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In Memoriam: Robin Williams

Comedy can be a cathartic way to deal with personal trauma. 

Robin Williams (1951-2014)

Eigentlich sollte man an dieser Stelle nur noch das Geburtsbild von Robin Williams einstellen, zusammen mit den aktuellen Auslösungen. Denn beides, die obige Aussage und die astrologische Bildsymbolik, ergänzen sich perfekt, viel mehr muss man nicht wissen, um zumindest nachvollziehen zu können, wie schwer die letzten Wochen und Monate für ihn gewesen sein müssen. Für einen Skorpion-Aszendenten mit Herrscher Pluto am MC bedeutet schwer nicht unbedingt, dass ausschließlich äußere Umstände die Gründe sind, warum man sich an einem bestimmten Punkt entscheidet, dem eigenen Leben ein Ende zu setzen. Denn sie sind meist kritischer sich selbst als anderen gegenüber, benennen eigene Fehler klarer und deutlicher und empfinden eigene Schwäche oder ein Versagen im Kampf gegen diese als unerträgliche Niederlagen. Auch die Symbolik des Skorpion, der das eigene Gift notfalls auch gegen sich selbst einsetzt, wenn er in eine unerträgliche Situation gerät, ist kein Ausdruck von Schwäche, sondern ein Hinweis auf den absoluten Willen zur Selbstbestimmtheit.

Comedy

Robin Williams begann, wie so viele seines Fachs, als „StandUp Comedian“. Die Fähigkeit zur Performance findet sich dann auch ganz plakativ in der Merkur-Pluto Konjunktion im Löwen am MC. Ein klassisches Bild für Jokes, bei denen einem manchmal auch das Lachen im Halse stecken bleibt. Aber der Motor, der jede Performance bei Williams antrieb, war die Mars-Uranus Konjunktion im Krebs. Mars ist schon schnell und Uranus sprengt jeden Rahmen. Beide zusammen bringen im besten Fall das Talent mit sich, jeden Augenblick intuitiv zu erfassen und das eigene Tun entsprechend auszurichten. Es war diese Spontanität, die ihm zu seinem ersten, großen Durchbruch als Mork vom Ork verholfen hat.

Bei den Auditions für die Rolle wurde Williams aufgefordert sich auf einen Stuhl zu setzen, was er prompt tat, aber mit dem Kopf zuerst. Später dann als die Serie ein Erfolg wurde, ließ man Williams Raum für diese Spontanität. Oftmals endeten die Script-Vorgaben mit dem Satz „Mork can go off here…“, eine Aufforderung an Williams, jetzt frei zu improvisieren. Auch seine späteren Auftritte in Talk-Shows oder vor einem großen Publikum waren von dieser Dynamik geprägt (siehe Video-Link). Gags sprudelten im Sekundentakt aus ihm heraus und viele  davon waren neu und nicht geplant, nur dem Augenblick geschuldet. Für die Bühne eine hervorragende Konstellation, aber was passiert damit nach einem Auftritt?

Katharsis

Denn diese Energie ist ja nicht auf Abruf verfügbar, es ist ein Dauer-Stakkato, das auch im normalen Leben nie aufhört. Bestenfalls kann man sich das als eine große, innere Unruhe vorstellen, schlimmstenfalls sind das aggressive Ausbrüche und drastische, kaum nachvollziehbare Stimmungswechsel. Denn Mars-Uranus im Krebs wird hier von Mond in den Fischen beherrscht, der wiederum von Neptun. Beides bringt den Hang mit sich, Drogen und Alkohol als Medium zu verwenden, um das innere Chaos zu ertragen. Die Opposition von Neptun zu Jupiter beinhaltet dann auch die Anlage zu überbordenden Exzessen aller Art, vor allem da beide auch noch im Quadrat zu Mars-Uranus stehen. Natürlich zeigt sich hier auch eine andere, eine spirituelle Seite. Ein Zugang zu tieferen Bereichen des eigenen Seins, die man bei einem Komödianten nicht vermuten würde.

Auch das fand seinen Ausdruck im Schaffen von Williams. Filme wie „Good Will Hunting“, „König der Fischer“ und der „Club der toten Dichter“ zeigten seine andere, feinfühlige und auch verletzliche Seite. Der Kampf gegen die eigenen Schwächen und Süchte war deshalb ein zentrales Lebensthema, weil seine eigene Wahrnehmung subtil genug war, um die Unvereinbarkeit von Drogen und Menschlichkeit zu erkennen. Aber dieser Kampf ist eben auch einer, der nie wirklich enden kann. Vor allem dann nicht, wenn das Ursprungsthema durch aktuelle Auslösungen völlig neue und intensive Färbungen bekommt und diese sich dann noch zu einer geballten Ladung summieren.

Williams' aktuellen Transite, Pluto in Opposition und Uranus im Quadrat zu Mars-Uranus, kann man bestenfalls als große spirituelle Herausforderung bezeichnen. Kommt dann aber gleichzeitig  noch Saturn über den eigenen Aszendenten hinzu, wird es sehr schwierig, mit diesen Veränderungen aktiv und selbstbestimmt umzugehen. Und noch schlimmer – Williams gehörte zu den Menschen, für die das große Quadrat Anfang dieses Jahres eine sehr persönliche Angelegenheit wurde. Dort wo andere die Spannung nach außen projizieren konnten, war er gezwungen, sie auf sich selbst zu beziehen und zu verarbeiten. Mars, Uranus, Jupiter und Neptun – sie alle waren eingebunden in diese herausfordernde Zeitqualität.

Persönliches Trauma

Robin Williams hat Zeit seines Lebens mit seinen Drogen- und Alkoholproben gekämpft. Als Grund gab er in einem Interview mit dem Guardian „Angst“ an. Angst vor allem, Angst als ein generelles Grundgefühl. Man kann annehmen, dass unter seinen aktuellen Transiten diese Grundangst wieder umfassender und stärker wurde. Da gibt es dann sicher auch „gute Tage“, an denen man wieder Hoffnung schöpft, auf ein entspanntes und ruhigeres Leben. Aber eben auch Tage, an denen sich Hoffnungslosigkeit breit macht, Verzweiflung um sich greift. Tage, an denen man keinen Sinn mehr darin entdeckt, gegen all die inneren Dämonen und Schatten anzukämpfen, wo man sich nur noch nach Ruhe und einem Ende der Überforderung sehnt. Da braucht es auch astro-energetisch nicht mehr viel, um das Fass zum Überlaufen zu bringen, wenn es sich über Monate und Jahre hinweg gefüllt hat.

Der Vollmond, der fast exakt auf Williams Pluto stattfand, mag da dann den Ausschlag geben. Stunden und Minuten, die sich gefühlt wie Ewigkeiten hinziehen, in denen die Spannung und der Druck ins Unermessliche steigen. Und am Ende einer dieser Ewigkeiten trifft man dann eine Entscheidung. Wenn sich der Anfangsverdacht einer Selbsttötung bestätigen sollte, dann hat das in seinem Falle eine besondere Tragik. Denn unter den vielen Filmen, die Williams gemacht hat, ist auch einer über den Tod. „Hinter dem Horizont“ (Originaltitel: What Dreams may come) ist ein Film über die Zeit danach, über einen Zustand und eine Erfahrung, in der jeder Gedanke und jeder Wunsch Wirklichkeit wird.

Der Himmel wird durch die eigene Vorstellung erschaffen, ebenso aber die Höllenwelten, in denen sich auch diejenigen wiederfinden, die ihrem Leben selbst ein Ende gemacht haben. Es ist ein Film über Schicksalsschläge, über Verzweiflung und über die unbewussten Muster, die unser Leben mehr bestimmen, als wir oft ahnen. Letztendlich ist es aber vor allem ein Film über die Kraft der Liebe. Denn Chris (Williams) entscheidet sich irgendwann vom Himmel in die Höllen zu wandern, um dort bei Annie, seiner großen Liebe zu bleiben, die dort gefangen in ihren eigenen Vorstellungswelten ist. Gemeinsam lösen sie die Illusion auf und können sich dann für ein neues Leben entscheiden.

Vielleicht war es diese Hoffnung, dass es im Leben danach leichter sei, mit all den inneren Erscheinungen umzugehen, die Robin Williams zu diesem Schritt veranlasst hat. Vielleicht hätte man ihn davon abbringen können, wenn er gewusst hätte, dass auch die schlimmsten Zeiten im Leben ein Verfallsdatum haben. Dass nicht in einer ungewissen Zukunft liegt, sondern sehr genau bestimmt werden kann. Denn oft ist es ja die Vorstellung, dass der erlebte Druck und die Spannungen nie wieder nachlassen werden, die Menschen so verzweifeln lässt, dass sie keinen anderen Ausweg mehr sehen. Auch seine jetzigen Auslösungen und die damit verbundenen Erfahrungen hätten in absehbarer Zukunft den zwingenden Charakter verloren. Es wäre noch ein schwieriger Weg geworden, aber vielleicht hätte es sich auch gelohnt, diese Herausforderung anzunehmen.

So bleibt nur der Dank an einen wunderbaren Schauspieler mit einer besonderen Gabe. Der Gabe, andere für Momente aus ihren eigenen Welt-Vision zu holen, sei es durch seinen tiefschwarzen Humor oder durch Filme und Geschichten, in denen am Ende das Gute doch meist gewonnen hat. Ansonsten möchte man sich Robins Tochter Zelda anschließen, die diesen Tweet veröffentlicht hat:

Lachende Sterne, am Ende dann doch. Alles Gute, Robin, die Reise geht weiter…

Titelbild: Bild (bearbeitet): Eva Rinaldi - Flickr: Robin Williams [CC-BY-SA-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

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Original-Artikel von www.astrologie-zeitung.de
Autor: Harald Lebherz

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