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Loop! Astrologie-Zeitung

Vollmond: Wer bin ich und warum so viele?

Wer sich in diesen Tagen aufmacht um den Löwe-Archetyp zu transzendieren, hat es nicht leicht. Solange Jupiter durch seine Löwestellung alles Sonnenhafte unterstützt und weiterführt, sind die leisen Erkenntnis-Töne eher selten. Oder besser – werden kaum gehört, gehen unter im Getöse von scheinbaren Wichtigkeiten und Mittelpunkten. Und generell ist das ja auch ganz in Ordnung, in den Feueruniversen von Löwe und Schütze geht es ja auch nicht um weichgespülte Reflektionen, sondern um beeindruckende Action auf jeder Ebene.

Deswegen fühlen sich im Moment gerade diejenigen, deren Sonne generell vom fixen Feuer umgeben ist, besonders gefordert, dem Leben ab und zu mal ein Highlight verpassen, wie zum Beispiel Amerikas Oberster Befehlshaber Barack Obama, der jetzt ernsthaft öffentlich darüber nachdenkt, Waffen in die Ukraine zu liefern. Selbstverständlich um den dortigen Krieg zu beenden, was sonst. Das ist ein wirklich bedeutsamer Beitrag so kurz vor dem letzten Quadrat von Uranus und Pluto und natürlich auch zum heutigen Vollmond.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich diesen Vollmond fast innerlich übersehen hätte. Im Normalfall drehen meine energetischen Systeme schon Tage vor jeder Sonne-Mond-Opposition am Rad, diesmal aber scheint vieles ins Leere zu laufen. Will meinen – jede Menge guter Ansätze entstehen wie am Fließband, aber wenig bis nichts schafft es über die magische Grenze des Horizonts, wo die Strömungen auch zu einem Ereignis werden können. Das mag damit zu tun haben, dass am Ende aller Herrscher-Ketten dieses Vollmonds Neptun steht (bezogen auf die Zeichen), es also wenig Spielraum für vordergründige Erscheinungsformen gibt.

Andererseits – gerade Neptun hat ja eine besondere Bedeutung im polaren Ping-Pong der Achse Löwe-Wassermann. Deren Credo, als Frage formuliert, ja tatsächlich lauten könnte: Wer bin ich und warum so viele? Denn natürlicherweise stellt Löwe den Abschnitt in jeder Entwicklung dar, in dem sich alles scheinbar auf ein gemeinsames Zentrum fokussiert. Ob es sich dabei um die menschliche Erfahrung an-und-für-sich und irgendein anderes Phänomen handelt, macht lediglich im Ausdruck einen Unterschied.

Da aber alles innerhalb unserer Erfahrung extrem zweipolig entgegengesetzt angelegt ist, erschafft diese Fixierung automatisch und sofort auch das Gegenteil. Zentralisierung und De-Zentralisierung wäre eine freundliche Umschreibung des Ergebnisses, in der erlebten Wirklichkeit ist das aber um einiges härter.

Denn diese innere geistige Mitte, die zumeist mit einer sehr eindeutigen Vorstellung von „Ich-bin-dieses-und-jenes-aber-das-und-auch-das-bin-ich-nicht“ verbunden ist, schafft ja auch ein gewisses Empfinden von Sicherheit. Je mehr desto besser, im Grunde ist das ja genau das, was wir so gerne haben. Keine dummen Selbstzweifel mehr, was immer wir tun soll getragen werden von einem unerschütterlichen Selbstwertgefühl. Der König oder die Königin bin ich, und ich bin was ich bin einfach weil ich bin.

Allerdings eben auf der Basis einer sehr zentralistischen Perspektive, die zwangsweise andere Perspektiven und Seinszustände nicht mal mehr als mögliche Alternativen wahrnimmt. Im Extremfall zumindest. Da es diese aber in all ihrer Vielfalt weiterhin gibt, müssen sie sich nun ein anderes „Spielfeld“ suchen. Was also nicht ins zentrale Ich-Sein integriert werden kann oder will, das nimmt dann zumeist eine eigene Identität an. Selbstverständlich auch und nur innerhalb des eigenen Universums, also im übertragenen Sinne „in mir“. Da aber dieses Innen zugleich mein Außen bedingt und somit auch erschafft, begegne ich mir selbst dann eben über die Vielfalt der äußeren Welt. Andere Menschen, andere Länder, andere Sitten.

Was in aller Regel, wie man vor allem in diesen Tagen und Zeiten unschwer feststellen kann, wiederum zu einer Verunsicherung über das eigene Selbst, die eigene zentrale Identität führt und in der Folge zu dem Versuch, sich noch mehr auf sich selbst zu fixieren und im schlimmsten Falle, das was scheinbar so widersprüchlich und irritierend wirkt, aus dem Weg zu räumen. Soll weg, egal wie. Sämtliche gidaistischen Strömungen entstehen also aus dem gleichen Prinzip. Ob man nun als abendländischer Spaziergänger nach einer gesicherten Identität ohne fremde Einflüsse ruft, oder als wurzelloses Individuum sein Heil in den Zwangsvorstellungen einer zwangs-verregelten und angeblich gottgewollten Gesellschaft sucht.

Und immer dann, wenn rigorose Lösungen propagiert werden, die in der Konsequenz immer die „Auslöschung“ des vermeintlich Störenden beinhalten, darf man sich zu tausend Prozent sicher sein, dass jeder Schritt in diese Richtung im Ergebnis das genaue Gegenteil hervorbringen wird. Das ist das wirklich tragische daran. Ob nun Herr Putin versucht, das was ihn stört, aus dem Weg zu räumen, oder Herr Obama, macht im Endeffekt keinen Unterschied. Auch wenn es scheinbar immer nur darum geht, welche der beiden Seiten in ihrem Irrtum bestätigt werden soll.

Uranisches Denken und Handeln ist völlig anders angelegt. Hier ist die Vielfalt Mittel zum Zweck, die letzte Vorbereitung auf die endgültige, universelle Symbiose, die eben nichts mehr ausschließt und verdrängt. Natürlich ist das  nicht mehr kontrollierbar im üblichen Sinne und streng genommen auch nicht mehr logisch, obwohl Wassermann ja ein Luftzeichen ist. Warum der Flügelschlag eines Schmetterlings in Japan einen Tornado in Amerika bedingen kann, bleibt ein Geheimnis. Und auch der Schmetterling und der Tornado bleiben zwei unterschiedliche Ausdrucksformen des Universums, werden eben nicht „ver-ein-nahmt“ von irgendeinem ominösen Prinzip, sondern bleiben was sie sind. Und sind doch Teil eines Ganzen, das nicht aufgespaltet werden kann. Höchstens in unserer Vorstellung und in unserem Wunschdenken.

Der wahrhaftige Löwe-Archetyp hat die Vielheit integriert, für ihn ist sie keine Bedrohung mehr. Ebenso kann das Uranische individualisiert werden, bleibt nicht mehr nur ein kaltes Prinzip, sondern wird lebendig und persönlich bedeutsam. Spätestens dann sind die alten Etiketten überflüssig geworden. Dann gibt es keine Nationen oder religiöse Gemeinschaften mehr, die nicht aus Individuen und Persönlichkeiten bestünden. Also im besten Sinne menschlich sind. Und überall dort gibt es dann auch menschliche Wege und Möglichkeiten, Konflikte zu lösen und Widersprüche anzuerkennen. Überall dort kann wieder Begegnung stattfinden und Bewegung in erstarrte Fixierungen kommen, sowohl im Großen, wie im Kleinen.

Dies ist natürlich nur ein winziger Ausschnitt der Themen, die mit der Achse Löwe-Wassermann verbunden sind. Aber die nächsten Stunden bieten reichlich Gelegenheit all das zu verinnerlichen und zu erweitern, je nach eigener Anlage und Ausrichtung.

In diesem Sinne also einen angenehmen Vollmond…

 

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Original-Artikel von www.astrologie-zeitung.de
Autor: Harald Lebherz

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