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Venus' Terror: Fallen der neuen ISIS

Venus ist die Rose mit Dornen. Eine ihrer Vorgängerinnen war einst die ambivalente Isis, Mutter aller Mutter-Göttinnen, die mit Osiris auch über Geburt und Wiedergeburt herrschte. Sie liebte und schützte, gebot aber im alten Ägypten genauso über den Zauber und das Totenreich. Venus dagegen wird in der Astrologie meist als "gut" beschrieben, besitzt aber versteckt auch einen eisernen Schwefel-Ausdruck voller Kampf-Bereitschaft. In unmittelbarer Nachbarschaft zu den Zeichen von Mars und Pluto, entsteht im bedrohten Stier oder einer frustrierten, denk-aggressiven Waage viel Zorn. In Kontakt mit Venus' und Mars' wütendem Ausdruck steht auch jene andere ISIS, die Organisation Islamischer Staat, mit ihren Greifern, die mordend und brandschatzend durch die Lande ziehen. Die extreme Brutalität eines "liebenden Kriegs" um Prinzipien erinnert manchmal durchaus an die Hassliebe in verdrehten Beziehungen, die Schreckliches anrichten, wenn sie nicht die Spannung zwischen Aktion und Reaktion anders umsetzen. Mars und Venus wollen ja beide etwas haben. Er expandiert, sie hält es für ihn fest. Mit Merkur schaffen sie vorn im Zodiak überhaupt erst Existenz.

In beiden Herkunfts-Zeichen zeigt Venus ein verhülltes, unbewusstes Terror-Gesicht, nicht umsonst erhöht in den Fischen. Es war am 9. April 2013, als die Nachrichten-Agentur Reuters (Artikel) um 14.09 h EDT aus Dubai vermeldete, dass die Krise im Osten nun eine neue Stufe erreicht hatte. Denn im "Widerstand" tat sich etwas, was den Irakischen Untergrund in Syrien etablieren sollte und für bodenlose Expansion des Zorns sprach: Abu Bakr al-Baghdadi, Kronprinz des rätselhaften "Islamischen Staats" hatte einen Tag vorher eine Umtaufe ausrufen lassen: 

"Wir erklären hiermit die Abschaffung des Namens des Islamischen Staats im Irak und des Namens der al-Nusra Front und fassen sie zusammen unter dem Namen Islamischer Staat im Irak und Levante." 

Eine neue ISIS war aus der alten ISI von 2004 geboren. Auch wenn direkt danach al-Nusra, syrisches Bein der "Mutter" al-Qaida, halbgar widerrief, setzte damit ISIS, die irre Miliz, die bis dahin mit unvorstellbarem Zorn im Irak wütete, offiziell den Fuss ins Land und weiter in die Welt. Das heftige Stellium aus fünf Widder-Faktoren bei Veröffentlichung der Ausrufung zeigt bereits an, von welchen Eskalationen man bald hören würde: Sonne-Mars-Venus und Uranus-Mond (mit Pluto-Quadrat). Zeichen der Zeit, in der reine Bewegungs-Energie ihr Ziel sucht. Das ließ tief in die Abgründe dessen blicken, was die Zukunft einer der militantesten Gruppierungen ausmachte, die es je gab. ISIS, die unter den Augen der ganzen Welt ganze Landstriche regelrecht metzeln würde.

Ein allererstes Radix der ISIS ist für heute wenig hilfreich, da sie durch so viele Veränderungen ging. Die original-sprachliche Ausrufung letztes Jahr, die ihr das neue, expansive Gesicht gab, spiegelt ihr Vorgehen deutlich. Abu Bakrs Ansage soll nach mehreren übereinstimmenden Meldungen bereits am 8. April passiert sein (Radix links, Mittag). Dahinter steckte auch ein kaum aufhaltbarer Antrieb verschiedener Kräfte, die seit Jahrzehnten versuchen, den Nahen Osten aufzumischen. Seit ISIS wird nun noch mehr und noch erbarmungsloser gemordet. Von jenen Terror-Milizen, die erst ganz schleichend kamen und zuvor (teilweise mit Unterstützung der Golfstaaten), den Irak zerschnitten.

Nun auch im Kampf für ihr "Kalifat" Syrien, Irak, Israel, Libanon und Jordanien. Wie all das eigentlich passiert ist, hat bis heute kaum einer begriffen. Massiv sollen auch westliche Interessen dahinter stecken, ursprünglich angeblich mit US-Fädenziehern, die immer noch ein Standbein im nahen Osten wollen. Belegbar sind immer nur unzureichende Hinweise, auch wenn die Gerüchteküche kocht. Heute operiert ISIS passend von Ar-Raqqah aus, der Öl-Stadt im nördlichen Syrien, von wo aus sie sich wie eine Krake ausbreitet. Und sind die Bewohner nicht willig, dann braucht man eben mehr Gewalt. Offenbar sieht sich seitdem niemand mehr willens oder auch nur ansatzweise in der Lage, die irren Terror-Milizen zu stoppen. 

Hier zeigt ISIS' früheres, "neues" Horoskop der Ausrufung vom 8. April zunächst eine "besinnungslose" Mond-Merkur-Konjunktion, die auf die kosmische Spalte zu läuft und sich am nächsten Tag, als Mond-Uranus und zusätzlicher Widder-Faktor in der "westlichen" Veröffentlichung wiederfindet. Der Übergang Fische-Widder markiert ja stets den Punkt, an dem Unbewusstes in die Erscheinung kommt. Hier auch den starken, blind emotionalen Anschub für den "heiligen Zorn", der mit Sonne-Mars zu Beginn des Zodiak so leicht aufflammt und sich niemals selbst verbrennt. Stattdessen findet er in jedem Tun nur weitere Befeuerung, völlig verselbständigt. Unterwegs ist für Widder ja immer der Weg das Ziel, er kennt noch keine Begrenzung. Das Einrennen von Mauern, die er nie kommen sieht, macht Mars nur noch härter, mit jeder Wunde, die er sich und anderen schlägt. Dann rollen auch Köpfe und die astrologischen Analogien toben sich leibhaftig aus. Aus reinem Impuls heraus: Etwas, was auch immer, soll passieren.

Die Veröffentlichung über Reuters, deren Tag in der englischen Wikipedia jedoch sogar als ISIS-Etablierung notiert ist, zeigt vermutlich eher die Wirkung, die jener "islamische Staat", der keiner ist, in der Wahrnehmung der westlichen Welt erzeugt (Horoskop rechts). Da sich die Agentur darauf bezieht, dass sie die Ausrufung am 9. auf islamischen Webseiten "gesehen" hat ("seen by Reuters on Tuesday"), ist davon auszugehen, dass dies die erste Veröffentlichung für den Westen war. Beide Bilder unterscheiden sich in der Anlage ohnehin nur durch Mond. Die Widder-, Mars- und Venus-Betonung bleibt. Hier, im späteren Radix, sehen wir auch die Fackel des Löwe-AC, der nur die Veröffentlichung betrifft, bestimmt von Sonne mit Venus-Mars in 9, den Kolonialisierungs-Impulsen.

Dazu besagter Mond-Uranus in 8 (Herr 11 und Herr 7) mit seinen Todes-Schwadronen. 2014 werden sogar Kinder fotografiert, mit abgeschlagenen Schädeln des "Feindes" in Händen, wie kleine Archetypen für diesen Sonne-Mars, den zornigen König. Im Widder, der als erstes Zeichen die Kraft der späteren irdischen Form, die Stier bildet, aus dem Nichts des Neptunischen hervorkämpft. Ein Initiator der Rohheit des Duo Infernale, Venus-Mars oder Venus-Pluto. Venus-Mars existiert ja gleich nah, in beiden Grafiken. Eine Begegnung der Ober- mit der Unterwelt, die bis zur gleichnamigen Mutter-Göttin Isis zurückführt, deren spätere Nachfolgerinnen auch zornige Gesichter hatten. Eine von ihnen hieß Venus Invicta, die Unbesiegbare. Auch in der astrologischen Venus, die sich auf den Planeten mit dem Eisenkern bezieht, spürt man noch den Mars, der davor herrscht. Denn er erobert und sie sichert Existenz. Merkur dann bringt das Leben in die Funktion. Diese manchmal brutale Ur-Trias des Zodiak kann ihr Dasein und das, was sie darüber zu wissen meint, auch physisch bis aufs Messer verteidigen. 

Brandzeichen der Unterwerfung

Wer die Geburts-Bilder sieht, versteht jedenfalls sofort, was in den anderthalb Jahren danach für soviel Fassungslosigkeit auch im Westen sorgte. Die beiden Grafiken der aktuellen ISIS-Ausrufung und Veröffentlichung aus 2013 sprechen dieselbe Sprache wie das korrespondierende der ISI-Etablierung von 2006, ebenfalls mit Sonne-Mars-Venus, links (berechnet auf Bagdad), siehe auch Kommentare unter dem Artikel. Der Radius des Kommandos wurde größer und größer, nachdem Syrien mit dem Paukenschlag von 2013 beansprucht war. Äußerst misstrauisch beäugt vom Rest der Al-Qaida, die hart versuchte, ISIS aus dem Land hinaus zu komplimentieren. Denn hier lief augenscheinlich etwas völlig aus dem Ruder.

Beunruhigend genauso für die ursprünglichen syrischen Rebellen, die bei weitem nicht alle zur ISIS gehören, sondern sich immer wieder von ihr abgesetzt haben und zum Teil erklären, die Milizen arbeiteten pro Assad. Wer immer ihre Schlag-Kraft schützt (und genau das ist die Frage), setzt sich jedoch ohne viel Federlesens den Zielen der syrischen Rebellen auf. Niemand kann inzwischen mehr auseinander halten, wer nun in dieser "Revolution" eigentlich wer ist, woher kommt und wofür steht. Nur ISIS hat das immens scharfe Profil. Kaum je hat eine vergleichbare der fernen, militanten Gruppen so viel Aufmerksamkeit bekommen und so viel Schaden in so kurzer Zeit angerichtet. Schon bei den Grafiken spürt man fast physisch die gewaltige, rohe Kraft dahinter.

Sonne-Mars ist extrem dominant - das Licht im Zeichen der Erhöhung, der Taktgeber im Domizil. Zusammen ergibt das ein Brandzeichen von Verstümmlung und Unterwerfung. Hier regiert Wut die beiden Archetypen von Mars-Venus, eigentlich bloße Bewegung und Sicherung, wie sie als früheste Zeichen im Zodiak überhaupt erst die folgende Substanz schaffen. Um nichts anderes als Triebwerke geht es zunächst. Ein Ich, ein Mein, das ein Du, ein Dein, festlegt. Und um die Power, diese Sicherung durchzusetzen. Am Ende wird, wenn's schlecht kommt, nicht mehr als "verbrannte Erde" hinterlassen. Venus-Mars. Nach Wolfgang Döbereiner bringt Sonne-Mars allerdings auch immer Sonne-Neptun im Hintergrund mit, da der Neptun an sich noch nicht vom Mars getrennt ist, in seinem ungeteilten, un-irdischen Reich. Daraus leitet man Konkurrenz ab, Selbst und Ich gegen das Risiko, sich zu verlieren. Stets vom Untergang bedroht, der jedes Werden im Marsischen irgendwann natürlich beendet. Deshalb sind die ersten Zeichen des Tierkreises verteidigungsbereit - sie sollen ursprünglich erobern, erhalten und geistig ausgreifen.

Mamis Sieger und die Wolfskultur

Wo Waage und Skorpion auf der anderen Seite weniger als das nackte Leben zu verlieren haben und geistig-seelisch arbeiten, gehen Widder und Stier kraftvoll körperlich vor. Denn Neptun zieht die ersten Phasen des Tierkreises immer noch leicht zurück ins Namenlose - seine Bereiche spiegeln sich ja stets auf das Marsische und sein Zeichen erhöht die Venus. Hier ist von Schwäche kaum eine Spur, wo sie existiert, zeigt sich das in Fisches Verdeckung. Der Mond-Uranus in der Veröffentlichung über diese neue ISIS wird zugleich als"Mamis Sieger" (Döbereiner) sichtbar und mit dem darunter liegenden Mond-Pluto auch als Wolfs-Kultur, die das Rauben nur noch anheizt. Eine seelische Überlagerung zwischen den Reißzähnen der wirren, rebellischen Ideologien. Im heliozentrischen Bild kommt außerdem Merkur-Pluto im Steinbock (mit Quadrat: Merkur-Uranus) hinzu. Das beleuchtet auch die programmatische Narren-Freiheit derer, die sich regiert, entrechtet und legitimiert fühlen, nun selbst zu regieren, zu entrechten, zu legitimieren. Wie im Sonne-Pluto Krebs-Steinbock des Kalifats wiederum gespiegelt. Dahinter steht das geozentrische, diffuse Denken aus der Position der Opfer-Rolle. Ein Ausstieg aus dieser "Berechtigung" wird leider in den Fischen nur da konstruktiv, wo man in den Schuhen der anderen gehen kann. Das nennt man dann Mitgefühl.

Wovon ISIS weit entfernt ist. Zu stark ist der Widder-Pool, der Vernunft regelrecht totschlägt und die eigene Schwäche als ehemaliges Opfer gleich mit - in Person der realen Opfer, all denen, die nicht spuren. Entstanden aus ultra-konservativen Linien des Islam, die immer noch den "Kampf auf dem Wege Gottes" (Dschihad) auch militärisch vertreten, wurde die heutige ISIS als Ur-Gruppe 2003/2004 vom Skorpion Abu Musab az-Zarqawi gegründet. Einem damals schon dringend gesuchten Top-Terroristen und Al-Qaida-Mitglied mit Sonne-Venus Quadrat zum Löwe-Jupiter und Mars-Pluto Jungfrau, der 2006 starb. Bis dahin war Enthauptung eins seiner Hobbies. Die Verbindung zum Kolonialisieren von allem, was sich rundherum regt, findet sich bei Ausrufung der ISIS auch durch Kontakt von Uranus, Anführer des Widder-Teams, mit dem immer missionierenden Jupiter im Denk-Zeichen Zwillinge. Der wieder, vom dominanten Neptun zuhause im Quadrat beherrscht, macht die flüchtige, illusionäre, blinde, emotionale Qualität der Heiligung einer Feuerblase aus.

10 Millionen Kopfgeld

Im Lauf ihrer blutigen Geschichte hatte die Organisation viele Namen. Man bekannte sich schon 2004 zu Osama Bin Laden und der al-Qaida, arbeitete früh begeistert an Entführungen, Hinrichtungen und Attentaten, ging wechselnde Koalitionen ein und wurde bis 2006, wo die ISI (damals noch ohne S, siehe Radix oben) auftaucht, zur gefürchteten Terror-Clique. Im selben Jahr organisierte man sich schärfer. Es heißt, dass die USA damals unterstützte, wie auch in Syrien Zweige der "Opposition". Wirklich beurteilbar ist aber nicht mehr, als dass ISI zunächst im Irak und um den Irak herum operierte. Worauf sich die dortigen Aufständischen letztes Jahr von der Gruppe und ihren unendliche brutalen Methoden distanzierten. Tausende von Menschen waren da schon umgebracht, in verwickelten Seilschaften (sehr aufschlussreicher Artikel -> PUNDICITY).

2010 dann tritt der Kronprinz massiv auf, dessen Geburtsdatum bis heute nicht bekannt ist: Jener Ibrahim ‘Awwad Ibrahim ‘Ali al-Badri as-Samarra’i, kurz Abu Bakr und heutige Kalif oder "Fürst der Gläubigen". Denn man darf nicht vergessen, dass all das im Namen Gottes passiert. Auf den Kopf von Abu Bakr, den Top-Terroristen, sind inzwischen 10 Millionen Dollar ausgesetzt sind. 1971 ist er geboren, das allein weiß man. Er hat ziemlich sicher einen Jupiter-Neptun, vorn im Schützen, und den Waage-Uranus agitiert, vermutlich im Einzug des Uranus-Pluto-Quadrats. Der Rebell der Rebellen, aus eigener Sicht.

Unter ihm nun, dem "Stellvertreter des Gesandten Gottes", wurde jetzt, am 29. Juni 2014, bei einer extrem heimat-bezogenen Sonne im Krebs mit Pluto-Opposition, tatsächlich das ersehnte Kalifat ausgerufen. Ausgerechnet per Twitter, wie es sich für Uranisches heute gehört. Es umfasst Teile des Iraks und von Syrien. Im Radix dieser nächsten Ausrufung (links, wieder Mittags-Stände) steht Uranus nicht nur plaktisch im Quadrat zur Sonne, sondern synastrisch auch mitten auf der Sonne der ISIS-Bekanntmachung von 2013. Jupiter macht über die Zeichengrenze Löwe hinweg eine Konjunktion mit dem Mond. Der Popularitäts-Aspekt schlechthin, bei einem rückläufigen Merkur gegenüber dem Galaktischen Zentrum.

Was darauf hinweist, dass in der "großen Sache" noch eine Menge Wasser den Euphrat hinunterfließen kann, bevor die Fokussierung auf das eigene Denken aufhört. Viele Unklarheiten bleiben über das, was dieses Kalifat nun bedeutet. Offiziell nichts (siehe Venus-Neptun-Quadrat, das auch fehlende Wert-Maßstäbe anzeigt), inoffiziell die Personal-Union zwischen religiösem und politischem Führer. Wie auch die Tatsache, dass der Kalif an die alte Scharia ("Weg zur Quelle") gebunden ist, die von Gott selbst erlassene "Ordnung". Die übersetzt sich für manche formlos in mittelalterliche, bestrafende Zustände. Da kann dann eben auch mal passieren, dass eine Hand oder ein Fuß abgeschnitten wird. Interessant in Bezug auf Venus als Folge des Mars besonders eine Erklärung im WIKI, wie der Mystiker Ibn Arabi für den Sufismus die Scharia, ganz anders, lediglich als erste, noch grobe Stufe auf einem hoch ethischen Weg beschreibt, astrologisch ausgedrückt, zum Neptun:

Auf dem Niveau von Scharia gibt es „dein und mein“. Das heißt, dass das religiöse Gesetz individuelle Rechte und ethische Beziehungen zwischen den Menschen regelt. Auf dem Niveau von Tariqa „ist meins deins und deins ist meins“. Von den Sufis wird erwartet, dass sie sich gegenseitig als Brüder und Schwestern behandeln, den jeweils anderen an seinen Freuden, seiner Liebe und seinem Eigentum teilhaben lassen. Auf dem Niveau der Wahrheit (Haqiqa) gibt es „weder meins noch deins“.  

Danach kommt nur noch "Ma'rifa", die Erkenntnis: Kein Ich und kein Du. Mars und Venus sind zurück zum Neptun gegangen. Aber die Sufis sind ohnehin Weise. Und für einen herkömmlichen Kalifen scheint die Sache völlig anders auszusehen. Seit Abu Bakr, in Syrien lebt, konkurriert er heftigst mit der momentanen Nummer 1 der al-Qaida (übersetzt: "die Basis"). Einem Mann namens Aiman aẓ-Ẓawāhirī. Der annulierte im Juni 2013 schon, bei Saturn-Neptun-Trigon, die neue ISIS, was deren Sheijk nicht die Spur störte. Wie die al-Nusra bombt sie unter dem Dach der al-Quaida, wie amerikanische Geheimdienste sicher zu wissen glauben. Wobei man wechselnd verfehdet ist oder auch nicht. Am Ende ist unklar, was hier nun vorgespiegelt werden soll und wer eigentlich die Verwirr-Spiele immer wieder schürt. Oder ob tatsächlich nur die Untergrund-Kämpfer oder auch westliche Regierungen, die immer schon an einer Beherrschung der vielversprechenden, unkontrollierten Quellen im Nahen Osten schwer interessiert waren und ihre Verbindungen pflegten, die Wurzel des Übels sind. Der aktuelle Mann an der Qaida-Spitze ist übrigens ein Zwilling mit Sonne-Mars, dem Aspekt, den auch die ISIS mitbringt. Den internationalen Terroristen-Jägern ist er noch mehr wert, als der Kalif. 25 Millionen Belohnung stehen auf seinen Kopf, tot oder lebendig. 

Vom Mars zum Pluto: Ober- und Unterwelt

Bei allen beteiligten Radix-Bildern fällt auf, dass weniger der Pluto, dem man sonst so gern Grausamkeit unterschiebt, beteiligt ist, sondern tatsächlich der alte Skorpion-Herrscher Mars. Vielleicht deshalb, weil er physischer als der Pluto wirkt. Auch beim Kalifat finden sich wieder die Kardinal-Zeichen besetzt. Mit dem als mentaler Hetzer bekannten Mars (im Quadrat zu Pluto und Opposition zu Uranus) im Venus-Zeichen Waage, das so gern den eigenen Zorn auf den Widder gegenüber projiziert, findet sich auch ein Hinweis auf deren bekannte strategische Ader und geistige Übergriffe. Die unternimmt Venus leicht, wenn Verbindung und "Würdigung" oder "Wertschätzung" (Waage-Stichworte) ihr nicht sofort passieren. Wie auch der rudimentären Energie des Marsischen bleibt Venus das Seelische spontan fremd, das ja erst bei Pluto (analog zu seiner Entdeckung in Zeiten der aufkommenden Seelen-Suche) zum Haupt-Grund für Hass-Attacken wird.

Mars ist hingegen Reiz-Reaktion, vor-gedanklich. Er stellt schlicht und einfach den Ur-Funken des Vorwärtsdrängenden dar - zunächst noch ohne Ethik, ohne Mitgefühl. Weshalb er im Steinbock, der Mäßigung, am konstruktivsten wirkt. In seinen Feuern geht es vordringlich um die Zündung an sich, als erster Bewegungs-Impuls des Lebens. Naturgemäß kann das extrem zerstörerisch sein, da dem Widder ja der Stier folgt, dessen Formen Mars immer so energetisiert, wie er angelegt ist. Vorheriges Zeichen "füttert" immer folgendes. Hier bringt Widder also eher physische Ergebnisse, während Skorpion den Schützen in energetische Effekte zwingt.

Seit 2010 zieht nun die ISI(S) mit dem ehrgeizigen Abu Bakr eine Schneise der Zerstörung hinter sich her. Egal, ob Erwachsenen oder Kindern das Leben genommen wird. Was uns als völlig unverständlich vorkommt, wird im Nahen Osten selbst zuweilen wie ein Schachspiel aufgestellt. Die immanente Logik des Tötens ist feurig unterlegt, hat also keine Folgerichtigkeit, nur impulshaften "Sinn". Immer wieder zeigen sich deshalb auch wechselnde, aber nicht wahllose Brüche von Organisationen und Splitter-Gruppen. Was sich dabei nie änderte, war die Eskalation. Schon bei den letzten Krisen in Ägypten, Horus-Land, das auch Sonne-Mars-Konjunktion und Spiegelpunkt hat und unter den Isis-Osiris-Mythen steht, zeigten sich ähnlich die Tücken des Mars, der mit Durchsetzung und Bewegung spielt. Zuerst über Posing und später blutigen Ernst (MARS UND DIE KINDER DES FALKEN):

Denn es ist wie bei allen Kriegen, in einem selbst, gegen sich selbst. Gegen Feinde im Außen, die den inneren Feind spiegeln: Menschen werden sterben und Tode werden Menschen hervorbringen, die wieder Menschen sterben lassen. Niemand weiß genau, wo es angefangen hat, wenn Mars die Offensive anspitzt. Keiner ahnt, ob es überhaupt um etwas geht und welchen Namen dieses "Etwas" haben könnte. Soviel ist sicher: Meist stößt man am Ende doch wieder nur auf sich selbst. Beim Mars dreht sich die Welt noch um's Ich, um die Selbst-Definition, um die ewige Säure der Potenz. Ein Grund, zwei Gründe, drei Gründe. Beliebig.

Denn Mars kommt vor Merkur, der wenigstens versucht, logisch zu sein. Und in diesem Sinne ist Mars-Venus auch im ISIS-Horoskop der eiserne Nagel der Selbst-Sättigung oder drückender Art-Erhaltung, der sich ins Dasein treibt und dabei ohne Saturn, aber mit Jupiter, jedes Maß verlieren kann. Mars-Venus bedeutet ja auch: Verliebt in den Kampf, zumal im Widder. Wer sich die Transite der nächsten Jahre über die 2013er-Horoskope der ISIS anschaut, muss gar nicht viel rechnen: Es schlägt einem geradezu entgegen, wie hart man noch fighten kann, wenn erst Uranus und dann Pluto in Konjunktion und Quadrat das Widder-Stellium wie Auslöse-Maschinen abticken. Unübersehbar ist wohl auch, dass alle Opfer der ISIS den Segen der alten Mutter-Göttin Isis sehr nötig hätten - die, die bereits sterben mussten und die, die noch sterben werden. Möglicherweise auch für Geld der Industrie-Nationen, die all das ungerührt, wenn auch moralisch empört wie immer, mit anschauen.

Die Rosen der Frauen

Zu den Rätseln und Mythen rund um Isis und Oriris, das dem Leben und Tod so nahen Götterpaar mit der intensiven Berührung zu Themen des Nahen Ostens, gehört auch die Geschichte, dass die Frau den toten Mann nicht nur beweint, sondern ihn mit ihrer erdenden Kraft auch wieder zusammensetzt, um mit ihm ein Kind zu zeugen. Isis macht, wie Venus, dass Leben weitergeht, bevor Osiris (in seiner Mars-Form) wieder stirbt. Wenn Stier herrscht, geht Widder verloren. Wo Skorpion herrscht, verflüchtigt sich Waage. So ist das mit den Folgezeichen. Über Isis' Geheimnisse gibt es viel Literatur. Einer der faszinierendsten und frühesten Romane überhaupt ist: Der goldene Esel vom Philosophen Apuleius von Madauros. Eine vielschichtige Parabel über den Menschen, der erst, wenn er den Menschen von außen sieht, zu einem Tier verwandelt, dessen Eigenheiten auch als grausam erkennt. Grausamer, als selbst die Schrecken der Dämonen sein könnten.

Isis ist bei Apuleius die Himmels-Königin, die Erstgeborene der Zeit, in der sich alle Göttinnen spiegeln (links am Bildrand die Namen - auch Venus ist dabei). Nur sie hat deshalb auch die Macht, den Esel in einen Menschen zurückzuverwandeln, indem sie ihm Rosen zu essen gibt, die Blumen der Aphrodite, der Schaumgeborenen. Wenn das Weibliche dem Männlichen, wie hier, im neuen ISIS-Radix, aber untertan ist, und die Panik der Menschen vor dem schlagenden und schneidenden Mars von der Venus sogar unterstützt wird, ist es schier unmöglich, wieder zur Menschlichkeit zu kommen. Interessant dabei, dass der Glaube an Isis und Osiris auch ein "Beweinungs-Kult" war. Ausgerechnet ein Stier, der den toten Gott darstellen sollte, wurde gehäutet und bejammert. Man wusste ja, dass Isis die Leichen-Teile zusammensetzen und neu zum Leben erwecken würde.

Fast nie tauchen solche Isis-Frauen, die heilen, bei der terroristischen ISIS oder rund um die anderen brutalen "Freiheits-Kämpfer" auf. Aus Männer-Ländern, die vorgeblich um Rechte kämpfen, aber in Wahrheit auch nur die Methoden der "Unterdrücker" potenzieren. Kampf bleibt Kampf und Tod bleibt Tod. In diesen Zusammenhängen, wo Krieg um des Kriegs Willen fortgesetzt wird, wie in einer Gebetsmühle, fehlt die Balance zwischen den Polen komplett.

Gleichgewicht die wäre Sache der immer schwankenden, mentalen Waage-Venus, sobald sie, wie so oft, mit der Aggression des Mars gegenüber konfrontiert wird. Was rückwärts im Zodiak dann einen Schneeball-Effekt erzeugt, worauf die physische Stier-Venus, Schützerin der Herde, den Mars im Widder hinter ihr, in seine Energie für, nicht gegen hinein stabilisieren kann. Das Problem: In diesen Gesellschaften und der Religion, die Gruppen wie ISIS irrtümlich so hoch extremistisch, marsisch und männlich auslegen, existieren faktisch nicht mal Frauen, die jemals groß genug werden dürfen, um ausgleichend zu sein. Einen Esel aber, der seine eigentlich menschliche Natur nur als demütigend kennengelernt hat und diese Züge sogar weiter heiligt, braucht Isis-Venus gar nicht erst mit Rosen füttern. Mars isst keine Rosen, er bricht sie höchstens ab. Und im Tierkreis sitzt das Problem der eskalierenden Wut auch viel tiefer: Venus des Stiers, die der physischen Frau entspricht, hängt leider immer auch von der Art des Inputs eines Widder/Mars' ab. Solange der sie in Angst hält und sie dann, scheinbar geschwächt, mit seiner Zielstrebigkeit wieder absichert, wird die Unterdrückung darin blind hingenommen. Venus wird seine Ziele stützen, nur um nur nicht wieder leer zu sein. Dann kommt es dazu, dass die Leichengöttin Venus Libitina weiter die Toten-Listen für Mars in der Ober- und Pluto in der Unterwelt führt. Dass es auch umgekehrt funktionieren kann, geht leider oft verloren. Der Ausweg liegt in Wert und Wertigkeit, die direkt von der marsischen Venus im Horoskop der neuen ISIS und selbst durch den neptunischen Mond auf Merkur, die das Denken prägenden Mütter, an die Kinder der Krieger ausgeliefert werden könnten. Denn: Nur wo Venus schwach ist, kann Mars stark bleiben.

Dann wird er allerdings nie Leben mit ihr fortführen, sondern nur Tod. Osiris aber geht durch den Tod und wird durch Isis/Venus' Zauber und Tränen von einer eigenständigen, starken Frau wiedererweckt zum lebenden, verletzbaren Menschen. Um mit ihm - vor seinem neuen Tod, der Krönung im Königstum der Unterwelt (Mars wird dort ja zum Pluto) - einen Sohn zu zeugen. Horus, den Beschützer der Kinder, mit Sonne und Mond als Augen. Wobei das gesunde Mond-Auge immer am tiefsten schaut. Isis hat sich bei Problemen übrigens in den Milan, einen wilden, autonomen Vogel, verwandelt. Wo die Venus dementsprechend zum unabhängigen Uranus wird, über Wassermann, auf den sich Stier nun mal spiegelt, erfolgt erst die Trennung vom Mars und manchmal auch vom Krieg.

Für die Kinder - und das Dasein an sich, das nur sie fortsetzen. Eine Analogie für die nötigen Wege, da drüben, gar nicht so weit von uns entfernt, gerade, wenn die astrologischen 2013er Stellungen der ISIS nun bald auch noch vom befeuernden Löwe-Jupiter überbläht werden. Diese Ereignisse schieben wir zu oft als fern und "unzivilisiert" weg. Als wären sie aus "1001 Nacht", einem Märchen, das wir einfach abspalten können, um uns mit unserem eigenen Verhalten besser zu fühlen. ISIS hält aber auch dem Spiegel vor. Für alles, was Mars und Venus überall destruktiv einsetzen. Wilde Rituale für sehr, sehr schwierige Zeiten, in denen wir jetzt leben. Wo ISIS und Isis nie nur anderswo wirken, sondern als Prinzip durchaus auch bei uns, zuhause. Man muss nur ganz genau hinschauen.

Bilder (bearbeitet): Monotheist (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)] + Keith Schengili-Roberts (Own Work (photo)) [CC-BY-SA-2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)] + Gaspare Oselli (Italy, 1536-1585), Giorgio Ghisi (Italy, Mantua, 1520-1582) [Public domain] all via Wikimedia Commons

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Original-Artikel von www.astrologie-zeitung.de
Autorin: Susanne Riedel Plenio

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