernt man in Bildern und Empfindungen. Und man verliert auch - in Bildern und Empfindungen.

Dazu kommt bei Frawley der Löwe-Pluto (die Konzeptbox der oder für die anderen, in 7), womit man Vorstellungen, Systeme ins Leben gibt und zurück empfängt. Die wirkt magnetisch, aber auch intensiv und kontrollierend, falls man extremistisch oder etwa dogmatisch oder für den Geschmack anderer zu bestimmend in der Individualität oder über Individualitäten wird. Auch wenn man frische, verändernde Methoden und vor allem eine noch mal stark erweiternde Welt-Sicht aus Altem destilliert. John Frawley ist ja nicht windschnittig. Er setzt Gegentrends, und solche Menschen "schluckt" man nicht so leicht.

Unter anderem durch ihn wurde nach Ausweitungen und Psychologisierungen im Astrologischen der Sinn für's Detail, für die Grund-Strukturen, für Regeln wiedergeboren. Das ist ein großer Verdienst. Nicht umsonst hat Frawley (rechts, Daten via Astro-Databank) die private 4. Haus-Sonne, die gerade da auch schon ihr Süppchen kocht, wo Jupiter mit Uranus (der eine Herr 12, Felder-Spitze am GZ, der andere Mit-Herr 1) den Kosmos astrologisch täglich neu-gierig und anders in allen Facetten begreifen will. Er ist ja einer, der hinsieht. Schöpfer der "Real Astrology", die mit "wahrer Astrologie" eigentlich unglücklich übersetzt ist, da eigentlich wohl eher die "wirkliche" gemeint ist - im Sinne von: der Wirklichkeit angemessen, mit der Wirklichkeit arbeitend.

Denn mit der Realität sollte eine astrologische Aussage wie die klaren Worte Frawleys schon übereinstimmen. Und nicht umgekehrt Dasein erst passend gemacht werden müssen zur Astrologie. Worauf sonst manchmal ein Gemischtwaren-Laden entsteht. Trotz der "mächtigen" Ausstrahlung seines Sonne-Pluto-Quadrats, das in Macht und Ohnmacht-Themen tanzt, hat John Frawley neben seiner Erd-Betonung auch die Zwillinge-Fähigkeit, schnell und flexibel Meinungen von Haltungen von unfreundlichen Interpretationen zu unterscheiden. Er ist astrologisch beileibe keiner, der sein Licht unter den Scheffel stellen müsste. Das ist einfach nicht in seinem Chart enthalten, anders als der Protest, das Protestieren, mit dem er aufwächst, sobald man ihn ansticht, mit diesem 7. Haus. 

Den Fische-Mond an ihm, in ihm, werden nur wenige direkt sehen, aber man spürt das Lunare, die Fantasie, die Bilder durch und durch, das Wehen, das Wahrhaftige, das nicht ausgedrückt werden kann, aber fließt. In der Weisheit seiner manchmal respektlosen, aber immer klugen Werke, durch die sich ein Strom ungreifbaren, hyper-sensiblen Empfindens zieht. Wie so viele aber, die in den Wissenschaften, Halb-Wissenschaften oder ihren Abkömmlingen dann am Ende ihre Disziplinen wirklich weiterbringen, musste dieser Astrologe Frawley (ähnlich übrigens wie Wolfgang Döbereiner) irgendwann "laut" Profil gewinnen. Er mag keinen Talmi. Kein Getöne ohne Basis. Die Stundenastrologie betreibt und erfindet John Frawley auf Fix-Zeichen-Weise, mit Biss und einem gewissen Starrsinn, neu (was angesichts manchmal schäumender Resonanz von Widerspruch auch ganz sinnvoll ist). Manche finden ihn deshalb arrogant, was den Vorteil hat, sich nicht ernsthaft mit dem, was er da so leichthändig und tiefgängig tut, auseinandersetzen zu müssen. Aber wie man ihn kritisieren kann, kann auch Frawley selbst Akkuratheit fordern, die sich leicht vermissen lässt.

Die Fähigkeit zur genauen Vorhersage wird also nicht nur durch die Defizite in unserem astrologischen Wissen begrenzt, sondern auch durch unser begrenztes Wissen über das Leben selbst. Das Horoskop mag klar zeigen, dass dieser Kerl von einem Löwen gefressen werden wird. Aber wenn er uns nicht gesagt hat, dass er als Löwenbändiger arbeitet, wird es sehr schwer für uns das vorherzusagen. (John Frawley, Loop! Interview 2012)

Wer Bücher wie sein Arbeitsbuch zur "Wahren Astrologie" gelesen hat und die Methodik prüft, hat vermutlich endlich einiges verstanden, was da zwischen Morgen- und Abendland und den Auf- und Untergängen der astrologischen Forschung, zwischen Wasserkopf und Zwangs-Positivismus, alles mit der Zeit unterging an Methodik, Genauigkeit und vor allem astrologischer Differenzierung. Jede Kultur hat ja ihre Anpassungs-Mechanismen, durch die unter anderem viele Astrologen als Teil der immer breiteren bombastischen Esoterik-Szene mit ihrem manchmal fadenscheinigen spirituellen Spiritismus durch Übernahme von deren Mechanismen oder Angleichung von Angeboten überleben mussten. Mit derartigen Prozessen hat Frawley offenbar wenig am Hut. Was Fix-Zeichen am meisten beeindruckt und beeinflußt, mental, seelisch oder körperlich in die Knie zu gehen, sind eher die ganz großen Existenz-Probleme. Von daher neigen AC-Herr im Skorpion und Sonne im Stier nicht (wie Luft oder Feuer manchmal) dazu, korrumpierbar von Gegenwart und ihren Beliebtheits-Forderungen zu sein. So lebt Frawley in Warschau, im Kreise seiner Familie und Tiere, bereist ansonsten den Globus, lernend und lehrend (der Jupiter!) und macht das, was er immer gemacht hat und von dessen Wirksamkeit und unendlicher Überraschung er überzeugt ist: Astrologie. Sollen die anderen sagen und tun, was sie wollen. 

Falls Sie sich jemals fragen, wie reich die Muster des Lebens wirklich sind, dann lassen sie sich als Stundenastrologe nieder! Wann immer ich denke, dass ich absolut alles gehört habe, kann ich sicher sein, dass etwas noch Bizarreres genau um die Ecke auf mich wartet." (John Frawley, Die wahre Stundenastrologie, arte poetica)

Erde ist sich durchaus der unendlichen Relationen bewusst, deren Voraussetzung sie ist (Stier vor den Zwillingen). Aber sie besteht auch oft auf Anwendbarkeit, ohne die ein System spannend sein kann, aber reine Spielerei bleibt. So liest es sich auch manchmal bei John Frawley. Das da hat er gefunden. Das andere verworfen. Nehmt's oder geht. Er nimmt es keinem übel, aber geht selbst gerade weiter. Angezeigt durch ein Horoskop, in dem sich die Talent-Aspekte geradezu jagen, die nicht nur stofflich sind. So sitzt der Neptun als Herr des Talent-Hauses 2 kurz hinter Spitze 9 und macht ihn zu einem Glaubenden, einem Tellerrand-Reisenden, der auch über die Grenze ins Diffuse springt, um es auszudrücken (Venus zieht Haus 9 nach 3). Da findet sich aber auch das elegante Kolonialisieren von demokratischer Meinung eines Schelms, der mit der Anschauung Skateboard fährt und in der Astrologie findet, was durchwirkt und begreifbare Wirkungen zeigt. Ein Hoffender mit diesem massiven Jupiter-Uranus-Neptun, Liebender und vor allem auch Denkender. Man lese nur diesen amüsanten, geschmeidigen Frawley (nicht umsonst mit Zwillinge-Mars, ein Schreibender und Redner!), der sich gern auf William Lilly bezieht, den wahren Vater der britischen Astrologie und berühmten Stunden-Astrologen. 

Zwischen beiden ist aber mehr - denn wenn man ihre beiden Radix-Bilder übereinander legt (rechts), ist man spontan geneigt, an Reinkarnation zu glauben. Zumindest aber an eine Seelen-Geschwisterschaft, die erstaunlich viele beeindruckende Übereinstimmungen zeigt. Beide Monde sitzen jeweils sehr nah am Aszendenten des anderen, die Saturne stehen in Konjunktion, ebenso wie die Sonnen und Knoten in den gleichen Zeichen. Neben einer sehr genauen Pluto-Venus-Konjunktion synastrisch gibt es weitere Achs-Bezüge der starken Verbindlichkeit:

IC-Mars, Mars-DC, Sonne-Venus/IC, Saturn-MC, alles relativ eng. Beide Astrologen haben dazu den Herrn 1 an einer Achse, Herrn 10 und Jupiter in 7 (die Popularität) und mit Merkur-Mars (Konjunktion/Trigon) den Sarkasmus- oder Zynismus-Aspekt im Boot. Das kann man Zufall nennen oder bezeichnend finden - diese Ähnlichkeiten haben jedenfalls eine große Attraktion für Frawley und parallele Zugänge hervorgebracht. Worin sich wiederum das Prinzip der Astrologie spiegelt, wo der eine den anderen ablöst. John Frawley den so berühmten Bruder, der damals auch mit den leuchtenden Sternen und Wirklichkeiten zauberte. Wer wirklich etwas lernen will astrologisch, sollte sich einige Stunden in diese andere, scharfe, deutliche Welt der Astrologie, ein Mosaik feinster kosmischer Klugheitm begeben und selbst überprüfen, was es von diesen beiden Magiern des Wirklichkeits-Wissens zu lernen gibt.

Für jemanden, der eine Astrologie sucht, die Dasein in schwammige und von daher kaum widerlegbare Thesen presst und so nicht nur Konstrukte, sondern auch ein zerbrechliches, anschlagbares Selbstbewusstsein entwickelt, sind sie beide sicher nichts. Wer aber über das moderne Blabla des Mutmaßens hinaus zuhören kann und Menschen sucht, die etwas zu sagen haben, kann ein Lehrer wie John Frawley Gold wert sein. In diesem Sinne: Noch viele glückliche Geburtstage und noch mehr Weisheit! Möge es nützen, gegen den Strom zu schwimmen, und begeistern und all das erweitern, was alles noch hinter den verschlossenen Türen des Unverständnisses wohnt. 

Bilder (bearbeitet): Malinka365 (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)] + Hubble Nasa, both via Wikimedia Commons

LOOP! bei Astrodienst
Original-Artikel von www.astrologie-zeitung.de
Autorin: Susanne Riedel Plenio

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