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Loop! Astrologie-Zeitung

Von Blumen, Tigern, Stieren und Omen

"Nichts erzeugt immer etwas, wenn auch nur für einen winzigen Moment." (Lawrence Krauss, Physiker)

Omen sind im Grunde auch nichts anderes als akausale Bezüge, die Ereignisse zwar unbegründbar, aber sinnhaft miteinander verknüpfen. Analogien, wie die, mit denen die Astrologie arbeitet. "Ich konnte mir nicht helfen," sagte Peaches Geldof irgendwann nach der Geburt ihres zweiten Babys, "aber es war, als hätte Mum da ihre Finger im Spiel gehabt. Es gab diese verrückte Synchronizität in allem." Die Zufälle hörten nicht auf, bis zuletzt. Was Medien jetzt wieder, nach neusten Erkenntnissen über den plötzlichen, völlig unerwarteten Tod, "einen Fluch" nennen, spiegelt sich astrologisch oft in Genealogien als ungelöste Anteile. Aber die Geschichte dieser Familie ist so heftig, das es wirklich schwer fällt, nicht wieder das berüchtigte Schlüsselwort Schicksal zu bemühen. Vielleicht setzt man neptunischen Schwaden, Rätseln, deshalb besonders leicht die große, optimistische Vision eines göttlichen Jupiters entgegen. Irgendwann muss doch die Welt auf die Füße fallen, irgendwann gut werden, bleiben. 

Da sind also die Kinder mit eigentümlichen Namen, Insider und Außenseiter, besonders, weil sie die Ausnahmen lieben, seelische Extremisten, auch viel Erfolg. Da sind Dramen, die sich ähneln, in ihrem Fluss, wie in griechischen Tragödien. Da war eine Paula Yates, Stier-Sonne mit Skorpion-Mond, die im September 2000 nachts an einer ungewollten Überdosis Heroin starb, offenbar, weil sie zu wenig, nicht etwa zu viel Erfahrung damit hatte. Auch wenn die Mutter von vier Töchtern sonst durchaus das wilde Leben und die wilden Substanzen suchte. Da blieb Peaches, ein Kind von vieren, das zur Hinterbliebenen wurde, um die sich ein Waage-Vater, zwischen Genie und Freak, sehr bemüht kümmerte. Aber manches kann man nicht ersetzen. Da war Peaches erster Sohn, Astala, der zufällig für einen 24. April erwartet wurde, am 53. Geburtstag seiner toten Großmutter Paula. Er kam früher, dafür holte man Phaedra, den zweiten, kaum ein Jahr danach mit Kaiserschnitt ebenso zufällig am 24. April, Yates 54. Geburtstag. Für Peaches wie eine merkwürdige, unerwartete, ersehnte Berührung ihrer vermissten, gestorbenen Mutter.

Wenn nun gemeldet wird, dass sich ausgerechnet deren Geschichte nun auf ganz eigentümliche Weise wiederholt hat, tauchen Venus' Liebe, Jupiters Überschwang, Neptuns Sehnsucht, Ödnis, Leere auf. Tragisch anders, als Peaches es sich erhoffte. Nicht umsonst soll man sich besser nur wünschen, was man auch erfüllt haben möchte. Sonst wird vielleicht alles, auch das Schlechte, wahr. Die verwickelte, parallele Geschichte der Geldofs ist in ihrer Tragik kaum erträglich (Loop! Artikel TOD EINER HONIGBLÜTE). Eins der Netze, die sich über Familien werfen, Repeat-Tasten des Daseins, Kreislauf in Systemen, die selbst die Psychologie entdeckt. Peaches Geldof meinte einmal, ein Drama wie die Mutter zu verlieren, sollte ihren Jungs erspart bleiben. Auch darum hatte sie den schnellen Nächten als IT-Girl abgeschworen. Aber dann ist da doch etwas, was bleibt, was sich durchzieht. Raum, in den Verwicklung einströmt, für den ein Familien-Aspekt wie Sonne-Neptun die Endlosigkeit bietet.

Es beginnt nicht erst mit einem Lied von Lee Hazlewood, Some Velvet Morning, in dem Peaches, selbst noch fast ein Kind, auf den traditionell seltsamen Namen für ihren Kleinsten stößt. Phaedra. Eigentlich eine Frau, dahinter der Mythos von der Tochter des König Minos, die aus Liebe Selbstmord beging, Schwester der Ariadne, deren Faden Wege aus den Labyrinthen zeigt. Das wäre auch nötig gewesen. Aber Phaedra Bloom Forever, Stier mit Sonne-Mars, elf Monate alt, befindet sich schon mitten im Irrgarten. Er lag offenbar neben Peaches, als sie plötzlich starb, wie 14 Jahre vorher auch seine damals vierjährige Tante Tiger Lily bei ihrer Mutter war, seiner Großmutter. Geschichten setzen sich fort, sie haben keine Ethik.

Some velvet mornin' when I'm straight, I'm gonna open up your gate, and maybe tell you 'bout Phaedra, and how she gave me life, and how she made it end...".

Im Abstand von nur einem Jahr bekommt Peaches Geldof ihre kleinen Söhne, beide Stier-Sonnen auf der Sonne der gestorbenen Großmutter, mit Widder-Merkur, wie sie. Dazu kommt noch etwas: Phaedra Bloom Forever und Yates' spätes Kind mit Michael Hutchence, Heavenly Hiraani Tiger Lily, allein in der plötzlichen Sterbe-Nacht der Mutter, haben denselben Waage-Mond - an der schwierigen, mitfühlenden Konjunktion Sonne-Neptun von Bob Geldof.

Peaches Vater nimmt diese jüngste Halbschwester seiner Töchter nach dem Unglück seiner großen Liebe Paula auf. Tiger Lily ist nicht sein Kind, aber er adoptiert sie. Solche Verbindungen, Konstellationen, die dominant werden in Beziehungen und Bezügen, sieht man häufiger. Aber selten in dieser Ausprägung, die auch noch durch Mysterien regelrecht vertont wird. Als Peaches Geldof und ihr Mann Thomas Cohen ihren Sohn Phaedra nennen, nach einem ungewöhnlichen Namen, der in einem Lied gesungen wird, das sie lieben, denkt vermutlich keiner daran, welcher schwierige Mythos dahintersteckt. Wie in vielen dieser Sagen geht es um Tode. Aber vielleicht haben die sehr jungen Eltern gar nicht gewusst, um um was sich alles dreht. Man hört einen Ton, ein Wort, und etwas klickt ein. Das ist nicht der Anfang von "Schicksal", sondern sein Ausdruck. Es kamen wieder die schönen Blumen in dem Song vor, Venus, Blüten, besondere Poesien, wie sie auch in den besonderen Namen der anderen Kids auftauchen, die nun durch eine Kette von Toden verbunden sind. Mutter stirbt, Kind überlebt.

Peaches Honeyblossom, Tiger Lily, Phaedra Bloom. Schon die Eltern der Geldof-Kids, Bob und Paula, sind ja unter Venus' Herrschaft geboren, sie Stier-, er Waage-Sonne. Beide starten mit dieser umfassenden Sehnsucht nach Schönheit in ein schwieriges Leben. Denn Venus wird auch astrologisch schwefelig, wenn sie ihr Dunkel-Gesicht zeigt. In den Fischen steht sie erhöht und so spielt Neptun in der Sage um Phaidra oder Phaedra dieselbe große Rolle wie im Leben, wo Venusisches auftaucht. Liebe bringt häufig erst die Ahnung und danach oft umso endloseren Glauben, dass umfassende Erfüllung möglich ist, wie man sie eigentlich nur bei den Göttern findet. Damit kommen Gefahr und Risiken auf, Illusion und Täuschung. Schon in der Geschichte um Phaedras Vater Minos, der den Stier (ja, Venus, das Leben), den er Neptun, der Ewigkeit, hätte opfern sollen, für sich selbst behielt. Aber Leben ist nicht greifbar, haltbar. Daraus entstand letztlich das menschenfressende Ungeheuer, der Minotaurus. Die Existenz-Achse Stier-Skorpion spiegelt hier schon Lebens- und Tod-Fixierungen, wie sie auch Peaches Mutter Paula Yates' Stellung der Lichter markierte.

Die Geschichte dieser Geldof-Familie mit der gut gemeinten Benennung eines jüngsten Kindes liest sich denn auch wie die Mythen, die dramatisch ausgehen. Bei der griechischen Phaedra kommen Venus und Neptun reichlich zum Zuge. Bei Baby Phaedra, Peaches Sohn, auch. Nur dass die moderne Fortsetzung eben kein Märchen ist, sondern bittere, bitterste Wirklichkeit. Paula Yates Tod war ein Drama, das wie ein Doppelpunkt vor der Folge steht, den es für ihre Töchter und deren Kinder hatte. Alle sind sie durch eine ähnliche Basis von Lagerungen in den Geburtsbildern verbunden. Das ist allerdings nicht die Ursache, sondern nur Spiegel dessen, was passiert. Es gibt keinen Grund, es gibt nur Rhythmen, die sich manchmal vergrößern, manchmal verkleinern. Je nachdem, ob und wie man mit ihnen umgeht. Und selbst wenn man es tut, gibt es keine Garantie für eine Auflösung. Die Struktur von Unheil und Heilung, die letztlich unter Neptun operiert, ist nicht berechenbar.

Phaedra, die junge Frau im Mythos, wird von Aphrodite-Venus verzaubert und verliebt sich in ihren Stiefsohn, der ihre Avancen ablehnt. Weshalb sie sich umbringt, aber davor noch eine Lüge hinterlässt: Der Junge hätte sie mit Nachstellungen verfolgt. Ihr Mann verflucht deshalb den Sohn, der flieht.

Poseidon-Neptun schickt ein See-Ungeheuer, das die Pferde, den Jupiter, vor seinem Wagen scheuen lässt, bis der Sohn totgeschleift wird. Alles begann mit Zauber und Lügen. Immer wieder tauchen in den griechischen Tragödien an den verbindenden und auslöschenden Stellen die Prinzipien der Venus und des Neptun gemeinsam auf. Verführung, die zu Liebe, Liebe, die zu Lüge und Irrealem, Lüge und Irreales, das zu Sucht und Sucht, die zur Vergänglichkeit wird. Auslöschung. Eine notwendige Auflösung der Dinge im Ewigen am Ende, das vor dem neuen Anfang im Widder kommt. Genau zwischen Stier und Fische. Hier sitzt der Mars, verbindet Neptun und Venus. Sind deren Zeichen in einem Familien-System stark berührt, schießen nicht selten verdrängte Aggressionen, große Taten,plötzlich auf, wie Bilder für einen Vorgang, der nicht umgesetzt war. So werden sich die Themen der Mythen als Archetypen konstellieren. Kommen Auslöser hinzu, erhält das Leben manchmal epische, tragödienhafte Züge, wo - je nach Phase - genauso viel gewonnen wie verloren wird. 

Peaches ist (nach den damaligen Zeitungs-Quellen über ihre Geburt) abends geboren und hatte damit vermutlich einen Waage- oder Skorpion-Aszendenten (SY SCHOLFIELD). Mit ihren anderen Haupt-Konstellationen schlüpfte sie perfekt in das Muster ihrer Familie. Hoch sensibel, durchlässig, leicht entgrenzt, vielleicht wirklich die Verrückteste von allen, wie ihr Vater nach ihrem Tod gebrochen sagte. Denn sie übernahm viel von ihrer Umgebung, ein Radar. Da war diese Fische-Sonne mit Venus-Konjunktion, die Stier der Mutter anders ausdrückte. Zarte Heldin im eigenen Drehbuch, das sie sich mit engem Mars-Jupiter zutraute. Voller Visionen, die sie auch umsetzte, als sie mit ihrem alten Leben als IT-Girl brach und eine üblichere Familie suchte, in ihren kleinen Söhnen Geborgenheit fand. Paula, ihre Mutter, eine wilde Lady, der Peaches am Ende äußerlich mehr und mehr ähnelte, hatte entsprechend einen Schütze-AC und Sonne mit Neptun-Opposition (den nah am Mond). Daher wohl auch eine Tendenz zu Drogen und Alkohol. Die destruktive Variante der Erfüllung neptunischer Sehnsüchte, an der sie schließlich auch starb.

Eine weitere Synchronizität, dass PAULA in Amerika für "Possession of Alcohol Under the Legal Age" steht. Und "Besitz von Alkohol" astrologisch mit Venus und Neptun übersetzt werden kann.

Auch Bob Geldof hat Sonne-Neptun, nur in Waage, mit Mond in 12, und ebenfalls den positiven, sich selbst immer wieder erhebenden Helden-Mythos. Einen Widder-Jupiter in Opposition zur Waage-Figur, Aktiva gegen eher Passives (RADIX Astro-Databank). Die Familie der Geldofs kam auch beiden Seiten aus Gegenden, wo von jeher Märchen, Mythen und Verzauberung des Archaischen, die auch in den neptunischen Bereich gehören, immer sehr lebendig waren. Aus Irland (Bob) und aus Wales (Paula). 

Auch Bobs Mutter starb, als er noch zur Grundschule ging. Das Paar war insgesamt 20 Jahre zusammen, bis sie sich in Michael Hutchence, Sänger von INXS, verliebte, von ihm mit Tiger Lily (Radix ohne Zeit rechts) schwanger wurde, und Geldof verließ.

Er selbst wird diese Geschichte der langen Trennung später in einem SPIEGEL INTERVIEW eine "schreckliche, fast Shakespeare'sche Tragödie" nennen. Er hatte 1995 Pluto-Quadrat im Transit über erst Mars, dann Venus und brach völlig zusammen. "Zwei, drei Jahre lang war ich außer Funktion. [...] Ich existierte nur. Ich musste mich daran erinnern einzuatmen, auszuatmen und wieder einzuatmen. Ich war wie entmannt und ausgeweidet." Peaches war damals sechs, die anderen Kids auch sehr jung und belastet.

Paula Yates, ihre Mutter, kam aus einem ähnlich schwierigen Geschichte. Sie hielt fast zeitlebens den Falschen für ihren Vater, bis sich mitten in der schnell auf die Trennung folgenden, extremen Beziehungs-Krise mit Hutchence, ein halbes Jahr vor dessen Selbstmord 1997, herausstellte: Hughie Green, ein Fernsehmann, war ihr biologischer Erzeuger. Der war jedoch ein halbes Jahr davor gestorben und so gab es keine Zusammenführung mehr. Als Yates versuchte, sich nach Hutchences Tod auch umzubringen, beim Transit von Neptun Quadrat zu ihrer Sonne, bekam Bob Geldof das Sorgerecht für die gemeinsamen drei Töchter. Da hatte Paula zusätzlich Saturn am IC und Pluto durch 12, im quälenden, langsamen Anlauf auf den Schütze-AC und Zwillinge-Venus. Sie erlebte Bob Geldofs Leid genauso extrem nach, auf ihre Weise. Tiger Lily, Peaches Halb-Schwester, Tochter von Hutchence, die auch wieder eine Sonne-Neptun Opposition hat und dazu den Zwillinge-Mars, wie zwei der Geldof-Mädchen, ist noch ganz klein und erlebt die Krisen der Mutter mit. Die gerät in einen regelrechten Taumel von Panik, Verzweiflung, Ventilen, Odyssee, die zu neuen Inhalten führen soll. Neptun über Neptun-Sonne schafft manchmal Treibsand oder Sumpfgebiete, die kaum aushaltbar sind.

Wiederholung einer Geschichte

Am 17. September 2000, nur zwei Jahre nach den Trennungs-Eskalationen, die Paula dennoch offenbar nicht zu dem bringen, was man den "gewohnheitsmäßigen Konsum harter illegaler Drogen" nennt (sie soll eben keine Heroin-Toleranz wie eine Süchtige entwickelt haben), wird sie tot in ihrer Wohnung gefunden. Ausgerechnet am 10. Geburtstag von Pixie, ihrer jüngsten Tochter von Geldof. Bei ihr wartet die vierjährige Tiger Lily, die ihre tote Mutter nicht wecken konnte, dass sie jemand holt. Die Transite der Familie sind an diesem Tag mit Mars-Saturn-Quadrat auf 0° Jungfrau, 1° Zwillinge, brutal. Hier einige der Überläufe:

  • Paula: Jupiter Konjunktion Venus, Pluto Opposition Venus (genau), das mundane Mars-Saturn-Quadrat über Radix-Pluto-Jupiter-Quadrat (sehr eng).
  • Peaches: Sonne Opposition Sonne, Mars im Quadrat und Saturn direkt auf Mars-Jupiter (genau). 
  • Tiger Lily: Mars Quadrat Pluto (genau) und Sonne Quadrat Mars.
  • Bob: Mars Konjunktion Mars (genau), Saturn Quadrat Mars (genau), Pluto auf Mond. 

Eine Freundin hatte sich gesorgt, als niemand auf die Anrufe antwortete. Erschütternd ähnlich nun das Szenario, als Peaches, Paulas Tochter, stirbt. Nur dass, nach einer ergebnislosen Obduktion, bei ihr nichts über Drogen oder andere Substanzen bekannt ist. Manchmal stirbt man nicht an Substanzen, sondern Sucht und Suche findet auf anderen Ebenen statt. Kurz bevor sie starb, hat Peaches ein Foto von sich als Kind mit ihrer Mutter gepostet. Einmal erzählte sie, dass sie mit deren Tod keinerlei Umgang hatte. Es war einfach wie eine leere Fläche. Sie experimentierte mit Drogen, wurde immer dünner, lebte extrem. Dann ein Schluss. Mit allem Willen von Mars-Jupiter, mit dem sie sich auch härter machte, aushungerte. "Du hattest es doch fast geschafft!" schreibt ihre alte Nanny nach dem Tod, völlig verzweifelt. In ihrer letzten Kolumne berichtet Peaches selbst, wie einsam es manchmal war, ein echtes, stabiles Leben zu führen, mit dem ihre Szene-Freunde nichts anfangen konnten. Wie glücklich sie dennoch ist, im Krieg der Windeln. Was dieser Umschwung die Fische-Frau gekostet hat, an Energie, an Überwindung, muss man sich nicht erst ausrechnen. Man sah es ihr an. Weil immer etwas bleibt, was von dem Hunger, dem Sehnen bleibt. Was zehrt. Sie brauchte ja selbst eine Mutter.

Die letzte Linie

Gerade deshalb macht es letztlich keinen Unterschied, ob es etwa Schicksal war, gar ein "Fluch", wie einige Medien schreiben - Tod ist Tod. Die letzte Linie. Bei Sonne, Mond und Sternen mit Neptun kann dahinter viel Unentdecktes stecken, selbst Rückfälle in frühere, andere Phasen des Lebens, die man selbst nicht konfrontieren mag. Peaches Mann Thomas soll mit Astala Dylan Willow, dem älteren Jungen, über Nacht verreist gewesen sein. Als er morgens mehrfach anrief, hatte er wohl niemanden erreicht und dann die Polizei gerufen. Man fand offenbar Phaedra, den kleinen Jungen mit dem Mädchen-Namen, der am Geburtstag von Paula Yates geboren wurde, an diesem 7. April neben seiner Mama, die ihre Kids so liebte. Pluto-Jupiter mit Chiron haben sie beide im Transit, Peaches und Paula, bei ihrem Tod. Die Tochter über Saturn-Neptun, den Chiron im Sextil dazu, und im Zulauf auf Venus. Paula alle drei über Venus direkt.    

Flowers are the things we know, secrets are the things we grow, Learn from us very much, look at us but do not touch, Phaedra is my name" (Some Velvet Morning

Phaedra und Astala, Peaches kleine Jungen, erleben das Ende einer sehr traurigen, berührenden und erschöpfenden Geschichte. Auch wenn ihre Kindheit gerade erst angefangen hat. Sie bringen angespannte Monde (Symbol der Mutter) schon im Radix mit (links). Der Merkur des Kleinsten, des Babys, wird nun bald dazu extrem vom Langsamläufer-Quadrat belagert. Er lernt denken in einem Setting, das verzweifelt ist. Sein Horoskop und das des Bruders sind sehr ähnlich, auch ohne Zeiten schon scheinen die Parallelen zu Paula Yates' Geburtsbild mehr als augenfällig. Was für eine systemische Verstrickung und Belastung. Was für eine Bürde, wenn man leicht in eine Leben hineingehen soll und nicht kann.

So sehr sich das Umfeld auch wünscht, er möge "nichts mitbekommen" haben. Ob diese erwünschte Blindheit etwas löst, kann sich keiner ernsthaft fragen. Schutz, der Realität beschönigt, ist kein Schutz. Er schwächt nur. Glück ergibt sich daraus nun mal selten bis nie. Während Astala wie Paula in einer besonderen Mond-Phase geboren ist (sie bei Vollmond, ihr Enkel bei Neumond), steht bei Phaedra Mars auf der Sonne, die Verletzung, der Angriff, über die Grade um die Sonne seiner Großmutter. Er hat auch hier die Begegnung mit dem Tod, nah der Stier-Venus, durch Opposition von Saturn-Nordknoten, auf dem Mond-Neptun von Paula Yates. Wobei Phaedras Südknoten bei der Venus schon ein Wegweiser in die Vergangenheit ist.

Die Synastrie der beiden Enkel dann macht klar, wie Recht Peaches mit ihrer Anmerkung zu den Synchronizitäten hatte. Es entsteht ein enger Venus-Jupiter zwischen Astala und Phaedra, Paula Yates' genauer Transit-Aspekt am Tag ihres Todes. Über die Zukunft der beiden Jungen zu mutmaßen, verbietet sich von selbst - es sind Kinder, die durch Prognosen unzulässig festgelegt werden. Nur so viel - jedes neue Leben ist völlig anders als das, aus dem es kommt. Diese beiden haben Widerstandskraft. Und ein "Fluch" kann nur so lange ganz fraglos einer bleiben, wie keiner die dahinter liegenden Verdrängungen konfrontiert. Wodurch Geschichte in genau dem Dunkel wieder versickert, aus dem sie kam und ihre Kraft gebunden bleibt, an die Menschen, die sie aus der Welt drängen. Es wird für beide Kinder umso wichtiger sein, nicht zum Vergessen, zum Wegleben des Geschehenen, gezwungen zu sein. Sie gehören hinein in das, was ihnen zugestoßen ist. Nur so kann das heilen.

Ein Zufall ohne Zufälligkeit  

Eine wirklich ungewöhnliche, letzte Auffälligkeit bleibt zu erwähnen: Setzt man den Asteroiden Phaedra, Nummer 174, hypothetisch in die Horoskope der Beteiligten ein, ergibt sich ein weiterer dieser Sinn-Zusammenhänge ohne kausale Bedeutung, die Peaches Geldof mit ihrem ganzen neptunischen Wesen erahnt hat. Vielleicht war die umfassende Sorge um ihre Söhne, mit ihren erst 23 Jahren, eine Art Prophylaxe dagegen. Bei der Entdeckung des Himmels-Körpers (2.9.1877) stand Phaedra selbst mit Mars-Saturn (den beiden, die bei Yates' Tod ein Quadrat machten) genau dort, wo Peaches Venus in den Fischen sitzt. Chiron und Neptun des Asteroiden finden sich vorn im Stier, nah den drei Sonnen der Jungs und ihrer Großmutter.

Phaedra Bloom Forever selbst hat Phaedra exakt am Uranus. Astalas Uranus steht an Peaches Phaedra. Als Paula starb, saß Mars genau auf Tiger Lilys Phaedra auf 0° Jungfrau, dem Grad des Anfangs, um den sich damals so viel in der Familie drehte. Bob Geldofs Radix weist eine Uranus-Phaedra-Konjunktion im Quadrat zu seiner Sonne auf. Yates selbst hatte synastrisch bei ihrem Tod sogar eine doppelte Uranus-Phaedra-Umkehrung, in der Konjunktion. Zufall, ohne Systeme, Analogien, Omen, nur eine der vielen seltsamen Ketten, die nun ein Kind mit diesem Namen, das in zwei Wochen erst ein Jahr alt wird, mit dem Mythos von Tod und Leben verbindet, dem Schicksal von Mutter und Großmutter. Eine Linie, exzentrisch, kühl, befremdend und viel zu bedrückend.

Manches kann man einfach nicht erklären. Das Zerschmetternde, das Unerwartete, das erwartbar ist im Tierkreis, weil Uranus dem Saturn folgt. Manche Energie muss man durchleben, bis sie aufgebraucht ist. Manche sterben an dem, was Obduktions-Ergebnisse später zeigen (oder nicht), manche an "Flüchen", manche an gebrochenen Herzen oder dem großen Atem eines Schicksals, das sich unerbittlich wie ein Pulsschlag durchsetzt. Man weiß es ja nie. Möge es jetzt genug sein, mögen alle hinschauen und nichts mehr durch alles zudecken. Leere des Neptun mit Größe des Jupiters zu kompensieren, bleibt ein hoffnungsloses Unterfangen und schafft noch schlimmere Relationen. Leben ist ja ohnehin bitter genug, ein Trickster, ein Bösewicht, ein verlorener Held, manchmal ein großer Lügner.

Leben wird aber da besonders heimlich, wo man es zur Geheimsache erklärt. Im unübersichtlichen Dasein kann jedoch immer Hoffnung sein, dieses Vertrauen, das eine Peaches Geldof suchte und hatte, wenn sie an Verwandlung glaubte. Im Elfenbeinturm des Neptunischen, und draußen, wo sie eine unter vielen war und hervorgehoben. Eine Versuchung. Glück, dieses Leuchten für Augenblicke. So oder so dreht sich die Erde ohne uns alle einfach weiter. Anders, immer. Es gab also eine Paula Yates, eine Peaches.

Und es gibt Lily, Astala, Phaedra, Kids, die ganz normale Spitznamen verdienen. Wie Asti oder Phil. Ein ganzes, rundes, normales Leben, in einer Welt, die Besonderheit heiligt. Größe, in der sich vieles, auch das Negative, besonders entwickelt. Das ist Jupiter, Neptuns Vorhut, aber er hat keine Schuld, nur eine spezielle, fast mystische Logik. Und wenn es stimmt, was der Physiker Lawrence Krauss sagte, dass nichts immer etwas erzeugt, wenn auch nur für einen winzigen Moment, dann muss umgekehrt etwas auch nichts erzeugen können, für die Ewigkeit. Am besten ein Ende der Verwicklung. Dass jemand jemals gelebt und gehofft und sich bemüht hat, ist ein guter Anfang. Risiko und Chance, in Neptuns unendlichen Geschichten. In der Wirrnis, im großen Chaos, der Traurigkeit und ihren Netzen. Manchmal erschöpfen die sich, oder werden anders, tröstlicher wahr. Nicht obwohl, sondern weil alles passiert ist, wie es passierte.

Bilder (bearbeitet): Frances MacDonald McNair (watercolour) [Public domain] + Hartmann Schedel (1440-1514) via Wikimedia Commons + Twitter.

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Original-Artikel von www.astrologie-zeitung.de
Autorin: Susanne Riedel Plenio

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