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Loop! Astrologie-Zeitung

Terra Nova 2: Zu Fuss zum Südpol

Terra NovaUm 1.15 h Greenwich-Zeit war es heute Nacht soweit. Das IC stand am Null-Meridian just auf dem rückläufigen Merkur mit Neptun und Geschichte wurde neu geschrieben. Denn Tausende Kilometer entfernt, in der Antarktis, lief die Himmelsmitte im Wassermann gerade über die Sonne und zwei junge Männer, Abenteurer und Forscher, vollendeten in diesem Moment die 102 Jahre vorher fehlgeschlagene Terra-Nova-Expedition von Robert Falcon Scott. Damals verlor der traurige Zwilling das Rennen zum Südpol gegen Roald Amundsen, den Mann mit Krebs-Sonne-Venus und Löwe-AC (RADIX).

Scott kehrte, anders als der norwegische "Sieger", seinerzeit nicht mehr vom Südpol zurück, den er ursprünglich hatte für's Empire als erster Mensch erreichen wollen. Auf Scotts Spuren schlugen sich jetzt bei gefühlten 50 Grad Minus die Engländer Ben Saunders und Tarka L'Herpiniere durch Eis und Schnee. 106 Tage lang, auf Skiern und mit anfangs 200 Kilo schweren Schlitten ohne Zugtiere. Dazu braucht man mehr als einen langen Atem, sondern bringt am besten eine glasklare Vorstellung, große Vision und - noch besser - einen fraglosen Lebenstraum mit, der über Blockaden hinwegträgt. Astrologisch wird das besonders in den Merkur-Stellungen der vier Südpol-Eroberer sichtbar: Amundsen hatte Merkur-Pluto-Quadrat, Scott Merkur-Uranus Konjunktion Quadrat Jupiter, Saunders Merkur-Neptun-Quadrat und L'Herpiniere Merkur-Pluto-Konjunktion.

Alle vier weisen auch die Kardinal-Betonung auf, wie sie bei Abenteurern (in Verbindung zu eisigen Orten übrigens besonders gern im Krebs) noch häufiger vorkommt als das 9. Prinzip im Horoskop. Bens und Tarkas Expedition startete im Oktober von Robert Falcon Scotts Hütte aus, die immer noch an der Nordküste von Cap Evans auf Ross Island steht. Dorthin kehrten sie nun auch wieder zurück - nachdem sie auf der Tour einen der höchsten Gletscher der Erde überquert und insgesamt eine Strecke zurückgelegt haben, die dem Weg Paris-Moskau entspricht. Für beide ein Lebenstraum, der jetzt in Erfüllung ging.

 Mars-Sonne springt im Dreieck

synastrieFast magisch mutet die Verbindung zwischen dem tragisch gescheiterten Robert Falcon Scott (Radix links innen - wie die beiden anderen Geburts-Bilder ohne Zeiten) mit seinen Landsleuten an, die nun zu seinen Ehren aufbrachen, um seine damalige Route als erste Menschen weltweit zu einem guten Ende zu bringen. Hier laufen die astrologischen Kontakte zwischen den Beteiligten eindeutig über einen treibenden Mars und berührende Sonnen-Aspektierung, die synastrisch ein eigentümliches Dreieck bilden:

Scotts Zwillinge-Sonne steht auf Ben Saunders Mars, dessen Löwe-Sonne wiederum auf L'Herpinieres Mars sitzt. Womit die Mars-Stellungen sich gegenseitig agitieren und von der Sonne zusätzlichen kreativen Schub bekommen, der nach Umsetzung verlangt. Wie eine Fackel, die weitergegeben wird.

Auffällig ist dabei auch Scotts Mars, der am meisten belastete Antrieb aus allen drei Radix-Bildern. Unter Pluto erhält er immensen Druck und wird damit vielfach auch wie blind agieren. Zumal Merkur mit Uranus bei ihm ebenfalls extrem reflexhaft nach vorn drücken. Konstellationen, die hier, im Gegensatz zu den Geburts-Bildern der beiden anderen, nur wenig an Ausgleich finden. Saunders bringt als Vorsichts- und Überblicks-Faktor einen Jungfrau-Merkur mit, L'Herpiniere die Jungfrau-Sonne, beides Anlagen, die ein Bewusstsein für Details eher fördern als Scotts Zwillinge-Sonne. Mit Mars-Pluto im Stier weist er eben auch als einzige Erd-Besetzung das ebenso zwanghaft motivierende wie anfällige Einbruchs-Tor für existenzielle Gefährungen im Radix auf, ein Jäger und Gejagter. Und das ist seine Geschichte, die später zu Bens und Tarkas Expedition führen wird:

PolarforscherAls der Polarforscher im Juni 1910 mit der Terra Nova aufbricht, um als erster Mensch zum Südpol zu gelangen, steht er unter Uranus-Venus-Opposition, außerdem vermutlich Pluto Opposition Mond und Neptun-Neptun-Quadrat. Die kommenden Schwierigkeiten deuten sich aber auch durch Saturn an, der sich ganz langsam in Richtung auf die Mars-Pluto-Konjunktion zuschiebt. Im Oktober desselben Jahres (Scott ist in großer Besetzung, mit Mann und Maus, gerade in Australien gelandet), bekommt er ein beunruhigendes Telegramm von Roald Amundsen, den er eigentlich auf dem Weg zum Nodpol wähnt.

Der Norweger ist als äußerst konkurrent bekannt (Löwe-AC mit Merkur in 1 und Sonne in 12 mit Quadrat zu Neptun) und kocht gern sein eigenes Süppchen. Deshalb hat er kurzentschlossen umgeplant, als gemunkelt wird, der Nordpol sei bereits von Cook/Peary erreicht worden und Scott nun auf bestem Wege, der Eroberer des Südpols zu werden.

Die Nachricht schockiert den Engländer, was zur mundanen Opposition Uranus-Neptun passt, die womöglich sorgar sein (unbekanntes) Achsen-Kreuz berührt. Und mit Sicherheit Amundsens Sonne agitiert. Aber die englische Expedition ist nun mal mit drei Motor-Schlitten, über 60 Mann Besatzung, 33 Hunden und fast 20 Ponys viel zu breit aufgestellt, um nun in Hektik zu verfallen. Im Dezember, bei Chiron auf Scotts Knoten-Achse, gerät das Schiff unvermittelt für drei Wochen in Packeis. Nach endlosem Hin und Her beginnt erst am 1. November 1911 der Marsch zum Südpol. Alle wissen sie, dass Amundsens Lager dem Ziel viel näher liegt - und trotzdem ist Scott guter Hoffnung. Inzwischen hat Saturn seinen Mars-Pluto überquert. Er muss hoch kontrolliert gewesen sein - bei äußerstem Druck. Die Tiere fühlen sich in der Kälte unwohl, Motorschlitten fallen aus, vieles geht schief, was nur schiefgehen kann.

Das ganze Drama aber zeigt sich erst am 18. Januar 1912, als Robert Falcon Scott mit einer 5er-Gruppe endlich doch noch den Süd-Pol erreicht. Von einer auf die andere Minute fällt dort die Vision in sich zusammen. Denn Amundsen ist fünf Wochen vorher, am 14. Dezember, schon am Ziel gewesen. Als Neptun an seiner Sonne-Venus-Konjunktion im Krebs stand, die sich wiederum nur wenige Grade vor Scotts Venus befindet. Immer eine Nasenlänge voraus. „Das Schlimmste ist eingetreten. Alle Träume sind dahin. Großer Gott! Dies ist ein schrecklicher Ort", schreibt der völlig frustrierte Engländer in sein Tagebuch. Saturn läuft wieder zwischen Radix-Mars und Pluto im Stier und macht den Kämpfer zum Geneppten.

KarteIn der astro-geographischen Karte links sieht man das Szenario, in dem sich Misserfolg 1912 und Erfolg 2014 physisch abspielten. Scotts Hütte, von der aus er und seine beiden jungen Nachfolger 2013 starteten, befindet sich ganz unten rechts. Etwa dort am Rand, wo das Sonne-MC-Symbol des Erfolgs-Tages heute in Rot eingezeichnet ist. Links im Bild dazu das Radix der vollendeten Mission durch Saunders und L'Herpiniere.

Während die beiden Entdeckungs-Reisenden bei Jupiter-Pluto nun Scotts Tour noch einmal heil und gesund zu einem guten Schluss bringen, beendet für den Polarforscher 1912 der Tod im bitterkalten arktischen Klima die Terra-Nova-Expedition. Seine letzte Tagebuch-Aufzeichnung stammt von Ende März, als Widder- und Skorpion-Herr zusammen in den Zwillingen stehen. „Letzter Eintrag. Um Gottes Willen, kümmert Euch um unsere Leute.“ 

An dem Tag herrscht Mars-Pluto-Konjunktion, der Aspekt, den Scott im Radix hat. Mehrere aus der kleinen, entkräfteten, enttäuschten Gruppe sind bereits umgekehrt oder an Nahrungsmangel, Schwäche und vermutlich zerbrochenen Träumen gestorben.

Ein Such-Trupp findet Robert Falcon Scott im letzten Lager,wo der Rückweg überraschend vorzeitig endet, erst im November, seinen Arm um einen der beiden anderen Toten geschlungen. Die Tragödie überschattet zwar auch Amundsens Sieg im Wettlauf, aber er wird letztlich doch zum Helden. Ein Mythos, wie er gern bei Neptun-Anlagen und Transiten entsteht. Der Noweger stirbt 16 Jahre später, bei einer Rettungs-Aktion für den Luftschiff-Pionier Umberto Nobile, ebenfalls im Eis, in der Arktis, als ungeschlagener Eroberer der Pole. Im Juni 1928 verschwindet er einfach, gilt als verschollen, bei Uranus Quadrat zu seinem Krebs-Mars und dem Mars im Quadrat zu seiner Sonne-Venus-Konjunktion im Krebs, die ihm den Ruhm am Südpol gebracht hatte. Amundsens Leiche wird nie gefunden.

Der Gänsehaut-Faktor

Das traurige Schicksal ihrer beiden Vorgänger blieb Ben und Tarka erspart, die sich beide durch jahrelanges Training auf ihre Expedition vorbereitet hatten. Löwe-Sonne Saunders (auf L'Herpiniere Mars und Amundsens AC-Merkur) hat im Transit Jupiter-Pluto im Quadrat zum Geburts-Pluto, Jungfrau-Sonne L'Herpiniere die Opposition im Quadrat zu Jupiter-Saturn in Waage, als das Projekt gelingt. Für Menschen, die "Challenges" lieben, können Transite, die andere auszehren, sehr erfolgreich sein.

Überraschender als diese Herausforderungs-Aspekte der beiden Südpol-Reisenden sind die merkwürdigen Verbindungen über die Zeiten hinweg. Denn sowohl mit Amundsens, als auch mit Scotts Horoskop geht das Radix dieser nun nachträglich "abgeschlossenen" Südpol-Mission der Engländer für den toten Polarforscher einen engen Kontakt ein. Ein Gänsehaut-Faktor: Der Greenwich-DC des erfolgreichen Projekts 2014 steht exakt auf Robert Falcon Scotts Geburts-Pluto, was für sich vorkommen kann. Mehr als blanker Zufall aber ist wohl, dass Jupiter auch genau auf seinem Uranus im Krebs sitzt und umgekehrt der Uranus zeitgleich auf seinem Jupiter im Widder. Eine Konstellation, die auch als Quantensprung bekannt ist, oder als "plötzliche Wendung in schier aussichtsloser Lage" (Astro-Wiki zu den betreffenden Gruppenschicksals-Punkten) - wie eine nachträgliche Befreiung und Würdigung Scotts.

Dagegen wird Roald Amundsens Skorpion-Mond, der seinen Krebs-Cluster beherrschte, nun direkt von Saturn angetroffen, Mars schießt Sonne-Venus-Neptun an und Uranus, der "Gegner" aus seinem 7. Haus, erklimmt das MC des Norwegers. So haben Ben und Tarkan, die Abenteurer mit dem Ticket zum Südpol und zurück, doch noch für das Empire den Ruhm einer nachträglichen Pol-Eroberung nach Hause geholt. Bei der längsten antarktischen Expedition ohne Hunde oder Motorfahrzeuge, die es je gab. Noch mal zum Mitschreiben: Fast 2900 Kilometer - so weit wie von der Oberfläche bis zum Mittelpunkt der Erde...

Bilder (bearbeitet): BLOG + Facebook Saunders-L'Herpiniere, Henry Bowers (1883–1912) [Public domain], Herbert Ponting [Public domain], via Wikimedia Commons, Zitate Wikipedia

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Original-Artikel von www.astrologie-zeitung.de
Autorin: Susanne Riedel Plenio

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