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Loop! Astrologie-Zeitung

Schumacher: Im Herzen der Sonne

Über Cazimi, Neptun & Reinigung 

"Nun ist es ja so, daß man die Dinge immer erst außen sieht, wenn man sie innen verloren hat, das ist die Armut der Realisten, das ist die Erbärmlichkeit derer, die Wissen zur Macht machen wollen, und was es sonst alles noch gibt."

(Wolfgang Döbereiner, Weigerung des Christopherus)

Wie eine Sage über Merkur und Neptun: Als heute um 11 Uhr in Albertville, einem Ort nicht allzu fern von da, wo Michael Schumacher immer noch im Koma liegt, eine Presse-Konferenz begann, stand der Aszendent wieder in den Fischen - wie beim Unfall. Diesmal mit Herrn Neptun in 12. Da, wo das, was noch unerlöst vor jeder Zeit liegt, oft gar nicht verstanden wird.

Dann fahndet man gern nach einem Mythos namens "Schuld". Dieses Wort fiel auch mehrmals, bei den Journalisten aus aller Welt, die Erklärungen der Staatsanwaltschaft suchen. Immer dann am liebsten, wenn Erklärung am wenigsten wahr ist, weil sie ein Meer in ein Bachbett zwingen will. Aber manchmal wird Begreifen des Daseins mit einem süchtigen Wissen um Täter, Opfer, Defizite verwechselt. Fische, die aufsteigen und Namenloses bringen, tauchen auch die Funktions-Welt des Merkur aus Jungfrau gegenüber mit hoch. Eine Wippe, die oft in Mustern des Festnagelns und Einhämmerns einfriert: Wer hat Verantwortung? Wo liegt der Fehler? Wo ist Saturn (Herr des Zwillinge-Spiegels Steinbock), der uns für alles Form, Regel, Gewissheit und Gewissen schenkt?

Die Zeichen deuteten wieder in Richtung Pluto-Uranus (diesmal in 10 und 1 bestimmend), wie so oft, wenn das Quadrat von Steinbock-Widder einen unfruchtbaren Kampf der Bestrafung kämpft. Ein guter Zeitpunkt, um astrologisch dem Mythos hinter dem Logos des Unglücks nachzuspüren, der so viele Vernetzungen und Bilder hat. Fast wie ein Märchen. Merkur, Helm, Fels, Neptun, Reinigung, Schicksal, Essenzen. Formale Antworten gab es vormittags mit Saturn in 8 kurz und prägnant genug: 

Ja, Herr Schumacher hat die "faktische Piste" verlassen (so redet Prinzip Steinbock aus Merkur heraus, wenn der als Herr 3 ebenfalls im saturnischen Zeichen Ausdruck prägt), fuhr also im ungesicherten, wilden Raum. AC-Herr Neptun und Venus auf Spitze 12 des Unglücks zeigen das aufgelöste Revier. Da, wo es immer riskant wird. Ja, der Helm ist auch zerbrochen. Nein, das Tempo war nicht überhöht. Und noch mal nein, vielleicht hat gar keiner "Schuld". Aber sie fragen immer wieder, nach Haftung und Verantwortung. Jetzt gibt der Staatsanwalt 11 Uhr als Unfall-Zeitpunkt an. Neptun ganz kurz vorm Aufgang, als Schumacher über einen Stein fährt, stürzt und vor einen Fels prallt, bei gerade aufsteigendem Fische-AC in Frankreich. Am Tag, als ausgerechnet Merkur, sein Gegenspieler, sich in der ungewöhnlichen Stellung "Cazimi" befindet, nur Bogenminuten vom Zentralgestirn entfernt, im "Herzen der Sonne". In der Klassik bedeutet das, anders als bei der Verbrennung, etwas wie den Schutz der Götter für diesen Faktor. Abu Ma'shar beschreibt es mit einem Bild, das einen für Michael Schumacher besonders berührt: "...wie ein Mann, der sich reinigt [sprich: läutert] und dem deshalb Kraft fehlt, der aber danach wieder Gesundheit erlangen kann."

Alles hängt, wie die Mystiker sagen, mit allem zusammen. Und Hermes, der "griechische Merkur", der hier am Unfall-Tag in der so seltenen, speziellen Stellung angetroffen wird, trägt in der Mythologie nicht nur einen Flügel-Helm zum Schutz (und als Kontakt zum Göttlichen "oben", im Himmel, in den sich auch Vogel Uranus als Luft der Luft aufschwingt), sondern hat einen Namen, der auf das Wort für Stein oder Ballast zurückgeht. Darin steckt bereits dieser Felsen unterm Schnee, wie auch die Helm-Frage und diese ewige Belastung des Ursprünglichen (Wassermann) und des unaussprechlichen Dahinter (Fische) durch menschliche Überfrachtung des Denkens. Das geht alle an, nicht Schumacher, der beispielhaft stürzt.

Kein Wunder, dass besonders merkurische Angelegenheiten überall neptunische Reinigung brauchen. Oder anders - Auflösung und Ent-Schwerung all dieser Anpassung, Funktion und Bedeutung, die Wort, Logik, Funktionalität im Zwilling und der Jungfrau nun mal mit sich bringen. Sie werden ins Gleichgewicht zurückgeschwemmt, wenn Neptun aufgeht, manchmal auch auf vermeintlich völlig sinnlose Weise.

Dass Michael Schumachers Helm eine solche Rolle in der Nachbereitung der Medien spielt und immer wieder die Frage gestellt wurde, ob er beim Sturz auf den Fels denn nun zerbrochen war, spiegelt das Problem. Nicht die gute Hut eines Kopfes bricht, es bricht gleich die gesamte Rationalität darunter. Und zwar für die halbe Welt, die nun Orientierung sucht. Merkurs Sonder-Konditionen dieses Zeitpunktes sprechen ihre Sprache. Stärke, die erst nach Schwäche kommt. Die intellektuelle, sachliche, funktionale Seite der Gegenwart (mit Zwillingen am IC und Jungfrau am DC des Unfalls) wird doppelt geläutert, von Sonne durchdrungen, als Neptun in den Fischen aufsteigt und im Tor zur Bewusstwerdung am AC steht. Gar nicht so selten passiert so etwas in einer buchstäblichen "Narkose" der üblichen physischen Vorgänge. Neptun zerstört das Puzzle der Kausalitäten, schickt den Alltag mit unseren Stellvertretern, die wir verehren, lieben oder als zu uns gehörig empfinden, in Trance. Die Halluzination des Befürchteten, der Dimensionslosigkeit, des Endlosen, überwuchert die Zivilisation.

Neptun ist der Traum, in dem es keine Dualität mehr gibt, das Netz dessen, was wirkt, bevor es die kleine Wirklichkeit mit ihren Körpern und Schritten von A nach B betritt. Merkur dagegen nur sein Mittler, der die Botschaften der Wahrheit aus dem großen, namenlosen Raum des Heiligen fischt und übersetzen kann. Wenn, ja, wenn er sich nicht an seinem immer verlockenden Hang zur Ein-Dimensionalität verhebt. Und das tut er oft. Michael Schumachers Geschichte eines Moments, der ein Leben verändert, ist darum auch die eines millionenfachen Verlusts der Hoffnung auf Aufklärung, Einpassung, Entschlüsselung, Selbst-Erklärung des Daseins. Wie tröstlich es wäre, nur eine einzige, neue, ziehende, pass-genaue Begründung dagegen zu setzen, spirituell, astrologisch, systemisch, aus Plutos Konzepten, die verspricht: Alles ist und wird doch gut. Denn wir verstehen, überblicken. Was man versteht, lässt sich steuern. Was man steuert, ist nicht tödlich. Aber gegen Neptun hat Pluto selten eine Chance, weil er nicht der letzte, sondern der festeste Kern der Wasser-Dinge ist.

Und: Um mehr Scharfsinn geht es nicht. Auch wenn es vieles zu klären und trösten gäbe: Im Radix ist Merkur bei Michael Schumacher (Astro-Databank, Rodden Rating C, rechts) prominent, er besetzt, normt und organisiert die Lebens-Ausrichtung, das MC im Steinbock. Der Sportler ist ja bekannt für seine Pragmatik, Umsetzung (Erd-Sonne und AC) und eher bescheidene Sachlichkeit bei brennender Vision in der Verwirklichung (Sonne in 9). Immer da, wo er den sehr starken, über-sensiblen und intuitiven Krebs-Mond zugunsten der wirkenden Steinbock-Sonne im Privaten lässt und seinen Neptun nah dem DC im Alltag eher außen erlebt, kommt es von Zeit zu Zeit zur Spannung. Gerade hatte Schumacher aber erst ein langwieriges, aufweichendes Trigon des Fische-Herrn zum Skorpion-Mars hinter sich, der wiederum ausgerechnet im merkurischen Haus 6 steht. Das gibt ihm initiativ-emotionale Anpassungen an die Umwelt als Talent mit - und auch den Wunsch, manchmal Zwang, Kraft aus 5 (den Pluto) gegen die Forderungen des Drumherums auszusteuern.

So kurz nach dem Trigonal-Überlauf ist aber dieser Konzept-Mars, der sonst sehr rigide sein kann, verfeinert, anders, viel empfindsamer als sonst. Vielleicht noch mehr eingeschwungen in neptunische Unterströmungen, auf die auch Schumachers Merkur-Sextil schon immer so stark und wie im Reflex reagierte. Aus 2 und 5 hat er Schub, Power.

Was dem wunderbaren Skiläufer wohl oft genug auch den Hals rettete, wenn es im Job, bei den Rennen, eng wurde. Merkur im Fließen agiert spontan rettend und wird bestimmend in der Himmels-Mitte. Er gibt den Ausschlag, wo reines Glück nicht mehr reicht. Nach weichen und harten Neptun-Transiten über persönliche Planeten wirkt die Begegnung mit der Welt allerdings oft noch eine Weile schläfriger, ganz anders, eher wie im Aufwachen. Der Kontakt mit den Dingen umso heftiger, scharfkantiger. Als baute sich Legoland langsam über Gebeten auf.

Es fließt dann auf einmal wieder viel zu viel Stoffliches ungemildert ein, was fremd, eckig, störend wirkt, Realitäts-Kanten, an denen sich die sonst hervorragende Wahrnehmung notwendiger Kurs-Korrekturen bricht. In solchen Zeiten muss man erst wieder langsam "zu sich kommen". Manchmal, besonders dann, wenn Neptun täglich aufsteigt oder auch, wenn sein lange Arm, Mars als Handelnder, berührt wird, entsteht kurzfristig wieder dieses erlebte Fließen, wie im Traum. Dann wird Merkur mit seinen schützenden Benennungen und dem verbissenen Erkennen, das die Hirnrinde vorgibt, vorübergehend ausgehebelt und Licht kommt in Kontakt mit Schatten, Schärfe mit Verschwommenheit. Das Nichts taucht als Stufe abwärts oder aufwärts auf, auch der Un-Sinn. In der Cazimi-Stellung erhöht sich (vor allem im materialisierenden Steinbock) dazu als "Meerenge" der notwendige, übliche Konflikt zwischen Fische und Jungfrau (und teilweise auch Zwillinge und Schütze). Was ist wirklich, was ist wahr? Wo bin ich eigentlich, wenn nicht da, wo nichts passieren kann, als das, was ich kenne?

Die Mechanismen des Neptun sind [...]die große Hilfe des Menschen. Er ist der Planet, der dem Menschen hilft, in sanfter Weise und ohne Bruch aus den Anpassungszwängen herauszukommen, sanft, langsam, wie schwerelos. Neptun ist [...] das Wirkliche, das Fließende. Er ist das Zwischenreich, der Fluß, der zu durchgehen ist, um neue Ufer des Bewußtseins zu erreichen. [...] Er symbolisiert das Ritual der Waschung, das Weihwasser, die Taufe. Sein Symbol ist die Reinigung, die Heiligung der Seele, das Lösen aus Dualität und Schuld - als Identität mit dem Wirklichen, die Gewißheit."
(Wolfgang Döbereiner, Erfahrungsbilder)

Wenn man weiß, das "Helm" in der Seefahrt auch ein alter Begriff für das Steuerruder ist und beide letztlich von "hehlen", also schützend umfassen (oder bergen, hüllen, verheimlichen) her stammen, kommen Wasser und Erde zusammen, die in Fische-Jungfrau stecken. Sofort wird klar, dass die gesamte Merkur-Neptun-Problematik untrennbar ist und sich bedingt. Wie auch Wahrnehmung beide Prinzipien braucht. Die Übersicht des Merkurischen samt der neptunische Weichheit, akausaler Vernetzung und Weite. Die Explosion des Rationalen, wie sie in der Moderne üblich war, wird sowieso immer wieder durch entgrenzende Ereignisse kompensiert oder "ausgeglichen". Sei es durch die Natur mit ihren chaotischen Anfällen von Widerstand. Oft gegen eine Wissenschaftlichkeit, die zu Gott mutiert, indem sie jede Verwirrung auszuhebeln versucht und damit den Neptun, das Namenlose, aus der Welt tritt. Oder durch rein menschliches Übersehen, Vergessen, Verirren in der Logik des angeblich Machbaren, das doch absichern, behelmen, schützen und stützen sollte.

Steuer kommt von Stärke und stehen, bezeichnet also auch den großen Bruder des kleinen, aber "quicken", quecksilbrigen Merkur. Diesen formierenden Spiegel-Schatten, Mythos Saturn. Quelle des Logos Merkur, immer im Dienst gegen die Gewässer des Empfindens, der E-Motion, die sich wörtlich, mit Neptun im Mars-Elan, auch wellenartig, durchdringend, nach draußen bewegt, des nicht mehr innen Kontrollierbaren. Helm war in den alten Sprachen übrigens auch eins der Synonyme für Gott, was eben sehr einfach und groß Merkurs Hybris (aber auch Anteil an der Schöpfung) ausdrückt.

Selbst hier wieder, an Michael Schumachers schwarzem Tag, ist der Neptun des Unfalls zeitlich - als astrologisches Prinzip der Läuterung und Entschlackung - die Voraussetzung für das Einsetzen eines erschöpfenden Prozesses, bei dem das, was noch ungetrennt und unerschienen im Dunkeln liegt - die Welt der Ganzheit - fließend gehoben wird, durch Uranus, den Himmel, wie wir ihn uns vorstellen, und Saturn, das Tor von Zeit und Raum, in eine Welt, der bang wird vor den Tränen der Dinge. Dem also, was immer, jedem von uns passieren kann und letzten Endes überall die Wirklichkeit dessen beschreibt, was mit einem Ende endet und das einzig voraussehbare Risiko des Lebens ist.

Sunt lacrimae rerum et mentem mortalia tangunt - Tränen sind in allen Dingen, und alles was dem Tode geweiht ist, berührt unser Herz."
(Vergil - Publius Vergilius Maro)

Michael Schumacher stand auf der Schwelle, die niemand vor der Zeit betreten will. Das bewegt selbst die Bewegungslosen, weil es ihre Furcht trifft. Er ist zurückgekommen und kämpft weiter um das Leben. Wieso dieser Mann in dieser Minute, an diesem Tag, unter diesem Signum über diesen Stein fährt, gegen Steinbock-Pluto prallt und das Bewusstsein verliert? Sicher nicht, weil seine AC-Herrin Venus in der Einflugschneise des Wahren (auf Spitze 12) mundan steht, rückläufig, im Steinbock (aber ihre Wassermann-Unruhe, gerade vom AC überlaufen, mitbringt). Nicht weil Schumachers stabile, von Widder-Saturn agitierte Sonne nun auch unter Mars-Attacke steht. Es gibt so viele Gründe, aber keine Antwort, es gibt keinen Sinn, es gibt nur das Sein. Es ist. Eine von Neptuns Botschaften, in ihren manchmal so undurchsichtigen Erscheinungen, deren Erklärung doch wieder nur Merkur wird. Mensch. Schutz. Felsen. Ballast. Sage. Mythos. So viele Ebenen. Wahr und völlig an der Wahrheit vorbei. Das Dasein braucht vielleicht die Form, um nicht an sich selbst zu verzweifeln.

Formen finden sich bei Neptun ja immer nur im Untergrund, wie Schatten, Geister, Spuk. Man kann sie höchstens erahnen, weitere Analogie-Ketten bilden, ein neues, wichtiges Klima, unter dem dieser Mensch, der so viel getan, nach vorn gefahren, riskiert, erlebt, geplant, gedacht hat. Wie die Felsen wartet eine neue Möglichkeit jenseits der "faktischen Piste" Merkurs, die der Staatsanwalt heute beschrieb, unter dünnem Schnee. Sie zu kennen, heißt nie, auch den wahren Grund zu wissen, wieso es den Pragmatiker unter den Maniacs der Geschwindigkeit erwischt. Das soll im Dunkeln bleiben. Es ist seine Sache, nicht unsere. Sicher gibt es Sinn, Hintergrund, Psychologien. Man sagt: Neptun symbolisiert ein Ausschwemmen, ein sich Lösen, ein Durchdringen des Wirklichen mit dem Wahren. Man sagt. Was es ist, ist Rätsel.

Michael Schumacher, das kann ja jeder von uns sein. Wenn man im Fluss schwimmt, ist man einfach nicht achtsam, im Sinne des Merkurischen. Differenzierung (oder Sicht auf die Gefahr) ist bei Neptuns Aufsteigen ja nicht der Angelpunkt. Immer holt er stattdessen mit seinen Nebeln ganz besondere Wege und Schicksale in die Welt, deren irdische Folge sich erst später, im Schützen oder mit Jupiter, wie ein Mosaik erschließt oder fügt. Bis dahin heilt stets etwas, auch wenn es zuvor vieles zerstört (das heißt, auflöst), was war. Vielleicht auch eine Botschaft des so passenden Merkur, der sich da, im Kern der Sonne (mit nur 5 Bogenminuten Abstand), läutert, für alle, nicht für Schumacher, der ihn abträgt, erlebt.

Wo Neptun arbeitet, so wie im Unfall-Horoskop, sollte man besonders auf den Mars-Stand achten, der als ein Fische-Spiegel oder Schatten meist gut beschreibt, wie und wo sich die Auswirkung des Unnennbaren als Wirklichkeit zeigt. Hier in Konfrontation, öffentlich, in Haus 7, wo Widder-Herr buchstäblich mit den irdischen Symbolen des Pluto (im Quadrat aus 11 = überraschend) zusammenprallt. Damit wird die gesamte neue Lage auf Sonne-Merkur verschoben und zu einem ganz anderen, befremdlichen Ausgangs-Punkt. Wie sagte noch Abu Ma'shar? "Wie ein Mann, der sich reinigt und dem deshalb Kraft fehlt, der aber danach wieder Gesundheit erlangen kann." Nicht unbedingt physisch, auch wenn das wunderbar wäre und auch möglich ist unter solchen Konstellationen. Sondern heil, im Sinne einer kaputten Welt, die sich an ihrem Wissen überhebt, das manchmal entfernter vom Wirklichen gar nicht sein könnte. Ihr Symbol für den Crash, in solchen Bruch-, Sturz-, Explosions- oder Überschwemmungs-Momenten, wird gejagt. Einer wie jeder, einer wie Michael Schumacher, den wir beobachten wie unseren eigenen Pulsschlag.

Darum sucht und fragt und fragt er, der Merkur, in Gestalt der Medien der ganzen Welt - in einem Ort namens Albertville. Werden wir überleben? Wer muss dingfest gemacht werden, damit es uns nicht passiert? Wie können wir wenigstens einen Mythos aus dem alltäglichen Chaos destillieren, so dass wir heil davon kommen? Es soll doch eine Logik darin geben. Die existiert sicher auch. Aber das ist hier gar nicht Thema. Astrologie war nie unfair. Und auch kein Stein der Weisen, der Unlösbares löst oder Untrennbares auseinander nimmt. Das erledigen schon Neptun und Merkur, Fische und Jungfrau, ihre Buchstaben, für uns. Überall, auch ohne Astrologie - im Leben. Und Hoffnung, hinter Neptuns gefürchteter Ödnis, die man so oft mit esologischer Sehnsucht nach endloser Fülle verkleistert, gibt es doch. Nichts schließt sich aus, wenn alles mit allem zusammenhängt. 

Bei Jupiter-Uranus ist das Ende immer gut. Das ist auch logisch, denn wo kann der Jupiter schon helfen als dort, wo man schon vorher in der Tinte sitzt?"
(W. Döbereiner in "Einbruch des Zeitlosen"). 

Michael Schumacher hat im Radix Jupiter-Uranus-Konjunktion am Drachenkopf in 6, in Waage. Döbereiner-Freunde kennen das als "Quantensprung" und sehen die Konstellation am 14. Grad Widder/Waage festgemacht, der in diesem April erstmalig seit 1931 wieder von Uranus überlaufen wird. Für das Geburts-Horoskop beschreibt Uranus-Jupiter auch immer wieder Wendepunkte aus scheinbar völlig aussichtslosen Situationen heraus. Das Prinzip "Glück", das Schumi, dem Identifikations-Helden, schon vielfach geholfen hat. Möge es ihm dieses Mal unbedingt besonders nützen. Dem Mann mit dem Goldhelm und plötzlich gesprungenem Merkur. Es soll hilfreich sein, im Herzen der Sonne, bei dem, was er zu lösen hat und hatte. Über das man astrologisch sicher viel mehr sagen könnte. Aber wem hilft das? Keinem von denen, die jetzt über das, was ihm passierte, erschrecken, sich über seine Wahrheit stellen, wo immer sie auch wohnt. Indem sie sich an ihm als Beispiel abarbeiten, wie Zaungäste, schockierte Hoffende - anstatt am eigenen Leben. Dass es Welt dahin zurückführt, ins Herz der wirklichen Dinge, der eigenen Verantwortung, vielleicht war es dazu wenigstens gut.

Eine harte Aufgabe, Ironie des Schicksals für einen Kämpfer, einen pragmatischen, mutigen, einzelnen Mann, der dieser Herausforderung ungezielt, unvermittelt, im Schnee, als Bild für alle anderen begegnet.

Bilder (bearbeitet): Walters Art Museum [Public domain, CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)] + von Circle of Rembrandt [Public domain] + By Gil Abrantes from Portugal (IMG_3711_1) [CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

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Original-Artikel von www.astrologie-zeitung.de
Autorin: Susanne Riedel Plenio

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