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Loop! Astrologie-Zeitung

Ende mit Schrecken: Tschüss, Wetten Dass

Nun ist sie hin, die größte Fernsehshow Europas, trotz des funkelnden Jupiter-Saturns im Radix: Tschüss, "Wetten dass...". Prinz Charming, ein Widder-AC mit Tendenz zum Doppel-Leben (Fische-Sonne in 12), hatte seinerzeit ein Ende des "Kindergeburtstags des Grauens" (TAZ über die letzte Sendung) heftig in Sicht gebracht. Spätestens, als Prinz Markus Lanz dem großen Sonnen-König Gottschalk folgte, der wiederum der einzig wahre Nachfolger für Kaiser Frank Elstner gewesen war, deutete sich das Aus an. Nicht seine Schuld.

"Wetten dass" war ja ein Wassermann, auf Veränderung eingetunt, ein Format, an dessen Exzentrik der hoch funktionale Jungfrau-AC lange rein gar nicht kratzte. Der sorgte höchstens für noch mehr Beliebtheit auf der "Dienstboten"-Ebene, dem Hang dazu, vom Volke verstanden zu sein, weil man mit ihm mainstreamig funktioniert, für das Umfeld. Das Beste also, was einer Publicity bedürftigen Fernsehshow heute passieren kann. Überhaupt, das Radix krachte richtig, fast wie vom Astrologen ausgesucht, als Erfolg. Viele Jahre anders, neu, der mittlere Weg zwischen vorwärts und zurück, eine extreme, großartige, weil gerade so brüchige Mischung, dass immer genug Zug und Überraschung drin war, in dem flüssig auf Reibungslosigkeit angelegten Gesamtpaket. Sehr selten hat man das.

Dazu Saturn-Jupiter, große Konjunktion in 1, der Aspekt der neuen Könige. Das wurden sie auch, fast alle, die Moderatoren der Sendung, bis sie gingen. Dann, als die böse Geschichte mit Samuel Koch und der Auto-Wette passierte (LOOP! Artikel), hatte die heilige Kuh des TV eine schwierige Merkur-Pluto-Konjunktion in Opposition zum Krebs-Mond (dem alten Erfolgs-Garanten in 10). Stier und Haribo-Freund Thomas G. machte die Fliege. Und die Show rückte langsam in die Uranus-Pluto-Arena mundan vor. Das Quadrat lief über eben den Saturn-Jupiter. Und danach jetzt Neptun über Fische-Mars in 6. Alle fließt fort. So machte auch - passend zu seinem jüngsten Quadrat von Uranus-Pluto über sein MC - der Fische-Lanz den traurigen und spröden Begräbnis-Redner für das stärkste Pferd, das deutsches Fernsehen je im Stall hatte. 34 Jahre lang.

Irgendwann muss aber mal Schluss sein, wenn man sich (auch das ein Akt des leicht erstarrenden Saturn-Jupiter = Überdauer) länger als die einem zugedachte Zeit lang auf den Bildschirmen hält. Alles ausgereizt. Das zeigte diese letzte triste Sendung.

Schon vorher hatte der Markus damals ja sehr ernsthafte Alpträume (SPIEGEL). Bei einer Fische-Sonne im 12. Haus kein Wunder, wenn sie unter Druck gerät. Aber mit Venus am Widder-Aszendenten übernahm er den Gral des ZDF vorwiegend heiter. So erledigte Neptun auch nun, zum Abgesang, die diffuseren Angelegenheiten des Menschseins (inklusive Panik-Attacken) wie immer unter Ausschluss der Öffentlichkeit, heimlich und nachts. Lanz strahlte verbissen wie stets. Die Sendung peinlichte so dahin.

Er hat's immerhin geschafft, die Bundeslade der Fernseh-Unterhaltung in Rente zu schicken. Das muss man erst mal können, auch wenn man alles andere wollte. Ein persönlicher Frust, schwer, aber auch die Erlösung vom Dauerbeschuss. Und das wird er persönlich nehmen, bei Uranus-Pluto über der Himmelsmitte - und seine Kritiker auch. Wobei klar sein sollte, es ist hier ungerecht, den Bock zum Gärtner zu machen, da diese Sendung (215. Ausgabe immerhin!) ohnehin (und auch ohne ihn) am Ende ihrer schier endlosen Laufbahn seit Zeugung durch Papa Elstner angekommen war. Unrettbar verloren. Die Zeit abgelaufen. Es gibt auch bei Saturn-Jupiter Grenzen, hinter denen aus einer Vision nichts mehr herauszuholen ist. Diese dann später lange berufenen Beispiele zeigen, dass Leben, auch langes, endlich ist. Prinzip der Folge Schütze-Steinbock. Und niemand sollte drüber weinen.

Das hat man ja während der Lebenszeiten von "Wetten dass..?" oft genug getan, als wäre es ein Stück echten Lebens. Auch eine Eigenheit des Jungfrau-Ac mit dem noch funktionaleren, schwerkräftig in den Nutzen ziehenden Merkur in 6. Der rationale Ernst der Lage muss zur Nutzbarkeit aller Verwertungsprozesse beitragen. Die fast schon religiös wichtige Frage lautet hier: Wo hakt's? Und die Antwort wird dann eifrig breitgetreten. Weil jeder Fehler ja im Jungfrau-Kosmos gleich den Untergang des Abendlandes (und des Morgenlandes mit) bedeuten kann. Dem hektischen Setting des Wassermanns in "Wetten dass" behagte diese Kleinkrämerei dann auch gar nicht. Aber aus der resultierenden Anspannung zog die Show eben jahrelang ihren Reiz.

Da wurde keine Peinlichkeit ausgelassen, wo immer es der Sache dienlich war - ob Ursula von der Leyen einst einen völlig perplexen Hugh Jackman anhimmelte, Lanz (Radix links oben) ein Sixpack vortäuschte und sich als "Conan der Barbar" sah oder Weltstars wie Tom Hanks eine Katzenmütze aufgesetzt wurde. Bis die sich noch in Hollywood über diese German Angst vor Durchschnittlichkeit wunderten. Ja, Narretei kann so erfreulich sein, wenn sie uranisch klug daherkommt. Aber manchmal neigt sie dann eben auch zum Ausfransen ins Billige - und noch'n Gedicht, tätä. Seit ausgerechnet Fisch Lanz (ein versteckter Sensibling) als kosmisch bereits ausgeguckter Bestatter wie Kai aus der Kiste in der Wetten-Landschaft auftauchte, erinnerte das Ergebnis an Supermarkt-Musik. Verzweifelt. Man kann's nicht abstellen, aber es trifft einen trotzdem. Das Opfer-Sein. Da rein und dort wieder raus.

Alles hing ab da am neuen Moderator, der da fast exakt Neptun auf dem Fische-Mond stehen hatte. Anfällig für Illusionen. Verführerisch leer genug, um fremden Bildern und Bedürfnissen genügend Raum zum Ankern zu bieten. Fische sind ja die Leinwände, die das Leben so braucht. Andererseits bringen eben die neptunischen Bezüge auch die Natur-Narkose für Anfälle von Flucht-Gedanken. Hier trafen sich dann sogar ein Mond-Merkur (Lanzens) und ein Mars (Wettens) und lösten sich gegenseitig auf. Lanz klang plötzlich wie ein Dummi (der er nicht ist, den er aber zunehmend spielte in seinem Wahn, Quote holen zu müssen, wonach er sich bald überall verbog, als neuer General-Hoffnungsträger des TV). Die Show wurde lahm. Es kam zum Mars-Neptun-Flucht-Wirkung. Bald waren sie beide nicht mehr da. Und die letzte Show erfolgte wie vom Finanzamt verordnet, mit einer Helene Fischer im schwarzen Anzug und voll der peinlichsten Momente, die noch einmal Vanitas und Veritas der Sendung Revue passieren ließen. "Schlafanzug, Salzstangen, Oma" fasst die Taz zusammen, was man sich da so alles erzählte, über die eigene Geschichte, im Kreise derer, die immer da waren und auch diesmal wieder, zur "Derniere".

All die großen Leuchten

Nun geht also auch der Lanz, was ja absehbar war - wir schrieben schon 2012, dass alles bei Uranus-Pluto nicht unbedingt Gold sein muss, was da an Vorschusslorbeer so extrem glänzte. In den Medien war er der Held. Vorher hatten die beiden großen Leuchten aus der Moderatoren-Riege den Stab, den er  von ihnen nehmen musste, überwärmt: Timm Maria Frank Elstner (Widder), der Erfinder, und Thomas Johannes Gottschalk (Stier), der dann zu Bohlens überlief und seine einst doch eher annehmbare Karriere (plus deutlicher Intelligenz-Vermutung) endgültig hinrichtete.

Vom Platzhalter Wolfgang Lippert (Wassermann), jenem kurzfristig zu vernachlässigenden Ersatzspieler, gar nicht erst anzufangen. Die beiden erfolgreichen Moderatoren bei Wetten-Dass hatten das beliebtheits-trächtige Branding im Chart gemein, das auch der Neue aus Südtirol nun wieder einbrachte. Einer, von dem man wusste, dass seine äußerlich schmutzabweisende Hülle, wie bei allen Super-Fischen üblich, kaum der komplizierten, inneren Welt und ihren vielen Wirklichkeiten entspricht, während er coram publico die widderhafte Venus-Überlagerung gibt. Dahinter aber ist Chaos. Und auch: Ach, Mensch, ich weiß gar nicht, wie mir eigentlich geschieht. Piep, piep, sollt mich liebhaben! Bis zum Schluss. Fassade.

An jenem Samstag, als Lanz das ganze (schon dümpelnde) Schiff einst übernahm (Fische retten ja ungemein gern), lief Mundan-Mars unglücklicherweise im Übergang aus dem Skorpion in den Schützen noch void of course, ohne Aspekte. Das Loch in der Zeit. Etwas ging losgelöst aktiviert seinen Gang und eigentlich konnte keiner so recht sehen, wieso man sich das noch antat. Vielleicht das Signum von Wetten-Dass, denn Lanz befand sich mit den beiden erfolgreichen Vorgängern astrologisch auf einer Linie.

  • Alle drei haben sie starke Widder-Bezüge auf den letzten Graden: Gottschalk und Lanz mit einer DC-AC Umkehrung, der Lanz Venus-Saturn aufsetzt, Elstner Sonne-Merkur. Der Initial-Funke, den eine so große Show benötigt.
  • Widder und Waage dominant: Elstner (Radix korrigiert von Manfred GREGOR) und Lanz (Geburtszeit 7.33 h ebenfalls von Gregor standesamtlich verifiziert) beide mit Herrscher 7 genau am AC, Gottschalk mit Widder-DC und Venus im Widder. Hier treffen sich Ich und DU, das Selbst und die Öffentlichkeit zur Popularität.
  • Venus- in Bezügen zum Merkur-Prinzip: Elstner und Gottschalk Venus in 6, Lanz mit Merkur als Herr 2 und Herrn 7 in 6. Die Wertigkeiten passen sich an die Forderungen des Umfeldes an und man prägt mit seinen Maßstäben auch auf das Umfeld zurück. 
  • Bemerkenswerte neptunische Lagerungen: Elstner mit Herr 7 Neptun am Jungfrau-AC (der symbolisiert seine Sprödigkeit, die in Spiel-Show-Anfängen noch gefragt war) und Fische-Venus, Gottschalk mit einem sehr starken Neptun in 12, Sextil Pluto, Trigon Mond, Opposition Venus, und Lanz schließlich mit beiden Lichtern in den Fischen, dazu Neptun trigonal dazu. Dauer-Job als Projektionsfläche.

Das große "Aber", in Gestalt des berüchtigten Uranus-Pluto-Quadrats mundan, das so viele Prominente mit kardinalen Positionen deutlich beutelte, war die ganze Zeit auch stark über den Konstellationen von "Wetten dass" und Herrn Sonnenschein sichtbar. Nicht nur für Lanz hieß das Schwierigkeiten durch Verregelung (Pluto Steinbock) versus Rebellion (Uranus Widder). Und für die Show war in dem Moment eigentlich bereits alles vorbei, als er übernahm. Nicht Lanzens wegen, sondern weil bei seiner ersten Sendung auch Chiron auf dem Mars von "Wetten dass" stand, wo nun dann Neptun alles wegschwimmen ließ. Und dazu auf dem Merkur des Moderators. Die Fallstricke der Illusion, der Träume, der Sehnsucht nach überzeitlicher Dauer. Auch wenn gerade im Fernsehen die Halbwertzeit von allem immer schneller erreicht ist. Wie die der Biederkeit des Versuchs, aus einer toten Zitrone noch etwas Saft zu quetschen. Wie es der Saturn-Jupiter manchmal tut, obwohl sich bei Pluto-Uranus vieles halten mag, bloß nicht alte Zöpfe. Tschüß jedenfalls, Wetten dass, danke für die schönen Momente über all die Jahre! Auch wenn man sie inzwischen fast vergessen könnte. Die Gefahr des Neptunischen: Was zu süß schmeckt, wird eben auch schnell schlecht... 

Bild (bearbeitet): Udo Grimmberg (6eck) via Wikimedia Commons

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Original-Artikel von www.astrologie-zeitung.de
Autorin: Susanne Riedel Plenio

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