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Loop! Astrologie-Zeitung

Unter Wasser: Der Weg der Mutter

Bobbi Kristina Brown im Koma:

Diese Tragödie ist eine von vielen, wie sie all die Rätsel in Familien-Systemen hervorbringen, die in ihrem unsichtbaren Netz von Verbindungen des Schicksals mit dem 12. astrologischen Prinzip im Bewusstsein auftauchen. Vielleicht erinnert sie darum auch so fatal an Peaches Geldof, die nach Jahren des Kampfs um ein Selbst ihrer toten Mutter folgte. Als Whitney Houston, heute vor drei Jahren mit dem Gesicht nach unten in der Badewanne gefunden wurde, stand Neptun auf 0° Fische in ihrem 12. Haus und beleuchtete das Lebens-Ende einer begabten und verlorenen Träumerin. Nach Drogen, nach Konfusion über ihren Wert und ihre Rolle hinter den Masken, nach extrem schwierigen und gewalttätigen Beziehungen. Und es ist gespenstisch:

Ihre Tochter Krissi (Bobbi Kristina), junge Fische-Frau, wird ebenfalls Ende Januar mit dem Gesicht nach unten in einer Badewanne gefunden, vormittags, als Neptun, ihr Sonnen-Herr (der auch den rückläufigen Merkur beherrscht) nur noch anderthalb Grad von Mutters AC entfernt steht. Diesem Faustpfand einer langen Suche und der Vererbung der nie ganz zerbrechlichen und am Ende dann doch so gebrochenen Löwin, gestorben an Querelen des Herzens und ihrer Sehn-Sucht nach Erfüllung, die für Neptunier so verführerisch wie unendlich bitter sein kann. Als ambivalente Über-Mama, die ihr Kind doch nie vor einer Nachfolge im Negativen schützen konnte. 

Nicht jedenfalls, bevor diese Tochter, Bobbi, aus der wahnwitzigen Hass-Liebe in der Ehe mit Bobby Brown (RADIX Astro-Databank) selbst offenbar richtig strauchelt und fällt und den Gang durch die Gewässer des Unbewussten antritt. Bei Transit von Neptun (ihr Herr 8!) auf dem MC, das ausgerechnet über dem AC der Mutter lag. Ein Überlauf, den sie bestenfalls halbtot übersteht. In den letzten Tagen war immer wieder auch von Abschalten der "Maschinen" die Rede, was die Familie, die zerstrittenen Sippen der Houstons und Browns, dann aber eilig wie einig dementierte. 

Making dreams become reality steht jedenfalls immer noch als Slogan unter Twitter-Krissis Profil (rechts). Die Frage ist beim 12. Prinzip des Zodiak nur, ob es dann eher die schönen oder nicht doch die schlimmen Träume sind, die in Familien so oft weitergehen, als endlose Geschichte, wenn keiner auf die empfänglichen, empfindlichen Kids aufpasst. Da, wo niemand die Ketten, die Bänder und Fesseln des Plutonischen von Generation zu Generation unterbricht. Denn Skorpion folgt nun mal von der einen Seite auf Fische im Wasser-Kreislauf und geht ihnen von der anderen voraus. In solchen Netzen ist alles voller Gefahren, Lecks und Überschwemmungen und immer drohen Durchbrüche.

Es war verwickelt, das Leben der Bobbi Kristina Brown, schon in den Jahren mit Whitney, Mutter und Tochter, zusammen betäubt, gestillt, gesucht, gesehnt. Da, an den vielen Orten des Versprechens, wo fadenscheinige, aber schnelle Befriedigung winkt, von wo das Mädchen bis heute nicht zurückgekommen ist, aus den Nebeln. Aus Illusionen. Schon stricken die Medien Mythen ums Überleben: Es sollen keine Drogen im Spiel gewesen sein (astrologisch natürlich - was sonst beschreibt Neptun als auch stoffliche Suche?). Doch, da gab es Narkosen, sagen andere. Es soll keine Hinweise auf Fremdeinwirkungen gegeben haben, doch, es gab sie, die Verletzungen im Gesicht. Es existierte auch einen Ehemann Bobbis, der dann wieder keiner war, der Nenn-Bruder, Nick, geboren 1990 mit Neptun jetzt unter Pluto. Alles und nichts, wieder einmal, wie jedes Dasein, jeder Tod, wenn die Wasserzeichen mitspielen. Eine Verstrickung und Verwundung, ein Kleben in Sümpfen, unendlich neptunisch konfus.

Gerüchte, Wispern, Spekulatives - auch jetzt, in Lebensgefahr. Dass Bobbi Kristina durch und durch Fisch war, vermittelte sich schnell. Ungreifbar in der Anmutung, flüchtig wie ein Traumbild oder ein Zerrspiel. Wenn auch bestimmend, als Projektion der Mama. Wie sie früher die Fläche für deren Projektionen gewesen sein mag. Eine Sonne in 10 im Trigon zum Mond (links via Astro-Databank, Rodden Rating AA) brachte Krissi auch mit, introvertiert eigentlich, trotz all der Darstellung am MC, dieses Wunschs, bedeutsam und eine Macherin zu sein. Der sehr späte AC Zwillinge hatte aber einen Herrn Merkur rückläufig, das spürte man, wenn sie einmal auffiel, neben der Mama. Oder danach. Das Chaos feierte die Tochter aus einer leidenschaftlichen, sehr verletzenden, "toxischen" Beziehung eines Mond-Pluto Jungfrau-Vaters und einer Mond-Jupiter-Widder Mutter (auch das Gift der Verstrickung ist in Neptuns und Krebs-Monds Sehnen nach Auflösung ja immer schon stark enthalten). Sie schien selbst auch emotional so demonstrativ und agitierbar (Mond im eigenen Zeichen wirkt immens dominant) wie ihre Mutter, der Star, die Göttin für Bobbi, es war.

In den Monaten vor Krissis Unfall, Unglück, dem Drama, von dem man nicht weiß, was es denn genau war, wer "schuldig" ist oder nicht, liefen Pluto und Uranus extrem angespannt über Jupiter als Herrn von Bobbi Kristinas 7. Hauses. Der gesamte Beziehungsbereich muss da schon immer wieder stark ins Wanken gekommen sein und sich immens verändert haben. Der Partner kann in solchen Zeiten manchmal nicht mehr wiederzuerkennen sein. Das stürzt einen zerbrechlichen Krebs-Mond dann unter Umständen regelrecht in Verzweiflung, weil mit dem Jupiter (Krebs spiegelt sich ohnehin in den Schützen als großen Bruder) das Licht des Empfindens dahinzuschwinden scheint. Rund um den Tod der Mutter und danach hatte die Tochter ja schon Pluto-Mars gehabt, die Opposition, ebenfalls einen Beziehungs-Aspekt.

Hier brutal, zwischen den beiden Göttern des Zorns, was sich unerträglich schmerzhaft anfühlen kann, weil es von Erde nach Wasser massiv die Vorstellung des Erträglichen sprengt. Danach fühlt man sich oft wie eine Hülle. Aber auch ohne diese Schwankungen kam Krissi in ihrer emotionalen Plakativität wohl schon ebenso nach Whitney, eher als nach dem Vater, einem Wassermann, und war mit diesem hell-dunklen, intensiven Mond in Opposition zum Neptun-Uranus Spitze 8, der Schicksal tragen muss, vom mütterlichen Prinzip ja in der Anlage gleichermaßen besetzt wie verlassen. Nach dem echten Verlust brach sie damals dann - nach vermutlich zerreißenden Jahren zwischen Zuwendung und Abgrenzung - untröstlich zusammen.

Der Krebs-Mond braucht sowieso lange, um sich von der Mutter, den Müttern, freizumachen, die er überall wittert und aufspürt und die sein Empfinden so sehr sensibilisieren, dass sie stärker als er selbst die eigenen Emotionen überlagern. Den Gefühlen trauen zu lernen, die sich auf einen selbst beziehen, das fällt diesem Mond der Monde drum auch häufig richtig schwer. Er dockt wie ein Radar an allem an, was an Empfindungen frei im Raum flottiert und muss die Zugehörigkeiten erst ausdifferenzieren. Darum sind Krebs-Monde auch oft so eng an ihre Mütter gebunden, deren innere Bewegung sie - stärker als andere - meist als erste wahr- und übernehmen - zumal im Mond-Neptun-Kokon, dem Aspekt der gleichgeschlechtlichen Konkurrenz, bei dem sich die Töchter zunächst fast immer der Mutter unterwerfen, um nicht weggetreten zu werden.

Oder, wenn die Liebe groß ist, anders aus dem System zu fallen, das selten zwei so gleichartige Anlagen toleriert, wie sie unter diesen Voraussetzungen vielfach vorliegen. Denn das zeigt ein Mond-Neptun an, den Whitney Houston auch indirekt hatte - über den Herrn 4 mit Herrn 12, Merkur mit Uranus, und dann direkter weitervererbte. Krissi sollte es lösen. 

My mom the star

Bobbi Kristinas erste Nachrichten in den sozialen Netzwerken klingen denn auch seinerzeit noch wie der missglückte Versuch einer Selbstfindung. Wie ihr Aufwachsen gewesen sein muss, in der Schere dieser leidenden, leidenschaftlichen Eltern (Loop! Artikel), will man sich gar nicht zu detailliert vorstellen. Der erste Tweet jedenfalls von 2010, vor dem Bruch, als es die Mama noch gab, ist rührend ungelenk. "My name is Bobbi Kristina, my mom Whitney Houston the star xoxo". Da war sie erst 17, nackt und bloß in dieser Öffentlichkeit, mit einem Herrn 7 Jupiter als Reserve in 5, der ihr durch Aufmerksamkeit und Publikum irgendwann selbst Kraft zur Verfügung stellen soll und wird. Seht mich an, noch ahne ich nicht, dass ich mehr bin als Verlängerung meiner Mutter. 

Eine der letzten Botschaften dann vor dem Unglück jetzt ein Retweet - eine Kopie von einem der oberflächlichen Astrologie-Trends, der im Nachhinein wie eine gespenstische Vorhersage klingt (rechts): 

Fische haben es schwer zur Zeit, die Wirklichkeit zu akzeptieren. Einmal realisiert, trifft es sie wie ein Faustschlag. 

Wie wahr. Der Weg der Mutter ist eben manchmal auch ein Sog, vor allem, wenn sich Jahrestage nähern. Man muss das gar nicht klar haben, bewusst, als Neptunier. Die Tiefe formiert sich einfach, konstelliert sich um die Wehmut des gegenwärtigen Lebens. Einen Tag danach lag Krissi schon im künstlichen Koma. Zu lange unter Wasser, in Verdrängung, in Betäubung dessen gewesen, was der schwierige, einsame Fluss ihres Daseins war. Mit der Sehnsucht nach dem Aufgehobensein des Krebses und nach den ewigen Räumen des Neptun, allein im Turm der Bilder. Nun, heißt es, seien nur noch wenige Hirn-Bewegungen feststellbar.

Whitneys wegen hatte sich Bobbi Kristina auf Twitter "daughter of Queen WH, LAST of a dying breed", genannt. Auch das fast prophetisch. Oder vielleicht auch nur eine Antwort eines realistischen kleinen Mädchens auf den Mythos, den seine Mutter als Bewohnerin des 5. Prinzips so gut darstellte. Glanz. Während die Zeitungen lange vor diesem Jahr, vor dem Drama von Bobbi Kristina, titelten, dass sie ihrer Mutter doch bereits folge - in Sachen Sucht und Gewalt, versuchte sie sich noch in Autonomie. Einen eigenen Raum schaffen, wo doch Herr 1 Merkur rückwärts durch die Fische geht. Sich verliert, in Leere oder Schein-Reichen des Unfassbaren. Ein junger Dr. Kimble, immer auf der Flucht vor den Wahrheiten und der Suche nach den Narkosen. Wenn keiner da ist, der dieser empfindsamen, einsamen Vorstellung, dem Denk-Fühlen, den Parallel-Leben, anders Nahrung gibt, Seelen-Nahrung. Wenn kein Vor-Bild das Nach-Bild auffängt, das von einer hilflosen, aufgelösten Mama bleibt.

Kam all das, was dann kam, durch die Liebe? Das Wasser? Das Unglück? Am 29. Januar, als Venus auf MC zuläuft, schreibt Bobbi Kristina: "Littlelady & growing young man miss you mommy... SO much".

Gemeint ist mit dem "kleinen Mann" ihr Nenn-Bruder, dieser Nick, der Junge, an den Krissi sich eng bindet, nachdem Whitney tot ist. Ihr angeblicher Ehemann. Einer, der alles mitbekam, einer, der mit ihr aufwuchs. Einer, der Stabilität verspricht, jener "Bruder", den sie aufgenommen haben, als er 12 war, einfach so, ohne Adoption. Eine Weile war die Rede davon, dass sie Geschwister wären. Krissi dementiert. Im Januar 2014 wollen sie dann sogar geheiratet haben, was Bobby Brown, der Dad, jetzt erst ebenfalls dementiert, als seine Tochter schon im Koma liegt. Vorher war es vielleicht unwichtig, vielleicht ungewollt, vielleicht auch völlig egal. Vielleicht kein Raum, vielleicht keine Zeit. Vielleicht Fische.

Diese Welt, in der Bobbi Kristina Brown aufgewachsen ist, ist offenbar voller Spiegel, Illusionen, Schatten und scheinbarer Wirklichkeiten. Voll von Übersehen- und Gesehen-Werden gleichermaßen. Eine gefährliche Mischung für eine wie sie, die so sensibel ist, eine Hochleistungs-Fühlerin. Eine "Highly Sensitive Person". Wie sie keinen Erklärungen unterliegen, nur schwimmen, wie sie jetzt um ihr Leben kämpft, seit fast zwei Wochen nun schon, wenig beachtet zuerst. Nun aber bebetet, in Nacht-Sessions, vom Publikum, Fremden. Allein in sich, im Krankenhaus, auf den Fluren die streitenden Familienzweige.

Sieht man sich Bobbi Kristinas Synastrie mit der Mutter an, fällt sofort auf, woher die Leerstelle nach deren Tod auch noch kommt; Da ist die enge, doppelte Konjunktion von Sonne-Chiron und Chiron-Sonne, die beide geradezu aneinander schweißte. Fällt das weg, nach diesem Tod, bleibt fast immer ein unendliches Loch, eine neptunische Verzweiflung und hohler Schmerz, wie man ihn sich kaum vorstellen kann, wenn man so etwas nicht erlebt hat. Da waren zwei Menschenkinder, die - Mutter und Tochter oder nicht - die Wunde des anderen immer massiv spüren konnten. Die einen unmittelbaren Zugang zueinander hatten - wie bei Sonne- oder Mond-Chiron miteinander üblich.

Diese Konstellation in der Synastrie reißt fast immer Mauern ein, genau die Jalousien, die man sonst - in den zivilisierteren Zusammenhängen der Imagepflege und der zahmen, zusammengerissenen Öffentlichkeit - gern hochgezogen lassen würde. Durch diese Kontakte, die füreinander offen machen, weil sie an etwas sehr Altes zu rühren scheinen, strömt dann leicht alles ein, was keinen Namen hat. Insofern ist Chiron oft, mehr noch als Jupiter, ein Kanal für das Namenlose des 12. Prinzips. Eine Wurzel und Handlanger und irdischer Arm jedes unsagbaren Schmerzes, der oft in und mit Beziehungen aufgewühlt wird. Aber eben auch ein Helfer der Heilung, die gerade solche Menschen zusammen erst nötig und möglich machen. Miteinander. Füreinander. Aneinander. Zusammen auf- oder untergehen.

Manchmal reißen sie auch erst durch die immense Durchlässigkeit die Narben auf, die sie dann heilen und segnen. Wie die Mondknoten scheinen nahe Chiron-Verbindungen deshalb vielleicht auch oft das zu beinhalten, was man allgemein unter "karmisch" versteht. Eine besondere Nähe und ein fast überforderndes Empfinden sich zu kennen, wie es sich manchmal schon im ersten Moment zeigt und hier nun, in den letzten Monaten, immer wieder durch den mundanen Chiron auf Bobbi Kristinas Sonne erinnert und erneuert wurde. Nur dass die Mutter dazu fehlte, ihr Anker, Leidende, Initiatorin und Trost in einem. Ihr Herz, ihre Liebe. Mond-Jupiter-Venus synastrisch.

In und durch die Wüsten

Als wäre all das, ein Leben mir ihr, irgendwo noch da, nie vergangen, dauere weiter an, nur verlassener, voller nun chronischer Wunden, nicht mehr auflösbar da, wo der Zeuge ihres Entstehens diese Welt längst verlassen hat. Schon damals, davor, schien das Mädchen, das noch empfindsamer und vom Dasein imprägierbarer als diese Löwe-Mutter in der Fische-Erscheinung war, eng verwoben mit dem Schicksal dieser vielen, begabten Frauen ihrer Familie (Sängerinnen wie Dee Dee und Dionne Warwick oder Oma Cissy Houston). Die Notwendigkeit, das weibliche Schatten-Gesicht bis in die letzte Zelle, in allen Prozessen, ob konstruktiv oder destruktiv, zu durchleben, eine zusätzliche, schwere Bürde fast aller Krebs-Monde und in gewissem Masse auch von Krissis Krebs-Mars, der die Doppelbödigkeit, den Kampf gegen das Mütterliche, mit hinein in die problematische Atmosphäre von ewigem Auf und Ab gab.

Dazu kam eine Konjunktion des schwarzen Mondes Lilith zur Sonne, das ewige Empfinden, einerseits Gift für die anderen, andererseits auch nur ein konstruierter Sündenbock zu sein. Was durchaus vorkommt. Die Lilith-Kämpfe der Amazonen. Whitney hatte Lilith-Neptun eng im Skorpion. Geburtsgaben für eine Tochter. Solche Menschen, mit Lilith-Sonne oder -Mond, brennen ja häufiger von zwei Seiten, gehen in und durch die Wüsten, werden oft auch zur Entschuldung der Gemeinschaft verbraucht oder Katalysatoren ihrer Familien-Systeme (und bei zusätzlich neptunischer Lagerung oft regelrecht märtyrerhaft gebundene Sündenböcke von systemischen Durchwebungen).

Wie schwer das gerade werden kann, wenn die Mutter dann wegbricht, zeigte sich für Bobbi Kristina in den Jahren danach. Als Whitney - vermutlich erschöpft von Drogen - im Wasser stirbt, hat die Tochter gerade Saturn Quadrat Mond hinter sich, erste Abgrenzungen. Jetzt könnte die erwachsenere Beziehung endlich losgehen - Krebs-Mond stabilisiert sich. Aber alles bricht, alles verschwimmt doppelt. Der Tod ist plötzlich da.  

Nick Gordon, der Mann, den sie schon als Jungen, als Bruder kannte, soll dann ihr vermeintlicher Fels in der Brandung sein. Aber auch bei ihm ist unter einer erdigeren Schale (seine Daten sind unklar) eine störbare Fische-Bezüglichkeit zu vermuten, die ihn als Mann ebenfalls diffus anfällig für Demütigungen macht. Er soll "krankhaft eifersüchtig" gewesen sein, heißt es im vielen Gemunkel. Wie auch immer es dazu kommt, sicher ist wohl, dass er als engste Bezugsperson für das Mädchen auch Austreiber all dessen wird, was sie an Gelerntem über die Liebe verdrängt hat. Ungewollt muss er das triggern in ihr, durch schlichtes Sein, durch Wollen, Impulse. Von Grobheiten, Streits, vielleicht Gewalt ist die Rede, wie sie es kannte, von früher.

Eine Woche vor dem Auffinden Bobbi Kristinas in der Badewanne soll es (wieder) eine große Auseinandersetzung vor dem Appartement gegeben haben. Auch körperliches Gerangel, mindestens das. Jeder ahnt, was sich da fortsetzt, wenn es zu einer ersten langen und dramatischen Beziehung kommt - Venus ist die Folge von Mars und Mars die Folge des Neptun im Tierkreis. So lässt die Liebe letztlich keinen Stein der Blindheit mehr auf dem anderen.

So muss alles ans Licht, was seit Generationen wartet. Das ist die Geschichte von neurotischen Wanderpokalen, immer wieder. Bobbi Kristina streitet und probiert sich aus und schreibt dazwischen immer wieder sehnsuchtsvolle Tweets über ihren "hubbie", die belegen, wie sehr die junge Frau ihr Herz an den jungen Mann hängt, mit dem sie aufgewachsen ist. Ein Stück Heimat - in Zeiten, wo die Sonne-Chiron-Verbindung mit der Mutter = das Setting des Leids in Überläufen wieder auflebt.

Das gemütliche Elend, ein Wiedererkennen der Verwundbarkeit, ohne die verwandschaftlichen Sicherheiten, die sie mit der Mutter hatte, vielleicht. Ohne deren Möglichkeiten, so dünnhäutig und zwiespältig Whitney auch war. Nick ist zu jung, um all das seelische Erbe zu puffern. Ob es auch an dem Tag, in der Nacht partnerschaftliches Chaos gegeben hat, als Bobbi danach "ins Wasser geht", sich reinigen will, in der Betäubung versinkt - die Analogien dieses Vorgangs sind ja vielfältig und in genau dieser Breite auch gültig - man weiß es nicht. 

Vor den neptunischen Aquarien

Gemunkelt wird vor den neptunischen Aquarien, in denen wir die Mythen andächtig schwimmen lassen, vieles. Astrologisch ist nur sicher, dass an jenem Tag der Mars noch im Einzug von Bobbi Kristinas Sonne-Lilith stand. Schwierig in der Phase des hart agierenden Mundan-Quadrats, wo auch die Vorstellung von Zweisamkeit (Pluto steht ja unter anderem für Beziehungs-Verbindlichkeiten generell), so wunderbar zwingend sie auch sein mag, über Jahre vom Störer Uranus durchkreuzt wurde. Neptun holt in diesen Fights unter den Füßen der Kombattanten alles an den Tag, was bereit ist, angeschaut zu werden. Überall.

Und manchmal etwas intensiver als bei anderen. 

Als Bobbi Kristina dann Ende Januar buchstäblich untertaucht, kaum zwei Wochen vorm dritten Todestag ihrer Mutter, trifft sich der kardinale Kämpfer und Impulsgeber in den Fischen mit dem Chiron, sehr nah auf ihrem Standort. Damit zündet er Krissis problematische, impulsive, schnelle und nicht ungefährliche Sonne-Lilith Konjunktion wie ein Streichholz (links innen sie, außen der Zeitpunkt des Auffindens mit Uranus am AC und nah ihrer Spitze 11). Noch einmal wird das Verletzungs-Klima lebendig, das sie in Verbindung zur Mutter erinnert. All das Leid, auch der Eltern, die Berührung, die gegenseitige Offenheit, aber auch das, was nicht vernarbt ist an diesen Wunden der Kindheit als Spielball elterlicher Streitigkeiten.

Mars ist da nicht zimperlich, er reißt alles wieder auf - auch ein Gefühl des Verrats in Zusammenhang mit dem Neptun auf Bobbi Kristinas MC, der seine Radix-Stellung auf Spitze 8 in den Transit mit einbringt. Es wäre überaus inhaltlich logisch, wenn der "Anker" für so eine Re-Traumatisierung über einen Partner hinein käme, dessen Generations-Pluto, soviel weiß man zumindest, in diesen Tagen über Neptun kreist. Aber sicher sagen kann man ohne entsprechende Daten leider überhaupt nichts. Physische Auseinandersetzungen liegen natürlich bei mundanen Mars-Stellungen in den Fischen, die über eine individuelle Sonne, laufen durchaus im Bereich des Möglichen.

Ihre Risiken werden aber genauso leicht verdrängt, zuvor anders wahrgenommen oder später verdeckt. Jede Vorverurteilung von Familienmitgliedern ist ohnehin ein Tabu, zumal die systemischen Verknüpfungen von Bobbi Kristina Browns Schicksal mit dem der Mutter fast schon aufleuchten - in der sonst herrschenden Dunkelheit der wechselnden Informationen und Neuigkeiten rund um ihren Zustand. Sie sind der Boden. Mehr als bei jedem Faktor sonst im Horoskop verleitet allerdings Neptun in einem Geburtsbild zu solchen überdrehenden Mutmaßungen. Und mehr als überall sonst gilt hier: Wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen. Die Botschaft von Wittgensteins Leiter.

Einem, der zuvor in Persona von Stier-Sonne-Venus-Merkur einmal Folgendes gesagt hat: "Der Sachverhalt ist eine Verbindung von Gegenständen." Insofern eignet sich in einem dinglichen Kosmos, der Merkur vorbereitet, die Unterwasserwelt des Neptun, in der Krissi Brown groß wurde, auch kaum als Anhaltspunkt für die Normativ-Kraft des Faktischen. Von etwas, was Rätsel lösen könnte - von A nach B. Hier erst recht nicht, in einem Fall, der eigentlich nur von zahllosen Gerüchten, wenig Wissen und der Neugier eines kühlen Publikums lebt.

Was also los war im Hause der Houston-Kinder (rechts noch einmal das Auffinden isoliert)? Geht es uns etwas an, wenn uns die Not von Menschen zuvor auch nichts anging? Um die Ereignisse wissen nur sie selbst, die Beteiligten. Ja, es hatte sicher auch mit einem Austreiben von Schmerz zu tun, ja, es können auch Drogen eine Rolle gespielt haben, wenn man die Aspekte anschaut. Aber das Drama hat, soviel ist noch klarer, ja gar nicht an jenem Tag angefangen, sondern schon vor Jahren. Als Whitney noch lebte und ein kleines Mädchen ihr Weh übernahm. Als Vater und Mutter es nicht schafften, sich zivilisiert zu begegnen, als die Fehden entstanden, die heute noch die Houstons und Browns dazu bringen, einander den Zugang zum Krankenbett zu verwehren.

Wenn aber jetzt die Mainstream-Medien, die solche Mythenbildungen wie die des 12. Prinzips so lieben (die öffentlichkeits-freudige Venus steht ja grundsätzlich in den Fischen erhöht und fördert das immer) austillen, ist langsam ein Punkt fällig. Nun, da sie schon behaupteten, Whitney Houstons Mutter Cissy habe die "Idee gehabt", die Maschinen, an denen Bobbi Kristina hängen soll (was man auch nicht sicher weiß), zu Whitneys Todestag abschalten zu lassen. Da kann man nur sagen: Gute Nacht, Abendland. Nicht zum ersten Mal in den vergangenen Wochen, nicht nur wegen dieser neuen Tragödie um ein weiteres Promi-Kind. Bobbi, die zwischen den offenbar eher ungehobenen Neptunen beider Eltern verloren ging, die sich jeweils mehr durch Drogenkonsum als durch die etwas spirituellere Entwicklung am Rande einen Ruf schufen.

Whitney hatte einen Neptun in 8, wie die Tochter, nur zusätzlich im Quadrat zu Sonne-Venus, und auch Dad Bobby kam mit einem weiteren Mars-Neptun im Skorpion in 10 daher, dem Branding der Vertriebenen. Kein Defizit geht verloren über die Generationen. Oder: So, mitten in der unerklärten Reibung, lernt jedenfalls keiner, seine Fische-Sonne konstruktiver zu leben, wenn er irgendwann die Hinterlassenschaften der Eltern erlösen muss. Wenn eine Großmutter später dann sogar solche medien-relevanten "Ideen" wie die des Abschaltens hilflos oder kämpferisch (sie hat ebenfalls enge Sonne-Neptun-Konjunktion, auf Whitneys Merkur-Pluto-Konjunktion) dementieren muss, stimmt wohl überall etwas viel massiver nicht, als nur in den Wohnzimmern der Berühmten, in deren Schmutz-Ecken wir alle anlässlich solcher Unglücke mehr oder weniger schadenfroh schauen. Dann wird deutlich wie sehr doch Kids wie dieses kleine, verlorene Mädchen, im Leben einer Tochter mit diesem Leben auch den Zustand einer Welt symbolisieren, die schon lange nicht mehr der ruhige, warme und sichere Ort ist, den wir uns alle in den neptunischen, unerfüllten, unerfüllbaren Träumen so sehr wünschen.

Da er real immer wieder, klein oder so tragisch und groß wie bei Whitney Houston und Bobbi Kristina Brown, an den Ecken und Kanten eines schmerzhaft harten Daseins zerschellt. Weshalb Neptun meist selbst nach seinen lyrischen Anflügen und überwältigenden Bildern diesen unsäglichen Kater hinterlässt, der tiefer und endloser sein kann, als jeder andere, im Leben und über das Leben hinaus, ungreifbar, wie unter Wasser.

Bilder (bearbeitet): Asterio Tecson (Flickr: 135) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons + Pixabay

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Original-Artikel von www.astrologie-zeitung.de
Autorin: Susanne Riedel Plenio

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