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Loop! Astrologie-Zeitung

Voyager: Zauberflöte unterwegs zu ET

Die Königin der Nacht trifft E.T. und bezaubert die Außerirdischen - Wolfgang Amadeus samt berühmter Kollegen seit über 36 Jahren mit 60 000 Stunden-Kilometern Speed unterwegs zur Kolonialisierung der Sterne. Ins All geschossen bei Pluto mitten am Waage-AC, will der Menschheits-Traum auch Beziehung zu fremden Welten herstellen. Was machen nun eigentlich die Voyager-Schwestern genau? Ist die goldene Schallplatte mit Grüßen vom kleinen, blauen Planeten drin oder nicht? Im Raum, wo der Sonnen-Einfluß Kraft verliert? Der hyper-historische Schritt gar schon verdoppelt? Jedes neue Jahr wieder Fragen über Fragen. Antwort: Ja und nein. 

Soviel zum Nachteil von Gottes schwarzem Vorhang, den wir Kosmos nennen. Seine Geheimnisse gibt er doch nicht ganz so leicht preis, wie Mensch es sich wünschen würde. Gestartet sind die Voyager-Ladies 1977 bei Jupiter auf präzis 0° Krebs, und Neptun in 3 mit Sextil zum AC. Sprich, die erste von ihnen, Voyager 2, die damit auch das Radix der Gesamt-Mission ausgibt (Zeit-Angaben aus ASTROLOGY WEEKLY)). Seither wirkt auch der Selbst-Ausdruck der beiden fliegenden Ansichtskarten der Erde an intergalaktische Fremdlinge ausufernd, aber immer leicht vernebelt. Auch wenn alle es am liebsten ganz genau wissen würden. Und: Die Mission hat den Außenseiter-Aspekt, mit Nessus am MC.

Voyager 1, die zweite, aber mit mehr Tempo gestartete Sonde, schickte sich offenbar schon im August 2012 an, wie sich ein Jahr später endlich herausstellte, alles zu toppen, was es bislang gab. Sie hatte "das Sonnensystem verlassen", wie es gern hieß. Richtiger erreichte sie wohl die "Heliopause", wo Sonnenwinde und Magnetfeld des Zentralgestirns langsam im Raum versickern und interstellare Materie einfließt. Es geschah zum astrologisch fabelhaften Zeitpunkt, als Pluto exakt am IC des Voyager-1-Starts stand, Uranus am DC und Jupiter in Opposition zum Neptun. Absolute Entgrenzung und in gewisser Weise auch die Zerstörung der Bindung an die Herkunft. Die Schwester, Voyager 2, mit anderer Flugbahn befindet sich zur Zeit nun auch auf dem Weg in die Heliopause, zum Rand der Vorstellbarkeit. Sie hat gerade Saturn Quadrat Sonne-Saturn im Löwen anlaufend und Pluto-Uranus sehr nah am IC und der Konjunktion AC-Pluto im Radix. Dem Aspekt, der dieser gesamten Mission die massive Vorstellungs-Bezogenheit aufdrückt. Falls sie es der schnelleren Schwester astrologisch nachmacht, erreicht sie damit vielleicht doch früher als angenommen die Grenzen der Sonne. 

Beide Sonden sind inzwischen auf ihrer langen Reise zwischen 15 und 20 Milliarden Kilometer vom Heimatplaneten entfernt. Und das, obwohl der Trip ursprünglich viel kürzer geplant war. Sonne-Saturn in 11 (siehe Erst-Start Sonde 2 rechts) verleiht unter anderem manchmal auch überraschende Dauer. Dass beide den Auftrag hatten, ferne Welten zu erkunden und viele, viele Daten zu funken, ist astrologisch schon klassisch sichtbar - im Basis-Radix rechts über Schütze in 3 (die kleine Reise, die zur großen wird) und Jupiter im natürlichen Haus 9, auf dem Sonder-Stand von 0 Grad Krebs, der auf großer Fahrt Domizile entgrenzt. Merkur, der Analysator, auf der Achse als Herr einbezogen und in Jungfrau stark, obwohl in 12 halb vergessen und zur Erhellung dessen im Dienst, was vor der Zeit ist und auftauchen soll.

Offiziell kreuzten die Sonden Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun, um die Wissenschaft zu befördern. Inoffiziell, um das Image der Menschheit für sich selbst und eventuelle, interstellare Mitbewohner aufzupolieren. Und um dann notfalls, bei zufälliger Kaperung durch E.T. und Konsorten, die kosmischen Schwestern und Brüder mit Informationen aus der Welt der Erdlinge zu läutern. Auf der besagten goldenen Schallplatte findet sich unter anderem eine Menge Musik (und an Bord ein Plattenspieler, geht die Sage). Mozart, Bach und Chuck Berry sind dabei. Nun ja, wieso nicht? Wenn es der Wissenschaft und naiver, erdferner Sicht auf's Dasein dienlich ist. Neptun in 3 eben. Dazwischen gibt's Infos als Piktogramme, binäre Erklärungen, wie wir Menschen so leben - und schöne Botschaften in etwa einer Milliarde Sprachen. Ungefähr so: Wir kommen in friedlicher Mission und bei uns ist es sehr nett. Lieben Gruß, eure Erde! Waages Bild ist eben auch die Friedenstaube, selbst noch auf eher aggressivem, geistigen Eroberungs-Kurs unterwegs. 

Und beide Voyagers haben nun mal zufällig Waage-Aszendenten, der Missions-Start mit der Herrscherin Venus sogar in 10, wo Begegnung (und öffentliches Interesse wie auch die Idee menschlicher Eigenart) maßstäblich werden will. Die schnellere, wenn auch erst 16 Tage später gestartete Schwester, Voyager 1, mauserte sich allerdings zur echten Abenteuerin, mit Venus Spitze 11. Den ersten fremden Giganten, Jupiter, erreicht sie nämlich früher als die andere. Kein Wunder, wenn man sich das Reise-Natal dieser Pionierin ansieht (Start links). Hier entdeckt man sofort eine genaue Mars-Jupiter-Konjunktion, die zwei Wochen vorher, beim Go für Voyager 2, zwar auch in 9 fand, aber noch viel weiter zulaufend war.

Als die 1er-Sonde am Riesen vorbeifliegt, am 5. März 1979, steht Widder-Merkur (als Herr 9 des Radix) nun auch noch exakt im Quadrat zu dieser Konstellation. Die Schwester kommt bei exaktem Merkur-Jupiter mundan an Spitze 11 vier Monate später nach. Auch dem Saturn nähert man sich astrologisch wie die Faust an, die das Auge trifft: Am Herrn der Zeit fliegt die Vorhut zu Beginn der närrischen Zeit der Erde, am 11.11.1980, vorbei. Saturn steht nun auch fast am AC, Pluto im Sextil zu Radix-Saturn. Nummer 2 folgt wiederum knapp ein Jahr später, bei Venus-Saturn-Jupiter nah ihrem AC und Neptun Trigon Geburts-Saturn. Im Januar 1986 lässt Voyager 2 dann den Uranus hinter sich, während die andere Sonde - wie passend - ab jetzt einen ganz anderen Kurs nimmt.

Pluto hat gerade noch einen Grad Abstand zum Radix-Mond-Uranus und Uranus bewegt sich in Opposition auf Mars zu. Drei Jahre danach, als Venus (Transit durch 12 des Radix und kurz vorm AC) mundan ein Quadrat zu Neptun macht, der sich wiederum anschickt, das Natal-IC zu berühren, begegnet die zuerst gestartete Sonde auch den Nebelwelten des Neptun. Und dann beginnt mit der Schwester, zu Neujahr 1990, endlich richtig die interstellare Mission: Neptun steht genau am IC des gesamten Projekts, das schon weitaus länger dauert, als vorher gedacht, und macht ein Quadrat zum AC, der irdischen Pforte der Erscheinungen. Wie passend, aber auch ungewöhnlich, dass sich hier derart genaue Bezüglichkeiten finden. 

Als Voyager 1, als erste der beiden, kurz vor Weihnachten 2004 in den sogenannten Termination Shock eintritt, wo der abgebremste Sonnenwind sich durch Crashs mit interstellaren Gasen stark erhitzt, sitzt Sonne auf dem Galaktischen Zentrum und Uranus ist ins 4. Haus eingewandert. Bei Voyager 2 wiederholt sich das Ganze unter Pluto am GZ. Ein großer Schritt für die neugierige Menschheit: Beide Sonden nähern sich jetzt langsam, aber sicher den "Toren" des Sonnensystems - als am weitesten von der Erde entfernte Objekte, die ein menschliches Gehirn je erdacht und in die Welt gesetzt haben. Als im August 2012 die Menschheit den "historischen Schritt in den interstellaren Raum" (wie manche Wissenschaftler das nennen) tut, merkt es leider zunächst keiner. Weil erst ein Jahr danach die entschlüsselten, vielen Mess-Daten ein klares Bild ergeben: Ab Hochsommer 2012 tauchen immer weniger "Sonnen-Teilchen" und mehr Partikel auf, die aus anderen Dimensionen stammen. Die Heliopause ist erreicht, was zwar nicht unbedingt heisst, dass genau hier das Sonnensystem endet. Jenseits des Erden-Denkens werden eben die roten Linien neptunischer, fließend. Aber eine Grenze ist wohl überschritten. Der Einlauf muss begonnen haben, als Neptun das Trigon zu Mars-Jupiter machte, früher, Anfang August. Der Teilchen-Absturz wird Ende August mit Pluto am IC von Voyager 1, Uranus am DC messbar. Eng.   

So bewegen sie sich durch Raum und Zeit, die beiden tapferen Veteraninnen der menschlichen Kolonialherren. Aber ein Datum vor all diesen Meilensteinen berührte den Heimatplaneten besonders: Der 14. Februar 1990. Damals entstand das sogenannte "Familien-Portrait", das als Puzzle sechs Planeten unseres Systems in Farbe abbildet (ein Teil davon im kleinen Foto rechts unten). Darunter ein "Pale Blue Dot", ein schwacher, winziger, blauer Punkt, der Planet Erde (großes Bild rechts mit Pfeil). Als Mittel gegen humane Hybris, Übertreibung und Maßlosigkeit zeigt es vielleicht am deutlichsten, wo und wer wir eigentlich im großen Weltraum wirklich sind. Aber keiner will es so richtig wahrhaben.

Das Mosaik entstand nun wiederum bei Jupiter rückläufig, erneut auf demselben 0 Grad Krebs wie zu Beginn, knapp 13 Jahre nach diesem Start. Ein Gänsehaut-Faktor. Wenn Pluto nun 2014 die Himmelstiefe des ersten Starts erreicht, wie 2012 schon einmal, bei der Premiere durch Voyager 1, in deren Start-Radix, ist eventuell tatsächlich früher als vermutet, auch der Voyager 2-Eintritt in die Heliopause möglich. Eigentlich rechnet man mit ihm erst 2015.

Oder etwas ganz anderes geschieht. Vielleicht ein Zwischenfall - und die Außerirdischen kriegen sie doch. Dann haben sie endlich etwas gute Musik auf den Kopfhörern. Wenn auch leicht veraltet. E.T. wird bestimmt trotzdem zu Le Sacre Du Printemps tanzen. Und Darth Vader Johnny Be Goode singen. Während im Krieg der Sterne peruanische Panflöten und indianische Nacht-Gesänge zwischen Allem und Nichts erschallen. Jedenfalls, wenn der Plattenspieler den Trip überlebt hat.

Bilder (bearbeitet): Nasa, Voyager via Wikimedia Commons

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Original-Artikel von www.astrologie-zeitung.de
Autorin: Susanne Riedel Plenio

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