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Kein Wunder? Die heilenden Heiligen

Heiler und Heilige haben astrologisch manchmal ähnliche Konstellationen. Aber viele Zeichen brauchen nicht mal Wunder, um zu wirken: Der eine der zwei Neu-Heiligen der letzten Tage ist "Reisepapst" Karol Wojtyla, mit seinem Neptun-Jupiter am MC, im Trigon zu Chiron. Der andere hieß bürgerlich wie ein Zirkus - Roncalli - und als oberster Hirte dann Johannes XXIII (oder auch Papa Buono). Auch er kam mit der Neptun-Jupiter-Konjunktion daher, allerdings plus Bonus-Chiron aufgesetzt. Der Dritte im Bunde, Franziskus, wurde nun ihr Fürsprecher, mit Neptun-Chiron-Quadrat in Spannung zur Schütze-Sonne. Ein Signum bei drei unterschiedlichen Männern, die in der Kirche jetzt Schlagzeilen machen.

Unüblich rasch sprach der Papst die beiden Vorgänger zugleich heilig, eine Premiere. Obwohl einer von ihnen, der 23. Johannes, noch nicht einmal das berühmte zweite "offizielle" Wunder zu bieten hat, das man normalerweise vorweisen muss, um weltweit formal-korrekt angebetet zu werden. Dafür tauchten jedoch sofort rund um den Akt der Akte mehrere unbestätigte Erzählungen auf - über seine Taten, Mirakel und Erscheinungen. Ja, die katholische Kirche will eben nicht mehr päpstlicher als der Papst sein. Man bricht weiter Traditionen - wie seinerzeit die neuen Heiligen selbst. Ob nun aber heilig nur ist, wo heilig draufsteht, fragt man sich nach wie vor etwas hilflos. Amtlich bestellt anbetungswürdig zu werden, erinnert fast ans Finanzamt.

Während jeder Heiler Mustermann, un-katholisch, zwar astrologisch ebenfalls meist ganz gut ins Raster passt (dazu später), benötigt der Kirchen-Heiler oder -Heilige üblicherweise immer noch seine mindestens zwei in Rom abgestempelten Phänomene, um nach vielen, vielen Jahren Wartezeit dann in den Status des kirchlichen Wundertätigen aufzusteigen. Heilig wird aber nur, wer auch Heil bringt, das heißt, irgendwie auch heile macht. Womit wir astrologisch beim Werk von Jupiter und Neptun ankommen. Sie arbeiten stets als Gegenspieler von Merkur, der auseinandernimmt, was zusammen gehört. Die Einzelteile fügen seine beiden Pole wieder zusammen. Wenn's gut läuft, auch gern wundersam. Wichtige Fußnote als Hinweis auf Heilkräfte (vor allem, wenn sie mit Verwundung oder Stigmata einhergehen) ist natürlich Chiron, Verwandter des Jupiter. Kommen alle drei im Radix zusammen, mag sich im Leben des Trägers tatsächlich das eine oder andere Wunder ereignen. Wobei die Sache durchaus auch passiert, wenn man gar nicht katholisch ist.  

Nur angebetet wird man dann dafür meistens nicht. Was ja auch ganz angenehm sein kann. Die beiden offiziellen Neu-Heiligen (rechts im Vergleich, Quelle: Astro-Databank, Rodden-Rating A + AA) weisen jedenfalls mit Jupiter-Neptun erst einmal generell die religiösen (Jupiter = das eher menschen-gemacht-gedacht Göttliche) und jenseitigen (Neptun = wahrhaftig Namenloses) Marker in Verbindung auf. Solche Kontakte finden sich bei den "spirituelleren" Päpsten gern auf die eine oder andere Art, auch sekundär über Herrscher oder - wie bei Franziskus - durch Sonnen- oder Mond-Einbindungen per Schütze- oder Fische-Zeichen. Was dann ein vielleicht fehlendes Komplett-Branding zurück in die Konstellation trägt. Kommt Chiron dazu, wird es noch deutlicher.

Mit ihm tauchen möglicherweise wirklich Phänomene auf, die man allgemein Wunder nennt - weil man sie nicht beweisen oder erklären kann. Wie auch, ob hier denn wirklich "nur" (was heißt nur?) der Glaube der Geheilten stärker war, als alle üblichen Regeln der Realitäten. Zur Not auch ohne Beteiligung der Heilenden (Päpste oder nicht). Jupiter-Neptun ist zwar an sich gern eine Kirchen-Konstellation, gerade bei hohen Würden-Trägern. Weil damit aber manchmal ein wahrhaftiges Wissen um die einengenden Konstrukte des Religiösen dessen übliche, reine Verordnung von Glaubens-Inhalten auf- und ablöst, haben die Träger dann zuweilen auch das Ticket zur Größe des "üblicheren", weil öffentlicher praktisch tätigen, auffallenden Heilers in der Tasche der Falda (weißer, päpstlicher Halbrock). Bzw. die Türen zu den unnennbaren, völlig unklerikalen, überraschenden Wunder-Welten weit geöffnet. Eine starke Durchlässigkeit prägt solche Ausnahme-Persönlichkeiten unter den Fischerring-Trägern dann also, für genau das, was eben hinter den Kirchen-Prinzipien des Menschen steht und sowieso nie in Worte gefasst werden kann. In jeder Religion, die sich Menschen ausgedacht haben, mit deren Human-Viionen sie das vermutet "Göttliche" auf begreifbare Hirngröße festnageln.

Einer der am wenigsten umstrittenen "Heiligen" der letzten Jahrzehnte war nun zwar Kirchenmann, aber gar kein Papst - Padre Pio oder Francesco Forgione (links, Rodden Rating AA, via Astro-Databank). Er wurde auch erst 2002 unter Wojtyla heilig gesprochen, über 30 Jahre nach seinem Tod. In seinem Chart steht Chiron im nahen Spiegelpunkt zum Mond, dem Herrn 9, und im engen Sextil/Trigon zu den Knoten. Erneut ergibt sich bei ihm gleich mehrfach Jupiter-Neptun, zunächst im grad-genauen Quinkunx direkt. Dazu auf der Häuser-Ebene über Jupiter in 12, ebenso direkt, und über eine Herrin 12, Venus, vorn in Haus 9, in Konjunktion mit Herrn 9, Mond und unter seiner direkten Beherrschung. Letztlich entsteht so eine Ballung von "gelebten" Entsprechungen für Jupiter-Neptun. Dazu kommen ein Chiron-Jupiter-Trigon (4 Grad Orbis) und eine Merkur-Neptun-Konjunktion. Solche großen Kontakte zwischen angewandter Ratio und dem Ewigen, die dominant die Achse der so anderen, speziell vernetzenden Wahrnehmung zusammenbringen, finden sich auf einem Boden vom 9. mit 12. Prinzip öfter. Jedenfalls im Dunstkreis unverhoffter, spiritueller Erscheinungen. Padre Pios Heilungen waren insofern auch so ungezählt wie die Wunden an seinen Händen. Was immer die auch letztlich bewirkt hat.

Andere, als "Heiler" dieser Tage zumindest öffentlich Berufene, haben solche Plakativitäten nicht unbedingt ganz so umfangreich im Natal, aber immerhin doch findbar. Bei "Braco" - Josip Jelavic - dem Kroaten, der in den letzten Jahren von sich reden machte - findet sich Sonne-Neptun im Trigon zu Chiron und Jupiter dazu etwas abgeschlagen in Jungfrau. Aber möglicherweise steht das Zentralgestirn eben schon im Schützen und bringt so den Jupiter-Aspekt eben mit (Zeit fehlt). Bei João Teixeira de Faria ("de Deus") aus Brasilien ist es umgekehrt - Sonne-Jupiter im Neptun-Spiegelpunkt, mit frei flottierendem, nicht angebundenem Chiron. 

Auch Sri Sathya Sai Baba, der berühmte, wenn auch umstrittene indische Guru und Heiler, den seine Anhänger feierten und den die Kritiker mehr oder weniger erfolglos zu entlarven versuchten, hatte ein beziehungsreiches Neptun-Chiron-Trigon und ein weites Sonne-Jupiter- sowie engeres Sonne-Neptun-Quadrat. Die Geburtszeit ist leider mit XX geratet und damit nur sehr eingeschränkt zu gebrauchen. Geht man aber von der Richtigkeit dieses Radix (rechts) aus, Quelle Astro-Databank, sitzt der Neptun dazu in 9 und die Herrscher 9 und 12 stehen wiederum aufeinander und machen den Marker passend für das Wunder-Muster. Bruno Gröning (30.5.1906), einer der bekanntesten "Geistheiler" in Deutschland, wies im Horokop ebenfalls Chiron am Südknoten im Trigon zum Jupiter auf, der bei seiner Zwillinge-Sonne stand. Neptun spielte bei ihm auf den ersten Blick eine eher untergeordnete Rolle. In Konjunktion mit Venus ist eine entsprechende Felder-Betonung möglich. 

Aber noch einmal zurück zu den geheiligten Päpsten, die in der kirchlichen "Buchführung" nun als gesichert gelten. Nach Angaben von KATHOLISCH.DE drückt Papst Franziskus, frei übersetzt, bislang schon mal ein Auge zu, wenn es um die althergebrachten Wunder-Nachweise bei der Heilig-Sprechung geht: Bei gleich fünf von 8 durchgekommenen Kandidaten in seiner noch kurzen Amtszeit verzichtete er bislang auf die sonst so dringend ersuchten nötigen Wunder-Nachweise. Denn es gibt - wie für so einiges in der Kirche - natürlich auch Umgehungs-Straßen in solchen Fällen. Den Verwaltungsweg, zum Beispiel, falls man allgemein und überall der Ansicht sein sollte, dass jemand sowieso fast schon heilig ist. Dieses "Schlupfloch" wählten aber vor ihm kaum andere Päpste.

Der 23. Johannes, der inoffiziell bereits einigen Siechen und Kranken bei der Gesundung behilflich gewesen sein soll, ist wider alle Hindernisse auch formal heilig geworden. Bei Karol Wojtyla lag die Sache sowieso ganz anders. Hier standen für die Kirche die benötigten Phänomene schon länger außer Frage. Einerseits betraf die nachgewiesene Wunder-Heilung eine Frau aus Costa Rica, die von einem gefährlichen Aneurysma plötzlich genas, nachdem ihr dieser Papst erschien und sprach: "Steh auf und hab‘ keine Angst, dir geht es gut!" Leider fehlen von der 53jährigen Mutter noch die Geburtsdaten. Anders bei der zweiten "Miracolate".

Soeur Marie Simon-Pierre, eine Fische-Sonne (links, 27.2.1961, ohne Zeit) gehört dem Orden der „Kleinen Schwestern der Katholischen Mütterschaft“ an. Jahre litt sie, mit Wojtyla, an Parkinson'scher Schüttellähmung, die sich genau zum Todestag des Papstes 2005 (Uranus auf ihrer Sonne) noch einmal verschlimmerte. Als Nordknoten dann aber auf ihrer Venus stand, zwei Monate später, kam es zum besagten Wunder: Ihre Mitschwestern hatten immer wieder intensiv für sie (zum alten Papst) gebetet und plötzlich war die Krankheit auf einen Schlag verschwunden. Wie bei der Südamerikanerin, Wunder-Rettung Nummer 1, ohne dass irgendein medizinischer Grund erkennbar gewesen wäre. Soweit das kirchliche Untersuchungs-Ergebnis. Schwester Marie, der schon mit 12 Jahren klar war, dass sie ins Kloster gehen würde, hat nun recht passend im Radix Sonne-Chiron-Südknoten in den Fischen - und damit einen Teil der schon genannten Marker über Zeichen und Faktoren im Geburts-Horoskop. Wojtyla setzte ihr zudem Uranus auf den Knoten und Chiron und seinen Nordknoten in die Nähe des Neptun. Beide "Miracolate" waren übrigens jetzt dabei, als er und der 23. Johannes schnell, ohne Federlesens, unter größter Beteiligung des Volkes und voller Inbrunst in die Gemeinschaft der Heiligen aufgenommen wurden.

Ganz Rom tobte sozusagen, denn auch Benedikt, der abgedankte Vor-Papst, war bei der feierlichen Messe leibhaftig anwesend. Jetzt haben die beiden dahingeschiedenen Päpste die zweifelhafte Ehre, dass ein Stück Haut (von Johannes) und eine Ampulle Blut (von Johannes Paul) als Reliquien ab sofort mit angebetet werden dürfen. Passend dazu hat Letzterer nun nachträglich Sonne Quadrat zu Jupiter-Neptun (die Heiligung hätte ihm persönlich vielleicht weniger zugesagt) und vor kurzem Chiron sowie in Kürze noch Jupiter im Trigon zu den Knoten zu gewärtigen. Der "wunderlose" 23. Oberhirte steht ebenfalls posthum unter einem sprechenden Transit - von Chiron und Jupiter zu Neptun-Chiron-Jupiter im Geburts-Bild. Alles bleibt also im Rahmen der rätselhaften, wunderlichen Muster. Dass die Heilig-Sprechungen am festen Glauben der Anhänger sowieso nichts ändern werden, war dabei ja noch nie die Frage. Über alle pompösen, überhöhenden Glaubens-Richtungen hinweg kommt eben nach Jupiter immer der zeitlose, wissende, religionslose, ahnenswerte Neptun.  

Bilder (bearbeitet): gnuckx [CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], + Public Papers of the Presidents of the United States - Photographic Portfolio--1993 Vol. II, both via Wikimedia Commons

LOOP! bei Astrodienst
Original-Artikel von www.astrologie-zeitung.de
Autorin: Susanne Riedel Plenio

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