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Loop! Astrologie-Zeitung

Zweimal überlebt: Ein Fisch im Glück

Maarten de Jonge ist Straßen-Radrennfahrer mit Fische-Sonne plus Quadrat zum Schütze-Uranus und noch nicht 30 Jahre alt. Der Mann, dem mit dieser Konstellation immer wieder Unerwartetes passieren kann, hat kürzlich mindestens zweimal eine Begegnung mit dem Tod überlebt. Denn der Holländer mit dem stützenden Jupiter-Merkur-Sextil hatte beide Male die Unglücks-Flüge MH370 und MH17 der Malaysia Airlines gebucht und war dann doch kurzfristig abgesprungen. Wie kommt so etwas astrologisch zustande? Ist hier eine besondere Glücks-Anlage am Werk?

Vermutlich nicht, obwohl Jupiter-Merkur einen feinen Sinn für die richtige Zeit und den richtigen Ort mitbringen kann. Aber letztlich bleibt ein Sextil ein eher schwacher Aspekt. Wobei es hier mehrfach aktiviert wurde. Auffälliger noch ist jedoch fast durchgängig bei Opfern von Absturz-Katastrophen wie auch anderer Tragödien, die meist sehr starke Verbindung zu auslösenden größeren Mundan-Transiten, die schwierige, persönliche Langzeit-Überläufe berühren. Die fehlten bei dem Sportler, dessen eigentlich brisante Sonne-Uranus-Spannung sogar durch Uranus im stärkeren Trigon zu sich selbst vorübergehend gemildert wurde.

Auch ohne Geburtszeit kann man sehen, dass er weder in direkter Anbindung zum Uranus-Pluto-Quadrat steht (es sei denn, Waage-Mond befände sich bei möglicher Nacht-Geburt im sehr frühen Orbis), noch die aktuelle Saturn-Rezeption bereits einen zwiespältigen Kontakt zum Radix macht. Hätte er in einem der Flugzeuge gesessen, wäre kein "großer", brisanter Überlauf feststellbar gewesen. Mars-Mars-Opposition war vermutlich gerade eben vorbei (wie auch im Frühjahr in Kuala Lumpur), als de Jonge, der für ein malaysisches Team fährt, in Amsterdam in letzter Minute vom MH17-Flug absprang, der über der Ukraine sein Ende fand. Eine andere Gesellschaft bot überraschend ein 300 Euro günstigeres Ticket an. Sein "Geiz", schreibt der Sportler später, habe ihm sozusagen das Leben gerettet. Venus, die für Werte steht, in Konjunktion zum Widder-Mars, handelt eben gern schnell und impulsiv. Auch als MH370 im März nach Peking startete und verloren ging, entstanden Aspekte, die ihn stützten. Saturn war immer noch trigonal und stabilisierend im Umfeld seiner Sonne unterwegs. Mond, beim Start am DC, befand sich im Trigon zu de Jonges Jupiter und löste maßgeblich Merkurs Aspekte mit aus, unter anderem sein eigenes, glückhaftes Sextil und die völlig unbewussten Ahnungen des Neptun.

Im Geburts-Bild (rechts, ohne Zeit, Mittags-Stände) zeigt sich tatsächlich mit dem chronischen Sonne-Uranus-Konflikt ein starker Bezug zu plötzlichen, oft auch schwierigen Ereignissen (gern rund um "technische" Probleme). Was aber andererseits die sonst gemächlicher schwimmende Fische-Sonne auf Trab bringt. Gut für den Sport und Geschwindigkeit, während funktionierende Intuition beim neptunischen Stand der Lichter ohnehin häufig inbegriffen ist. Auch wenn der junge Niederländer seine hilfreichen Impulse mit Neptun-Merkur-Quadrat von Steinbock nach Widder nicht immer unbedingt sofort richtig ein- oder zuordnen kann. Selten kommen sie einem zu Bewusstsein, sind aber da. So handelt auch er vielfach einfach nach dem, was ihm gerade in den Kopf kommt - Fluch und Segen eines Widder-Merkur.

Am Tag, als der Vielflieger in Kuala Lumpur auf seinen Abflug nach Peking wartete, befand sich Merkur im engen Quadrat zu seiner Knoten-Achse. Quadrate sind ja Blindheits-Aspekte. Um ihre "Botschaften" lesen zu können, muss man buchstäblich um die Ecke sehen. Und meist wirken sie auch ebenso blind und beschreiben ein Verhalten, das sich gegen bewusste Eingriffe oder Einsicht immer wieder wehrt. Die Knoten-Achse, die der Mundan-Merkur im Wassermann bei de Jonge zum Start der ersten Maschine so beleuchtete, steht bekanntermaßen auch für schicksalshafte Entwicklungen.

In diesem Horoskop findet sich ja zusätzlich eine fast klassische Schicksals-Prägung schon in der Grund-Ausstattung: Jener Süd-Knoten mit Saturn im Skorpion, ein Aspekt, der eben nicht umsonst manchmal auch "Begegnung mit dem Tod" genannt wird. Dieses Thema ist meist schon früh ein akutes, auch wenn es sich nicht aktiv zeigen muss, sondern wie die Ausläufer eines vorüberziehenden Wetters. Hier kann sich die Anlage aber durch Sonne aus der Komfort-Zone Fische immer wieder ins Konstruktive wenden. Als die Boeing im Frühjahr ins Ungewisse abflog, hatte der Holländer am nächsten Tag Geburtstag, sprich, Sonnen-Gleichstand. Er ging nicht mit an Bord, redet jedoch nie von Ahnungen oder Intuition, die man hinein geheimnissen könnte.

Sondern von seinem Glück, das er nach dem zweiten Mal kaum noch begreifen kann. Auch beim Abflug von Schiphol (links oben) stehen zwei Planeten an den Achsen. Mars und Jupiter, gerade im Löwen, der mit dem Zeichen-Übergang für de Jonges absicherndes Merkur-Jupiter-Sextil (übersetzbar auch als 'mehr Glück als Verstand') erstmalig maßgeblich wird. Diesmal sitzt Mond direkt in der Konstellation im Widder, die er beim ersten Flug schon im Sextil berührte. Der mundane Merkur hat die Gefahren-Bereiche des Quadrats zu sich selbst gerade überlaufen, nur Sonne-Mars betrifft seinen Mars noch isoliert. Aber dazu wandert Uranus, der im Schützen besonders auch Plötzlichkeit in Bezug zum Ausland symbolisieren kann, weiter in das Trigon zu sich selbst hinein und lässt einen guten Ausgang ahnen.

Ausschlaggebend sind vermutlich eben doch die großen Transite der Langsamläufer, die so anfällig für die ebenso großen Wendungen des Daseins machen und vielfach über den Horoskopen von Menschen wirken, die Tragödien aktiv erleiden. Nicht als Muss-, sondern als Kann-Ereignisse, die sich in einem Radix abzeichnen. Maarten de Jonge, der überglückliche Fisch, hat jedoch erst am Jahres-Ende seinen Saturn-Return. Hätte dieser Prozess früher gelegen und er wäre viel geflogen, würde auch das als wichtige Einzel-Konstellation kaum genug Unterlage für dramatische Entwicklungen bieten. Um ein ungewöhnliches Risiko anzuzeigen, sollte eine persönliche Einflug-Schneise im Spiel sein. Darum weiter gute Fahrt, guten Flug und gute Eingebungen! 

Bild (bearbeitet): Wikimedia Commons

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Original-Artikel von www.astrologie-zeitung.de
Autorin: Susanne Riedel Plenio

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